An G.B

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November, elende Tristesse, Not
Der aschegraue Fluss, die breite Wunde
Verblühter Beete und das karge Rot
Der Wolken, jene Stunde

Da du das Sein allein bestehst
Halb ist es Traum und halb das Feuer
Dann Ecce homo, ungeheuer
Und wieder Nichts. Das Ich, du stehst,

Im Sog, im Wahn des Grenzenlosen
In tiefer Trauer - was verblich?
Der Schnee? Die Meere? Nur die Rosen
Umkränzen das verlorne Ich
 

Ralf Langer

Mitglied
wie ich finde eine gelungene
hommage an benn

vielleicht viele anleihen genommen
aber das ist geschmackssache

sprachlich ausgereift

mir gefällts

ralf
 
Danke ralf :)
Ob es zu viele Anleihen sind?

Ich weiß es nicht. Aber es sollte jedem Leser klar sein das Benn einen großen Einfluss auf die Zeilen hatte.
So bezieht sich das Ende zb. auf die berühmten Zeilen:

Ob Rosen, ob Schnee, ob Meere
Was aller erblühte, verblich
Es giebt nur zwei Dinge: die Leere
Und das gezeichnete Ich

L.G
Patrick
 

Ralf Langer

Mitglied
Hallo Patrick,

ich erkenne die Anleihen sehr gut.

Ich erkenne : "Dennoch die Schwerter halten - den Ecce Homo wahn"

"Nur zwei Dinge - das gezeichnete ich"

ein wenig "das Wort"

das "verlorene ich" und anderes

und ich freue mich dies zu sehen und zu lesen

thanx
 
O

orlando

Gast
Lieber Patrick,
ich kenne das Gschmäckle, das dem intertextuellen Arbeiten (in unkundigen Augen - die des Bennexperten Ralf meine ich damit natürlich nicht) zuweilen anhaftet. Anfangs wusste ich selber nicht so recht, wie damit umzugehen ist.
Eine gute Möglichkeit:
Unter dem Titel, aber über dem Text kursiv ein Zitat anbringen. Hier bietet sich
Es gibt nur zwei Dinge: die Leere
Und das gezeichnete Ich

Gottfried Benn, 1953


Und dann loslegen. So ist es mir auch einmal von einer bekannten Lyrikerin empfohlen worden. Du plagiierst ja nicht, sondern schreibst etwas Eigenes, eine Hommage mit deiner ureigenen Interpretation.
Und das machst du gut. :)
Durch das Zitat öffnest du dem Leser gleichzeitig (d)einen Zugang zum Gedicht.
orlando

An G. B.

Es gibt nur zwei Dinge: die Leere
Und das gezeichnete Ich

Gottfried Benn, 1953



November, elende Tristesse, Not
Der aschegraue Fluss, die breite Wunde
Verblühter Beete und das karge Rot
Der Wolken, jene Stunde

Da du das Sein allein bestehst
Halb ist es Traum und halb das Feuer
Dann Ecce homo, ungeheuer
Und wieder Nichts. Das Ich, du stehst,

Im Sog, im Wahn des Grenzenlosen
In tiefer Trauer - was verblich?
Der Schnee? Die Meere? Nur die Rosen
Umkränzen das verlorne Ich
 
Es gibt nur zwei Dinge: die Leere
Und das gezeichnete Ich
Gottfried Benn 1953


November, elende Tristesse, Not
Der aschegraue Fluss, die breite Wunde
Verblühter Beete und das karge Rot
Der Wolken, jene Stunde

Da du das Sein allein bestehst
Halb ist es Traum und halb das Feuer
Dann Ecce homo, ungeheuer
Und wieder Nichts. Das Ich, du stehst,

Im Sog, im Wahn des Grenzenlosen
In tiefer Trauer - was verblich?
Der Schnee? Die Meere? Nur die Rosen
Umkränzen das verlorne Ich
 
Es gibt nur zwei Dinge: die Leere
Und das gezeichnete Ich

Gottfried Benn 1953


November, elende Tristesse, Not
Der aschegraue Fluss, die breite Wunde
Verblühter Beete und das karge Rot
Der Wolken, jene Stunde

Da du das Sein allein bestehst
Halb ist es Traum und halb das Feuer
Dann Ecce homo, ungeheuer
Und wieder Nichts. Das Ich, du stehst,

Im Sog, im Wahn des Grenzenlosen
In tiefer Trauer - was verblich?
Der Schnee? Die Meere? Nur die Rosen
Umkränzen das verlorne Ich
 

Ralf Langer

Mitglied
Sehr guter vorschlag von Heidrun
(Ich erinnere was sie meint)
Und dennoch nach wie vor ein sehr gelungener
Text
( der auf eine originäre Art genug eigenes hat)
Ralf
 

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