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Leselupe.de > Kurzgeschichten
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Eingestellt am 02. 08. 2002 00:02


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Concorde
Manchmal gelesener Autor
Registriert: Jul 2002

Werke: 6
Kommentare: 13
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VERSUCH

Beschwingt und mit leicht geröteten Wangen verließ sie den Laden. Beide HĂ€nde voller TĂŒten, deren Inhalt fĂŒr den Abend bestimmt war, ein kleines Geschenk, nett Verpackt, eine Flasche guten Wein, Kerzen, eben alles, was dazu gehört. Ja, es wĂŒrde klappen, sie wĂŒrden ihre Probleme lösen, die sie nun schon so lange vor sich her schoben. Dies wird Zeit brauchen, aber, wenn sie erst einmal anfangen zu sprechen . . . . Den Mut muß man haben, den Mut, es anzugehen, anstatt zu flĂŒchten.
Was sind das auch fĂŒr Ideale, denen sie da hinterherlĂ€uft, nein, nein, es geht ihr doch gut. Sie weiß, was sie hat. Man muß die Probleme nur wahrhaben wollen und dann darĂŒber sprechen, um sie zu lösen.
Es sollte ein Anfang gemacht werden, nicht die Augen verschließen, sondern sich stellen. Man muß etwas fĂŒr die bestehende Beziehung tun, anstatt sich in eine neue zu stĂŒrzen oder allein zu bleiben.
Sie stellte den Wagen in die Garage, noch 1 1/2 Stunden hatte sie Zeit, die Wohnung aufzurĂ€umen und alles ein bischen nett zu machen. Wie sie sich doch fĂŒhlte, was so ein Entschluß doch ausmachte . . .
Es war lange alles vorbereitet, als er kam. "NÂŽabend, wie gehts? WasÂŽn los, was besonderes?"
Mit einem freundlichen LĂ€cheln antwortete sie: "Ich dachte wir machen uns einen netten Abend, um dabei ĂŒber alles zu sprechen."
"Über was willst du sprechen?"
"Ich . . . ja, ich weiß nicht, - eigentlich ĂŒber alles, was bei uns nicht in Ordnung ist."
"Wieso sprechen, was ist denn nicht in Ordnung. Es stimmt doch alles, oder ist etwas passiert?"
LĂ€chelnd nahm sie das Weinglas in die Hand, ging mit den Fingerspitzen zĂ€rtlich die Konturen nach und verließ langsam den Raum.

__________________
Der Weg ist das Ziel....

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itsme
???
Registriert: Mar 2002

Werke: 18
Kommentare: 289
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......

Hallo Concord

Sprachlosigkeit ist ein hĂ€ufiges Problem alternder Beziehungen. Ihre sorgfĂ€ltigen Vorbereitungen fĂŒr ein ernsthaftes GesprĂ€ch am Abend stehen fĂŒr einen Entschluss: So kann es nicht weiter gehen. Ich will reden. Ich will fĂŒr die Beziehung kĂ€mpfen.

Darauf eingestimmt, kam fĂŒr mich der Schluss der Geschichte zu abrupt, zu knapp und und wie beschrieben nicht glaubhaft. Sie musste ihren Partner kennen, also mit VerstĂ€ndnislosigkeit rechnen. Mit einem undefinierbaren LĂ€cheln den Raum zu verlassen reicht nicht. Einige SĂ€tze mehr wĂŒrden der Geschichte gut tun. Lass sie nicht zu schnell resignieren. Du kannst zum Schluss immer noch offen lassen, ob ihrem Aufbegehren Handeln folgt, welcher Art auch immer oder ob sie sich schickt und in den Alltagstrott zurĂŒckfĂ€llt.


GrĂŒĂŸlinge
itsme
__________________
Life is too short to paint a single kiss

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Gabriella
One-Hit-Wonder-Autor
Registriert: Jul 2002

Werke: 54
Kommentare: 71
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Hallo Itsme..

also ich muß ehrlich gestehn, das mir die Gesichte sehr gut gefĂ€llt. Nicht nur der Inhalt als solches, nicht nur die Ausdrucksweise sondern vor allem und in erster Linie die Aussage. Und wenn ich mal ganz offen sein darf, so hat Concorde nicht mit einem Wort erwĂ€hnt, wie lange diese Beziehung zwischen den beiden schon Bestand hat. Übrigens ist der Begriff *den anderen kennen* etwas, das man selbst nach 20 Ehejahren noch nicht richtig zu definieren weiss!

Diese Geschichte endet fĂŒr mich keinesfalls abrupt, sondern es hinterlĂ€ĂŸt die Möglichekit sich in alle Richtungen Gedanken darĂŒber machen zu können. Und das finde ich besonders gut, obwohl unterschwellig eine Antwort gegeben wurde, den man aber nicht als Fixpunkt annehmen muß.

Eine fĂŒr mich wirkich sehr schöne Geschichte, die einen hohen Anteil an weiblicher Logik enthĂ€lt, Und dies von einem Mann geschrieben, da kann ich nur sagen: "Hochachtung!"

grĂŒĂŸle Gaby


__________________
Man Lebt um zu lieben -
man stirbt aber nicht ohne
gelebt zu haben!

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itsme
???
Registriert: Mar 2002

Werke: 18
Kommentare: 289
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......

