die stille

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HerbertH

Mitglied
Lieber Walther, danke für die Superwertung.

Auch Dir, Noah-p, mein Dank fürs Lesen und die freundliche Wertuung.

LG

Herbert
 
G

Gelöschtes Mitglied 20312

Gast
Sehr gerne gelesen.

Liebe Grüße
Noah
 
Lieber Herbert,
ein gelungener Text über gefährlich stille. Ich kenne die Stille auch als etwas ungeheuer Beruhigendes.
Herzliche Grüße
Karl
 

HerbertH

Mitglied
Lieber Karl,

die Stille kann hier nicht so gefährlich sein, wenn sie gekitzelt lacht ;). Dass Stille sehr wohltuend sein kann, erlebe ich selbst auch. Danke für die positive Rückmeldung und Wertung.

Liebe Grüße

Herbert
 

Cellist

Mitglied
Ich als Liebhaber der Stille könnte mir deinen Text auch gut ohne die letzten beiden Zeilen vorstellen.

Quatsch! Ich finde, diese letzen beiden Zeilen sind zu streichen.

Meine Ansicht. ;-)
 

HerbertH

Mitglied
Lieber Cellist,

ich hatte zunächst eine Fassung ohne die letzten beiden Zeilen :)

Diese habe ich hinzugefügt, um eine gewisse Ambivalenz zum Audruck zu bringen, die auch in der zweiten Zeile anklingt.

Eine Unsicherheit des LyrI, ob das Lachen der Stille ein spontanes ist und geradeheraus, oder ob da noch etwas Anderes transportiert wird.

Vielleich gibt es noch andere Stimmen zu den beiden Zeilen, ich hoffe dass ist OK für Dich.

LG

Herbert
 

Cellist

Mitglied
Hallo Herbert,

ist vollkommen ok. Ist ja dein Text.;-)

Interessant, dass deine Ursprungsversion ohne die letzten Zeilen war. Danke für die Info.

LG
Cellist
 

Mondnein

Mitglied
rauscht die stille Waldeinsamkeit - und keiner mehr kennt mich auch hier

Als kleiner Liebhaber der Stille, lieber HerbertH,

kommt es mir bei Deinen letzten Gedichtzeilen vor, als hättest Du die Stille verfehlt. Ich liebe sie, weil sie so neutral und wach ist, also weil sie mich weder an noch auslacht.

Also eine stillere Stille als dieses fast schon etwas alberne Kind.

Ich muß das sagen, weil ich die Stille mehr liebe als alles andere.

grusz, hansz
 

HerbertH

Mitglied
Ich habe noch einmal über den Kommentar von Hansz nachgedacht und eine weitere Änderung vorgenommen: Die Stille lächelt jetzt.

Falls es dazu Kommentare gibt, zögert bitte nicht ;)
 

Mondnein

Mitglied
Ja, HerbertH,

in mehrere Richtungen hin bedenkenswert (weil wir das Denken lieben).

In zenbuddhistische Koanrichtung hin ist es natürlich gut, wenn die nichtige Phänomenwelt der Selbstverkennung (maya) am Nichts gewissermaßen abprallt (auch wenn das hier kein Haiku ist, aber ich unterstelle Dir und vielen Nichtreimern hier eine moderne Ästhetik, die karg und knapp das Gedicht auf den Punkt, die unaffektierte, klein-bescheidene Pointe, bringt), und dann erscheint so etwas wie Lachen. Hanshan und Shidê, jap.: Kanzan und Jittoku.

Die Stille selbst (ohne selbstironische Spiegelung wie bei den beiden Zen-Narren) erscheint gewiß eher lächelnd. Aber das hat die Gefahr, daß es im Dichterhimmel ja immer lächelt, daß einem die Backen weh tun.
Es wundert mich fast schon, daß kein(e) Poeta sich darüber beklagt, daß es schon wieder auf "Lächeln" hinausläuft. Nicht allzuweit entfernt von Herz-Schmerz-Nerz-Scherz-März-Ärz-Erz-Reimen, - - aber ich schrieb vor kurzem schon: Wir sind hier weder beim Hanser-Verlag noch in der Insel-Bibliothek, sondern nur unter Hasen jagenden Wölfen. Da gelten keine Liktorenhiebe noch Lektorensiebe. Da darf Einfaches, Schönes, Selbstverständliches als einfach, schön und selbstverständlich gelten.

grusz, hansz
 

HerbertH

Mitglied
Lieber Hansz,

ja, das Lächeln, das ist an der Grenze. Es passt zur Stille besser als ein "lacht mich an und aus" oder ein "lacht mich an". Letzteres hätte den Anklang zu "macht mich an", der mir ursprünglich vorschwebte. Wollte man das mit lächeln erzielen, käme ein "fächelt mir zu" in Frage, das aber wider die Schlichtheit geht...

Bei solch kurzen Gedichten ist jede Silbe wichtig und sinntragend/-schaffend.


Aber wem sage ich das :) ...

Das "lauern" und "kauern" ist hier ein Gegengewicht zum "lächelt", und das soll mir reichen.

Liebe Grüße

Herbert
 

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