13:51 Uhr

LeoLoyala

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Prolog


13:40 Uhr

»Klara, Essen!«, rief Jonas von der Terrasse. Aus dem Haus hörte man nur undeutliche Rufe eines siebenjährigen Mädchens. Es war ein wolkenfreier Frühlingstag, weder zu warm noch zu kalt. Eine leichte Brise kühlte Jonas von der prallen Sonne ideal ab. Die Terrasse aus grauweißen Fliesen war für Barfüßler – wie Jonas – von der Sonne angenehm angewärmt. Claudia deckte den Tisch. Ihr leicht gerundeter Bauch verriet die fortgeschrittene Schwangerschaft. Auch wenn Jonas darauf bestand, ihr die Arbeit abzunehmen, wollte Claudia davon nichts hören. Sie war schon immer etwas stur; das hätte sie von ihrer Mutter, meinte sie immer. Jonas wendete die Würstchen auf dem Kugelgrill. Er hatte ihn schon das zweite Mal in Betrieb, war aber immer noch erstaunt, wie viel schneller der Kohlegrill im Vergleich zum alten – oft benutzten, aber jetzt durchgerosteten – Elektrogrill war.
Im Haus polterte jemand die Treppe herunter und ein kleines Mädchen kam aus dem Wohnzimmer durch die Glasschiebetür getapst. Jonas wusste gar nicht, dass ein so kleines Geschöpf so viel Lärm erzeugen kann.
»Wann gibt's Essen?«, fragte sie mit gierigen Augen und schielte zu den Würstchen rüber.
»Hilfst du deiner Mutter erstmal Tischdecken?«
»Ich sagte doch, ich brauch keine Hilfe!«, beschwerte sich Claudia stur. Klara nahm dies wohl als Anlass, um Jonas auf die Pelle zu rücken.
»Papa, weißt du, dass man nicht drinnen grillen darf?«
»Ach wirklich? Warum denn nicht?«, fragte Jonas, obwohl er es natürlich wusste.
»Weil dann das Kohlenmono...« Klara pausierte kurz und runzelte die Stirn: »Monogram, über dem Boden fliegt. Und dann kommt es langsam zu hoch und dann schläft man ein.« Sie war erst letzte Woche am Tag der offenen Tür beim Rettungsdienst. Seitdem spricht sie von nichts anderem mehr.
»Also bei schlechtem Wetter nicht grillen.«, stellte Jonas fest.
Klara lächelte ihn an. Sie freute sich, ihrem Vater etwas beigebracht zu haben.

»Würstchen, Minutensteak oder Grillkäse?«, fragte Jonas seine Stieftochter. Diese schaute ihm enthusiastisch zu, wie er die Würstchen mit der Zange drehte.
»Steak!«, sagte sie frech und rannte nach hinten in den Garten, zu ihrem Klettergerüst an der Kirsche. Jonas legte währenddessen das geforderte Minutensteak zu seinen Würstchen.
»Für mich Grillkäse«, meinte Claudia, die sich nun auf ihren Stuhl gesetzt hatte. Ihr Strohhut schenkte ihr Schatten.
»Weiß ich doch«, lächelte er sie an und legte den Grillkäse etwas entfernt vom Fleisch. »Und du willst sicher nicht mal das Fleisch probieren? Die Steaks sind sogar echtes Rind, nicht gezüchtet.«
Claudia ernährte sich, seit sie sich kennen, vegetarisch – sie vertrug kein Laborfleisch.
»Ich habe schon seit fast einem Jahrzehnt kein Fleisch mehr gehabt, dann muss ich jetzt nicht damit anfangen.« Sie wusste, dass er es nur gut meinte. Echtes Rind war mittlerweile Luxusgut.
»Dann bleibt mehr für uns«, erwiderte Jonas neckisch und schaute zu Klara, die sich weiter hinten im Garten am Klettergerüst entlanghing und vor sich hin murmelte. Wahrscheinlich ist sie wieder in einem ihrer Tagträume.
Jonas kannte sie schon, seit sie lernte zu laufen. Zuerst war es schwierig – der Gedanke –, ein Kind großzuziehen, welches nicht das eigene war. Wenige Wochen, nachdem er Klara kennenlernte – so stellte er fest –, waren seine Sorgen unbegründet. Mittlerweile liebte er sie wie seine eigene Tochter – auch wenn er es vor Claudia niemals zugeben würde. Das musste er auch gar nicht. Claudia sah es ihm sowieso schon an.

