42:52

This one is dedicated to Else Lasker-Schüler. And to the YMCA.

Eigentlich habe ich ein Nebelbett. Was sich da alles abspielt, während ich einfach nur so da liege, auf dem Bauch, Arme und Beine weit weg, die Tüte klebt im Mundwinkel und ich starre von weit her auf meinen Teppich, auf dem sich die weissen Punkte langsam zur Schlacht formieren, gegen die blauen Sprengsel womöglich, vorneweg preschen Trompetenpunkte und machen die schönste Janitscharenmusik dazu und erregt rufe ich: "Jetzt gehts los!" Ich beuge mich vor im Halbdunkel des Raumes und schaue auf das Schlachtfeld, blutüberströmt, übersät von abgetrennten Gliedmaßen der wacker kämpfenden Punkte und Sprengsel (wo zum Geier haben die jetzt auch noch Gliedmaßen her?), Nebel und Geschützfeuer dringen zu mir herauf aus der dumpfen Lanschaft, mitten in diesen bürgerkriegsähnlichen Zuständen sehe ich Anjas rosa Füße in schwarzen Seidenstrümpfen gehen, dann kommen wieder die Punkte, preschen nach vorn an die Linien und wollens nun entgültig wissen.
Ich brauch eine Weile, um zu raffen, dass tatsächlich die ganze Anja in meinem Zimmer ist. Die gutgläubige Hauswirtin hat sie reingelassen, so früh am Morgen. Mir ist eklig heiss und der Speichel rinnt mir leicht aus dem Mundwinkel. Ich ärgere mich über das Scheisszeug, dass mir Didier da gedreht hat. Es kommt aus Europa und hat irgendeinen holländischen Namen und macht einen total alle. Anja amüsiert sich darüber. Setzt sich neben mir aufs Bett und nimmt einen Zug von meiner Tüte, bevor sie sie mit weissen Fingern wieder in meinen Mund schiebt. Ich kann ihr Gesicht nicht erkennen, sie ist vom Bett aus einfach zu hoch.
Sie küsst mich auf den Rücken und dann gehen ihre Füße zum CD-Regal und ich höre jetzt zum ersten Mal ihre Stimme. Ob ich etwas hätte, wozu man gut vögeln kann? Ich denke sofort an Terry Oldfield oder Popol Vuh oder irgendeinen andern Esoterikscheiss und dann überlege ich, wie oft ich die süsse Anja eigentlich angegraben habe. Erfolglos. Nach meinem ersten Streit mit Helen ist sie für eine Weile zu ihr gezogen. Ich denke, dass sich die beiden damals auch gefickt haben. Dann war es plötzlich gut mit Anja.
Helen ist ein Lamm, sie findet fast alles gut, was ich tue. Anja findet gar nichts, sie nimmt sich einfach nur. Sie ist herrisch. Und sehr hübsch. Ihre Füße gehen zur Anlage und kommen dann wieder zum Bett zurück. Sie hat dark side of the moon eingelegt und jauchzt, dass zu keiner andern Platte so viele Menschen gevögelt hätten. Da ziehe ich an meiner kalten Tüte und höre jemanden reden.

"I've been mad for fucking years, absolutely years, been
over the edge for yonks, been working me buns off for bands..."

"I've always been mad, I know I've been mad, like the
most of us...very hard to explain why you're mad, even
if you're not mad..."


Ich finde ihre Knöchel etwas unförmig und denke, wenn man nur Anjas Beine sieht, könnte man denken, man hätte es mit einer Vettel zu tun. Sie verdeckt mir nun die Sicht auf ihre Füße durch den kurzen Rock, der an ihren langen Beinen herabgesunken ist.

"Live for today, gone tomorrow, that's me, HaHaHaaaaaa!"

Was machen eigentlich meine Pünktchen gerade? Natürlich halte ich zu Weiss, obwohl die blauen Sprengsel etwas die Oberhand gewonnen haben. Sie führen einen Freiheitskampf. Anja zieht mir die Hose etwas runter, legt sich dann auf meinen Rücken und beginnt, sich mit ihrem nackten Unterleib an mir zu reiben. Ein Teil der blauen Sprengsel konnte nun eingekesselt und ausgemerzt werden. Ein cleverer Schachzug, damit sind die weissen Punkte wieder im Spiel!

"I never said I was frightened of dying."

