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John Wein

Mitglied
Lieber Freund,
Für den Moment wünsche ich dir vor allem etwas Ruhe im Kopf. Du musst nicht schon jetzt Antworten auf Fragen haben, die erst nach der Operation beantwortet werden können. Im Augenblick ist es gut, dass du versorgt wirst, dass ein Plan besteht und dass der nächste Schritt feststeht. Das ist mehr Halt, als es sich heute vielleicht anfühlt. Du musst die nächsten Tage nicht schon heute durchleben. Der 26. Juni wird kommen, die Operation wird stattfinden, und danach wirst du mehr wissen als heute. Bis dahin reicht es, einen Tag nach dem anderen zu nehmen. Ich weiß, das ist nicht leicht, aber:
Ich bin sicher, alls wird gut!
Cheerio, John
 

anbas

Mitglied
Ach Otto,
das ist jetzt gerade wirklich ein blöder Lauf.
Alles Gute und viel Kraft!
Liebe Grüße
Andreas
 

Aniella

Mitglied
Hallo Otto,

was draußen ist, kann keinen Schaden mehr anrichten, also wünsche ich Dir, dass Du alles gut überstehst und danach Dein Leben wieder genießen kannst.

Viel Glück wünscht Aniella
 

Otto Lenk

Foren-Redakteur
Teammitglied
Ich wurde vorgestern operiert. Ein OP fiel aus, und so konnte meine vorgezogen werden. Es ist alles draußen. Ich bin noch schwach, aber ich laufe schon ein paar Meter.
 

wirena

Mitglied
…wunderbar Otto, freue mich das hier zu lesen und wünsche Dir von Herzen gute Besserung – auf dass Du bald wieder in alter neuer Frische das Leben geniessen kannst - LG wirena
 

John Wein

Mitglied
Wunderbar, diese gute Nachricht! Jetzt ist die lange, nervtötende Ungweissheit vorbei und es geht aufwärts und voran. Du wirst sehen: alles wird gut, oder wie der Rheinländer sagt: et is noch immer jot jejange!
Gute Erholung,
John
 

anbas

Mitglied
Ja, auch von mir alles Gute! Du packst das. Gönn Dir auf jeden Fall die Anschlussheilbehandlung (AHB) - sie tut wirklich gut!

Liebe Grüße

Andreas
 

molly

Mitglied
Hallo Otto,

kürzlich sah ich die Doku: "mit Ästen bis zum Himmel". Den Text haben blinde Kinder in einer Wiener Schule als Lebensmotto und er stammt aus einem Kinderlied.
Ich glaube, wir alle brauchen mitunter "Äste" und so einen sehe ich im Vorschlag von Andreas:
" die Anschlussheilbehandlung (AHB) "-
Ich wünsche Dir jeden Tag ein wenig mehr Kraft, viel Zuversicht, und gute "Äste", und das auch für alle, die gerade Hilfe brauchen.
Liebe Sonntagsgrüße
molly
 

Otto Lenk

Foren-Redakteur
Teammitglied
Hallo ihr Lieben

Da bin ich wieder. Die Prostata ist raus und es ist alles gut verlaufen. Bin seit vorgestern wieder zu Hause. Viele Tränen sind geflossen.
Der Druck der letzten vier Monate ist nicht spurlos an mir vorüber gegangen. Aber ich schaue positiv in die Zukunft, obwohl es momentan
noch wirklich kleine Schritte Richtung Gesundheit sind. Am 14.07. gehts ab in die Kur. Schritt für Schritt.
 

John Wein

Mitglied
Lieber Freund,
Wie schön zu lesen! Jetzt hast du es erst mal geschafft, wie gut und wie entlastend zunächst. Ich weiß, man funktioniert oft lange Zeit, weil man muss und erst wenn der größte Druck nachlässt, merkt man, was die ganze Situation eigentlich mit einem gemacht hat.
Umso schöner ist es, zu lesen, dass du trotz allem positiv nach vorne schaust. Gesundheit kommt nach so einem Eingriff selten in großen Sprüngen. Meist sind es die kleinen Schritte, die am Ende den Weg ausmachen. Und jeder dieser Schritte zählt.

Die Kur wird sicher ein weiterer wichtiger Baustein sein, um Körper und Kopf die Zeit zu geben, die sie brauchen. Du hast recht: "Der Kopf denkt weiter als man denkt" und verarbeitet oft noch lange weiter, selbst wenn das Gröbste bereits geschafft ist.

Ich wünsche dir, dass aus den kleinen Schritten nach und nach wieder größere werden und dass du auf deinem Weg zur Gesundheit auch immer wieder Momente findest, in denen du spürst, wie weit du eigentlich schon gekommen bist.

