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Der Apfeldieb (gelöscht)

Status
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Ji Rina

Mitglied
Hallo schwarze Sonne:

Gleich vorweg, bin keine Spezialistin für Kindergeschichten, lese sie aber hin und wieder gern...:D

Meine Eindrücke während des Lesens waren diese:

Der Erste wurde ein hoch angesehener Arzt. Der Zweite ein berüchtigter Staatsanwalt. Jedoch beim letzten Sohn erhob der Vater Einwand und drängte darauf, dass dieser den Hof übernehmen solle.
Doch die Bitten und Belehrungen ermutigten den Jungen nur noch mehr. Und so zog er in die Welt hinaus, um sein Geld als Schauspieler zu verdienen.
Würd ich weglassen. Ist eine Information die zu nichts weiter nützt, und die Geschichte in die Länge zieht.

Im Dorf bei Sternenlicht wurde erzählt, auf dem Hofe läge ein Fluch. Und wer die Bäuerin verärgerte, der würde verwandelt, wie der alte Gockel, und müsste sein restliches Leben als Hoftier fristen. Doch von diesen Geschichten wusste unser Bauer nichts.
Normalerweise weiß in einem Dorf jeder alles…Erst recht wenn auf einem der Höfe ein Fluch liegt...Irgendwann kommt dies selbst dem Bauern zu Ohren.:)

So trug es sich eines Herbstes zu, dass alle Äpfel auf dem Boden lagen und der Bauer bei sich dachte: „morgen liegen sie auch noch.
Als er die Bäume untersuchte, nickt er. Kein einziger Apfel hing noch oben. Doch nachdem er auf den Boden blickte, wurde er blass Er sah er die Wiese, matschig und nass, aber die Äpfel waren fort.
Zuerst liegen alle Äpfel auf dem Boden.
Das sie dort am nächten morgen auch noch liegen, ist logisch (muss nicht erwähnt werden). Der Bauer müsste als erstes festestellen, dass auf dem Boden keine Äpfel mehr liegen (schon vom weiten, so wie er sich den Bäumen nähert) um erst dann festzustellen, dass auch in den Bäumen die Äpfel futsch sind.
Trotz seinen trüben Augen sah er deutlich, dass die Gestalt die Äpfel hatte.
Konnte er dies wirklich seheeen? (würd ein Kind vielleicht fragen) Am Horizont, mit trüben Augen in den Korb blicken? Vielleicht wär besser: Der Bauer vermutete, die Gestalt habe seine Äpfel geklaut.

So stellte der Bauer seinen Korb unter einen großen Baum, kletterte hinauf und pflückte die Äpfel einzeln hinunter. Das war zwar äußerst anstrengend, doch er hatte Erfolg. Nach jedem Abstieg füllte er seinen Korb, setze sich einen Moment und hielt inne. Dann ging er zum nächsten Baum.
Diesen Satz versteh ich nicht: Er pflückt die Äpfel einzeln? Klettert er dann mit jedem Apfel hinab?
nach jedem Abstieg füllte er seinen Korb
.

Als Kind würde ich bestimmt fragen: Warum sagt der Dieb denn, dass er der Dieb ist? Vielleicht wäre es besser, wenn der Dieb eine rote Zipfeljacke trüge, eine seltsame Mütze, irgendwas, das der Bauer wieder erkennt und ihm beweist, es ist der Dieb) Die liebvolle Pointe ist dann der Korb voller Äpfel, den der Bauer dem Dieb vor die Tür stellt.
Ich würd den gesamten Text stark reduzieren. Viele Passagen könntest Du mit zwei Zeilen schreiben/ vieles weglassen. Auch würd ich dazu schreiben, für/ab welches Alter, die Geschichte bestimmt ist.
Nur so, meine Meinung.;)
Lieben Gruß,
Ji
 

molly

Mitglied
Hallo schwarze sonne,

Ji schreibt:
""Die liebvolle Pointe ist dann der Korb voller Äpfel, den der Bauer dem Dieb vor die Tür stellt."" :)

Schon allein deshalb ist Deine Geschichte lesenswert. Ich finde Ji Ratsschläge gut. Die Geschichte eignet sich für Kinder ab 5 Jahren.

