Grenze des Universums

Eddie71

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Grenze des Universums

„Glaubst du, dass die Sterne ewig sind?“ Willi nervte mal wieder. Anfangs war es noch süß und witzig, dass er seinen Vater Fragen stellte. Über die Welt und alles was er wahrnahm. Aber das legte sich bald. In letzter Zeit dachte Hanno, dass Willi die seltene Gabe hatte, Fragen in dem Moment zu stellen, in denen Hanno gestresst war. In Hanno war gerade sehr gestresst. Der Streit mit Hannos Mutter saß noch in seinen Knochen. „Ich glaube ja, dass die Sterne irgendwann einfach nicht mehr angehen werden. Dann sitzen wir für immer im Dunkeln,“ gluckste Willi fröhlich. Hanno verdrehte die Augen. Der Junge hatte eindeutig zu viel Fantasie. „Die Sterne leuchten auf, und dann erlöschen sie wieder. So war das immer, und so wird es immer sein,“ antwortete Hanno unwirsch.
Willi verdrehte seine Augen seinerseits. Trotz seiner Jugend wusste Willi schon, dass sein Vater nicht gerade der klügste Fisch im Becken war. Nicht das sein Vater dumm war, bestimmt nicht. Aber Hanno war halt einer der Leute die Hintergründe und Zusammenhänge nicht hinterfragten, sondern halt alles hinnahmen. Willi war da anders. Willi wollte immer wissen. Und er wollte verstehen. Er hatte es nie jemanden gesagt, aber er konnte mit vielen Erklärungen der Erwachsenen nicht so recht leben. Es musste doch einen Grund geben weshalb die Sterne jeden Tag erloschen um dann, nach Stunden plötzlich wieder zu erleuchten. Es musste auch einen Grund geben warum die Pflanzen grün waren. Warum sie atmen und sich bewegen konnten. Willi wollte alles wissen und nachts, wenn alles fast still war, dachte er manchmal ob es da noch etwas anderes gäbe. Etwas, dass stärker und weiser war als er und seine Familie. „Komm, wir müssen wieder heim, hoffen wir, dass sich deine Mutter wieder beruhigt hat.“ Langsam bewegten sich Vater und Sohn in Richtung Heimat. Es war kein langer Weg, also trödelten sie absichtlich. „Papa,“ sagte Willi. „Ja Willi,“ antwortete Hanno genervt. Am Tonfall seines Vaters hätte Willi erkennen können dass es gerade kein guter Zeitpunkt war mit seinem Vater zu philosophieren. ‚Hätte erkennen können‘. Aber Willi konnte nur an seine vielen Fragen denken, an seine Zweifel und … an seine Ängste. Er hatte es noch niemals jemandem gesagt, aber er hatte ziemlich oft Angst. „Woher kommt eigentlich unser Essen?“ „Das weist du doch,“ sagte Hanno. „Von Gott, dem Spender, von wem sonst?“ Immer muss er alles hinterfragen, irgendwann wird ihn Gott dafür bestrafen, dachte Hanno, für sich. Willi wusste, dass es jetzt keinen Sinn mehr hatte weiter zu bohren. Wenn die Erwachsenen von Gott sprachen, war das immer endgültig. Gott war die Erklärung für alles. Auch dafür, dass die Nahrung immer aus dem Nichts aufzutauchen schien. Als ob das Essen einfach vom Himmel fallen würde. Für alle, die er kannte, war das etwas völlig Normales. Aber nicht für Willi. Willi wollte immer an allem zweifeln. Wollte wissen, nicht glauben.
