folgerichtig falsch

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mit logik versuchte ich es
habe den kölner dom
auf seine turmspitzen gestellt
sah krähen mit weißen federn
obwohl ich elstern erkannte
erklärte immer wieder falsche
hoffnungen zu gewissheiten

habe versucht reichtum
und alte möbel zu sammeln
bin mir strikt gefolgt und
ständig vor mir geflüchtet
unterhielt mich mit meinem echo
brachte bereitwillig unfallopfer
war täter schwätzer und gewinner


den löwenanteil bekamen
jedes mal wieder die tiger
 

Monochrom

Mitglied
Hmm,

bis auf wenige Verse finde ich das langweilig. Vor allem das Fazit ist tumb.

Das ist so ein Midlife- Rückblicks- ich bin so lebenserfahren und abgestumpft- Text, einzig und allein der Blues in den Zeilen, den mag ich gern.

Aber das reicht mMn für einen runden Text nicht aus,

ciao,
Monochrom
 
Hallo monochrom,
eine harte Kritik. Bin allerdings schon einiges jenseits der Lebensmitte, es sei denn ich schaffe es 144 Jahre alt zu werden.
Herzliche Grüße
Karl
 

Monochrom

Mitglied
Hi Karl,

hoffe, Du verstehst, dass jegliche Kritik nicht persönlich gemeint ist. Ich kenne andere und auch sehr gute Texte von Dir.

und so miserabel ist der hier auch nicht.

Grüße,
Monochrom
 
Hallo monochrom,
nein, nein, bin ja selbst nicht allzu überzeugt von diesem Text. Stecke zurzeit in einer Krise. Und die wirkt sich auch auf meine Gedichte aus...
Herzliche Grüße
Karl
 
mit logik versuchte ich es
habe den kölner dom
auf seine turmspitzen gestellt
sah krähen mit weißen federn
obwohl ich elstern erkannte
habe versucht reichtum
und alte möbel zu sammeln
unterhielt mich mit meinem echo
brachte bereitwillig
unfallopfer und war zugleich
täter schwätzer und gewinner

was blieb blieb
 
habe den kölner dom
auf seine turmspitzen gestellt
sah krähen mit weißen federn
obwohl ich elstern erkannte
habe versucht reichtum
und alte möbel zu sammeln
unterhielt mich mit meinem echo
brachte bereitwillig
unfallopfer und war zugleich
täter schwätzer und gewinner

folgte den siegern und verlor
 

Perry

Mitglied
Hallo Karl,

Lyrik lässt sich nicht erzwingen. Ich lege Texte, die zuviel auf einmal wollen, erst mal in die Ablage und sehe sie mir mit etwas Abstand wieder an.
Im vorliegenden Text, der mit den ersten 4 Zeilen gut beginnt,
liegt m.M. das Problem an den zu konkreten Folgebildern.
Reichtum, Unfallopfer, Täter, Schwätzer, Gwinner/Sieger und Verlierer (verlor), lassen wenig Spielraum für Interpretationen. Vielleicht wäre das "Echo" ja der Schlüssel den Text weiterzuentwickeln.
LG
Manfred
 
Hallo Karl,
ich bin fasziniert von dem Text, musste ihn aber öfter lesen.
Du hast dich wohl im Moment verloren. Deine Welt steht auf dem Kopf.
Ich würde dir ja gern eine gute Note geben, warte aber zuerst einmal ab. Wie ich dich kenne, bist du schnell bereit, vieles zu ändern, wenn dir jemand Vorschläge unterbreitet.