Klara hangelte sich, wie der Affe Cokus – aus ihrer Kindersendung – durch die Baumkronen des Dschungels. Eigentlich war es nur das Klettergerüst im Garten, aber für sie war es der dichte Dschungel im Amazonas. Da! Ein verletzter Affe. Er hatte die Liane nicht richtig erwischt und sich ein Bein gebrochen. Klara trat näher an ihn heran.
»Keine Sorge, ich mache dir eine Schiene«, flüsterte sie ihm zu. Sie holte einen Stock von unter dem Baum, an dem das Klettergerüst befestigt war, und legte sie dem Affen an. Von außen betrachtet sah es zwar etwas seltsam aus – wie ein kleines Mädchen, das versuchte, einem imaginären Affen eine Schiene anzubringen –, aber sie war in ihrer Fantasie komplett immersiert. Die Sozialtage haben ordentlich Eindruck bei ihr hinterlassen. Am liebsten wollte sie nun Ärztin oder Rettungssanitäterin nach der Schule werden. Sie legte erfolgreich dem Affen die Schiene an.
»Essen ist fertig«, rief Claudia.
»Dein Steak wartet schon«, fügte Jonas hinzu. Klara schaute auf ihre weiß-rote Uhr, die ihr vom Rettungsdienst geschenkt wurde.
»Komme!«

13:50 Uhr

Sie verabschiedete sich vom Affen. Als sie sich von ihm umdrehte und zurück zur Terrasse tapste, dankten ihr die anderen Waldbewohner mit einem riesigen Feuerwerk über dem Himmel.

13:51 Uhr

Es war kein Feuerwerk.
 

jon

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13:51 Uhr
Es war kein Feuerwerk.
Das ergibt keinen Sinn. Es war auch 13:50 Uhr schon kein Feuerwerk und 13:52 Uhr ist es immer noch keins. Das schreibe ich mal vorab, da 13:51 Uhr auch der Titel des Gesamtwerkes zu sein scheint, was man unter diesen Umständen überdenken sollt. Das (offenbar) situationsverändernde Ereignis findet eben nicht 13:51 Uhr statt.

(Dateil-Anmerkungen folgen)
 

jon

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… Anmerkungen folgen nicht. Nachdem ich wegen der Werbeschwemme, die mitten beim Klicken zu falschen Klicks führt, das zweite Mal anfangen musste und diese Version jetzt auch wieder weg ist, habe ich keine Lust mehr, meine Zeit und Arbeit hier in die Tonne zu kloppen.

Nur so viel: Du solltest Leerzeilen löschen, Wortdopplungen entfernen, die Erzählperspektive sauber durchziehen, Füllwörter streichen, logische und semantische Fehler beheben.
 
Zuletzt bearbeitet:

Scal

Mitglied
… Anmerkungen folgen nicht. Nachdem ich wegen der Werbeschwemme, die mitten beim Klicken zu falschen Klicks führt, das zweite Mal anfangen musste und diese Version jetzt auch wieder weg ist, habe ich keine Lust mehr, meine Zeit und Arbeit hier in die Tonne zu kloppen.
Das kann ich gut nachvollziehen. Auch ich habe mich schon gefragt, ob ich (nach den vielen Jahren ohne Werbung) mich an Anbetracht dieser gelsenartigen Werbeschwemme in diesen "Räumlichkeiten" weiterhin tummeln soll.
 

jon

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Generell:

Die Leerzeilen im ersten Teil sind inhaltlich nicht nachvollziehbar. Löschen!