Als sie zuhause ankamen wedelte Susi gerade das Mobiliar ab. Willi sah sofort, dass sie immer noch wütend wegen dem Streit mit seinem Vater war. Dieser bemerkte das wohl auch, denn er sagte: „Willi fragt mich wieder Löscher in den Bauch, meine Antworten, und unser Glaube, scheinen ihm immer noch nicht zu genügen. Du Arsch, dachte Willi. Das war immer Hannos Strategie. Wenn seine Eltern Streit hatten, konnte Willi darauf warten, dass einer von ihnen, früher oder später, die Aufmerksamkeit auf ihn lenkten. Dann reagierten sie sich an ihm ab, und vergaßen darüber ihren Zwist. Er hatte es so satt. Seine Mutter sah ihn böse an. „Du gehst jetzt auf dein Zimmer und betest,“ fuhr sie ihn an. Einen Moment lang wollte er ihr widersprechen, wollte ihr sagen, dass sie und ihr Mann, engstirnige, verbohrte Wesen waren, die ihn nicht verdient hatten. Stattdessen resignierte er und trollte sich in sein Zimmer. Während er sich in seinem Zimmer aufhielt konnte er seine Eltern miteinander reden hören. Ohne zu verstehen was sie sagten, wusste er über was sie sich unterhielten. Willi machte keine Anstalten zu beten. Beten hatte für ihn keinen Sinn. Warum sollte er versuchen zu einem Wesen zu sprechen dass ihm niemals antworten würde, und von dem er noch nicht einmal sicher war das es existiert? Jetzt konnte er einzelne Worte verstehen: Glaube, Gott, Erziehung… und Dickicht. Schon wieder das Dickicht. Schon seit einiger Zeit war das Dickicht zu einer Art fixen Idee in ihrer Familie geworden. Susi und Hanno hatten panische Angst davor dass Willi eines Tages seiner Neugier erliegen, und sich dazu entschließen könnte das Dickicht zu erkunden. Niemand ist je daraus zurückgekehrt, pflegte seine Mutter zu sagen. Mit aller Strenge verboten ihm seine Eltern auch nur daran zu denken was sich hinter der grünen Wand aus Pflanzen verbarg. Aber Willi glaubte ihnen nicht. Die Wahrheit war, dass er ihnen so gut wie nichts mehr glaubte. Im anderen Zimmer war es still geworden. Seine Eltern waren wohl fertig damit sich über ihn aufzuregen. Bestimmt waren sie sehr zufrieden mit sich. Sie hatten zwar einen ketzerischen Sohn, aber sie waren so gut und gläubig wie ihr ‚Gott‘ sie nur haben wollte. Willi schnaubte leise. Gut und gläubig? Das er nicht lachte. Seine Eltern benutzen ihren Glauben nur dazu ihm, und anderen, wehzutun. In ihren Augen rechtfertigte der Glaube alles. Er fragte sich was ihr Gott dazu sagen würde, dass Susi nicht jeder Nacht mit seinem Vater verbrachte. Und was würde er zu den Unmengen an verbotenen Blättern sagen, sie die sein Vater jeden Tag zu sich nahm. Verbote. Das war es was Gott für ihn darstellte. Und seine Eltern benutzen diesen Gott, um ihr elendes Leben zu rechtfertigen. Ohne Vernunft, ohne Logik. Aber mit jeder Menge schleimigen Eifer.
Inzwischen war es dunkel geworden. Die hellen Sterne waren erloschen und wurden durch einige, weniger helle, ersetzt worden. Auch der große, blaue, aber trotzdem dunkle Stern war, wie jede Nacht aufgegangen. Willi kam ein verwegener Gedanke. Seine Eltern schliefen, oder machten wer weiß was. Also hatte er freie Bahn. Er war auch in der richtigen Stimmung: Wütend und selbstgerecht genug, um es zu wagen. Willi sah zum Fenster. Es ist ganz einfach, hindurch und in die Nacht hinaus. Niemand wird es merken. Und wenn doch; ganz egal. Willi war so berauscht von seiner Idee dass er zitterte. Sollten sie doch in ihrem eigenen, selbstgefälligen Saft schmoren. Er war nicht wie sie. Er würde es jetzt herausfinden.
