blaubraun

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John Goodman

Mitglied
Ich kann nicht sagen, woran mich die Bilder erinnern, und doch regt sich etwas tief im Morast meines Unterbewusstseins. Eine verschollene Kindheitserinnerung? Vielleicht ist es der süß herbe Geschmack einer dampfenden Kastanie – die vom Weihnachtsmarkt, die mich daran erinnert, dass das Leben nur eine Aneinanderreihung von Abschieden ist. Und gleichzeitig wirf es die Frage auf, ob den die Natur ohne uns einsam wäre, wenn es niemanden gäbe, der sie bewundern könnte. Absurd, ich weiß, wie soll sich die Natur denn einsam fühlen, ihr wäre es vermutlich scheißegal, ob mit oder ohne uns. Und doch lässt die Frage mich nicht los.

Gruß
JG
 

Ubertas

Mitglied
Ich weiß es nicht. Aber ich glaube daran, dass es eine Erwiderung gibt.
Deine Worte berühren mich zutiefst, denn du hast mein Gedicht nicht nur gelesen. Du hast den süß herben Geschmack beschrieben, den der Abschiede. Zuvor waren Begegnungen, eingepackt in einem Ozean aus Pergamenten.
Die Natur kann sich einsam fühlen, weil wir ursprünglich die Natur sind und alles, was wir in ihr einatmen, aus ihr besteht. Alle ihre Augen sind auf uns gerichtet, verborgen in einer Schale.
Gruß zurück, lieber John Goodman.
ubertas
 

Ubertas

Mitglied
@John Goodman @klausKuckuck @wirena @Chandrika Wolkenstein :

Ihr Lieben :) !
Ein riesengroßes DANKESCHÖN für Euer Lesen, Eure Worte und die wundervollen Bewertungen. Ich freue mich sehr!

Liebe wirena,
dein leises Glücksgefühl hat sich vermehrt, just als ich deine lieben Zeilen las:).

Liebe Chandrika,
dein wunderbarer Kommentar ist selbst ein Juwel! Ich schwimme durch deine zauberhaften Worte:).

Lasst Euch drücken! Ich wünsche Euch einen Sonntag mit Glücksgefühl.

Liebe Grüße,
ubertas
 

Ubertas

Mitglied
Lieber Dimpfelmoser, liebe Rachel:),
Euch beiden einen lieben, lieben Dank für den Sternenbehang und Euer Verweilen. Ich freue mich sehr!
Danke, lieber Dimpfelmoser, für deinen wunderschönen Kommentar zum Gedicht.
In Formen und Farben denken, fühlen zu dürfen und durch sie lesend zu sehen, so, ganz genau so, sind deine Worte ein Geschenk:)!
Liebe Grüße sendet Euch
ubertas
 

wiesner

Mitglied
Eine Herbstimpression mal ganz anderer Art.
Ständig lese ich

...
zackige blätter wirbeln
am grund
aus sandschalen
häuten sich kugeln
...


also zusammengefügt, also das Fallen am Grund. Diesen Widerspruch gibt es auch bei 'Frau Holle': Am Grund des Brunnens tut sich eine (unsere?) Stadt auf, von oben auf sie fällt Schnee. Wie ist das möglich, wenn wir selbst oben sind und der Himmel sich somit unter uns ausschneit? Ist's ein Märchen, geht das!

Eine Handvoll Herbst, liebe Ubertas, dem das Fallen (wie bei Rilke) ständig nachfolgt!

Gruß
Béla
 

Ubertas

Mitglied
Lieber Béla,
was du dort ständig liest, fügt alles zusammen in seinem eigentlich vorhandenen Widerspruch. "Das Fallen am Grund", eine bessere in Wort-Fassung hätte ich nicht finden können. Ich danke dir sehr für deine so feine Beobachtung, sie hat sich nicht einmal vor der Leerzeile gefürchtet. Das berührt mich.
Dir und den lieben Tula nicht unerwähnt:): ein Danke von Herzen für Euer Lesen, für Worte und die zahlreichen Sterne.
Ich freue mich und wie!!!
Liebe Grüße an Euch,
ubertas
 



 
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