Wie war das noch am Anfang dieses Tagebuchs?:

"Jetzt, am Ende, welcher ein Anfang ist, verstehe ich. Ich blicke den Strand entlang und entdecke überall Spuren.
Manche Wege sind ein Leben lang."

Einen guten Weg!
John
 

Otto Lenk

Foren-Redakteur
Teammitglied
Du!

Das Leben kann schon ganz schön anstrengend sein.
Kaum ist der Hummer draußen, geht´s los mit der Reha.
Der Sozialdienst im Krankenhaus den Antrag gestellt.
Ich mir vorher schon die Kurparkklinik in Bad Nauheim ausgesucht.
Große Vorfreude.
Die Dame vom Sozialdienst: Das gibt keine Probleme.
Hab ich in Fällen wie dem ihren schon tausendmal gemacht.
Vor zwei Wochen Antwort der Rentenkasse: Antrag abgelehnt.
Aus ihren Unterlagen geht nicht hervor, dass es keine weitere Primärtherapie gibt.
Anruf beim Sozialdienst: Ja, da ist was dran. Es fehlt der Abschlussbericht.
Aber der kann noch nicht dabei sein, da die Tumorkonferenz noch nicht stattfand.
Die was?
Die Tumorkonferenz.
Dort treffen all die Ärzte zusammen, die bei deiner OP anwesend waren.
Sie sehen sich gemeinsam die Daten an und entscheiden, wie es weitergeht.
Am Ende muss der Satz stehen: Weiterbehandlung extern. Kurativ.
Dann ist es durch.
Ich schrieb der Rentenversicherung, dass der Abschlussbericht folgt.
Reaktion: Ablehnung.

Also warten auf die Konferenz der Ärzte.
Warten auf den Abschlussbericht.
Danach Widerspruch einlegen, mit beigelegtem Bericht.
Anschließend geht es wieder von vorne los.
Widerspruch wandert zur Widerspruchsstelle.
Erst mit deren OK wandern die Unterlagen zu den Ärzten der Rentenversicherung.
Bestimmt auch in einer Konferenz!
Zwischenzeitlich ich am verzweifeln.
Hilflos, machtlos.
Heute dann endlich ‚Daumen hoch‘.
Am letzten Tag.
Ansonsten hätte es nur noch die Möglichkeit einer Verschiebung gegeben.
Noch länger warten.
Auf Hilfe!



Zick und Zack
Und Hick und Hack
Hin und her
Kreuz und quer
Mag sein kann sein
Aber nein
Nein nein
 

Otto Lenk

Foren-Redakteur
Teammitglied
Ab Dienstag in ich für drei Wochen in Bad Nauheim. Glücklicherweise hat der Hummer keine Spuren außerhalb der Prostata hinterlassen.
Jetzt heißt es gesunden. Körperlich und seelisch.

P.S.: Bist ein guter Freund, John!
 

Otto Lenk

Foren-Redakteur
Teammitglied
Manchmal
ziehe ich mich zurück
beobachte
wie alles
an mir vorübergeht

Diese gezeiten des lebens
wie sie vorbeiziehen
und ich
von allem ausgeschlossen

bleibe
stehe
und sehe
 

John Wein

Mitglied
So mein Lieber,
...jetzt wird Gesundwerden geübt! Lass dich von Ärzten, Pflegern und Therapeuten anleiten und gibt dich in ihre guten Hände. Hoffentlich ist die Klinik klimatisiert!
> Der Kopf denkt weiter als man denkt. <, kannst du das Gübeln jetzt mal sein lassen und ein bisschen positiv denken! Ich helf' dir gern dabei.
Weißt du überhaupt, dass Elvis the Pelvis früher mal in Bad Nauheim bei der Army "gedient" hat? Ich kann mich noch erinnern, dass ich als Schuljunge mit meinem Freund damals mit dem Rad von Oldenburg nach Bremerhaven gestrampelt bin. Er kam ja noch mit dem Schiff an. Aber gesehen haben wir ihn dann doch nicht. Das ist die Tragik des Lebens.
"It's Now or Never!" (tomorrow will be to late).
Sommerheiße Grüße,
John
 