Es waren ein paar Stunden vergangen nachdem Willi aus dem Fenster geflüchtet war. Er war sich dessen nicht bewusst, aber er hatte Angst. Der Weg zu dem Ort, an dem das Dickicht anfing, war kurz gewesen. Aber als der angekommen war, streifte Willi eine ganze Zeit lang an dessen Grenze auf und ab. Willis Wut war fast vollständig von im abgefallen und unbewusst suchte er einen Grund es nicht zu tun. Seit etwa einer Stunde waren seine Eltern aus seinen Gedanken verschwunden gewesen. Jetzt dachte er plötzlich wieder an sie. Er stellte sich vor wie sie wohl reagieren würden, wenn sie ihn so sähen: Ängstlich und trotzdem entschlossen, zitternd und fest in seinem Glauben an die Fakten. Bestimmt nicht fest in seinem Glauben an irgendeinen Gott. Seine Mutter wäre unglaublich wütend und sein Vater würde sich abwenden und zum Himmel klagen, welch verkommenen Sohn er doch hatte. Jetzt war es soweit. Die Wut war wieder da. Mit einem kleinen Schrei durchbrach er die Barriere, die die erlaubte Welt von der verbotenen trennte.
Grün. Alles war grün. Um ihn herum, über ihm und unter ihm, alles grün. Natürlich hatte es damit gerechnet. Aber mit was er nicht gerechnet hatte, war die Tatsache, dass sich die Pflanzen schon nach kurzer Strecke derart verändern würden. Er befand sich jetzt inmitten eines Geflechts, aus dünnen, grünen Fäden. Immer weiter bewegte sich Willi vorwärts, und die Fäden schienen immer dichter gewoben zu sein. Es wurde für ihn immer schwieriger hindurch zu kommen. Die Fäden fühlten sich seltsam schleimig auf seiner Haut an. Nach einiger Zeit, Willi hatte keine Ahnung wie viel davon vergangen war, hatte er das Gefühl, dass das Geflecht weniger dicht wurde. Er konnte sich jetzt schneller voran bewegen. Gerade als er glaubte er hätte es geschafft, er wäre durch das komplette Dickicht hindurch gekommen, und zwar ohne von Monstern verfolgt worden zu sein, wie es ihm seine Eltern immer wieder einzureden versuchten, stieß er gegen etwas unglaublich hartes. Willi war direkt gegen ein transparentes Hindernis gestoßen. Verwundert blickte er sich um. Hinter ihm war nur das schier undurchdringliche Geflecht aus diesen seltsamen Pflanzen, und vor ihm etwas so Hartes wie er es noch nie gesehen hatte. Trotzdem konnte er durch das Hindernis hindurchsehen. Willi bemerkte dass es wieder hell geworden war. In Mitten der Wildnis, die er durchquert hatte, katte er Hell und Dunkel, Tag und Nacht, kaum unterscheiden können. Jetzt aber wurde es so stark geblendet, dass es seinen Augen wehtat. Nachdem sich seine Augen an das blendende Licht gewöhnt hatten, konnte er erkennen was auf der anderen Seite zu sein schien. Was er sah konnte er nicht glauben. Mit einem Schlag war sein Weltbild auf den Kopf gestellt worden. Es musste doch einen Gott geben, das war im nun klar. Wie sonst konnten sich die riesigen Wesen erklären, die er sah. Willi nahm zwar alles verschwommen, wie durch einen Filter, war, aber langsam erkannte er Einzelheiten: Die Wesen hatten lange, abstehende Extremitäten. Sie bewegten sich auf eine seltsam plumpe Weise über den Boden. Willi war starr vor Angst. Gerade als er anfangen wollte zu schreien, kam einer der Riesen direkt auf ihn zu. Panisch wollte Willi fliehen, aber als er umdrehte, sah er ganz kurz nach oben. Da war er. Der Riese. Sein Kopf, wenn man es Kopf nennen konnte, füllte den gesamten Himmel aus. Es sah auch so aus, als ob der Riese eine Klappe im Himmel geöffnet hatte, durch die er jetzt blickte. Willi konnte jetzt so etwas wie eine Stimme hören. Sie war dumpf und doch gewaltig. Sein Herz schlug immer schneller. Unfähig sich zu bewegen, ja nur zu atmen, konnte Willi nur starren und stumm schreien. Sein Herz überschlug sich… und gab dann auf. Das letzte, dass Willi in seinem kurzen Leben sah, war die riesige Hand, die nach ihm griff.

