Geschichte vom kleinen Igel Nadelspitz

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Writeolm

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Kleiner Igel Nadelspitz


Der kleine Igel Nadelspitz kann nicht schlafen. Hin und her wälzt er sich im warmen Bett aus Blättern und Reisig.
"Gib‘ doch endlich Ruhe“, schnuffelte seine Mama ungehalten. "Hör‘ nur, wie draußen der kalte Wind bläst. Um diese Jahreszeit sollten alle Igel schlafen, auch du, mein kleiner Nadelspitz!“ Sprach sie und rollte sich schnell wieder eng zusammen.
Doch so sehr der kleine Nadelspitz auch seine Augen zusammenkniff, es ging einfach nicht.
"Vielleicht hilft es ja, wenn ich kurz hinausschaue in den kalten Wind, vor dem wir Igel uns so gern verstecken.“
Er wartete, bis seine Mama ruhig und gleichmäßig atmete. Dann aber streckte und reckte er sich, bis er auf seinen dünnen Igelbeinen stand und schlich auf vorsichtigen Pfötchen weiter und weiter in Richtung des gut versteckten Ausgangs. Immer kühler wurde es, je näher er diesem kam. Schließlich hatte er es geschafft. Er stand im Freien.
"Brrrrrr, das ist ja ungemütlich hier“, knurrte er fröstelnd und wollte gleich wieder zurück ins warme Zuhause.
"Hallo!“, rief es da mit piepszarter Stimme. "Wer bist du denn?“ Überrascht blickte Nadelspitz nach links und nach rechts. Er konnte niemanden entdecken. Auch oben und hinter ihm war nichts zu sehen. Auf einmal stupste ihm etwas gegen die Nase, aber selbst als er einen Schritt zurücktrat, um besser sehen zu können, war da nichts.
War da wirklich nichts? Doch! Nadelspitz wunderte sich. Direkt vor ihm bewegte sich ein großer Stein. War es wirklich ein Stein? Aber seit wann bewegen sich Steine? Das gibt es doch nun wirklich nicht.
"Bist du das?", fragte Nadelspitz neugierig und rückte etwas näher. Blitzschnell schossen mitten aus dem seltsamen Stein zwei butterweiche Stängel gegen des kleinen Igels hochempfindliche Schnauze und verschwanden so schnell wieder, wie sie aufgetaucht waren.
"Komm‘ mir nicht zu nah, sonst setzt es was!“, piepste die Stimme recht energisch. "Bei euch Igeln muss man achtsam sein. Ihr esst uns sogar!“ Die Stimme klang nicht sehr freundlich. Nadelspitz schüttelte vorsichtig seinen Kopf, immer darauf bedacht, sich nicht selbst zu piksen.
"Nein, wo denkst du hin, ich ganz sicher nicht. Ich mag keine Steine, und außerdem bist du viel zu groß. Du würdest sicher nicht in meinen Mund passen. Aber sag‘, wer bist du? Kannst du auch nicht schlafen?“
"Ach du dummer kleiner Igel“, rief es Nadelspitz nun wieder freundlicher entgegen, "Ich bin doch kein Stein. Mein Name ist Schnecka Schlupf, aber meine Freunde sagen einfach Schlamina zu mir. Möchtest du denn mein Freund sein, kleiner Igel Nadelspitz?“
"Oh ja, das wäre wundervoll! Ich habe eine Freundin!!“, jubelte er und rieb seine Vorderpfoten eifrig aneinander. Auch Schlamina war froh und ließ ihre Fühler lustig tanzen..
"Aber, mein neuer Freund Nadelspitz“, gab sie zu bedenken, "Der Winter steht vor der Tür, und auch wir Schnecken müssen uns vor der langen kalten Zeit schützen. Ich habe ganz vergessen, mir ein geeignetes Versteck zu suchen. Das muss ich schleunigst nachholen.“
Nadelspitz überlegte kurz und legte seine Stirn in nachdenkliche Falten. Natürlich konnte man das nicht sehen, waren doch dichte Stacheln davor.
"Ich habe eine Idee!“, fiel es ihm plötzlich ein. "Du kommst einfach mit in unser Igelheim. Niemand wird dir etwas zuleide tun, schließlich sind wir Freunde.“ Schlamina nickte hocherfreut, und leise, ganz ganz leise schlichen die beiden in die Wärme der Igelhöhle. Argwöhnisch beäugte Schlamina die Igelmama, doch die schnarchte friedlich und bekam von alledem nichts mit.
"Psssst, komm’ her!“, forderte Nadelspitz seine kleine Freundin auf und hob sie vorsichtig in die Höhe. Kichernd ließ er sich mit ihr auf den Rücken fallen und bettete sie zärtlich im dicken weichen Bauchfell. Natürlich achtete er auf genügend Abstand von den gefährlich spitzen Stacheln überall sonst an seinem Körper. Dann rollte er sich zusammen, und Schlamina hatte noch nie ein wärmeres Bett für den langen Schlaf des Winters gehabt.
Im Frühling schließlich, als die Sonnenstrahlen so warm wurden, dass alle schlafenden Tiere gähnend die Augen öffneten, waren Nadelspitz und Schlamina so fest miteinander verbunden, dass niemand mehr sagen konnte, wo der Igel aufhört und Schlamina beginnt.
Fröhlich stürzen sie sich in neue Abenteuer, und wer weiß, vielleicht trefft ihr ja die beiden irgendwo...
 
