Ein Hauch von Herbst

4,00 Stern(e) 4 Bewertungen

molly

Mitglied
Ein Hauch von Herbst (Aktuelle Version)

Ein Hauch von Herbst weht durch das Land,
entblättert sanft die zarten Rosen,
Der Nebel legt sich übers Land,
schon blüh'n die ersten Herbstzeitlosen.

Ein Früchteduft zieht durch das Tal,
noch hängen Äpfel an den Bäumen.
Hagebutten, rot und ohne Zahl,
von heißen Sommertagen träumen.

Das Lied vom Star fliegt durch die Luft,
erzählt von seiner langen Reise,
von Wärme, die ihn nach Süden ruft,
noch singt er seine frohe Weise.

Weit breite ich die Arme aus,
den Klang des Sommers einzufangen,
den Früchteduft, und den Blumenstrauss,
den leichten Wind auf meinen Wangen. (c)
 
Zuletzt bearbeitet:

JANKO

Mitglied
Grüß Gott, molly!
Für mich ist das schönste
SchönWetterLyrik zum Entspannen
und Nachempfinden, habe es gern
genossen.
 

JoteS

Foren-Redakteur
Teammitglied
Der Metrik wegen:

Ein Hauch von Herbst weht durch das Land,
nimmt Blütenblätter von den Rosen.
der Morgennebel steht als Wand,
schon blüh'n die ersten Herbstzeitlosen.

Die Hagebutten: ohne Zahl.
Noch hängen Äpfel an den Bäumen,
ein Früchteduft zieht durch das Tal,
der lässt von heissen Tagen träumen.


Hallo Molly,

wenn Du diesen Abschnitt "durchixt"...

xXxXxXxX Ein Hauch von Herbst weht durch das Land,
xXxXxXxX Der Morgennebel steht als Wand
XxxxXxXxX Nebel stellt sich auf als lichte Wand

In S2 hats auch geholpert, ich habe mir daher erlaubt, die umzustellen, da hier der metrische Fehler etwas schwieriger zu beheben war.

Von mir aus darfst Du gerne übernehmen, was Dir gefällt. Ich denke mal, es ich nicht so verändert, dass es nicht mehr Deines wäre.

Gruss

Jürgen

P.S.: Der Apostroph ist senkrecht (bitte bitte nicht wie manch andere auch hier immer Accents verwenden)
 

molly

Mitglied
Danke Dir, Janko!
Jürgen, ich habe erst vor kurzem die Apostroph- Taste entdeckt und über Deine anderen Vorschläge muss ich erstmal schlafen

Grüße an Euch beide molly
 
Hallo molly,
nie und nimmer hätte ich erwartet, dass JoteS so nette Ratschläge geben kann, ohne seine berüchtigte „1“ zu geben.
Ich würde sie an deiner Stelle in Bezug auf die Metrik aber annehmen.

Viele Grüße
Marie-Luise
 

JoteS

Foren-Redakteur
Teammitglied
Marie-Luise,

ach, trotz der Holperer war es, selbst als es in noch deutlich schlechterem Zustand unter "Anonymus" stand, schon immer weit von der 1 entfernt. Hatte gröbere handwerkliche Schwächen aber war ansonsten stilsicher und da mir Stilsicherheit sehr wichtig ist, weiss ich diese zu honorieren.

Und bevor wir hier am falschen Ort ein Thema erörtern: In Stilfragen mögen wir unüberbrückbare Differenzen haben aber ich denke erstens, dass wir hier ausnahmsweise derselben Meinung sind und zweitens, dass alles weitere nicht hierher gehört.

Gruss

Jürgen
 

molly

Mitglied
Ein Hauch von Herbst

Ein Hauch von Herbst weht durch das Land,
nimmt Blütenblätter von den Rosen.
der Morgennebel steht als Wand,
schon blüh'n die ersten Herbstzeitlosen.

Ein Früchteduft zieht durch das Tal,
noch hängen Äpfel an den Bäumen,
und Hagebutten, ohne Zahl,
von heißen Sommertagen träumen.

Das Lied vom Star fliegt durch die Luft,
erzählt von seiner langen Reise,
von Wärme, die nach Süden ruft,
noch singt er seine frohe Weise.

Weit breite ich die Arme aus,
den Klang des Sommers einzufangen,
den Früchteduft, den Blumenstrauß,
den leichten Wind auf meinen Wangen.


Ein Danke an Jürgen
 

molly

Mitglied
Hauch von Herbst

Danke Euch für Euren freundlichen Rat.
Für die Hagenbutte-Strophe nehme ich die Regeln von Gereimtes:
Gedichte in Reimen, die nicht unbedingt den Regeln fester Formen folgen.
Liebe Grüße molly
 

JoteS

Foren-Redakteur
Teammitglied
Hallo Marie-Luise,

die Hagebutten-Strophe ist jetzt rhythmisch sauber, ja. Sie ist auch so noch eine "Original-Molly-Strophe" und sollte daher so stehen bleiben.