Anja leckt mein Ohr und stöhnt dabei übertrieben laut. In der Glasscheibe meiner Anlage kann ich ihr Knie sich auf und ab bewegen sehen. Eine Registrierkasse klingelt. Langsam scheint mir alles Glas um mich herum zu schmelzen, die ganze Scheiss Welt verläuft in meinem Bett, einfach so, nur während ich so da liege.

"HuHuh! I was in the right!"
"Yes, absolutely in the right!"
"I certainly was in the right!"
"You was definitely in the right. That geezer was cruising for a bruising!"
"Yeah!"


Anja lässt auf mir ganz gross ihren Drachen steigen. Sie hat mich früher lange fasziniert, ihr blondes Haar, das nun meinen Nacken pinselt, Pagenfrisur, ihre Stimme, ihr fremder harter Akzent. Sie versucht, mir von hinten Zungenküsse zu geben und bricht mir fast das Rückgrat dabei.

"I mean, they're not gunna kill ya, so if you give 'em a quick short,
sharp, shock, they won't do it again. Dig it?"


Sie schmatzt und stöhnt sehr laut nun und ich denke, dass die entscheidende Schlacht gleich gekommen ist. Blau und Weiss sind wieder gleich stark und haben den vollen Aufmarsch begonnen. Die letzte Schlacht. Es geht los. Endlich hat Anja ihre Zunge heil in meinem Mund und die arme Tüte stürzt zwischen Kanonen und Kavallerieregimenter. Und zwar auf der blauen Seite. Das verschafft den Punkten den entscheidenden Vorteil. Anja kommt heftig, dann kurz danach nochmal, und in wenigen Minuten ist die Schlacht entschieden. Die Punkte haben gewonnen, mein Teppich ist nun wieder einfarbig.
Sie beugt sich vor und küsst und leckt meinen Hals, vorn unterm Kinn. Dann steht sie auf.

"I can't think of anything to say except..."
"I think it's marvellous! HaHaHa!"


Während die Musik langsam abschwillt und ich nach meiner Tüte fische, sagt sie, dass sie nun zur Arbeit müsse und ihre rosa Füße verschwinden in ihren Schuhen. Sie lässt mich hier liegen mit meinem nassen Arsch, die Tüte wieder im Maul, die sich zerstreuenden weissen Punkte suchend.

"There is no dark side of the moon really. Matter of fact it's all dark."
 
K

Kadra

Gast
Wie vergewaltige ich einen Mann?

Hallo Edward!

Irgendwie war mir nicht wohl beim Lesen deiner Geschichte. Mir fehlen hier vielleicht etwas die Empfindungen des Mannes, der diese Prozedur über sich ergehen lassen musste. Nichtsdesdotrotz zieht dein Text mich in seinen Bann - seltsam.

Lieben Gruss von

Kadra
 
Ja, das ist seltsam. Was für Gelüste hat denn der Text in dir geweckt, Kadra? Als Vergewaltigung ist es eigentlich nicht gedacht gewesen. Clay, unser jugendlicher Held, ist einfach stoned und es ist ihm Wurst, was grad passiert. Deswegen kommen auch nicht viele Emotionen. Aber als Qual hat er die "Prozedur" wohl nicht empfunden. Er blickte nur dabei in eine andere Welt hinein, die man sonst nur mit schillernden Farben zu malen bemüht ist. Oh, dafür werde ich diesmal wirklich einen Essay schreiben müssen. Lass uns warten, was die Elsa dazu zu sagen hat! Mister Ed grüßt Kadra.
 
E

ElsaLaska

Gast
bin bereits zur stelle und

bin auch durchaus amused, liebster ed.

nein, ich glaube, zu einem strafessay für eine weitere sinnlose fickszene in deinen werk werde ich dich nicht verdonnern.
im gegenteil, bin recht angetan davon.
kann kadras bedenken nachvollziehen, allerdings.
fange mal an, mir einzelne punkte aufzunotieren, es wird dir gefallen.
melde mich dann später wieder, wenn der wein die richtige temperatur hat.
schön, dass du wieder da bist, eddiemaus.
bis gleich
liebe grüsse
elsa
 