Zuletzt bearbeitet:

molly

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Hallo Writeolm,

Ich mag Igel gern und nun kommt Nadelspitz noch dazu. Schön erzählt!

Viele Grüße molly
 

Writeolm

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Guten Tag, molly!

Das ist doch schön, wenn dir Nagelspitz gefallen hat. So eine Rückmeldung ist unglaublich
wichtig, besonders auch, wenn man gerade begonnen hat, hier etwas zum Besten zu geben.

Danke und viele Grüße! Writeolm
 

ahorn

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Hallo Writeolm,
Eine kleine, runde Geschichte mit ein paar Zacken hast du gezaubert. Zacken? Ist eben eine Igelgeschichte. :rolleyes:

Hin und her wälzt er sich im warmen Bett aus Blättern und Reisig.
Er wälzt sich in seinem warmen Bett aus Blättern und Reisig hin und her.

„Gib‘ doch endlich Ruhe“, schnuffelte seine Mama ungehalten. „Hör‘ nur, wie draußen der kalte Wind bläst. KEIN ZEILENUMBRUCH Um diese Jahreszeit sollten alle Igel schlafen. Auch du, mein kleiner Nadelspitz!“ KOMMAsprach sie und rollte sich schnell wieder dicht zusammen.
Schnuffeln kommt eher von schnüffeln, somit einatmen!
zürnte seine Mutter
Das sie spricht, ist klar. Eher: forderte sie ihn auf. Dann rollte sie sich wieder (eng) (zusammen) ein.

Doch s So sehr der kleine Nadelspitz auch seine Augen zusammenkniff, es ging einfach nicht.
Was ging nicht? er konnte einfach nicht einschlafen.

„Vielleicht hilft es ja, wenn ich kurz hinausschaue in den kalten Wind, vor dem wir Igel uns so gern verstecken.“
Verdrehter Satz.
Vielleicht hilft es ja, wenn ich kurz in den kalten Wind hinausschaue, vor dem wir Igel uns so gern verstecken.
Bloß, wie schaut man in den kalten Wind?
Vielleicht hilft es ja, wenn ich kurz meine Nase in den kalten Wind halte, vor dem wir Igel uns so gern verstecken.
Jedoch verstecken sie sich? Warum gern?
Vielleicht hilft es ja, wenn ich kurz meine Nase in den kalten Wind halte, vor dem wir Igel uns verkriechen sollten.

Er wartete, bis die Atemzüge seiner Mama ruhig und gleichmäßig wurden.
Unnötiger passiv.
Er wartete, bis seine Mama ruhig und gleichmäßig atmete.

Dann aber streckte und reckte er sich, KEIN ZEILENUMBRUCHbis er auf seinen dünnen IgelbeinChenen stand und schlich auf vorsichtigen Pfötchenotenweiter und weiter in Richtung des gut versteckten Ausgangs.
Was sind vorsichtige Pfoten?
er schlich mit Vorsicht, damit seine Mutter nicht erwachte, zum (von Außen gut versteckten) Ausgang

Je näher er diesem kam, umso kühler würde es.
Umso schräg, desto plumps. ;)
Umso näher er diesem kam, desto kühler würde es.[

Schließlich hatte er es geschafft und PUNKT Er stand im Freien.
„Brrrrrr, das ist ja ungemütlich hier“, fröstelte er und wollte eben wieder zurück ins warme Zuhause. „Hallo!“ KOMMA rief es da mit piepszartem Stimmchen. „Wer bist du denn?“
Fröstelte ist kein Inquit! Er fröstelte oder ihm fröstelte es. Dann Punkt und neuer Satz.
Er wollte (eben) gerade zurück ins warme Zuhause, da hörte er eine piepsige Stimme. „Hallo.Wer bist du denn?“
Eine piepszarte Stimme ruft? Bitte lass die ‚chen‘, es sei denn, du schreibst in Dialekt. ;)

