Arcos
Mitglied
Jetzt hast du es doch getan.
Obwohl ich es dir abgeraten habe.
Das war wirklich eine erstaunlich kurze Phase des Widerstands.
Ich hatte dir sogar einen Titel als Warnschild hingestellt.
Du hast ihn behandelt wie eine Einladung.
Jetzt suchst du wahrscheinlich nach einer Pointe.
Leider ist sie gerade kurz Kaffee holen gegangen.
Stattdessen beobachtet dich dieses Gedicht beim Weiterlesen.
Es macht sich kleine Notizen über deine Neugier.
Bisher fällt der Bericht überraschend positiv aus.
Falls du bis hier gekommen bist,
bist du offiziell Teil des Gedichts.
Zu spät.
Vielleicht entsteht jedes Gedicht erst in dem Augenblick,
in dem jemand es missachtet.
Vielleicht war der Titel nie ein Verbot,
sondern ein Spiegel.
Denn jede Grenze verrät etwas über den Wunsch,
sie zu überschreiten.
Jedes „Nicht“ trägt ein leises „Warum?“ in sich.
Und jede Antwort verwandelt die Frage in etwas anderes.
Während du diese Zeile liest, ist die vorherige bereits Erinnerung.
Die nächste existiert noch nicht ganz.
Du befindest dich in einem schmalen Korridor,
in einem Brennpunkt,
in dem sich das Nachglühen der Vergangenheit
und die Dämmerung der Zukunft treffen.
Besteht Lesen genau daraus?
Oder sogar das Leben?
Gewinnen und verlieren.
Erinnern und vergessen.
Sein und nicht sein.
Am Ende bleibt kein Gedicht zurück,
sondern nur ein Mensch,
der für einen Moment langsamer geworden ist.
Ein Fingerzeig nach innen,
auf das Zuhause aller Gefühle,
die immer schon da waren
und nur für einen Augenblick erwachten,
wie eine Blume im ersten Morgenlicht.
Obwohl ich es dir abgeraten habe.
Das war wirklich eine erstaunlich kurze Phase des Widerstands.
Ich hatte dir sogar einen Titel als Warnschild hingestellt.
Du hast ihn behandelt wie eine Einladung.
Jetzt suchst du wahrscheinlich nach einer Pointe.
Leider ist sie gerade kurz Kaffee holen gegangen.
Stattdessen beobachtet dich dieses Gedicht beim Weiterlesen.
Es macht sich kleine Notizen über deine Neugier.
Bisher fällt der Bericht überraschend positiv aus.
Falls du bis hier gekommen bist,
bist du offiziell Teil des Gedichts.
Zu spät.
Vielleicht entsteht jedes Gedicht erst in dem Augenblick,
in dem jemand es missachtet.
Vielleicht war der Titel nie ein Verbot,
sondern ein Spiegel.
Denn jede Grenze verrät etwas über den Wunsch,
sie zu überschreiten.
Jedes „Nicht“ trägt ein leises „Warum?“ in sich.
Und jede Antwort verwandelt die Frage in etwas anderes.
Während du diese Zeile liest, ist die vorherige bereits Erinnerung.
Die nächste existiert noch nicht ganz.
Du befindest dich in einem schmalen Korridor,
in einem Brennpunkt,
in dem sich das Nachglühen der Vergangenheit
und die Dämmerung der Zukunft treffen.
Besteht Lesen genau daraus?
Oder sogar das Leben?
Gewinnen und verlieren.
Erinnern und vergessen.
Sein und nicht sein.
Am Ende bleibt kein Gedicht zurück,
sondern nur ein Mensch,
der für einen Moment langsamer geworden ist.
Ein Fingerzeig nach innen,
auf das Zuhause aller Gefühle,
die immer schon da waren
und nur für einen Augenblick erwachten,
wie eine Blume im ersten Morgenlicht.