Auf ein Neues (Lied)

4,30 Stern(e) 9 Bewertungen

anbas

Mitglied
Hallo Patrick,

klanglich, wie ich finde, ein wirklich sehr schönes Werk.

Eine Kleinigkeit - wobei es "nörgeln auf hohem Niveau" ist ;) - wäre hier meiner Meinung nach zu bemängeln:
Auf ein Neues, breite, breite
In die Weite, - Segel breiten
Mit "breite" und "breiten" ist mir das ein wenig zu viel an Wiederholungen.

Sonst aber ein wirklich schönes Teil.

Liebe Grüße

Andreas
 
Bange Seele, Kahn und Küsten,
Voller Winde, leicht und schwer.
Bange Seele, kreise, kreise
Auf ein Neues, leise, leise
Durch den Nebel, übers Meer.

Wilde Wasser und die Weiten,
Nasser Nebel, grau und groß.
Bange Seele, schreite, schreite
Auf ein Neues, breite, breite
In die Weite, - geh und gleite
Durch den Nebel - lasse los.
 
Bange Seele, Kahn und Küsten,
Voller Winde, leicht und schwer.
Bange Seele, kreise, kreise
Auf ein Neues, leise, leise
Durch den Nebel, übers Meer.

Wilde Wasser und die Weiten,
Nasser Nebel, grau und groß.
Bange Seele, schreite, schreite
Auf ein Neues, breite, breite
In der Weite, - Kähne gleiten
Durch den Nebel - lasse los.
 
Bange Seele, Kahn und Küsten,
Voller Winde, leicht und schwer.
Bange Seele, kreise, kreise
Auf ein Neues, leise, leise
Durch den Nebel, übers Meer.

Wilde Wasser und die Weiten,
Nasser Nebel, grau und groß.
Bange Seele, schreite, schreite
Auf ein Neues, breite, breite
Alle Segel - lasse los.
 
Hallo anbas

Du hast recht, dass war des Guten zuviel.
Ich habe den 6zeiler auf 5 Zeilen reduziert, jetzt liest es sich weniger anstrengend.
 

Franke

Foren-Redakteur
Teammitglied
Genau wegen solchen Gedichten befasse ich mich seit 40 Jahren mit Lyrik.

Liebe Grüße
Manfred
 
Hallo Franke

Freut mich dass es dir gefällt.
40 Jahre... doppelt so lange wie ich alt bin:)

Danke auch für den Kommentar und die Wertung
 
L

Lupine

Gast
Ich kam vorbei, nur einen Gruß zu hinterlassen: Nun komm` ich öfter!

Sehr gerne gelesen!
 

Schreibfan

Mitglied
Ein wirklich sehr schöner Text. Da es ja ein Lied ist:Gibt's eine Melodie dazu? Die wuerde ich gerne hören. Und ein Refrain würde bestimmt auch gut zu dem Lied passen, aber ich schließe mich Anbas an: Bei diesem Text ist alle Kritik wirklich meckern auf hohem Niveau!
Lg Schreibfan
 

wüstenrose

Mitglied
Hallo Patrick,

schön, dass dieses Gedicht durch Schreibfan reanimiert wurde! Mir entging es seinerzeit. So wie es jetzt dasteht (nach der Überarbeitung) empfinde ich es als ziemlich makellos. Ein tolles Teil!
Und vielleicht auch eine Art Anschauungsstück: Manche Autoren leisten (hier) im Nachklapp viel Überzeugungsarbeit, um die Genialität ihres Werkes zu veranschaulichen.
Andere Werke, so wie deines, die sind ganz still, die blähen sich nicht auf, die sind aus sich heraus ...

lg wüstenrose
 
Hallo schreibfan

Da musste ich doch erst einmal schlucken, als ich das hier gelesen habe. Das ist von mir? Das ist furchtbar...

Ob ich's seinerzeit vertont habe? Möglich...ich weiß es nicht mehr, ich hatte auch diesen Text völlig vergessen.


Hallo wüstenrose

Ich mag das Teil nicht, es ist so furchtbar kitschig.
Aber so habe ich wohl damals geschrieben...


L.G euch beiden
Patrick
 

Mondnein

Mitglied
Manche Autoren leisten (hier) im Nachklapp viel Überzeugungsarbeit, um die Genialität ihres Werkes zu veranschaulichen.
Wenn ein Kommentator damit sich selbst meint, ist das in Ordnung.

Wenn Du mich gemeint hast, Wüstenrose, dann freut es mich, daß Dus überhaupt gemerkt hast. Den Schuh zieh ich mir gerne an.
 

Mondnein

Mitglied
Ich mag das Teil nicht, es ist so furchtbar kitschig.
Aber so habe ich wohl damals geschrieben...
Sehr wichtig, sehr richtig, Patrick,

auf diese Weise kritisch zurückzublicken. Es gibt gewisse und ungewisse ästhetische Maßstäbe, bei denen vor allem die Originalität die Hauptrolle spielt. Gut und schön ist demzufolge nicht, was einem alten Guten ähnlich ist, sondern was neu ist.
In der Tat hat dieses Stück eine freundliche Nähe zu bekannten Gedichten, etwa dem berühmten Nietzsche-Ding mit dem Genueser Schiff - und das Nietzschelied ist (wie es mir im Ohr wurmt, ich schaue gleich genauer nach, es steht glaube ich in der "Fröhlichen Wissenschaft") eine Art "elitärer Jubel", den als Schlager zu vertonen eine schallende Ohrfeige für jeden Dichter wäre.

Auch Vertonungen folgen nicht einfach den "guten" Mustern, sondern bringen das Originelle der Vorlage an die Oberfläche, auf "neue" Weise. Ich habe vor einigen Wochen ein gutes Beispiel gehört: Lutowslawskis Vertonung von französischen Gedichten eines Surrealisten. Der Text war modern, die Vertonung auch, neu, frisch, erstaunlich und wunderbar.

grusz, hansz
 

James Blond

Mitglied
Ästhetik

Hmm,

ich denke nicht, dass Innovationsfetischismus hier das Maß aller Dinge ist. Dazu müsste noch mehr zusammenkommen.

Grüße
JB
 
Hallo Hansz

Du hast absolut recht, sowohl was das kritische "hinterfragen"(eine weitere Nietzsche Schöpfung, wenn mich nicht alles täuscht) angeht, wie das Originelle zum Maßstab guter Kunst zu machen. Zwar hat James durchaus nicht unrecht - Innovationssucht alleine macht keine gute Kunst, dennoch will ich meinen, dass ich Dichter, die mir nichts als alten Kaffeesatz zu verkaufen trachten, wenig würdige.

Das Nietzsche Lied (ins blaue treibt mein genueser Schiff) ist tatsächlich wohl eine Art, denn genau weiß ich es gerade auch nicht, Lobgesang auf die "offenen Meere" die nach dem "Tode Gottes", der in der FW. zuerst erwähnt wird, offenliegen. Zugleich eine Art fröhliches Aufjuchzen Nietzsches, der nach langer Krankheit genas und frohen Mut schöpfte. Dagegen wirkt mein Lied abgedroschen, es fehlt alles Riskante, es erschöpft sich in Poeterei, Phrasengedresch.


Hallo James
Siehe oben...

Eines noch" wer mit dem was er schreibt nicht zufrieden ist, ist immer auf der Suche nach Neuem.


L.G euch beiden
Patrick


P.S; verzeiht die etwas wirre Zusammenstellung der Gedanken.
Ich habe gerade mit (leichten) psyschotischen Symptomen zu kämpfen, mein Intellekt befindet sich irgendwo unterhalb der Grabeshöhe.
 

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