Viele Grüße

molly
 

HelenaSofie

Mitglied
Hallo schwarze Sonne,

wie Ji schlage ich auch eine Kürzung des Textes vor, und zwar eine erhebliche. Vieles ist am Anfang unwichtig und lenkt nur vom Hauptthema ab: Der Bauer versucht alles, um seine Äpfel zu retten und den Dieb zu fassen. Als er ihn findet, hinterlässt er eine Nachricht und schenkt ihm die Äpfel.
Den ersten Satz des Textes würde ich so stehen lassen, dann aber vieles streichen und weiter fortfahren mit "Jeden Tag arbeitete er fleißig. Nach dem ..."
Bei der Überarbeitung fallen dir bestimmt noch einige Rechtschreibfehler auf.
Alter, wie von molly empfohlen, ab 5 Jahre

Liebe Grüße
HelenaSofie
 
Als Kind würde ich bestimmt fragen: Warum sagt der Dieb denn, dass er der Dieb ist? Vielleicht wäre es besser, wenn der Dieb eine rote Zipfeljacke trüge, eine seltsame Mütze, irgendwas, das der Bauer wieder erkennt und ihm beweist, es ist der Dieb) Die liebvolle Pointe ist dann der Korb voller Äpfel, den der Bauer dem Dieb vor die Tür stellt.
Hallo,

danke erstmal für die vielen guten Ratschläge. Ich habe an Hand deiner Ratschläge die Geschichte komplett neugestaltet, wie du jetzt gleich sehen kannst.

Wenn ein Kind fragt, warum sagt der Dieb, dass er der Dieb ist?
Gib die Frage an die Kinder zurück!

Das Interessante ist, dass die Kinder in unterschiedlichen Altersstufen, darauf unterschiedliche Antworten finden werden.


ca. 3- 4 j.) Der Dieb möchte Äpfel. Er nimmt sich die Äpfel, schließlich möchte er sie. Weil er sie möchte, gehören sie ihm. Es gibt gar kein Diebstahl.
Analogie dazu der bekannte Sandkastenstreit "Das war meine Schaufel. Du hast sie mir geklaut du Dieb."

ca 4-6) Der Dieb möchte Äpfel, kann sie sich aber nicht leisten. Sie schmecken sehr gut, und er will sie wirklich gerne haben. Deswegen darf er sie nehmen, obwohl er weiß, eigentlich sollte er es nicht machen.

Analogie dazu das bekannte "ich nehme mir Süssigkeiten, obwohl Mama gesagt hat, ich darf mir keine nehmen."

Kommen wir also zu dem Schluss, dass die Frage vermutlich nicht gestellt wird, weil die Kinder ihre eigenen Erklärungen dazu haben....
 
PS.

Die Altersstufen lassen sich beliebig hochsetzten. Ein Erwachsener würde auf die Frage wohl antworten, dass es so schlecht um den Kranken steht, dass dieser zumindest mit einem reinem Gewissen leben möchte.
 

Ji Rina

Mitglied
@schwarze sonne:
Kommen wir also zu dem Schluss, dass die Frage vermutlich nicht gestellt wird, weil die Kinder ihre eigenen Erklärungen dazu haben....
Nö. Zu diesem Schluss komme ich nicht.
ca 4-6) Der Dieb möchte Äpfel, kann sie sich aber nicht leisten. Sie schmecken sehr gut, und er will sie wirklich gerne haben. Deswegen darf er sie nehmen, obwohl er weiß, eigentlich sollte er es nicht machen.
Deswegen darf er sie nehmen?

Ich würd sagen: Deshalb nimmt er sie sich einfach. Und zwar wissend, dass er es nicht darf. Demnach ist er doch ein „Dieb“. Und ein Dieb (Du schreibst ja nicht: „Der Apfelnehmer, weil er Äpfel braucht" – sondern: der Dieb) gilt als jemand, der etwas tut, was er nicht darf. Aus diesem Grund sagt ein Dieb auch nicht:
Hallo! Ich bin der Apfeldieb!
Er vertuscht, leugnet...redet sich heraus, etc....

Wenn ein Dieb sagt: Hallo, ja, ich bin der Dieb! – kann dies dem Kind ein verzerrtes Bild geben: Es könnte verstehen: mh...ich brauch mir nur zu nehmen, was ich möchte und es dann zugeben, weil ich es gerade brauchte/wollte.

Analog zu Deiner Geschichte: Joh, ich habs geklaut, kann dir heute aber leider nichts weiteres klauen, weil mir der Rücken weh tut.;)
 
Ich möchte das ganze nicht vertiefen, kann dir aber versichern dass ich diese Geschichte, in früherer Form, mehr als 100 Kindern im Alter zwischen 3-6 jahren erzählt habe. Niemals hat ein Kind gefragt, warum der Dieb seinen Diebstahl zugegeben hat. Aber, vielleicht macht es das 101 Kind, man weiß es nicht.


