Der Falter

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Es ist, wie man unschwer erkennen kann, an Jan Wagner orientiert, den ich erst vor kurzem endeckt habe.

Für jeden Lyrik Fanatiker: unbedingt kaufen :)
Es lohnt sich!
 
R

Rehcambrok

Gast
Hallo Patrick,
ich bin kein Lyrik Fanatiker, kenne nichts von dem von dir beschriebenen Autor. Aber mir gefällt dein Gedicht.
Immer dann wenn ich etwas plastisch vor Augen habe, mir das geschriebene Wort in Bildern darstellen kann, ja dann kann ich etwas damit anfangen. Hier hatte ich direkt eine Vorstellung.
Danke !
 
Danke Rehcambrok :)

An anonym: warum nur eine 4? Wenn man so schlecht wertet könnte man ja auch mal ein Wort darüber verlieren warum man das tut!
 
Der Falter kam zuletzt zur Ruhe
Ein buntes Mosaik auf makellosem Blau
Des Flieders. Ozean um Ozean
Rollt der Himmel wie ein Bühnespiel vorbei

Dann hebt er ab. Das Panorama
Zieht sich zurück in seine Tatenlosigkeit
Nur der Mohn nickt mit den
Köpfen - als gelte es Abschied zu nehmen
 
Der Falter kommt zuletzt zur Ruhe
Ein buntes Mosaik auf makellosem Blau
Des Flieders. Ozean um Ozean
Rollt der Himmel wie ein Bühnespiel vorbei

Dann hebt er ab. Das Panorama
Zieht sich zurück in seine Tatenlosigkeit
Nur der Mohn nickt mit den
Köpfen - als gelte es Abschied zu nehmen
 
Der Falter kommt zuletzt zur Ruhe
Ein buntes Mosaik auf makellosem Blau
Des Flieders. Ozean um Ozean
Rollt der Himmel wie ein Bühnespiel vorüber

Dann hebt er ab. Das Panorama
Zieht sich zurück in seine Tatenlosigkeit
Nur der Mohn nickt mit den
Köpfen - als gelte es Abschied zu nehmen
 
Der Falter kommt zuletzt zur Ruhe
Ein buntes Mosaik auf makellosem Blau
Des Flieders. Ozean um Ozean
Rollt der Himmel wie ein Bühnespiel vorbei

Dann hebt er ab. Das Panorama
Zieht sich zurück in seine Tatenlosigkeit
Nur der Mohn nickt mit den
Köpfen - als gelte es Abschied zu nehmen
 
Der Falter kommt zuletzt zur Ruhe
Ein buntes Mosaik auf makellosem Blau
Des Flieders. Ozean um Ozean
Rollt der Himmel wie ein Bühnespiel vorüber

Dann hebt er ab. Das Panorama
Zieht sich zurück in seine Tatenlosigkeit
Nur der Mohn nickt mit den
Köpfen - als gelte es Abschied zu nehmen
 
Der Falter kam zuletzt zur Ruhe
Ein buntes Mosaik auf makellosem Blau
Des Flieders. Ozean um Ozean
Rollt der Himmel wie ein Bühnespiel vorüber

Dann hebt er ab. Das Panorama
Zieht sich zurück in seine Tatenlosigkeit
Nur der Mohn nickt mit den
Köpfen - als gelte es Abschied zu nehmen
 

Mondnein

Mitglied
Es wird Zeit, die Anonymi aus den Wertungen zu entfernen

zu Jan Wagner: oh ja!! in meiner Sicht der beste der lebenden Lebendigen.
zur Viererwertung: ich weiß nicht, wieviele Anonymi sich in der Lupe herumtreiben, und ich verstehe nicht, warum überhaupt anonym gewertet werden kann und darf.
Es ist wohl der gleiche Troll, der auch meine Sachen mit Einsen und Zweiern bewertet, z.B. meinen Limerick "fremdbestimmt"; dort habe ich gleich noch einen zweiten hingepflanzt, der den "anonymus-troll" zum Thema hat. JoteS hat dann meinen Limerick (den ursprünglichen davor, den der Scheißkerl mit Eins benotet hatte) umgeschrieben, stark verbessert, - aber das löst nicht das Problem dieses Trolls.

Hier besonders, bei diesem zauberhaften Gedicht, ist so eine Wertung die blanke Unverschämtheit.

Ich habe überlegt, wieder in die Wertungslosigkeit einzutreten, in der ich fast ein Jahr lang gut zuhause war. Mir als einem Lehrer ist die Werterei ohnehin zuwider. "Richtet nicht, auf daß ihr nicht gerichtet werdet".
 

Ciconia

Mitglied
Hallo Patrick,

ich gestehe, ich habe Verständnisschwierigkeiten bei diesem Gedicht.