„Wie siehst du denn aus, dein Arm ist ja ganz nass“ fragte die Frau ihren Mann. „Und der Fußboden ist auch nass. Läuft das Becken etwa aus?“ Sahra sah erschrocken hinüber zu dem großen Aquarium, dass an der Wand stand. „Nein, nein, alles gut,“ sagte ihr Mann. „Ich habe nur einen toten Fisch entdeckt und rausgeholt. Ich füttere jetzt die Fische, dann muss ich zur Arbeit.“ „Denk dran, dass wir uns pünktlich in der Kirche treffen,“ sagte die Frau, gab ihrem Mann einen Kuss und verließ den Raum.
 

ahorn

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Hallo Eddie71,

endliche habe ich Zeit gefunden, deinen Text zu lesen.
Die Idee ist brillant. Der Spannungsbogen vortrefflich gewählt und deine Rechtschreibung makellos.
Zuerst hatte ich mich schwergetan mit deinen Zeilen. Warum schreibe ich weiter unten.
Aber nachdem ich bis zum Ende durchgedrungen war, fragte ich mich warum du die Geschichte in Fantasie und Märchen eingestellt hast. Es ist weder eine fantastische Geschichte noch ein Märchen - möglicherweise eine Fabel. Der Text ist eher satirisch oder eine lehrhafte Kindergeschichte je nach Sichtweise.

Einen gravierenden Logikfehler habe ich entdeckt. Am Ende meines kleinen Textes werde ich präsentieren.

Zu den Schwachpunkten: (Ich bin kein Germanist, kein Lektor nur ein Mensch, der gerne liest)
Du hast Kommata. Ist deine Sache, aber bitte helfe deinen Leser, deinen Sätzen zu folgen. Setze diese Dinger, wo sie hinmüssen und, wenn es geht, wo sie hinkönnen.
Du schreibst, wie du sprichst, aber spreche ist nicht schreiben und weniger ist oftmals mehr – Blähwort. Vermeide, obwohl es im gesprochenen Wort Gang und gebe, das Konjunktive und das Passiv.
Beschränke das Konjunktiv auf die Bereiche wo es von Nöten ist – indirekte Rede, Hypothetisches.
Es ist per se hypnotisch, wenn jemand denkt. Somit musst du diese mit dem Konjunktiv unterstreichen. Nur wenn es vom Realistischen zum Unrealistischen geht hilft das Konjunktive dem Leser. Dabei ist nicht einmal von Nöten das Konjunktive II zu bemühen, da von der Logik Gedankten der indirekten Rede nahe stehen und damit das Gedachte beim Denken, obwohl du im Präteritum schreibst, im Präsens stattfindet.
Das Passiv benutzen wir beim Sprechen gern, da wir uns ungern Gedanken darüber machen, wer das Subjekt und was das Objekt im Satz ist. Wir handeln nach der einfachen Regel: Wesen gleich Subjekt – Gegenstände gleich Objekt. Beim Schreiben haben wir mehr Zeit.
Beispiel:
Spreche: Tom wurde vom Klavier erschlagen.
Schreibe: Das Klavier erschlug Tom.

„Glaubst du, dass die Sterne ewig sind?“ Willi nervte mal wieder. Anfangs war es noch süß niedlich, und witzig, dass er seinen Vater Fragen stellte. Über die Welt und alles was er wahrnahm. Aber d Das legte sich bald.
Satzbezug! Im Allgemeinen bezieht sich ein Satz auf den Satz davor, bis ein Zeilenumbruch die Gedankenkette abschließt. Was legte sich dann? Die Wahrnehmung! Die Welt!
Das Problem liegt darin, dass du einen erklärenden Nebensatz »Über die Welt und alles ...« Als Hauptsatz geschrieben hast und im folgenden Satz dich auf den Satz davor beziehst.
Lösungsansätze:
Anfangs war es niedlich, witzig, dass er seinen Vater Fragen, über die Welt und alles was er wahrnahm, stellte. Das legte sich bald.

