Aufbruch

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Das weite, ausgedehnte Tal, wenn Ich es von den angrenzenden Bergen überblicke, teilt sich doppelt und widersprüchlich mit. Die dunkle, durch nichts zu erschütternde Ruhe der Wälder und Flüsse, der Berge, allerlei Wege, Felsgestein, der Hütten und Häuser ist in den Raum gesetzt als wechselndes Lichtspiel zwischen Allem und Nichts. Das Tal redet polyglott, eigentlich ist es ein Nichts, bewusstlos, aber doch durschnitten von Bewegung, Formen, Lauten. Ein angefüllter Raum mit Bildern von seiner Fülle, die er nicht sieht, Tieren, die ihn bewohnen und die er nicht hört, Hütten,
die ihm keine Heimat sind.


blicke ins tal
über den friedhof zieht
ein gänseschwarm
 
Zuletzt bearbeitet:

Bernd

Foren-Redakteur
Teammitglied
Es hat etwas von Zen-Gefühl.
Voll, wichtig und zugleich Nichts.
Ruhe und Ausgeglichenheit und doch: einzigartig.

Auf meiner Empfehlungsliste. Es war eine Überraschung für mich.
 

Isbahan

Mitglied
Hallo @Patrick Schuler, ich habe Probleme mit manchen Ausdrücken in diesem Text:
Einmal wird von einem Ich-Erzähler berichtet, dann wechselt es zum "er" - ich würde beim "er" bleiben.



Das weite, ausgedehnte Tal, wenn Ich es von den angrenzenden Bergen überblicke, teilt sich doppelt und widersprüchlich mit.
Wie kann sich ein Tal "doppelt" mitteilen?
Vorschlag:
Wenn er das weite, ausgedehnte Tal von den angrenzenden Bergen überblickt, teilt es sich widersprüchlich mit.

Ein angefüllter Raum mit Bildern von seiner Fülle, die er nicht sieht, Tieren, die ihn bewohnen und die er nicht hört, Hütten,
Das ist doppelt gemoppelt, Vorschlag:
Ein Raum, mit einer Fülle von Bildern, die er nicht sieht, Tieren, die er nicht hört und Hütten, die ihm keine Heimat sind.
Das Tal redet polyglott,
Klingt seltsam: Ein "redendes" Tal - mein Vorschlag:
Das Tal erscheint polyglott

Dennoch: Gerne gelesen!
 

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