Kinder befinden sich in der moralischen Entwicklung weit hinter den meisten Erwachsenen. Der Dieb stiehlt ja, aber ein Teil der Kinder wird begründen, er hatte keine andere Wahl. Das Verlangen nach dem Apfel war zu stark. Ebenso das Verlangen nach den Süssigkeiten, für beispielsweise Kinder. Das ist die Realität, jetzt kommen wir zur Geschichte. Diese Geschichte ist nicht aus Sicht des Diebes, sondern aus Sicht des Bauers geschrieben. Dieser erfährt negatives, seine Äpfel werden geklaut. Doch gleichzeitig empfindet er Mitgefühl, Mitleid und teilt trotzdem seine Äpfel. Ein prosoziales Verhalten wird dargestellt und in den Mittelpunkt gerückt, nicht das antisoziale Verhalten des Diebes.

Überlegen wir uns nun, dass die Kinder das Verhalten des Diebes in der Realität umsetzen. Person A) Findet heraus, dass das Kind etwas gestohlen hat. Das Kind sagt: "Ja ich habe sie gestohlen, weil sie schmecken so gut." .. Möglicherweise hat das Kind phantom Schmerzen und erzählt der Mutter "Ich habe gestern Süssigkeiten genommen, heute kann ich es nicht. Gibst du mir welche?"

Was würdest du als Mutter, Vater, Bauer nun machen... ? Um zum Ende zu kommen; Ja, Geschichten können Nachahmungstäter hervorbringen, vorallem im Kinderbereich. Deshalb sollten Geschichten immer weise eingesetzt werden, und wirklich gut durchdacht sein. Da geb ich dir recht. Aber Geschichten müssen nicht der durchschnitts Norm der Erwachsenen Welt entsprechen, schon gar nicht eine versteckte Botschaft senden. Bestes Beispiel ist das für jüngere Kinder konzipierte Bilderbuch "Das ist nicht mein Hut" von Jon Klaasen
 

Ji Rina

Mitglied
Ich verstehe jetzt den ganzen Zusammenhang nicht. Versteh nicht, was Kinder mit "Phantomschmerzen" oder gar meine Meinung zu dem Satz: "Ich hab Süssigkeiten genommen, weil sie schmecken gut" zu tun haben soll.

Du musst Deinen Text nicht rechtfertigen.
Zu keinem Buch gibt es eine Gebrauchsanweisung mitgeliefert, die erklärt, wie man einen Text zu verstehen habe. Ich kann hier nur meinen Leseeindruck vermitteln.

In dem Sinne, wünsch ich Dir noch viele, weitere Texte, und viel Spaß.
Mit Gruß,
Ji
 

molly

Mitglied
Hallo schwarze sonne,

trotz des positiven Endes der Geschichte, darf und sollte der Erzähler auch über den Dieb reden.
In meinem Dorf würden Dir 98% der Kinder sagen, dass keiner stehlen darf. Es ist die Pflicht der Eltern, den Kindern frühzeitig "Mein und Dein" zu erklären.


""Der Dieb stiehlt ja, aber ein Teil der Kinder wird begründen, er hatte keine andere Wahl.""

Nein, jeder hat hier eine Wahl.


""Das Verlangen nach dem Apfel war zu stark. Ebenso das Verlangen nach den Süssigkeiten, für beispielsweise Kinder.""

Auch das müssen Kinder von Eltern und Erziehern in Kindergarten und Schule lernen, dass ein Verlangen auch ausgehalten werden muss, dass man nichts stehlen, wegnehmen darf.
Das kann man in einer klugen Geschichte ohne Zeigefingermoral erzählen.

Viele Grüße

molly
 
Hallo Molly,

grundsätzlich hast du natürlich recht, mit dem was du schreibst.


Bedenke aber, der Diebstahl wird nicht gut geheißen. Sondern nicht bewertet. Ähnlich dem Frosch an die Wand werfen und /oder dem Brechen des Versprechens seitens der Prinzessin in dem Märchen vom eisernen Heinrich.

Und natürlich hat jeder eine Wahl, aber das ist überhaupt nicht das Thema meiner Geschichte. Andere Geschichten haben dieses Thema,wie oben erwähnt.


Hi Ji,

ich möchte meinen Text auch nicht rechtfertigen. Ich finde das Thema schlicht interessant, und wollte meinen Standpunkt darlegen. :)

Danke und beste Grüße an euch zwei
 
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