Die Erzählperspektive ist nicht stringent. Da der größte Teil des Textes in personeller Erzählweise (Jonas als Point of View) verfasst ist, werde ich Änderungsvorschläge in diesem Sinne machen.



»Klara, Essen!«, rief Jonas von der Terrasse. Aus dem Haus hörte man nur undeutliche Rufe eines siebenjährigen Mädchens. Es war ein wolkenfreier Frühlingstag, weder zu warm noch zu kalt. Eine leichte Brise kühlte Jonas von der prallen Sonne ideal ab. Die Terrasse aus grauweißen Fliesen war für Barfüßler – wie Jonas – von der Sonne angenehm angewärmt. Claudia deckte den Tisch. Ihr leicht gerundeter Bauch verriet die fortgeschrittene Schwangerschaft. Auch wenn Jonas darauf bestand, ihr die Arbeit abzunehmen, wollte Claudia davon nichts hören. Sie war schon immer etwas stur; das hätte sie von ihrer Mutter, meinte sie immer. Jonas wendete die Würstchen auf dem Kugelgrill. Er hatte ihn schon das zweite Mal in Betrieb, war aber immer noch erstaunt, wie viel schneller der Kohlegrill im Vergleich zum alten – oft benutzten, aber jetzt durchgerosteten – Elektrogrill war.
  • Diesen Absatz würde ich unbedingt noch ein- oder zweimal teilen. Eventuell muss man die Formulierungen anpassen.




»Klara, Essen!«, rief Jonas von der Terrasse. Aus dem Haus hörte man nur undeutliche Rufe eines siebenjährigen Mädchens.
  • Warum „nur“? Was hätte man als Leser/als Jonas denn erwartet? Oder meinst du „nur undeutlich“? Dann ebenfalls: Warum sollte man erwarten, dass es klare Rufe sind? – Tipp: „nur“ löschen.
  • Das „man“ zeigt einen echten Beobachter an, der das hört. Tipp: Die Rufe erklangen – dann ist offen, wer es hört.
  • Der Erzähler weiß, dass es ein siebenjähriges Mädchen ist (auktoriale Erzählweise, denn zu sehen ist sie ja nicht). Er lässt offen, ob das Klara ist, suggeriert sogar, dass sie es nicht sein könnte (man nur das Mädchen statt Klara hört). Tipp: Mit „Rufe des siebenjährigen Mädchens“ stellt klar, dass es Klara ist.




Es war ein wolkenfreier Frühlingstag, weder zu warm noch zu kalt. Eine leichte Brise kühlte Jonas von der prallen Sonne ideal ab. Die Terrasse aus grauweißen Fliesen war für Barfüßler – wie Jonas – von der Sonne angenehm angewärmt.
  • Weder zu warm noch zu kalt wofür? Dieser Teil ist entbehrlich.
  • „Von etwas abkühlen“ ist semantisch falsch. Außerdem kühlt die Brise nicht nur Jonas. Ich würde es nach Streichung des in 1 genannten Teils so machen: Es war ein wolkenfreier Frühlingstag. Die Sonne brannte bereits merklich, zugleich ging eine leichte Brise, die Kühlung verschaffte.
  • Ideal in welchem Sinne? Am Rande: Eigentlich ist das nicht ideal – man fühlt zwar die Hitze nicht, aber bekommt trotzdem einen veritablen Sonnenbrand.


Auch wenn Jonas darauf bestand, ihr die Arbeit abzunehmen, wollte Claudia davon nichts hören. Sie war schon immer etwas stur; das hätte sie von ihrer Mutter, meinte sie immer.
  • Claudia würde auch nicht davon hören wollen, wenn Jonaas nicht darauf bestünde.
  • Unschöne Wortdopplung „immer“
  • Anmerkung: Die Weigerung vom Claudia hat nichts mit Sturheit zu tun, sondern mit gesundem Menschenverstand. Sie ist (offenbar komplikationslos) schwanger, nicht siech.