E

ElsaLaska

Gast
hallo eddie,

also in der gesamtschau deines frühwerkes nimmt dieses doch eine herausragende stellung ein. endlich kommt mal ein wenig humor ins spiel.
ganz besonders der einstieg, sehr schön das nebelbett.
und dann die trompetenpunkte, die janitscharenmusik und der erregte held mit seinem herrlichen ausruf: jetzt geht's los.
ganz klasse.klasse auch der "esoterikscheiss" (popol vuh!) und die eingestreuten berichte von der front.
geradezu begeistert bin ich von dem drachen, den anja ganz gross steigen lässt.
so macht mir lesen spass!

ein paar details klemmen, ich führe sie an:
"...wollens nun entgültig wissen. " ENDGÜLTIG natürlich.
"Sie hat dark side of the moon angemacht.." hier zöge ich "aufgelegt" vor.
"...man hätte es mit einer Fettel zu tun. " VETTEL mit V natürlich.
gut: kurzer rock-lange beine
"Langsam scheint mir alles Glas um mich herum zu schmelzen, die ganze Scheiss Welt verläuft in meinem Bett, einfach so, nur während ich so da lag. " ich so da LIEGE.
"Andlich hat Anja.." Endlich, kleiner Druckfehler.

tja. ich kann eine echte steigerung erkennen, und zwar in richtung besseres, hintersinnigeres erzählen. wenn alle bett- und bumsszenen so köstlich geschrieben wären....
es grüsst dich
deine elsa
 
Liebste Elsa, ich freue mich wirklich über deinen Glückszustand (mehr noch aber darüber, dass meine "Bumsszene" deine Zustimmung gefunden hat). Das entgültig habe ich stehen gelassen, ich finde es nicht gar so schlimm. Alles andere habe ich verbessert, Fettel natürlich schnell und unter Tränen! Statt angemacht habe ich eingelegt genommen, das gefällt mir gut so.
Tja, und nun? Ist etwa schon alles gesagt? Also was einem im Bett so alles passieren kann, nicht? Freut mich, dass ich in deinen Augen Fortschritte mache. Dafür lasse ich mich auch gern zum Weintrinken bitten. Und jetzt kommt das Beste: Du hast Waffenwahl. Eddiemaus trinkt alles heut, was immer du auch anschleppst! Ich vertraue deinem Kennergaumen einmal und lade Kadra gleich noch mit ein zum fröhlichen Gelage. That's the bottom line cause Eddiemaus said so!
 
E

ElsaLaska

Gast
nein, mein lieber,

ich weiss deine güte zu schätzen, finde aber, dass du dran bist mit der auswahl. schliesslich habe ich mir diesmal besonders grosse mühe auch mit der textarbeit gegeben.
gut, es war auch spassiger als sonst, ich hab also auch was davon gehabt:D
trotzdem solltest du den tanz eröffnen, und in anbetracht der witterung vielleicht mal wieder mit einem roten, aber leichtfüssigen, einem, der zu diesem text passt.

die gute alte else hätte sicherlich auch ihre freude an deinen blauen sprengseln gehabt. aber wieso vernächlässigst du dein idol droste-hülshoff in dieser weise?

fragt sich ein wenig dümmlich grinsend
elsa
 
Nun, liebste Elsa, so will ich dich denn mit einem besonderen Roten verwöhnen. Der Nobile di Montepulciano kommt aus dem Süden der Toskana daher und will zwei (besser drei) Jahre in Eiche gut abgelegen sein. Du merkst sofort, ich gebe dem intensiven Genießen der Leichtfüßigkeit gegenüber den Vorzug. Da es etwas frisch geworden ist, finde ich das durchaus angemessen. Und, wenn der Malvasienanteil dich nicht allzu sehr stört, wir haben mit ihm einen sehr unkomplizierten Weggenossen gefunden. Er wird gern zu leichten Fleischspeisen genommen, man kann ihn also am frühen Abend noch zu sich nehmen.
Meine Widmung hast du vielleicht überbewertet oder aber missverstanden, gute alte Else, denn die Droste bete ich weiterhin leidenschaftlich an. Wenn nicht darauf dann auf einen andern schönen Grund lass uns nun unsere Gläser erheben und es uns gut gehen lassen, denn unser 96er ist schon etwas ungeduldig. Die Eddiemaus.
Wie war das gleich mit dem Essay?
 
K

Kadra

Gast
Hallo Ed!

Danke für die Einladung... mit Elsa an meiner Seite bin ich gerne dabei.

