freiheit, die ich meinte

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Mara Krovecs

Mitglied
Lieber Karl,

kann ich so gut nachvollziehen, und schmecke augenblicklich die salzige Luft und die prickelnde Kälte um diese Jahreszeit.
und
sind zwei wunderbare Ausdrucksmöglichkeiten, toll, ich verstehe sofort: die ganze Pflichtwelt dahinter rollt sich vor mir ab und der fast ausbrechende Protagonist gibt sich (und anderen) noch eine letzte Chance bevor er die Ketten zerreist; und was gibt es schöneres, als die
Erwartungsverträge
( bringt mich zum Schmunzeln, ja ...so ist`s) in Gischt und Wellen zu schicken.

Suche schon wieder
... genau, die Zeit mit den Wellen ist meist begrenzt.
brauche ich auch im Alltag, so dann und wann..

... hinter Mauern
dies erschließt sich mir nicht ... sofort.
bis hier hin habe ich dem Text gut folgen können. Und nach diesem meinem Verständnis könnte es jetzt so weiter gehen:



suche schon wieder
windschutz [blue]vor den mauern[/blue]
also vor den Mauern, die mich so in die Pflichtketten nehmen.

an irgendeiner Stelle bin ich gedanklich scheinbar falsch abgebogen.
Kannst Du mir weiterhelfen?

Ein mich ( nach meinem Ostseeurlaub im September) sehr ansprechender Text.

Liebe Grüße aus dem Norden

Mara
 
Liebe Mara,
über Deinen ausführlichen Kommentar habe ich mich sehr gefreut.
Meine Lyr-Ich hat sich (zwecks Windschutz und aus Angst vor Freiheit)wieder hinter die Mauern der Pflicht begeben...
So ist es jedenfalls gemeint...
Herzliche Grüße
Karl
 

Ralf Langer

Mitglied
Hallo Karl,

vom wetter gegerbte zeilen und erfahrungen die du hier darlegst.

habs gerade selbst mit "muscheln".

die erste strophe halte ich für perfekt.

die zweite auch.(für sich)

aber in meiner vorstellung stört die zweite die erste, sie schwächt sie ab, denke ich (aber vielleicht auch nur ich)

warum?

"komme zurück vom meer
von gischt und sturmböen
habe steine und muscheln gesammelt
alle erwartungsverträge gekündigt
bin entflochten entpflichtet
doch noch nicht entfesselt


bei diesem ende, kann ich als leser weiter denken. es fehlt ja nur deine konsequenz, das ergebnis, wie du es in den letzten beiden zeilen ansprichst.

ich fühle mich selbst lebendiger, atemloser, würde dein gedicht mit "entfesselt" enden.

ich hoffe du verstehst was ich meine.

nichtdestotrotz
: ein starkes stück

ralf
 
komme zurück vom meer
von gischt und sturmböen
habe steine und muscheln gesammelt
alle erwartungsverträge gekündigt
bin entflochten entpflichtet
doch noch nicht entfesselt
 

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