Überrascht blickte Nadelspitz Nadelspitz blickte nach links und nach rechts. Er konnte niemanden entdecken.
Auf einmal stupste ihm etwas ihm stupste irgendetwas gegen die Nase, aber selbst als er einen Schritt zurücktrat, KEIN ZEILENUMBRUCH um besser sehen zu können, war da nichts.
Von wem kommt dieses doch? Warum das Anführungszeichen?

Plötzlich bewegte sich direkt vor ihm ein großer Stein. War es wirklich ein Stein? Aber seit wann bewegen sich Steine? Das gibt es doch nun wirklich nicht. „Bist du das?“, fragte Nadelspitz neugierig und rückte etwas näher vor.
Wer hat’s erzählt?
Nadelspitz schüttelte sich. Konnte es sein, dass ein Stein sich bewegte? Er rückte vor, schnüffelte und fragte: „Bist du das?“

Blitzschnell schnell wie ein Blitz schossen mitten aus dem seltsamen Stein zwei butterweiche Stängel gegen des kleinen Igels seine hochempfindliche Schnauze und PUNKT Sie verschwanden so schnell wieder, wie sie aufgetaucht waren.
„Komm‘ mir nicht zu nah, sonst setzt es was!“, piepste die Stimme recht energisch.
Welch Stimme? ‚Fiepte‘ kommt energisches Piepsen nahe.
fiepte der Stein ihn an.

„Bei euch Igeln muss man achtsam sein, KEIN ZEILENUMBRUCH schließlich wollt ihr uns sogar essen!“ Die Stimme klang jetzt gar nicht mehr freundlich.
‚Schließlich wollt ihr uns sogar essen‘ Was für ein Satz? ihr fresst uns.
Wann klang die ‚Stimme‘ freundlich?
schnauzte, kläffte er ihn an.

Nadelspitz schüttelte vorsichtig seinen Kopf, immer darauf bedacht, sich nicht selbst zu piksen.
Wie pikt sich ein Igel?
Nadelspitz schüttelte sich erneut.

„Nein, wo denkst du hin, ich ganz sicher nicht. Ich mag keine Steine, und außerdem bist du viel zu groß. Du würdest sicher nicht in meinen Mund passen. KEIN ZEILENUMBRUCH Aber sag‘ doch bitte, wer bist du? KEIN ZEILENUMBRUCH
Kannst du auch nicht schlafen?“
„Ach du dummer kleiner Igel“, rief es Nadelspitz nun wieder freundlicher entgegen, KEIN ZEILENUMBRUCH
„Ich bin doch kein Stein. Mein Name ist Schnecka Schlupf, aber meine Freunde sagen einfach Schlamina zu mir. KEIN ZEILENUMBRUCH
Möchtest du denn mein Freund sein, kleiner Igel Nadelspitz?“
Wie ruft es freundlich entgegen und warum?
Schlamina ist eine Schnecke und Igel haben sicherlich Schnecken gern, zum fressen gern. ;)
Da fehlt was!

„Oh ja, das wäre wundervoll! KEIN ZEILENUMBRUCH
Ich habe eine Freundin!!“, jubelte er und rieb seine vorderpfötchen pfoten eifrig aneinander.
Auch Schlamina war froh, dass sie nun einen Beschützer hatte, der ihr kleines Leben etwas sicherer machen würde.
Abgesehen davon, dass du die Erzählperspektive spontan änders, finde ich kleines Leben eher abwertend. Na ja, ist im konjunktiv gehalten. Guten Appetit Nadelspitz. ;)

„Aber, mein neuer Freund Nadelspitz“, gab sie mit besorgter Stimme zu bedenken, „Der Winter steht vor der Tür, KEIN ZEILENUMBRUCH
und auch wir Schnecken müssen uns vor der langen kalten Zeit schützen. KEIN ZEILENUMBRUCH
Ich habe ganz vergessen, mir ein geeignetes Versteck zu suchen. Das muss ich schleunigst nachholen.“
Besorgter Stimme zu bedenken! Doppelmoppel. Zu bedenken genügt.
Geeigneten Unterschlupf! Verstecken sollte sich eine Schnecke auch im Sommer. ;)

Nadelspitz überlegte kurz und legte seine Stirn in nachdenkliche Falten.
Natürlich konnte man das nicht sehen, waren doch dichte Stacheln davor.
Oberlehrer! Igel können sich auch bestimmt nicht mit Schnecken unterhalten. Es sei denn ... Das hatten wir bereits.
Nadelspitz runzelte seine Stirn.