Willi stellte über die Welt und alles was er wahrnahm Fragen. Anfangs war es niedlich, witzig für seinen Vater. Das legte sich bald.

In letzter Zeit dachte Hanno, dass Willi die seltene Gabe hatte, Fragen in dem Moment zu stellen, in denen Hanno gestresst war . In - Hanno war gerade sehr gestresst.
Der Streit mit Hannos Mutter saß noch in seinen Knochen. „Ich glaube ja, dass die Sterne irgendwann einfach nicht mehr angehen werden. Dann sitzen wir für immer im Dunkeln,“ gluckste Willi fröhlich .
Hanno verdrehte die Augen. Der Junge hatte eindeutig zu viel Fantasie. „Die Sterne leuchten auf, und dann erlöschen sie wieder. So war das immer, und so wird es immer sein KEIN KOMMA KOMMA antwortete Hanno unwirsch.
Wenn du den Charakter wechselt, wäre mindestens ein Absatz wünschenswert, damit der Leser den Gedankensprung nachvollziehen kann.

Willi verdrehte seinerseits seine Augen seinerseits . Trotz seiner Jugend wusste Willi schon , dass sein Vater nicht gerade der klügste Fisch im Becken war. Nicht KOMMA das s sein Vater dumm war, bestimmt nicht. Aber Hanno war halt einer der Leute die Hintergründe und Zusammenhänge nicht hinterfragten, sondern halt alles hinnahmen. Willi war da anders. Willi wollte immer wissen . Und er KOMMA wollte verstehen. Er hatte es nie jemanden niemanden gesagt, aber er konnte mit vielen Erklärungen der Erwachsenen nicht so recht leben. Es musste doch einen Grund geben KOMMA weshalb die Sterne jeden Tag erloschen KOMMA um dann, nach Stunden plötzlich wieder zu erleuchten. Es musste auch einen Grund geben KOMMA warum die Pflanzen grün waren. Warum sie atmen und sich bewegten en konnten. Willi wollte alles wissen PUNKT ZEILENUMBRUCH und n N achts, wenn alles fast still war, dachte er manchmal KOMMA ob es da noch etwas anderes gäbe. Etwas, dass stärker und weiser war als er und seine Familie.
„Komm, wir müssen wieder heim , AUSRUFEZEICHEN hHoffen wir, dass sich deine Mutter wieder beruhigt hat.“
War es nicht Hannos Mutter? Ansonsten wäre Hanno nicht allein Willis Vater, sondern ebenfalls sein Bruder.

Langsam bewegten sich Vater und Sohn in Richtung Heimat. Es war kein langer Weg, also trödelten sie absichtlich.
Langsam bewegen?!?
Was hältst du von:
Vater und Sohn schlenderten nach Hause.

„Papa,“ sagte Willi. „Ja Willi,“ antwortete Hanno genervt.
Willi sagt nicht, sondern fragt, ansonsten kann Hanno nicht antworten.
Außerdem steht das KOMMA hinter dem Anführungszeichen und nicht davor!

Am Tonfall seines Vaters hätte Willi erkennen können dass KOMMA es gerade kein guter Zeitpunkt war mit seinem Vater zu philosophieren. ‚Hätte erkennen können‘.
‚Hätte Willi erkennen müssen‘ unnötiger Konjunktiv. ‚Erkannte Willi‘
Der Nachsatz macht es nicht interessanter.

Aber Willi konnte nur an seine vielen Fragen denken, an seine Zweifel und … an seine Ängste.
Willi dachte nur an seine vielen Fragen, an seine Zweifel, Ängste.

Er hatte es noch niemals jemandem niemanden gesagt, aber er hatte ziemlich oft Angst.
ABSATZ (Hanno denkt)

„Woher kommt eigentlich unser Essen?“ ZEILENUMBRUCH (andere Sprecher) „Das weist du doch ,“ sagte antwortete Hanno. „Von Gott, dem Spender, von wem sonst?“ Immer muss er alles hinterfragen, irgendwann wird ihn Gott dafür bestrafen, dachte Hanno, für sich.
Für sich! Für wen denkt er sonst?

