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Leselupe.de > Tagebuch - Diary
Vom Drang auszubrechen
Eingestellt am 22. 12. 2017 19:42


Autor
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Michael Schmidt
Manchmal gelesener Autor
Registriert: Jan 2002

Werke: 47
Kommentare: 1981
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Wenn das Korsett zu eng ist,
die Gesellschaft einen zuschnĂŒrt,
ist der Wunsch auszubrechen da.

Wenn der Mief einen erdrĂŒckt,
sucht man die Weite,
treibt sich in die Ferne,
zu neuen Ufern,
die das Tor zur Welt bedeuten.

In der scheinbaren Freiheit,
entdeckt man verzagt,
das Korsett liegt in einem,
nirgendwo sonst,
und vor sich selbst kann niemand fliehen.

In Verzweiflung gefangen
arbeitet man sich an ab,
an sich selbst,
und an anderen,
auf der Suche nach Erlösung.

Doch statt Zufriedenheit,
findet man weitere Fragen,
gerĂ€t außer Tritt,
unverstanden und einsam,
hadert mit der Welt und mit sich.

Irgendwann hört man auf zu suchen,
verliert sein Ziel,
und ist der inneren Leere ausgeliefert.

Grau sind die StĂŒrme an der KĂŒste,
noch grauer die eigene Stimmung,
man hellt auf und nimmt,
entkrampft und trinkt,
doch am Ende hilft nichts.

Vor den eigenen DĂ€monen,
kann niemand fliehen.
__________________
Der ErnstFall Michael Schmidt

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revilo
???
Registriert: Nov 2008

Werke: 85
Kommentare: 7249
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Moin...das ist m.E. keine Lyrik, sondern Prosa pur.....und leider keine gute, weil du hier Metaphern verwendest (Korsett,Welle,Ferne,Ufer,Korsett sogar 2 x,), die einfach blass und schon sehr abgenutzt sind...dann gerÀt das Ganze zu so einer Art Besinnungsaufsatz, in dem Binsenweisheiten, die man in jedem zweiten christlichen BekehrunblÀttchen lesen kann, zum Besten gegeben werden...zu Guter letzt folgen die bösen,bösen eigenen DÀmonen.......auch schon mehr als 1000 x gelesen.....

LG revilo
__________________
Manch mal weiß ich nicht
ob der Tag anbricht oder
ausbricht (revilo)

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Walther
Routinierter Autor
Registriert: Sep 2004

Werke: 1554
Kommentare: 9872
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hallo,

leider muß ich revilo in seiner einschĂ€tzung recht geben. das ist ein prosatext, ein tagebucheintrag, voller selbstmitleid, distanzlos, ohne pepp und witz. das muß ironisch gebrochen sein, damit es genießbar wird - sonst bleibt nur larmoyanz.

lg W.
__________________
Walther
"Gelegenheit.Macht.Dichtung"

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