Handwerklich hat sie nach wie vor zwei kleine Mängel, die ich in meinem Vorschlag eliminiert hatte. Siehst Du denn nicht die Inversion und das unschöne "und"?

Genau deswegen hatte ich die Strophe umgestellt und genau deswegen finde ich Deinen letzten Kommentar ein wenig zu süsslich und inkompetent.

Na zumidest ist er nett, wass man von meinen Kommentaren nur selten behaupten kann.

Hallo Molly,

User wie Dich, die so offen und konstruktiv mit Kritik umgehen, sollten wir hier mehr haben. Das Ergebnis überzeugt.

Euch beiden liebe Grüsse

Jürgen
 

JoteS

Foren-Redakteur
Teammitglied
neeee, da stimmt die Betonung nicht, Marie-Luiseee, echt.

die noch vom heissen Sommer träumen

das ginge
 

molly

Mitglied
Hauch

Bei meiner Betonung stimmt es so. Es wäre sehr nett, Jürgen, wenn Du die Bemerkung vom "schönen Gedicht" im Anonym hier auch machen würdest.
Gruß und schöenen Tag heute noch molly
 

JoteS

Foren-Redakteur
Teammitglied
Molly,

bei Dir stimmt die Betonung, in M-Ls Vorschlag stimmt sie nicht.

Meine grösste Zufriedenheit habe ich doch deutlich zum Ausdruck gebracht?! Keine Sorge, Dein Bauch wird dafür schon gepinselt werden. :D

Gruss

Jürgen
 

molly

Mitglied
Ich habe in Anonym ein Gedicht gelöscht und ins Gereimte übetragen Nun habe ich die Diskussion über löschen der Gedichte und beibehalten der Kritiken gelesen. Darum stelle ich jetzt die erste Kritik vom 28.8. 2013 zu meinem Gedicht gerne vor.
Ich kann Jüren dafür nur danken.

Ein Hauch von Herbst

Ein Hauch von Herbst weht durch das Land,
entblättert sanft die zarten Rosen,
Der Nebel legt sich übers Land,
schon blüh'n die ersten Herbstzeitlosen.

Ein Früchteduft zieht durch das Tal,
noch hängen Äpfel an den Bäumen.
Hagebutten, rot und ohne Zahl,
von heißen Sommertagen träumen.

Das Lied vom Star fliegt durch die Luft,
erzählt von seiner langen Reise,
von Wärme, die ihn nach Süden ruft,
noch singt er seine frohe Weise.

Weit breite ich die Arme aus,
den Klang des Sommers einzufangen,
den Früchteduft, und den Blumenstrauss,
den leichten Wind auf meinen Wangen.

Hallo,

schönes klassisches Herbstgedicht. Ein paar rhythmische Glättungen habe ich bereits vorgenommen (V1Z3, V4Z3), ein paar Ungereimtheiten markiert.

Die entblätterten Rosen sind ein schiefes Bild, da ja die Rosen ihre Blätter nicht verlieren und dann nackt in der Gegend herumstehen. Die Blütenblätter sind gemeint, klar, aber das Bild ist schief.

Die Hagebutten, eigentlich ein gelungenes Bild, zerstören leider in der vorliegenden Form den Takt total.

Das Starenlied ist schön, der Vogel hört sich für mich aber eher frech als froh an...

So, nun mach was draus oder lass es.

Gruss

Jürgen
__________________
Oh lodernd Feuer! (Ustinov als Nero)


28. 08. 2013 11:55
 

Ciconia

Mitglied
Hallo Molly,

ein sehr schönes Gedicht ist es nun geworden, das eine Stimmung sehr gut einfängt.

Was mir noch nicht ganz gefällt, sind die zwei Zeilen
Weit breite ich die Arme aus,
den Klang des Sommers einzufangen,
weil ich meine, dass man einen Klang nicht mit den Armen einfangen kann. Leider ist mir bisher nichts Besseres eingefallen, aber ich denke auch, Du willst zum jetzigen Zeitpunkt nichts mehr ändern.

Ich finde, Du hast gute Fortschritte gemacht!

Gruß Ciconia
 

JoteS

Foren-Redakteur
Teammitglied
...nein, diese Methapher funktioniert. Das Ausbreiten der Arme, als ein Sich-öffnen, der Klang als Begriff für einen Gesamteindruck, eine Stimmung.... das passt schon. Ist auf den zweiten Blick überhaupt kein schiefes Bild.
 

Oben Unten