Jonas wendete die Würstchen auf dem Kugelgrill. Er hatte ihn schon das zweite Mal in Betrieb, war aber immer noch erstaunt, wie viel schneller der Kohlegrill im Vergleich zum alten – oft benutzten, aber jetzt durchgerosteten – Elektrogrill war.
  • Wieso „aber“? Ich würde „und“ verstehen, sozusagen als Ergebnis der häufigen Nutzung.


Im Haus polterte jemand die Treppe herunter und ein kleines Mädchen kam aus dem Wohnzimmer durch die Glasschiebetür getapst. Jonas wusste gar nicht, dass ein so kleines Geschöpf so viel Lärm erzeugen kann.
»

  • Oben wusste wer auch immer schon, dass das Mädchen sieben Jahre alt ist. Durch die „Wissensrücknahme“ und durch das „ein“ an dieser Stelle wird offengelassen, ob dieses Mädchen hier dasselbe wie das oben und/oder Klara ist.
  • Wenn das Mädchen durch die Tür geht, wer poltert dann?
  • Siebenjährige tapsen nicht mehr, sie laufen ganz normal.
  • Die Position des Jonas-Satzes bedeutet, dass das Mädchen beim Durch-die-Tür-Treten Lärm macht.
  • Zeitfehler. Richtig: „… erzeugen konnte.“


»Wann gibt's Essen?«, fragte sie mit gierigen Augen und schielte zu den Würstchen rüber.
  • Das „rüber“ ist zu umgangssprachlich.


»Hilfst du deiner Mutter erstmal Tischdecken?«
»Ich sagte doch, ich brauch keine Hilfe!«, beschwerte sich Claudia stur. ABSATZ Klara nahm dies wohl als Anlass, um Jonas auf die Pelle zu rücken. KEIN ABSATZ
»Papa, weißt du, dass man nicht drinnen grillen darf?«
  • Absätze sind falsch. Absatzwechsel bei Redner-/„Redner“-Wechsel, nicht bei neuer Rede.
  • Unschöne Dopplung von „stur“. Außerdem wissen wir schon, dass Jonas das als Stur empfindet. Zudem ist der Protest schon mit „beschwerte sich“ deutlich genug.
  • Das „wohl“ irritiert. Das passt, wenn die Erzähl-Kamera dichter am Point of View ist als hier.
  • „Auf die Pelle rücken“ ist zu umgangssprachlich und zudem negativ belegt, was hier nicht passt.
  • „Anlass, um dingens zu tun“ ist semantisch nicht korrekt, das „um“ muss weg.


»Weil dann das Kohlenmono...« Klara pausierte kurz und runzelte die Stirn: »Monogram,KEIN KOMMA über dem Boden fliegt. Und dann kommt es langsam zu hoch und dann schläft man ein.« Sie war erst letzte Woche am Tag der offenen Tür beim Rettungsdienst. Seitdem spricht sie von nichts anderem mehr.
  • Man kann keine Worte stirnrunzeln. Richtig: … und runzelte die Sirn. »… Monogram über dem Boden …
  • Hinter Rettungsdienst fehlt ein „gewesen“.
  • Zeitfehler. Richtig: „sprach“

Klara lächelte ihn an. Sie freute sich, ihrem Vater etwas beigebracht zu haben.
  • Vorhin stellte Jonas noch explizit eine Vermutung über Klaras Innenleben an (nahm wohl zum Anlass), hier weiß er plötzlich etwas, was er nicht wissen kann. Klar liegt die Deutung nahe, es kann aber auch sein, dass Klara ihn manipulieren wollte und sich nun über den Erfolg freut. Oder dass sie sich freut, dass sie das schwierige Wort wohl richtig aussprach, denn Jonas hat sie nicht korrigiert. Oder dass sie schon wieder bei einem ganz anderen Gedanken ist.


