Helgas hellblauer Mercedes

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Ji Rina

Mitglied
Hallo Anonymus,

Gern gelesen. Oder so gesagt (um im Text zu bleiben): "abgefuckt gut".

In meinen eigenen Texten mag ich soche Ausdrücke nicht so gern - aber hier musste es sein....

Ich bdeanke mich fürs lesen und die Besternung!
Mit Gruss, Ji
 

Ralph Ronneberger

Foren-Redakteur
Teammitglied
Hallo Ji,

ich weiß, mein Kommentar kommt viel zu spät. Für mich hat das allerdings den Vorteil, dass das Vieles von dem, was an der Geschichte lobenswert ist, schon gesagt wurde. Selbst auf die kleinen Fehler wurdest du schon hingewiesen.
Ich mag die unaufgeregte Art dieser Geschichte, obwohl sich eigentlich ein regelrechtes Drama abspielt. Die locker flockige Erzählweise (besonders in den Dialogen) gefällt mir, aber was mir noch besser gefällt, ist die Tatsache, dass sie nahezu den ganzen Text über durchgehalten wird.

Deine Protagonistin erleidet einen furchtbaren Schock, als sie feststellen muss, dass der Mann, in den sie wahnsinnig verliebt ist, mit einer anderen Frau glücklich zu sein scheint. Und diesen Schock spürt man ganz deutlich, obwohl nur relativ sparsame Worte ihn beschreiben. Man fühlt fast körperlich auch die aufkommende Peinlichkeit und letztendlich den Drang aus dieser Situation (mit Hilfe des hässlichen Autos) zu entkommen.

Erst die hochgesteckten Erwartungen bei der Fahrt nach Saintes-Maries-de-la-Mer und dann dieser Fall ins Bodenlose. Welch eine Dramatik! Wie gesagt: Man spürt sie, aber die Art, wie sich die so bitter enttäuschte Frau im Griff hat, ist imponierend. Kein verzweifeltes Aufschluchzen, kein langatmig beschriebener Seelenschmerz, keine kullernden Tränen – und das alles, obwohl man als Leser zu wissen glaubt, dass sie innerlich wie ein Schlosshund heult. Großartig!



Gruß Ralph
 
G

Gelöschtes Mitglied 21684

Gast
Moin JiRina,

offenbar kann ich deine Geschichte nicht mehr bewerten, aber wenn ich's könnte, hätte ich dir drei Sterne dafür gegeben. Was daran liegt, dass ich die Höchstzahl nur in Ausnahmefällen vergebe (mit fällt dazu immer eine Aussage eines meiner früheren Chefredakteure ein, der sagte: "Seid vorsichtig mit dem Superlativ, Ihr wisst nie, was euch begegnet, wenn ihr um die nächste Ecke geht") und vier Sterne so für mich schon ein Optimum darstellen.
Und obwohl deine Geschichte sehr gut erzählt ist, von der Idee, der Beschreibung der Charaktere, die Atmosphäre dicht und packend und irgendwie lässt sie den Yachthafen von Les-Saintes-Maries-de-la Mer wieder lebendig werden.
Über fehlende Kommas und die merkwürdigen Guillemets will ich mich nicht auslassen.
Aber es gibt einige Sachen, die kannst du rausstreichen, ohne dass die Geschichte verliert. Eher im Gegenteil.
Anfangen würde ich mit dem ersten Satz.
"Morgens um sieben stand sie vor der Tür." Daran kannst du alles andere aufhängen. Ich nehm jetzt mal wahllos einige weitere Beispiele, die meines Erachtens ersatzlos gestrichen werden können, aber den Erzählstil packender machen.
"Die Überraschung war gelungen". Weg! Es wird zuvor schon deutlich, wie überrascht du bist.
"Timo war Helgas Freund" Die Erklärung stoppt meinen Lesefluss. Mit dem folgenden Satz "Ich dachte immer, ihre Beziehung …" wird alles gesagt. Und später, ob Diego nun mit einem Mann in der Hafenmeisterei war oder allein, das spielt für die Geschichte keine Rolle. Er war halt da. Oder die Frau hatte ihn vor zwei Tagen noch gesehen. Von diesen für die Entwicklung der Geschichte nutzlosen Einsprengseln gibt es noch eine ganze Menge.

Du springst außerdem in deiner Erzählweise. Nur ein Beispiel, die Fahrt: "Bis Valencia hörten wir Supertramp." Dann kommt die Sonne raus. Hier hätte ich noch eine Verbindung geschaffen. Vielleicht so: "Irgendwo bei Valencia kam die Sonne raus. Grade als Supertramp "Breakfast in America" spielte. Wir bekamen Frühstückshunger. An eine Raststätte besorgten wir uns …" Der Song hat sogar textlich ein wenig Annäherung an das, was die beiden Frauen in deiner Geschichte grade tun.

Dann solltest du zu einigen sprachlichen Plattheiten originellere Alternativen suchen. "Seine Blicke durchdrangen mich wie Pfeile." "… wie ein Blitz, der durch meinen Körper fuhr …" "Sie sah aus wie ein Engel. Nur die Flügel fehlten …"
Ganz ehrlich, das kannst du besser, ohne zu diesen abgedroschenen Metaphern greifen zu müssen.