Hallo Gabriella

quote:
Und wenn ich mal ganz offen sein darf, so hat Concorde nicht mit einem Wort erwÀhnt, wie lange diese Beziehung zwischen den beiden schon Bestand hat.

Richtig, immer schön ehrlich bleiben ;-).

Zitat Concord:
quote:
Ja, es wĂŒrde klappen, sie wĂŒrden ihre Probleme lösen, die sie nun schon so lange vor sich her schoben.

Das können Monate aber auch Jahre sein. In ihrem Empfinden ist es ein langer Zeitraum. Dieses "so" deutet darauf hin.

MĂ€nner sind vom Mars, Frauen von der Venus, sagt man. Er verhĂ€lt sich in der Geschichte durchaus typisch. Eher praktisch veranlagt und unsicher im Umgang mit GefĂŒhlen, verdrĂ€ngt bzw. flĂŒchtet er. Als Hobby Psychologe hĂ€tte ich der Frau geraten ihn auf das GesprĂ€ch vorzubereiten. Sie hingegen reagiert "unnormal". Ihr liegen die Probleme "schon so lange" im Magen. Sie fasst sich ein Herz und einen Abend ins Auge, an dem endlich geredet werden soll. Sie bereitet den Abend sorgfĂ€ltig vor ... bis zu diesem Punkt verhĂ€lt auch sie sich typisch. Aber dann, statt weiter typisch zu reagieren, nĂ€mlich emotional (weinen, schreien, Vorhaltungen machen, wĂŒtend raus rennen), verlĂ€sst sie ruhig lĂ€chelnd den Raum. Nein, dieser Schluss, sieh mir das mit meiner mĂ€nnlichen Logik nach, irritiert mich. So wie sie sich in der Handlung bis zu den SchlussĂ€tzen verhĂ€lt und wie sie denkt, nehme ich ihr dieses Verhalten nicht ab - auch nicht begrĂŒndet mit der berĂŒhmten weiblichen Logik.

Aber alles das ist MEINE Meinung, mehr nicht.


GrĂŒĂŸlinge
itsme
__________________
Life is too short to paint a single kiss

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Gabriella
One-Hit-Wonder-Autor
Registriert: Jul 2002

Werke: 54
Kommentare: 71
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Hallo Itsme..

nun eine Meinung soll auch deine Meinung
bleiben.

Aber bitte schön, du stellst Frauen als
hysterisch, fast schon cholerisch dar!
Nun, ich kenne deine persönliche Vergangenheit
nicht, ich möchte es auch gar nicht, aber *alle*
Frauen ĂŒber einen Kamm zu scheren ist mir einfach zu
phlegmatisch! Und Hobbypsychologie anzuwenden, um etwas
zu unterstreichen,ist absolut fehl am Platze, weil es um
primĂ€re Tatsachen geht, wenn man von den Grundeigenschaften ĂŒber Mann und Frau spricht.

Wenn du das Bild zwischen den Zeilen erkannt hÀttest,
das Concorde da zum Ausdruck bringt, wÀre dir aufgefallen, das sie zwar lÀchelte, starke Frauen tun das nunmal, dennoch
spĂŒrte man ihren Schmerz, und sie stellte ihn dar, in dem sie zĂ€rtlich ĂŒber das Glas streichelt, mit an Sicherheit grenzender Wehmut im Herzen!

Aber was hier besonders zum Ausdruck kommt, ist doch viel mehr, wie unterschiedlich man doch diese Geschichte lesen kann, somit ist also bestÀtigt, was ich eingangs schon schrieb.Und genau das ist doch der Punkt, den eine gute
Geschichte ausmachen sollte,denk ich!

grĂŒĂŸe gaby
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gelebt zu haben!

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itsme
???
Registriert: Mar 2002

Werke: 18
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.....

Hallo Gabriella

quote:
Aber bitte schön, du stellst Frauen als
hysterisch, fast schon cholerisch dar!
Nun, ich kenne deine persönliche Vergangenheit
nicht, ich möchte es auch gar nicht, aber *alle*
Frauen ĂŒber einen Kamm zu scheren ist mir einfach zu
phlegmatisch! Und Hobbypsychologie anzuwenden, um etwas
zu unterstreichen,ist absolut fehl am Platze, weil es um
primĂ€re Tatsachen geht, wenn man von den Grundeigenschaften ĂŒber Mann und Frau spricht.

Hoppla ... schon in meinem ersten Kommentar auf dich habe ich gelinde darum gebeten, mich aufmerksamer zu lesen. Ich habe Textkritik betrieben und nur zur Handlungsweise der Protagonistin etwas gesagt, die mir nicht schlĂŒssig erscheint. Wie du daraus mein persönliches Frauenbild ableitest ist mir schleierhaft. Wenn ich "unnormal" in AnfĂŒhrungszeichen stelle, sollte ausreichend deutlich sein, dass ich damit eine gĂ€ngige Meinung oder ein Klischee bediene. Ich habe es mir lĂ€ngst zur Gewohnheit gemacht betrachtend und fragend, nicht aber mutmaßend und urteilend durch die Welt zu laufen.

Persönliches gehört nicht in dieses Forum. Wir sollten es bei Kritik und Textarbeit belassen.

GrĂŒĂŸlinge
itsme
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