Otto Lenk

Foren-Redakteur
Teammitglied
Du!
Hier hat es drei Gruppen Rehaist:innen.
Gruppe 1: die Neuen
Gut am Fragezeichen im Gesicht zu erkennen. Oft gepaart mit einer gewissen Panik. Motto: Godzilla jagt uns!
Gruppe 2: Die Angekommenen.
Entspanntes Gesicht, sich ihrer Schritte bewusst. Motto: Hier geht's lang!
Gruppe 3: Die, die schon alle Rehaeinrichtungen Deutschlands bekurt haben. Motto: Wie, da waren sie noch nicht?
Gruppe 1: Wo bin ich nur, wo muss ich hin?
Gruppe 2: Mit Blick auf Gruppe 1: Das wird schon!
Gruppe 3: Mit Blick auf Gruppe 1 + 2: Das wird nichts.
Gruppe 2 ist sozusagen die Hilfsgruppe für Gruppe 1. Motto: Wegweiser und Hinweisgeber.
Gruppe 3 übersieht Gruppe 1 +2 wissentlich.
Ich habe das (Un)glück, 4 Gruppe 3er, an meinem Nebentisch ertragen zu dürfen.
'Die Physio war in Bad Wildungen Tausend mal besser. Aber das Essen ist gut hier. Da hab ich in Bad Homburg ganz was anderes erlebt. Krankenhausfraß! Die Parkanlagen hier schon schön, aber überall verbranntes Gras. Die wässern einfach nicht. Alles gelb und tot. Blabla-Blasen ohne Ende.
By the way. Eine Gruppe habe ich vergessen.
Gruppe 4: Die Raucher- und Säufergang.
Immer im Raucherbereich zu finden. Hier finden die täglichen Bierdosenpartys statt.
Laut und stinkend.
Vor ihnen flüchtet selbst Godzilla.
Fragste dich, wo ich stehe.
Gruppe 5: Bei mir!
 

Scal

Mitglied
Gruppe 5 - Einzahl - ,wollte ich anmerken, schon bevor ich zuende las.
Poeten gibt's halt nur vereinzelt.

Alles Gute!
LG
 

John Wein

Mitglied
Alter Schwede,
Er lebt! Ich hatte ihn schon verschollen vermutet! Tja, so eine Kur hat ihre eigenen Gesetzmäßigkeiten! Habe da so meine ganz eigenen Erfahrungen.
Ich bin ab Dienstag auf der HI Mettnau im Bodensee zur „Reha“. Was die Kategoriesierung betrifft, hast du es gut beobachtet und beschrieben. Ich gehöre hier zur Gruppe 3/5.
Ich kenne auch noch die Gruppe 6. Bist wohl noch ein bisserl zu jung dafür!
Und was den Tisch betrifft: es ist Ferienzeit und da sitzen am 6er Tisch mindestens 4 Lehrerinnen, Kategorie Mathe, Sport und Deutsch.
Da biste gaaanz lieb und noch kleiner als klein. Aber sonst…. das verrate ich hier nicht!
Guten Weg auf selbigem zur Gesundheit!
Gruß John, Kurgast
 
Zuletzt bearbeitet:

Anders Tell

Mitglied
Ich habe nur eine Kur erlebt, kann aber das meiste bestätigen. Trotzdem war das eine erholsame Angelegenheit. Ich habe nette Leute kennen gelernt und mit Ihnen eine gute Zeit verbracht. Wenn man immer nur das Trennende sieht, fühlt man sich am Ende isoliert. Eins hat mich mit allen anderen verbunden: die Erkrankung.
 

Otto Lenk

Foren-Redakteur
Teammitglied
Du!
Jetzt wirste dich fragen, was der Otti so macht.
Der Kerl iss jetzt schon fast drei Wochen am rehaieren und nix...kein Wort!
Also gut, hier bin ich und auch wieder nicht.
Ei die weil ich bei der Entspannungstherapie zu tief entspannt habe.
Machte sich anfangs mit einem leichten komatösen Zustand bemerkbar.
Ich war auf einmal für Sekunden weg.
So im weder hier noch dort.
Und du!
Aus Sekunden wurden Minuten, Stunden.
Ich dann schon verängstigt.
Dacht ich: Frag doch mal beim Herrn Google nach.
Hat der Herr Google ewig für 'ne Antwort gebraucht. Dacht ich schon: Der auch?
Aber dann kam's.
Meint der Herr G. Ich sei am ommen.
Soll mich nicht verrückt machen. Ich würde mit der Zeit ein vergeistigtes Wesen. Ich gleich mal bei Frau Firefox nachgefragt. Die gleich: Ein vergeistigtes Wesen ist ein Lebewesen oder eine Existenzform, die stark vom Geist geprägt, frei von grobstofflichen körperlichen Bindungen oder tief im Spirituellen existiert.
Ich so: Alter!
Bin ich ja voll auf dem Weg zu einem anderen Wesen. Wenn das so weitergeht, sag ich euch, könnt ihr mich bald Gotti nennen.
Ommmmmmmmmm!
 



 
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