Der Riese Ratzepu / Kinder (gelöscht)

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aligaga

Gast
Hallo molly,

ein Dorf, wo in jedem Haus die Dielen knarren, Gänsescharen herumwatscheln ("gehen" können die gar nicht) und Riesen hausen, gibt's längst nicht mehr. Wenn du Kinder mit solchen Idyllen noch erreichen möchtest, solltest du das Ambiente in die Vergangenheit setzen:
Wo Hühner noch in Höfen scharr[blue]t[/blue]en [blue]Komma[/blue]
in jedem Haus die Dielen knarr[blue]t[/blue]en [blue]Komma[/blue]
usw.
Der Wetterhahn sollte zum Leidwesen des ganzen Ortes schrecklich schmutzig gewesen sein; dann erst lass den (freundlichen) Riese auftauchen, die Leuz Angst vor ihm kriegen und ihn heimlich über Nacht den Kirchturm putzen, etc. pp..

Am Schluss dann vielleicht:

"Nach hundert Jahren hieß es noch:
Der Ratzepu[blue]tz[/blue], er lebe hoch!"

Damit würde die Geschichte in der Jetztzeit ankommen und für die Kleinen plausibel werden (jaja, den Wetterhahn und das Kreuz auf der Turmspitze putzen immer die Riesen, nachts und heimlich, das weiß man doch!).

Vergnügt

aligaga
 

molly

Mitglied
Lieber ali,

Danke, Dein Vorschlag ist gut, ich werde das Märchen in die Vergangenheit setzen, bin schon dran!

Viele Grüße

molly

Bitte ihr lieben Leser, wartet mit dem Bewerten. Es wird verbessert.
 

molly

Mitglied
ali,

der "Riese" sitz in der Vergangenheit, wie Du mir empfohlen hast.
Ich hoffe, jetzt stimmt es.

Was meint ihr?

Viele Grüße

molly
 
A

aligaga

Gast
Hallihallo,

hier noch ein paar Vor-Schläge zur Dynamisierung, o @molly. Vielleicht erscheint dir das eine oder andere ja brauchbar?
[blue]Als[/blue] Hühner noch in Höfen scharrten,
in jedem Haus die Dielen knarrten [blue]Komma[/blue]
[blue]w[/blue]o Schäferhunde träge wachten[blue](,)[/blue]
und [blue]Kinder draußen fröhlich [/blue]lachten,
da störte einer diese Ruh:
[blue]D[/blue]as war der Riese Ratzepu[blue]![/blue]

A[blue]m[/blue] Wegesrand saß [blue]un[/blue]ser Riese,
sah nicht die Blumen auf der Wiese[blue](.)
[/blue][blue]u[/blue]nd schlug die Hände vors Gesicht[blue]:[/blue]
[blue]D[/blue]ie Menschen mochten ihn hier nicht[blue]![/blue]
[blue]Er[/blue] wollt[blue]e[/blue] nicht mehr einsam sein[blue]![/blue]
Da fiel[blue](t)[/blue] ihm etwas Gutes ein ...

[blue]M[/blue]itten in der dunklen Nacht,
hat [blue]er[/blue] sich [blue]heimlich[/blue] aufgemacht [blue]-[/blue]
Am Kirchturmdach(,) den Wetterhahn,
fing er sogleich zu putzen an.
Der Hahn war voll[blue]er[/blue] Vogeldreck,
Der Riese wischte alles weg.

[blue]Am Morgen zeigten alle Leute
hinauf und riefen voller Freude:[/blue]
[blue]"Wie neu [/blue]glänzt unser Wetterhahn[blue]![/blue]
[blue]Der Ratzepu [/blue]hat das getan[blue]![/blue]
[blue]Lasst uns d[/blue]en langen Kerl besuchen[blue],[/blue]
[blue]wir backen ihm 'nen Riesenk[/blue]uchen!"