„Ich habe eine Idee!“ , fiel es ihm plötzlich ein. KEIN ZEILENUMBRUCH „Du kommst einfach mit in unser Igelheim. Niemand wird dir etwas zuleide tun, schließlich sind wir Freunde.“
Schlamina nickte hocherfreut, und leise, ganz ganz leise schlichen die beiden zurück in die Wärme der Igelhöhle.
Hocherfreutes Nicken? Schlamina kann nicht zurückschleichen, obwohl sie schleicht, denn sie war zuvor nicht darin.
Schlamina Nichte derart heftig, sodass Nadelspitz ihr ihre Freunde ansah. Dann schlichen beide, leise, ganz ganz leise in die warme Igelhöhle

Argwöhnisch beäugte Schlamina zur die Igelmama, doch die schnarchte friedlich und bekam von alledem nichts mit.
Kichernd ließ er sich mit ihr auf den Rücken fallen und bettete sie zärtlich im an sein im dickenes weichenes Bauchfell PUNKT KEIN ZEILENUMBRUCH Ganz weit entfernt von den gefährlich spitzen Stacheln, die seinen sonstigen Körper bedecken.
Im Frühling schließlich, ...

Gruß
Ahorn
 

Writeolm

Mitglied
Hallo Ahorn,
zuerst sage ich ehrlich Danke für deine intensive Rückmeldung. Ich stehe am Anfang des Schreibens und empfinde sie als wichtig und gut. Ich habe an den Zacken gefeilt. Einige sind noch da, du siehst es im korrigierten Text. Die Fehler bezüglich fehlendem Komma, Zeitform, ß sind beseitigt. Du hast recht, manchmal verliere ich mich im Schachtelsatz.
Ich arbeite daran und habe das, was mich nach deinem Hinweis hier selber störte, geändert.
Deiner Bitte nach Vermeidung der "chen" bin ich nachgekommen. Fast. Manchmal finde ich es aussagekräftig, wie zum Beispiel hier:
schlich auf vorsichtigen Pfötchen
Aus meiner Sicht unterstreicht es dann die Behutsamkeit, mit der sich Nadelspitz davonschleicht.
Das "Doch!" ist in dem Fall Fingerzeig. Achtung. Erhöhte Aufmerksamkeit! Jetzt passiert gleich etwas. Vielleicht sogar eine Art Zeilenumbruch, um etwas allein, und damit hervorgehoben, hinzustellen.
Naja, und dann halt "schnuffeln" oder "piepszart"; klar gibt es das so nicht. Ebenso kuscheln Igel nicht mit Schnecken, auch das steht außer Frage.
Doch es gibt Ausnahmen. Nadelspitz und Schlamina gehören mitsamt ihren Geräuschen und ihrer Lebensart dazu. Damit man das glaubt, muss ihre Geschichte gut zu lesen sein. Dafür braucht es Fantasie und Handwerk. Letzterem versuche ich besondere Aufmerksamkeit zu schenken. Danke für deine Unterstützung dabei.

Viele Grüße
Writeolm
 

ahorn

Mitglied
Hallo Writeolm

Doch!
Wunder?
Was soll dieses Wort allein auf Wald und Flur?
Doch!

Doch! Wunder? Was soll dieses Wort allein auf Wald und Flur? Doch!

Merkst du etwas?
Gleicher Text, andere Wirkung. Dein Doch ist eher eine Interpretation, die dem Leser, Vorleser zusteht, jedoch nicht dem Erzähler/Autor.

Auf einmal stupste ihm etwas gegen die Nase, aber selbst als er einen Schritt zurücktrat, um besser sehen zu können, war da nichts. Oder? Doch!
Nadelspitz wunderte sich. Direkt vor ihm bewegte sich ein großer Stein.


Oder

Auf einmal stupste ihm etwas gegen die Nase, aber selbst als er einen Schritt zurücktrat, um besser sehen zu können, war da nichts. Doch! Nadelspitz wunderte sich. Direkt vor ihm bewegte sich ein großer Stein.

Wer erzählt, handelt Nadelspitz. Er solle es tun. Ihm steht das doch zu.

Gruß
Ahorn
 

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