„makelloses Blau“ und „Flieder“ schließen sich bei mir aus. Flieder ist nicht blau, und schon gar nicht makellos.
Das Panorama Zieht sich zurück in seine Tatenlosigkeit
Diese Formulierung finde ich sehr unglücklich, sie gibt dem Panorama eine Aktivität, die es nicht haben kann.

Müsste es nicht Bühnenspiel heißen?

Gruß Ciconia
 
Der Falter kam zuletzt zur Ruhe
Ein buntes Mosaik auf makellosem weiß
Des Flieders. Ozean um Ozean
Rollt der Himmel wie ein Bühnespiel vorüber

Dann hebt er ab. Das Panorama
Zieht sich zurück in seine Tatenlosigkeit
Nur der Mohn nickt mit den
Köpfen - als gelte es Abschied zu nehmen
 
Der Falter kam zuletzt zur Ruhe
Ein buntes Mosaik auf makellosem Weiß
Des Flieders. Ozean um Ozean
Rollt der Himmel wie ein Bühnespiel vorüber

Dann hebt er ab. Das Panorama
Zieht sich zurück in seine Tatenlosigkeit
Nur der Mohn nickt mit den
Köpfen - als gelte es Abschied zu nehmen
 
Der Falter kam zuletzt zur Ruhe
Ein buntes Mosaik auf makellosem Weiß
Des Flieders. Ozean um Ozean
Rollt der Himmel wie ein Bühnenspiel vorüber

Dann hebt er ab. Das Panorama
Zieht sich zurück in seine Tatenlosigkeit
Nur der Mohn nickt mit den
Köpfen - als gelte es Abschied zu nehmen
 
Ja, mondnein
Inzwischen bekomme ich bei fast jedem Text eine 2 oder 4 ab.

Das wäre ja nicht weiter schlimm! Wenn man sich wenigstens erklären würde...

Zu Wagner:
Ich habe sein Werk: "Regentonnenvariationen" in der Bibliothek um die Ecke endeckt und war sofort, nach dem Lesen der ersten Zeile hin und weg. Endlich einer der Modernes mit Bewährtem, ja hohe Kunst mit einer wunderbaren Bodenständigkeit vermitteln kann.

Wäre ich nicht dauerpleite, würden inzwischen alle seine Weke in meinem Regal stehen.

L.G
Patrick
 
Hallo Ciconia
Wie peinlich!! Du hast natürlich recht. Flieder ist nicht Blau. (Wieso hatte ich das im Kopf?)
Aber es gibt ja wirklich makellosen weißen Flieder. Von daher...

Und du hast auch ein zweites mal recht: Es muss Bühnenspiel heißen!
Danke für das aufmerksame lesen.

Zum letzten Punkt:
Wir sagen ja auch: Die Stille wächst. Aber die Stille wächst ja nicht wirklich. Die Tiefe schwingt usw.

Das Panorama zieht sich natürlich nicht wirklich zurück, sondern das Bild wird leer, die Ruhe kommt. Von daher sehe ich hier kein Problem
Aber das ist sicher auch Ansichtssache :)

L.G
Patrick
 

Mondnein

Mitglied
hab schon hellblauen Flieder gesehen.

doch: Flieder gibt es in weiß, in violett und in blau. Habe ich schon gesehen und nun eben im Godet ("Blüten") bestätigt gefunden.

und, liebe Ciconia, Personifikation ist ein lyrisches Stilmittel, und wenn es das nicht wäre, dann wäre es eben ein kühner Griff in die sprachlichen Möglichkeiten.
 

Mondnein

Mitglied
Jan Wagner

Es ist leider nicht alles erhältlich, aber folgendes ist höchst empfehlenswert (und erhältlich): "Die Eulenhasser in den Hallenhäusern".
Das habe ich (hier in der Lupe) schon mal im Zusammenhang mit den Distichen empfohlen, die Manehans, meine Wenigkeit und noch einige wenige andere hier in den "festen Formen" gelegentlich einbringen, denn das dritte Drittel in dem Büchlein bietet elegische Distichen.

Das war vor wenigen Monaten.

Lest, liebe Leser, lest Jan Wagner!
 

Ciconia

Mitglied
Ok, mondnein, mit dem blauen Flieder hast Du wohl Recht. Nur ist es nicht eben das, was man erwartet, weil man zunächst an fliederfarben denkt.

Auch in Bezug auf die Personifikation will ich Dir nicht widersprechen, nur gefällt mir hier ein aktives Panorama nicht. Nur so ein Widerstand beim Lesen und damit Geschmackssache. Aber ich bin ja auch keine Lyrikerin …
ein kühner Griff in die sprachlichen Möglichkeiten
... und den merk ich mir für künftige Kommentare ;)

Gruß Ciconia
 

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