[blue]Der gute [/blue]Riese Ratzepu
gehört[blue]' von Stund' [/blue]an [blue]mit[/blue] dazu.
Er [blue]musste[/blue] nie mehr einsam sein,
lud [blue]alle Kinder[/blue] zu sich ein.
Nach hundert Jahren hieß es noch:
[blue]"[/blue]Der Ratzepu, er lebe hoch!"
Heiter immer, immer weiter

aligaga
 

molly

Mitglied
Lieber ali,

Ich danke Dir für Deine Dynamisierung und habe Deine Vorschläge alle übernommen.

Viele Grüße

molly
 
P

Poet H.

Gast
Hallo molly,
es gibt nicht viele, die ein Kindergedicht versuchen, dafür schon mal ein Lob.

Ist es ein großer Mensch oder wirklich ein Riese, groß wie eine Kirche?

Mit gefällt die Geschichte, würde aber doch hier und da ändern.
Hi, der Schluss "noch-hoch" reimt sich nicht.
Auch wäre wohl eine größere Tat sinnvoller. Z.B. Menschen aus einem brennendem Haus retten. Er holt in einem großen Gefäß Wasser und löscht. Also den Hahn putzen, ist etwas wenig, damit man ihn ins Herz schließt. Will aber nicht zu viele Änderungen vorschlagen, weil es dein Werk ist.
Vielleicht gefällt dir etwas von meinem Geschreibsel?

LG P.

Der Riese Ratzepu*

Als Hühner noch in Höfen scharrten,
in jedem Haus die Dielen knarrten,
wo Schäferhunde träge wachten
und Kinder draußen fröhlich lachten,
da störte einer diese Ruh:
Das war der Riese Ratzepu!

Gar friedlich wie 'ne Kirchenmaus,
jedoch, er sah zum Fürchten aus.
Die Leute sperrten sich gleich ein,
die andern liefen fort, gemein.
Er wollte jedem Freund nur sein
und saß mit traurigem Gesicht

so wiedermal im Dämmerlicht
am Wegesrand vor einer Wiese.
Auch diesmal dachte nach der Riese,
sich einsam fühlend ganz allein,
da fiel ihm etwas Gutes ein ---

Er hat sich gegen Mitternacht
im Dunkeln heimlich aufgemacht.

Am Kirchturmdach den Wetterhahn,
fing er sogleich zu putzen an.
Der Hahn war voller Vogeldreck,
Der Riese wischte alles weg.

Am Morgen zeigten alle Leute
hinauf und riefen voller Freude:
"Wie neu glänzt unser Wetterhahn!
Der Ratzepu hat das getan!
Lasst uns den langen Kerl besuchen,
wir backen ihm 'nen Riesenkuchen!"

Der gute Riese Ratzepu
gehört' von Stund' an mit dazu.
Er musste nie mehr einsam sein,
lud alle Kinder zu sich ein.
Nach hundert Jahren hieß es noch:
"Der Ratzepu, er lebe hoch!"
 
P

Poet H.

Gast
Guten Morgen molly,
upps, ich vergaß, dass man an der eingestellten Urfassung in diesem Forum nichts ändern kann.
Du hattest ja schon Änderungen. Ich hätte die letzte anklicken müssen und der große Könner bin ich jetzt auch nicht.

Was ich denke und meine:

Der Riese lebte also bereits in diesem Ort?
Warum die Leute ihn nicht mochten, weiß der Leser nicht.
Die Hunde waren träge, also schien er nicht gefährlich.


Natürlich kann er die Blumen nicht sehen, wenn er die Augen mit den Händen bedeckt.
Bei der Zeile davor, könnte man meinen, er wäre blind. Du meintest, er saß da mit gesenktem Kopf und wegen seiner Sorgen, hat er keinen Blick übrig für die Schönheit der Natur, die ihm jetzt gleichgültig ist.

„Dunkle Nacht“ ? Ob das „dunkle“ Sinn macht, darüber lohnt es sich nicht zu streiten. Sicher, es gibt auch helle Nächte.


An Wegesrand saß nun der Riese,
sah nicht die Blumen auf der Wiese.
Er schlug die Hände vors Gesicht,
die Menschen mochten ihn hier nicht.
Er wollte nicht mehr einsam sein.
Da fielt ihm etwas Gutes ein.

Wäre es nicht besser, ein „nicht“ einzusparen?