Meine Gelüste behalte ich mal lieber für mich... geht auch erst mal keinen was an.. ;)


Lieben Gruss und ein "Zum Wohl" von

Kadra
 
E

ElsaLaska

Gast
hi t-eddie-bear,

auf dich ist verlass! so heb ich denn das glas mit unserem wunderbaren nobile, und gebe eine sache zu bedenken:

so geht das natürlich nicht mit deinem helden!

die ganze zeit latscht er dusslig herum, gleichgültig, relativ humorlos, sieht man mal von der "tollen"einlage mit peter-gabriel im fuchskostüm ab (hmpf...) und nun kommt er plötzlich daher, spricht von janitscharenmusik, weiss überaus intelligent und spritzig (jaja...) von der schlacht zwischen punkten und sprengseln zu berichten, bezeichnet popol vuh als esoterikscheiss...

du weisst, was ich meine? was ist mit ihm passiert? bzw., kann er nicht einfach immer so sein?

liebe grüsse
elsa
 
E

ElsaLaska

Gast
prostet natürlich auch kadra zu,

weil, war ein überkreuzpost...drum der dringende nachtrag hier....
feine sachen gibts bei teddie-eddie, oder?
und den weinkeller solltest du mal sehen....is noch platz auf der strohcouch?
liebe grüsse,
elsa
 
Wohl wohl, da ist noch Platz, und wenn du dich bemüßigt fühlst, etwas an eddie the t-bear heran zu rücken, dann kann Kadra, die ich aus Anstandsgründen nicht in die Mitte nehmen möchte, rechtsaußen mal den Nobile probieren. Derweil erkläre ich dir mal wohlwollend, dass der Tonfall der Erzählung nicht unbedingt mit der Stimmung des Protagonisten gleich zu setzen ist. D.h. was uns komisch vorkommt, sieht unser geliebter Clay semireal und ist vielleicht eher noch verstört als alles andere über seine surrealen Wahrnehmungen. Es ist eben jede Dröhnung anders, und die Bilder, die da durch deinen Schädel ziehen, sind dann nie mehr die gleichen. Und mal ehrlich: macht nicht auch der Nobile, kühl und breit, wie er ist, bei geschlossenen Augen gewisse Farben auf unseren Sehnerven? Eddie scheints so.
Im übrigen glaube ich in der Bemerkung "hält Popol Vuh für Esoterikscheiss" einen leisen Vorwurf bemerken zu können. Ist dem so? Habe ich endlich mal den musikalischen Nerv meiner Elsa getroffen?
 
E

ElsaLaska

Gast
liebe eddiemaus,

nein, ich halte popol vuh durchaus für esoterikscheiss...
nichtsdestotrotz...du hebst in deiner replik zu stark auf clay ab. dabei geht es doch um die sichtweise des autors. er lässt uns völlig neue und verblüffende einsichten über clay erhalten, die wir dem ärmsten so nicht zugetraut hätten. fast wird er sympathisch...
dachte nur, das passt nicht so recht zu den teilen, die ich schon kenne, wo clay reichlich alleingelassen durch ein totes universum stolpert...
bei 42:52 ist alles recht... hmmm. lebendig, oder?
liebe grüsse
elsa
 
Na ja, ihr wolltet doch was Neues über Clay erfahren. Und nun habt ihr was. Und Menschen sind nun mal ambivalent. Ich wollte den Typen nicht so einseitig zeichnen. Aber alles zu seiner Zeit, nicht? Ihr habt wieder ein Teil des grossen Puzzles Welt gefunden, der Welt, in der Clay lebt. Denn er lebt ja noch. Übrigens ist der Nobile alle. Und Kadra hat uns auf meiner Strohcouch wider Erwarten doch allein gelassen. Was nun? fragts Eddiemäusle.
 

gladiator

Mitglied
Hallo Eddie...

...mir hat die Geschichte auch gut gefallen, sie hat wesentlich mehr Substanz als die anderen Sachen, die ich bislang von Dir gelesen habe. Vor allem spüre ich eine ingesamt positivere Grundhaltung...