Ansonsten: Daumen hoch.
 

Ji Rina

Mitglied
Hallo Ben,
Vielen Dank für Deine Eindrücke zur Geschichte. Ich werde dir (sobald ich zeitlich kann) antworten!
Mit Gruss, Ji
 

Ji Rina

Mitglied
Hallo Ben!

Ich bedanke mich dafür, dass du dir den Mercedes durchgelesen –und mir deinen Eindruck hinterlassen hast.

Hier unten noch ein paar Anmerkungen auch meinerseits:

Und obwohl deine Geschichte sehr gut erzählt ist, von der Idee, der Beschreibung der Charaktere, die Atmosphäre dicht und packend und irgendwie lässt sie den Yachthafen von Les-Saintes-Maries-de-la Mer wieder lebendig werden.

Das hat mich natürlich sehr gefreut!

Über fehlende Kommas und die merkwürdigen Guillemets will ich mich nicht auslassen.

Kannst du mir sagen, wo die fehlenden Kommas sind, damit ich es ausbessern kann? Die Lupe bietet gerade diese wunderbare Möglichkeit.

Ja… die Guillemets: Ich habe sie in unterschiedlichen Lit. Foren zehn Jahrelang benutzt, ohne dass jemand sie jemals kommentiert hätte. Und so habe ich mir nie Gedanken darüber gemacht. Da CPMan sie aber in seinem Kommentar zu diesem Text erwähnte, benutze ich jetzt andere Zeichen.

Anfangen würde ich mit dem ersten Satz.
"Morgens um sieben stand sie vor der Tür." Daran kannst du alles andere aufhängen
"

Gebe ich dir völlig recht. Die Geschichte könnte man auch so beginnen.

Aber darauf hinzuweisen, dass es zu Beginn des Sommers war, finde ich jetzt nicht so schlimm.

Die Überraschung war gelungen". Weg! Es wird zuvor schon deutlich, wie überrascht du bist.

Das denkt die Haupt.Prot nochmal im Stillen und freut sich darüber. Es ist wie du sagst, eine Doppelung, die ich aber so stehen lassen würde.

"Timo war Helgas Freund" Die Erklärung stoppt meinen Lesefluss. Mit dem folgenden Satz "Ich dachte immer, ihre Beziehung …" wird alles gesagt.

Also so:
"Was macht eigentlich Timo?"
"Der ist in Portugal"
Ich dachte immer, ihre Beziehung sei nicht das Gelbe vom Ei, aber nun waren sie schon seit sieben Jahre zusammen.
"Und was macht er da"

Mit dem weglassen des “Timo war Helgas Freund” würde mir persönlich beim Lesen etwas fehlen. Ich finde es ganz Okay, wenn dem Leser Timo durch diese vier Worte vorgestellt wird.

Und später, ob Diego nun mit einem Mann in der Hafenmeisterei war oder allein, das spielt für die Geschichte keine Rolle. Er war halt da. Oder die Frau hatte ihn vor zwei Tagen noch gesehen.

Er war halt da, ist richtig. Aber dies ist ein kleines Hafenbüro, in dem nichts passiert. Und die Angestellte erinnert sich daran, dass er gerade erst mit jemandem da war. Eine Situation also, die recht realistisch ist. Für mich gehört diese (eventuell überflüssige Information) zu dem Erzählstoff.

Von diesen für die Entwicklung der Geschichte nutzlosen Einsprengseln gibt es noch eine ganze Menge.

:)Das verstehe ich aus deiner Sicht und respektiere das natürlich, da du bestimmt ein “Weglasser” bist. Dafür habe ich volles Verständnis. Mir aber gefallen sehr oft Geschichten nicht, weil ich hier und da ein paar Details vermisse, manchmal wünsche ich ein bisschen mehr Information über dies und jenes, um mich besser einfühlen zu können. Für mich kommt das “Weglassen” immer auf die Geschichte/ auf das Thema / auf den Erzählton/ an. Ein generelles Weglassen, halte ich für ein Irrtum.

Du springst außerdem in deiner Erzählweise. Nur ein Beispiel, die Fahrt: "Bis Valencia hörten wir Supertramp." Dann kam die Sonne raus. Hier hätte ich noch eine Verbindung geschaffen.

Das stimmt. Da könnte man noch eine kleine Verbindung schaffen. Wahrscheinlich habe ich der Sonne keine grosse Beachtung mehr geschenkt, weil ich sie tagtäglich vor meinem Haus habe. Ich überlge mir mal, was ich da noch hineinschreibe.