Es grüßt dich herzlich
Marie-Luise
 
habe den kölner dom
auf seine turmspitzen gestellt
sah krähen mit weißen federn
obwohl ich elstern erkannte
habe versucht reichtum
und alte möbel zu sammeln
unterhielt mich mit meinem echo
brachte bereitwillig unfallopfer
und war zugleich täter
und geschwätziger gewinner

folgte den siegern und verlor
 
habe den kölner dom
auf seine turmspitzen gestellt
sah krähen mit weißen federn
obwohl ich elstern erkannte
habe versucht reichtum
und alte möbel zu sammeln
unterhielt mich mit meinem echo
brachte bereitwillig unfallopfer
war zugleich Täter und
geschwätziger gewinner

als ich den siegern folgte
war ich verloren
 

revilo

Mitglied
habe den kölner dom
auf seine turmspitzen gestellt
[red]halluzinierte[/red] krähen mit weißen federn
obwohl elstern [red]auf seine Zinnen schissen[/red]
habe versucht reichtum [red]zu zelebrieren[/red]
und alte möbel zu sammeln
[red]hielt zwiesprache[/red] mit meinem [red]eigenen[/red] echo
brachte bereitwillig unfallopfer
war zugleich Täter und
[red]tumbes Opfer[/red]

[red]seitdem ich [/red]den siegern folge
[red]bin ich verloren[/red]

Hallo Karl,

ich hab spontan mal ein Krisengedicht geschrieben......

Lg revilo
 
habe den kölner dom
auf seine turmspitzen gestellt
sah krähen mit weißen federn
obwohl elstern auf seine zinnen schissen
habe versucht reichtum zu zelebrieren
und alte möbel zu sammeln
hielt zwiesprache mit meinem echo
brachte bereitwillig unfallopfer
und war zugleich Täter


seitdem ich den siegern folge
bin ich verloren
 
Lieber Oliver,
Du warst mir wieder einmal eine große Hilfe, auch wenn ich nicht alle Deine Vorschläge annehmen konnte.
Ich danke Dir einmal mehr ...
Herzliche Grüße
Karl
 

revilo

Mitglied
Hallo Karl,

auch ich danke dir..... Mir kommt es überhaupt nicht darauf an, ob Du Vorschläge von mir annimmst oder nicht...wichtig ist die Auseinandersetzung mit dem Text und die kritische Überprüfung des eigenen Werkes...hier hatte ich das Gefühl, dass Du Dich in einer Sackgasse befindest, aus der Du (hoffentlich nicht nur bei dem Gedicht) wieder herausgefunden hast.....

wichtig ist mir, dass dein Gedicht trotz aller
Änderungen immer noch ein echter Feldkamp bleibt....und das trifft hier zu....

Lg revilo
 
Ja, lieber Oliver,
in einer Sackgasse war/bin ich tatsächlich. Aber auch mit Deiner Hilfe komme ich sicherlich heraus.
Danke Dir sehr.
Herzlichen Gruß
Karl
 

Perry

Mitglied
Hallo Karl,

Die neue Fassung gefällt mir schon besser.
Was noch etwas reibt ist das "brachte bereitwillig unfallopfer" -> was soll der "unfall" aussagen, wer ist gemeint, andere - dann wäre verursacht besser? Da ich denke, dass das LI selbst gemeint ist, würde ich nach einer anderen Darstellung suchen.

Vorschlag:

war opfer und täter zugleich

LG
Manfred
 
Hallo Karl,
ich habe es geahnt, dass du sofort dein Gedicht, das mir in der Urform sehr gut gefiel, ändern würdest. Besonders das Wort „beschissen“ gefällt mir nicht.
Zu dir, dem Feingeist, passt es einfach nicht.

Gruß,
Marie-Luise
 

Franke

Foren-Redakteur
Teammitglied
Hallo Karl,

das finde ich auch. Das ist nicht mehr dein Gedicht, schade.

Liebe Grüße
Manfred
 
Lieber Manfred,
natürlich verwendet ich das "Unfallopfer" nicht im üblichen Sinn. Aussagen will ich, dass ich nicht ganz freiwillig (sondern unglücklicher Weise) die Opferrolle annahm.
Herzliche Grüße
Karl
 

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