Gruß
Gladiator
 
Hey Glad, danke schön! Aber was meinst du denn mit Substanz? Ich finde die vorherigen Stories wichtiger für das Gesamtbild des Helden. Ich bringe hier nur eine neue Facette. Oder? Ich bin etwas verunsichert nun, ich hatte nicht mit soviel positiver Resonanz gerechnet. Wieso ist das Positive überhaupt so wichtig, wieso fehlt euch das denn bei Clay? Sagts, lasst die Eddiemaus nicht dumm sterben!
 
E

ElsaLaska

Gast
eddiemaus,

biete doch gladi ein schlückchen zu trinken an?
du fragst, warum das positive so wichtig sei bei clay.
es ist so: das positive ist erbaulicher für den leser, schlicht und einfach. das hat etwas mit lust zu tun, lese-lust, ähhmpf.
an diesem punkt musst du dich sozusagen entscheiden: schreibst du weiter für dich selbst oder erfreust du dich an der guten resonanz dieses textteils, überlegst dir, aha: scheinbar kommt clay auf diese art und weise besser beim leser an (wobei wir hier ja nicht repräsentativ sind, können nur anhaltspunkte für dich sein...). und offensichtlich hattest du doch auch gewisse intentionen, als du diesen textteil über clay geschrieben hast, sonst wärst du doch nicht so in die vollen gegangen, oder irre ich mich?

ich behaupte mal ganz frech, dass du in diesem text wirklich einmal intelligent, humorvoll und sogar satirisch sein wolltest, du hast ihn doch bewusst so geschrieben, oder irre ich mich da so sehr`?

ich habe das gefühl, du tastest noch ein wenig herum, bist dir unsicher, was denn nun genau dein schreibstil sein soll, bist am suchen. das thema hast du bereits, ohja....

wenn das alles so stimmt, was ich mir so zurechtreime grade, dann bleib doch bitte auf der schiene von diesem text hier. zumindest, solange nicht irgendwelche gegenstimmen auftauchen:) denn mir gefällts und glad und kadra offensichtlich auch...

*sucht nach zigaretten und lehnt sich wieder entspannt zurück*

liebe grüsse
elsa
 
Na, die Intention war ja, Clay weiter zu entwickeln. Aber der Gesamtplan ist es doch, in Clays Leben etwas eigenes ab zu bauen. Und mein Motto ist: Ich sehe, was ich schreibe. Die Dinge passieren nun mal eben so und mal so. Ich denke, dass euch die Ambivalenz der Figur, die ich hier zu etablieren suche, etwas stört. Oder vielmehr, dass ihr lieber die nette Seite haben wollt. Die Stinkstiefelseite soll ich unter den Tisch fallen lassen. Aber hey, Eddie wäre nicht Eddie, wenn er jetzt nicht sagen würde: Das, was die Wahrheit ist, muss raus. Ich dachte mir, dass ich noch mehr Facetten von Clay auspacke. Erst wenn man alle Unbekannten an ihm kennt, kann man auch sein Wesen verstehen. Was sagt ihr dazu? Ist der Plan Scheisse?
Und Glad, freilich kannst du auch einen Schluck Wein haben, Elsa besorgt hoffentlich bald etwas hübsches. Und nimm doch Platz bei uns: Nur nicht zwischen mich und Elsa setzen! Eddie said so!
 
E

ElsaLaska

Gast
neinnein, eddie,

dasist ein missverständnis, du verstehst mich immer noch nicht....
ich will clay nicht nett haben, aber wenn er schon "unnett" daherkommen muss, möchte ich als leserin dabei unterhalten werden. ich finde nur, dass der text diesmal einfach lustiger und schöner erzählt worden ist. es liegt nicht an clay, sondern am autor. wenn die anderen erlebnisse von clay entsprechend diesem beispiel erzählt worden wären, hätten sie mir ebenfalls besser gefallen, unabhängig von clay selbst, der kann sich dranstellen wie er mag, wenn der autor das so amüsant und ironisch rüberbringt, gefällts mir einfach besser. verstehst du mich jetzt ein bisschen?
dir gehts die ganze zeit um clay, mir um die darstellungsweise, die mir diesmal, unabhängig von clay, einfach gut gefallen hat.
liebe grüsse
elsa
 

gladiator

Mitglied
Ganz genau...

...dieser Text wirkte einfach nicht so "hingewischt" wie die meisten anderen. Ich hatte das Gefühl, daß Du Dir dabei was überlegt hattest. Deshalb hatte der Text für mich mehr Substanz als die anderen.

Gruß
Gladiator
 

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