ABSATZ (Wille denkt)

Willi wusste, dass es jetzt keinen Sinn mehr hatte weiter zu bohren.
Doppelung der Aussage.
Willi wusste, dass es jetzt keinen Sinn hatte, weiter zu bohren.
Willi wusste, dass es keinen Sinn mehr hatte, weiter zu bohren.

Wenn die Erwachsenen von Gott sprachen, war das immer endgültig. Gott war die Erklärung für alles. auch sogar dafür, dass die Nahrung immer aus dem Nichts auftauchte aufzutauchen schien . Als ob das Essen einfach vom Himmel fallen würde . Für alle, die er kannte, war das etwas völlig Normales. KOMMA aber nicht für Willi. Willi wollte immer zweifelte an allem zweifeln . er wollte wissen, nicht glauben.
Klare Verben-klare Gedanken!

Als sie zuhause ankamen KOMMA wedelte Susi gerade das Mobiliar ab.
Wer ist Susi?
Wenn Suzi die Mutter von Willi ist, wäre es vom Vorteil, dieses zu definieren.

Willi sah sofort, dass sie immer noch weiterhin wütend war wegen dem Streit des Streites mit seinem Vater war.
Ursache-Wirkung.
Fieber ist keine Krankheit, sondern ein Symptom.
Ein Streit ist ...

Dieser bemerkte das wohl auch, denn er sagte:
Der Satz hilft dem Leser nicht weiter.

„Willi fragt mich wieder Löscher in den Bauch, meine Antworten, KEIN KOMMA und unser Glaube, scheinen ihm wie immer noch nicht zu genügen. ANFÜHRUNGSZEICHEN
Du Arsch, dachte Willi. Das war immer Hannos Strategie. Wenn seine Eltern Streit hatten, konnte Willi darauf warten, dass einer von ihnen, früher oder später, die Aufmerksamkeit auf ihn lenkten.
Unnötige Knoten.
Du Arsch, dachte Willi. Das war die Strategie seines Vaters. Wenn er mit seiner Mutter stritt, dann konnte Willi darauf warten, dass Hanno, früher oder später, die Aufmerksamkeit auf ihn lenkte.

Er hatte es so satt.
Einen Moment lang wollte er ihr widersprechen, wollte ihr sagen, dass sie und ihr Mann sein Vater , engstirnige, verbohrte Wesen waren, die ihn nicht verdient hatten. Stattdessen resignierte er und trollte sich in sein Zimmer.
ABSATZ

während er sich in seinem Zimmer aufhielt KOMMA konnte er seine Eltern miteinander reden hören.
Das geht einfacher.
Allein in seinem Zimmer hörte er seine Eltern reden.

ohne zu verstehen KOMMA was sie sagten, wusste er KOMMA über was sie sich unterhielten. Willi machte keine Anstalten zu beten. Beten hatte für ihn keinen Sinn. Warum sollte er versuchen KOMMA zu einem Wesen zu sprechen KOMMA dass ihm niemals antwortete n würde , und von dem er noch nicht einmal sicher war KOMMA dass es existiert?
Kann man den Satz nicht in mehrere teilen?

jetzt konnte er einzelne Worte verstehen: Glaube, Gott, Erziehung… und Dickicht. Schon w Wieder das Dickicht. Schon s Seit einiger Zeit war das Dickicht zu einer Art fixen Idee in ihrer Familie geworden. Susi und Hanno hatten panische Angst davor KOMMA dass Willi eines Tages seiner Neugier erliegen erlag , und sich dazu entschließen könnte entschloss das Dickicht zu erkunden. Niemand ist je mals daraus zurückgekehrt, pflegte seine Mutter zu sagen. Mit aller Strenge verboten ihm seine Eltern auch nur daran zu denken KOMMA was sich hinter der grünen Wand aus Pflanzen verbarg. Aber Willi glaubte ihnen nicht. Die Wahrheit war, dass er ihnen so gut wie nichts mehr glaubte. Im anderen Zimmer war es still geworden. Seine Eltern waren wohl fertig damit sich über ihn aufzuregen.
bestimmt waren sie sehr zufrieden mit sich.
Den Satz finde ich zu allgemein.