»Würstchen, Minutensteak oder Grillkäse?«, fragte Jonas seine Stieftochter. ASBATZ Diese schaute ihm enthusiastisch zu, wie er die Würstchen mit der Zange drehte.KEIN ABSATZ
»Steak!«, sagte sie frech und rannte nach hinten in den Garten, zu ihrem Klettergerüst an der Kirsche. Jonas legte währenddessen das geforderte Minutensteak zu seinen Würstchen.
  • Absätze anpassen!
  • Wie kann man jemanden enthusiastisch zu sehen?
  • Inwiefern sagt sie das frech? Ich würde „frech“ verstehen, wenn sie sich etwas wünscht, was Jonas gar nicht angeboten hat.
  • Anmerkung: Ich verstehe, dass du „Minutensteak“ schreibst. Ein normales Steak müsste quasi zeitgleich mit den Würstchen gegrillt werden. Aber: Minutensteaks sind eine kulinarische Katastrophe, auch und gerade aus Rindfleisch. Die sind viel zu schnell durch – lange bevor sie überhaupt den Anschein von Brat-Farbe annehmen, sind sie schon furztrocken und (bei Rindfleisch) hart.


»Weiß ich doch«, lächelte er sie an und legte den Grillkäse etwas entfernt vom Fleisch. »Und du willst sicher nicht mal das Fleisch probieren? Die Steaks sind sogar echtes Rind, nicht gezüchtet.«
Claudia ernährte sich, seit sie sich kennen, vegetarisch – sie vertrug kein Laborfleisch.
  • Hinter „vom Fleisch“ fehlt etwas. „auf den Rost“? („Wohin legen“, nicht „wo legen“.)
  • Zeitfehler. Richtig: seit sie sich kannten
  • Wenn sie Laborfleisch nicht verträgt, aß sie sicher schon ihrer Zeit mit Jonas keines. Abgesehen davon: Wichtig für den Sinn der Frage bzw. den Hinweis auf echtes Rind ist NICHT, dass sie vegetarisch isst, sondern dass sie Laborfleisch nicht verträgt. Man kann alles andere an diesem Satz also löschen.
  • Wenn der Grund die Unverträglichkeit ist, dann ist das „sogar“ eine Frechheit. Denn das heißt, er bietet ihr ganz allgemein Fleisch an, dass es echtes ist, ist nur ein Bonus. Also: „sogar“ streichen.


»Ich habe schon seit fast einem Jahrzehnt kein Fleisch mehr gehabt, dann muss ich jetzt nicht damit anfangen.« Sie wusste, dass er es nur gut meinte. Echtes Rind war mittlerweile Luxusgut.
  • „Kein Fleisch mehr gehabt“ heißt, sie hatte keins, hätte es aber (gern) gegessen, wenn sie welches gehabt hätte.
  • Wieso hat sie erst seit zehn Jahren kein Fleisch mehr gegessen? Wofür ist das wichtig? Das wirkt an dieser Stelle wie eine überflüssige Info, die den Satz unnötigerweise sperrig macht. Und wieso „muss“? Niemand sagt, dass sie muss.
  • Perspektivfehler. An dieser Stelle kann Jonas nur hoffen, dass sie es weiß bzw. im Moment gerade denkt, dass sie es weiß.


»Dann bleibt mehr für uns«, erwiderte Jonas neckisch und schaute zu Klara, die sich weiter hinten im Garten am Klettergerüst entlanghing und vor sich hin murmelte. Wahrscheinlich ist sie wieder in einem ihrer Tagträume.
  • Wieso neckisch? Das wäre sinnvoll, wenn er zu Klara sagen würde, während sie Blickkontakt haben.
  • Die sich „entlanghing“?? Meinst du „entlanghangelte“?
  • Klara ist weiter hinten im Garten – er kann nicht hören, dass sie vor sich hin murmelt.
  • Zeitfehler. Korrekt: Wahrscheinlich war …


Jonas kannte sie schon, seit sie lernte zu laufen.
  • Umständlich. Besser: laufen lernte


Zuerst war es schwierig – der Gedanke –, ein Kind großzuziehen, welches nicht das eigene war. Wenige Wochen, nachdem er Klara kennenlernte – so stellte er fest –, waren seine Sorgen unbegründet.
  • Hier ist einiges verquer. Was ist mit welchem Gedanken? Die Sorgen waren erst nach wenigen Wochen unbegründet? Warum waren sie in den ersten Wochen begründet und was hat sich geändert?