Auch bleibe ich bei meiner Meinung, dass das Putzen des Hahns kein großer Ver-Dienst war und deshalb fraglich, ob die Leute ihn wirklich nun mögen.
Aber in einem Märchen geht fast alles.

Und es dir so wichtig, dass am Ende ein „noch-hoch“ steht?
Gäbe es da nicht auch bessere Schlusszeilen?


Gerne gelesen und darüber nachgedacht.
LG P.
 
P

Poet H.

Gast
Ok, wenn man die Geschichte kennt, wird alles klar und verständlich.

Auch diesen Hinweis (steht unterm Gedicht) übersah ich, übermüdet!
Mach dir nix daraus molly!
Ist meine Dummheit!

Die Geschichte gefällt mir sehr gut!

LG P.
 

molly

Mitglied
Hallo Poet H.

Herzlichen Dank, dass Du so über mein Gedicht nachgedacht hast. Deine Version hat sicher etwas Gutes, doch ich möchte jede Strophe beenden und nicht einen Teil in die nächste mitnehmen.
Wie hier: …
"""Er wollte jedem Freund nur sein
und saß mit traurigem Gesicht

so wiedermal im Dämmerlicht
am Wegesrand vor einer Wiese."""….
**************************************************
"""Auch bleibe ich bei meiner Meinung, dass das Putzen des Hahns kein großer Ver-Dienst war und deshalb fraglich, ob die Leute ihn wirklich nun mögen."""

Warum müssen es denn große Taten sein? Der Riese wollte einfach nicht ausgeschlossen leben. Außerdem ist es doch für normal große Menschen im Märchen schwierig, an die Kirchturmspitze zum Wetterhahn zu gelangen.
**************************************************
"""Der Riese lebte also bereits in diesem Ort? Warum die Leute ihn nicht mochten, weiß der Leser nicht.
Die Hunde waren träge, also schien er nicht gefährlich"""

Es gibt vom Riesen Ratzepu noch eine Bilderbuchgeschichte,18 Seiten lang, liegt schon in vielen Kindergärten. Da wird auch in Reimen erzählt, dass sich die Menschen fürchten vor seinem Husten, der wie Donner klingt, vor seinen gewaltigen Schritten, vor seiner lauten Stimme, selbst wenn er nur flüstert … Das kleine Gedicht ist nur eine grobe Zusammenfassung.

Traurig ist der Riese, nicht blind, das denken wahrscheinlich nur Erwachsene.
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""Du hattest ja schon Änderungen. Ich hätte die letzte anklicken müssen und der große Könner bin ich jetzt auch nicht.""

Meinst Du das Anklicken? ;) Nicht nur Dein Bär, auch die Meerjungfrau gefällt mir sehr. :)

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„“Wäre es nicht besser, ein „nicht“ einzusparen?““

Doch, das wird noch erledigt.
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Mir fällt mir nicht auf, dass sich hoch und noch nicht reimen, hier wird alles gleich schnell oder langsam gesprochen. Außerdem gefällt mir der Schluss.

Nach hundert Jahren hieß es noch:
"Der Ratzepu, er lebe hoch!"

Viele Grüße, Poet

Von molly

P.S.Er hat sich gegen Mitternacht
im Dunkeln heimlich aufgemacht. Habe ich auch übernommen!
 

molly

Mitglied
"Er hat sich gegen Mitternacht
im Dunkeln heimlich aufgemacht."

Ich habe das noch mal geändert in

"In einer sternenklaren Nacht
hat er sich heimlich aufgemacht."

Nächste Woche setze ich das Gedicht auf eine Kinderseite.

Danke ali, Poet und dem anonymen Werter.

Liebe Grüße

molly
 

molly

Mitglied
Hallo zusammen,

obwohl mir "...nach hundert Jahren noch
...lebe hoch

gefällt, habe ich mir noch einen anderen Schlußreim ausgedacht:

Als Hühner noch in Höfen scharrten,
in jedem Haus die Dielen knarrten,
da lebte einst der Ratzepu
denn der gehörte auch dazu.
Er mussste nie mehr einsam sein
lud alle kinder zu sich ein.

Was meint ihr?

Liebe Grüße

molly
 
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