Sie hatten zwar einen ketzerischen Sohn, aber sie waren so gut und gläubig wie ihr ‚Gott‘ sie nur haben wollte.
ABSATZ

Willi schnaubte leise . Gut und gläubig? Das er nicht lachte. Seine Eltern benutzen ihren Glauben nur dazu ihm, und anderen, wehzutun. In ihren Augen rechtfertigte der Glaube alles. Er fragte sich KOMMA was ihr Gott dazu sagen würde sagte , dass Susi nicht jeder Nacht mit seinem Vater verbrachte. Und was sagte würde er zu den Unmengen an verbotenen Blättern sagen , sie die sein Vater jeden Tag zu sich nahm. Verbote. Das war es KOMMA was der Gott für ihn darstellte. Und s Seine Eltern benutzen diesen Gott, um ihr elendes Leben zu rechtfertigen . O - ohne Vernunft, ohne Logik . A , aber mit jeder Menge schleimigen Eifer.
ABSATZ

inzwischen war es dunkel geworden. Die hellen Sterne waren erloschen und waren wurden durch einige, weniger helle, ersetzt worden . Auch d Der große, blaue, aber trotzdem dunkle Stern war, wie jede Nacht mit darunter . Willi kam ein verwegener Gedanke. Seine Eltern schliefen, oder machten wer weiß was. Also hatte er freie Bahn. Er war auch in der richtigen Stimmung: Wütend und selbstgerecht genug, um es zu wagen. Willi sah zum Fenster.
Es ist ganz einfach, hindurch und in die Nacht hinaus.
Auf den Satz kannst du verzichten.

Niemand wird es merken. Und , überlegte er wenn doch ; ganz egal. Willi war so berauscht von seiner Idee KOMMA dass er zitterte. Sollten sie doch in ihrem eigenen, selbstgefälligen Saft schmoren. Er war nicht wie sie. Er würde es jetzt herausfinden.
ABSATZ

es waren ein paar Stunden vergangen KOMMA nach seitdem Willi aus dem Fenster geflüchtet war. Er war sich dessen nicht bewusst, aber er hatte Angst. Der Weg zu dem Ort, an dem das Dickicht anfing, war kurz gewesen. Aber als der nachdem Willi angekommen war, streifte Willi er eine ganze Zeit lang an dessen Grenze auf und ab.
Seit etwa einer Stunde waren seine Eltern aus seinen Gedanken verschwunden gewesen . Jetzt dachte er plötzlich wieder an sie. Er stellte sich vor KOMMA wie sie wohl reagierten en würden, wenn sie ihn so sähen: Ängstlich und trotzdem entschlossen, zitternd und fest in seinem Glauben an die Fakten . KOMMA aber Bbestimmt nicht fest in seinem Glauben an irgendeinen Gott. Seine Mutter wäre unglaublich würde wütend und , sein Vater würde sich abwenden und zum Himmel klagen, welch einen verkommenen Sohn er doch hatte.
Mit einem kleinen Schrei durchbrach er die Barriere, die die erlaubte Welt von der verbotenen Welt trennte.
Grün. Alles war grün. Um ihn herum, über ihm und unter ihm, alles grün. natürlich Willi hatte es damit gerechnet. Aber mit was er nicht gerechnet hatte, war die Tatsache, dass sich die Pflanzen schon nach kurzer Strecke derart verändertenn würden . Er befand sich jetzt inmitten eines Geflechts , KEIN KOMMA aus dünnen, grünen Fäden. Immer weiter bewegte sich Willi vorwärts, und die Fäden schienen immer dichter gewoben zu sein zu werden. Es wurde für ihn immer schwieriger hindurch zu kommen. Die Fäden fühlten sich seltsam schleimig auf seiner Haut an. Nach einiger Zeit, Willi hatte keine Ahnung KOMMA wie viel davon vergangen war, hatte er das Gefühl, dass das Geflecht weniger dicht wurde sich lichtete . Er konnte sich jetzt kam schneller voran bewegen . Gerade a Als er glaubte KOMMA er hätte es geschafft, er wäre durch das komplette Dickicht hindurch gekommen, und zwar ohne von Monstern verfolgt worden zu sein zu werden, wie es ihm seine Eltern immer wieder einzureden versuchten einredeten , stieß er gegen etwas unglaublich h Hartes.
ABSATZ