Mittlerweile liebte er sie wie seine eigene Tochter – auch wenn er es vor Claudia niemals zugeben würde. Das musste er auch gar nicht. Claudia sah es ihm sowieso schon an.
  • Zeitfehler. zugegeben hätte
  • Was gibt es denn da „zuzugeben“?
  • Perspektivfehler: Er kann nicht wissen, dass sie ihm das ansieht. (Wie immer sie das gemacht haben soll.)
  • Füllwörter: sowieso schon


Klara hangelte sich,KEIN KOMMA wie der Affe Cokus – aus ihrer Kindersendung – durch die Baumkronen des Dschungels. Eigentlich war es nur das Klettergerüst im Garten, aber für sie war es der dichte Dschungel im Amazonas. Da! Ein verletzter Affe. Er hatte die Liane nicht richtig erwischt und sich ein Bein gebrochen. Klara trat näher an ihn heran.
»Keine Sorge, ich mache dir eine Schiene«, flüsterte sie ihm zu. Sie holte einen Stock von unter dem Baum, an dem das Klettergerüst befestigt war, und legte sie dem Affen an. Von außen betrachtet sah es zwar etwas seltsam aus – wie ein kleines Mädchen, das versuchte, einem imaginären Affen eine Schiene anzubringen –, aber sie war in ihrer Fantasie komplett immersiert. Die Sozialtage haben ordentlich Eindruck bei ihr hinterlassen. Am liebsten wollte sie nun Ärztin oder Rettungssanitäterin nach der Schule werden. Sie legte erfolgreich dem Affen die Schiene an.
»Essen ist fertig«, rief Claudia.
»Dein Steak wartet schon«, fügte Jonas hinzu. Klara schaute auf ihre weiß-rote Uhr, die ihr vom Rettungsdienst geschenkt wurde.
»Komme!«
Dieser ganze Teil stinkt gegenüber dem Rest komplett ab, um es mal salopp auszudrücken. Da wechselt z. B. nicht nur der Point of View, auch die Erzählhaltung ist eine ganz andere. Dann gibt es sogar zwei Erzählperspektiven auf einmal. Außerdem: Wozu im ersten Satz der Einschub? Nach den vielen eher laxen Formulierungen brettert ein Fremdwort hier rein, das nicht mal ansatzweise nötig gewesen wäre. Was denn für Sozialtage? Und: Es gibt die üblichen Zeitfehler und am Ende stimmen die Absätze wieder nicht.



13:50 Uhr

Sie verabschiedete sich vom Affen. Als sie sich von ihm umdrehte und zurück zur Terrasse tapste, dankten ihr die anderen Waldbewohner mit einem riesigen Feuerwerk über dem Himmel.
  • Hier wird durch die Zeitangabe ein Zeitsprung suggeriert, den es im Text gar nicht gibt.
  • Wieder: Perspektive wechselt. „Von ihm umdrehen“ ist semantisch falsch. Siebenjährige tapsen nicht. Was für Waldbewohner? Feuerwerk ÜBER dem Himmel?


13:51 Uhr

Es war kein Feuerwerk.


Siehe ersten Kommentar.
 

LeoLoyala

Mitglied
Das ergibt keinen Sinn. Es war auch 13:50 Uhr schon kein Feuerwerk und 13:52 Uhr ist es immer noch keins. Das schreibe ich mal vorab, da 13:51 Uhr auch der Titel des Gesamtwerkes zu sein scheint, was man unter diesen Umständen überdenken sollt. Das (offenbar) situationsverändernde Ereignis findet eben nicht 13:51 Uhr statt.

(Dateil-Anmerkungen folgen)
Danke für die ganzen Anmerkungen, trotz der behindernden Werbung. Ich werde den Prolog wohl nochmal überarbeiten.
 



 
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