Chandrika Wolkenstein
Mitglied
Der Sommer legt seine Hand
auf die Stirn der Häuser
und sagt nichts.
Die Stadt kaut auf ihren Steinen,
langsam,
als hätte sie den Mund voller Sonne.
Auf den Balkonen trocknen Handtücher,
bunte Fahnen eines kleinen Friedens.
Ein Radio spricht mit fremder Stimme
in den Hof hinunter,
wo die Hitze zwischen den Mülltonnen schläft.
Ich gehe durch diesen Tag
wie durch das Zimmer eines Teenagers:
überall liegen Dinge herum,
die jemand vergessen hat-
ein Geruch nach Aprikosenhaut,
ein Fahrradschlüssel,
der Schatten einer Kindheit.
Am Nachmittag treiben Wolken vorbei,
weiß und gleichgültig,
wie ungeöffnete Briefe von jemandem,
der längst vergessen hat,
warum er schrieb.
Am Abend wird alles weicher.
Die Häuser verlieren ihre Kanten.
Ein Vogel näht mit schwarzem Faden
die Dächer an die Dämmerung.
Und irgendwo
stellt jemand ein Glas Wasser ans Bett,
als könne man den ganzen Sommer
über Nacht darin aufbewahren.
auf die Stirn der Häuser
und sagt nichts.
Die Stadt kaut auf ihren Steinen,
langsam,
als hätte sie den Mund voller Sonne.
Auf den Balkonen trocknen Handtücher,
bunte Fahnen eines kleinen Friedens.
Ein Radio spricht mit fremder Stimme
in den Hof hinunter,
wo die Hitze zwischen den Mülltonnen schläft.
Ich gehe durch diesen Tag
wie durch das Zimmer eines Teenagers:
überall liegen Dinge herum,
die jemand vergessen hat-
ein Geruch nach Aprikosenhaut,
ein Fahrradschlüssel,
der Schatten einer Kindheit.
Am Nachmittag treiben Wolken vorbei,
weiß und gleichgültig,
wie ungeöffnete Briefe von jemandem,
der längst vergessen hat,
warum er schrieb.
Am Abend wird alles weicher.
Die Häuser verlieren ihre Kanten.
Ein Vogel näht mit schwarzem Faden
die Dächer an die Dämmerung.
Und irgendwo
stellt jemand ein Glas Wasser ans Bett,
als könne man den ganzen Sommer
über Nacht darin aufbewahren.