Hinter ihm war nur das schier undurchdringliche Geflecht aus diesen seltsamen Pflanzen, und vor ihm etwas so Hartes KOMMA wie er es noch nie gesehen hatte. Trotzdem konnte vermochte er durch das Hindernis hindurchsehen. Willi bemerkte KOMMA dass es wieder hell geworden war. In Mitten Inmitten der Wildnis, die er durchquert hatte, katte er hell und Dunkel, Tag und Nacht, kaum unterscheiden können unterschieden. Jetzt aber wurde es so stark geblendetes blendete ihn , dass es seinen Augen wehtat. Nachdem sich seine Augen an das blendende Licht gewöhnt hatten, konnte er erkennen erkannte er KOMMA was auf der anderen Seite zu sein schien. Was er sah KOMMA konnte er nicht glauben. Mit einem Schlag war sein Weltbild auf den Kopf gestellt worden . Es musste doch gab einen Gott geben, das war im nun klar.
Gerade a Als er anfangen wollte zu schreien, kam einer der Riesen direkt auf ihn zu. Panisch Willi wollte Willi fliehen, aber als er umdrehte sich wandte, sah er ganz kurz nach oben. Da war er. Der Riese. Sein Kopf, wenn man es Kopf nennen konnte, füllte den gesamten Himmel aus. Es sah auch so aus, als ob der Riese eine Klappe im Himmel geöffnet hatte, durch die er jetzt blickte. Willi konnte jetzt so etwas wie eine Stimme hören. Sie war dumpf und doch KOMMA gewaltig. Sein Herz schlug immer schneller raste . Unfähig sich zu bewegen zu atmen, geschweige , ja nur zu atmen, sich zu bewegen konnte Willi nur starren und stumm schreien. Sein Herz überschlug sich … und KOMMA gab [ S] dann [/S] auf. Das letzte, dass was Willi in seinem kurzen Leben sah, war die riesige Hand, die nach ihm griff.
ABSATZ

„Wie siehst du denn aus, dein Arm ist ja ganz nass“ KOMMA fragte die Frau ihren Mann.
Überlege, ob es nicht besser wäre die Personen gleich mit Namen anzusprechen.
„Walter, wie siehst du denn aus, dein Arm ist ja nass“, fragte Sahra ihren Ehemann.

„Und der Fußboden ist auch nass. Läuft das Becken etwa aus?“ Sahra sah erschrocken hinüber zu dem großen Aquarium, dass an der Wand stand.
„Nein, nein, alles gut,“ sagte antworteteihr Mann . „Ich habe nur einen toten Fisch entdeckt und rausgeholt. Ich füttere jetzt die Fische, dann muss gehe ich zur Arbeit.“ ZEILENUMBRUCH „Denk dran, dass wir uns pünktlich in der Kirche treffen“, sagte die Frau erinnerte Sahra ihn, gab ihrem Mann einen Kuss und verließ den Raum.
Der Mann hat ein Aquarium und nennt den Fisch einfach nur Fisch? Nicht kleiner Guppy oder ähnlich.

Jetzt zum Logikfehler! Willi lebt in einem Aquarium und er hat nie in seinem Leben eine Glasscheibe gesehen und durch diese geschaut?

Resümee:
Idee und Umsetzung toll. Ecken und Kanten in der Grammatik, Satzbau und Wortwahl.
Mach weiter so, denn schreiben lernt man wie Fahrradfahren. Nicht durch das zusehen.

Gruß
Ahorn
 

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