Brodgar

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Dimpfelmoser

Mitglied
Brodgar

Du erklingst in Versen, Schattenkind.
Singst zu mir die wolkenschweren Weiten,
flüsterst mir die knöchernen Gezeiten.
Hauchst du einen Zauber in den Wind,

sind es Echos deiner Schöpfung Meister.
Manchmal, wenn sie in der Jetztwelt branden,
fallen Tränen ihrer klaren Geister
dort, wo jene wohl am Urgrund standen.

Schenkten ihre Weisheit kaltem Stein,
spröde Riesen, die mich sanft umkreisen.
Dieser Erde stille, stolze Waisen
laden mich in deine Träume ein.

Sternenperlen schmücken deine Lieder,
schmeicheln deinem Lichterfädenkleid.
Sinkt mein Sehnen schließlich zu dir nieder,
lächelst du nur Unergründlichkeit.
 

Tula

Mitglied
Hallo Dimpfelmoser
Für jeden, der sowohl Poesie als auch Geschichte liebt - Wunderbar! der stille Dialog des Besuchers mit dem "Geist" des Steinkreises und gewissermaßen mit den im Nebel der Geschichte verloren gegangenen Ahnen. Mit einem Abschluss, den selbst ein Rilke nicht besser hingelegt hätte :cool:

LG Tula
 

Ubertas

Mitglied
Lieber Dimpfelmoser,
irgendwo im Steinkreis, in diesem unendlichen Kreis aus Jetzt und Jenseitswelt, da steht er und er blickt wieder auf Urgrund, Zungen umkreisend, so als hielte er Stäbe und Stein. Und er trägt die Spindel zum Lichterfädenkleid. Mit demselben unergründlichen Lächeln, dem ihm dieses Kleid vorerst schenkt.
Und ich stimme Tula zu:cool:

Ein WAHNSINNSGEDICHT.
Lieben Gruß,
ubertas
 



 
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