Dann solltest du zu einigen sprachlichen Plattheiten originellere Alternativen suchen. "Seine Blicke durchdrangen mich wie Pfeile." "… wie ein Blitz, der durch meinen Körper fuhr …" "Sie sah aus wie ein Engel. Nur die Flügel fehlten …"

Ja, das stimmt.:) Ich übersetze sehr viel aus dem spanischen. Da kommt es manchmal zu Patzern. Ich muss Pfeile in Blitz ausbessern. Und: Der Engel mit den fehlenden Flügel, war eigentlich ein ironischer Gedanke der Prot, hinter dem sich ein wenig Wut und Enttäuschung Bergen. Nun habe ich aber erfahren, dass das anders verstanden wird. Und so werde ich das herausnehmen.

offenbar kann ich deine Geschichte nicht mehr bewerten, aber wenn ich's könnte, hätte ich dir drei Sterne dafür gegeben.

Du kannst deine drei Sterne noch eingeben. Da brauchst du nur auf die Sterne zu gehen und diese anzucklicken.

Was daran liegt, dass ich die Höchstzahl nur in Ausnahmefällen vergebe (mit fällt dazu immer eine Aussage eines meiner früheren Chefredakteure ein, der sagte: "Seid vorsichtig mit dem Superlativ, Ihr wisst nie, was euch begegnet, wenn ihr um die nächste Ecke geht") und vier Sterne so für mich schon ein Optimum darstellen.

Das mit den Sternen macht jeder hier auf seine Art. Normalerweise gebe ich 4* wenn ich etwas gut finde / oder wenn es einfach sehr gut geschrieben ist/ oder der Autor alles gegeben hat, auch wenns jetzt nicht so run dist/ und 5* wenn es mich auch noch innerlich berührt. 1-2-3-Sterne gebe ich nur wenn mich jemand nervt, oder keine Erklärung zu meinen Textfragen geben will, etc. Selbst wenn ein Text grottenschlecht sein sollte, tue ich es nicht. Es reicht mir zu schreiben: Dein Text ist unverständlich.

Ich denke einfach, wir sind hier in einem Forum zur Textverbesserung und um uns gegenseitig zu helfen. Jeder schreibt wie er kann und versucht es auf seine Weise….Wäre ich M. R Ranicki,:cool: würde ich ganz bestimmt Noten mit 1* oder 2* geben. Aber, (und dies ist meine ganz perönliche Sicht), ich komme mir dann wie ein Lehrer vor, der ja alles weiss. Ich aber, weiss nicht alles. Und auch in Texten, die mir nicht gefallen, entdecke ich oft Dinge, zu denen ich nicht fähig wäre…Sei es die Sprache/ die Idee/ oder was auch immer. Deshalb halte ich es in einer Waagschale. Wenn mir etwas nicht gefällt, verteile ich eben garkeinen Stern. Schlechte Noten zu geben, lösen in mir ein uneträgliches Überheblichkeits-Gefühl aus…. Ganz besonders, wenn jemand hier seine ersten Versuche macht. Leider bin ich so.

Mit Gruss, Ji

Ji
 
G

Gelöschtes Mitglied 21684

Gast
Es war zu Beginn eines Sommers, als sie mich besuchte. Morgens um sieben stand sie vor der Tür.
>Helga!< Ich dachte, ich sehe nicht richtig.
>Tach!<
>Was machst du denn hier?< Sie lebte in Berlin. Und da stand sie nun, in einem blaugepunkteten, leichten Kleid, die Sonnenbrille hoch über die Stirn gezogen.
>Bin die Nacht durchgefahren.<
So war sie. Immer kam sie unangemeldet. Seit einem halben Jahr hatten wir uns nicht mehr gesehen. Wir fielen uns um den Hals.
>Konntest nicht vorher Bescheid sagen?<
>Nö. Wollte dich überraschen!<
Die Überraschung war gelungen. Wir standen auf der Terrasse, und sie zeigte auf den Parkplatz.
>Schau mal, was sagste nu?<
Ich blickte auf einen großen, hellblauen Mercedes.
>Ist das deiner?<
>Musste ich haben!<
Schön fand ich ihn nicht. Zu groß, irgendwie eckig, hässlich, keine Ahnung, wahrscheinlich eins dieser älteren Modelle. Und dann diese Farbe …
>Hm, sieht gut aus …< Ich kratzte mich am Kinn. >Und wieso diese Farbe?<
>Geil was? 'n Freund aus Berlin hat ihn mir lackiert!<
>Hm … nicht schlecht!<
Wir gingen rein, und ich schlug vor, (kein Komma) zu frühstücken. Helga setzte sich auf die Holzbank, und ich machte mich ans Werk, während sie von ihrer Reise, von Berlin, und den Leuten, die wir gemeinsam kannten, erzählte.
So ein deutsches Frühstück hat mit einem spanischen ja nichts zu tun. Wir essen höchstens ein Croissant oder ein paar Kekse und trinken dazu einen Kaffee. Aber wenn Freunde aus Deutschland zu Besuch kamen, holte ich alles Essbare raus, was ich nur finden konnte: Graubrot, Toast, Butter, Honig, Eier, Schinken, Käse, Wurst, Jogurt, Obst, Gurke, Quark, Erdbeer-Marmelade, Müsli, Nüsse. Das musste reichen.
>Was macht eigentlich Timo?<
>Der ist in Portugal<
Aha. Timo war Helgas Freund. Ich dachte immer, ihre Beziehung sei nicht das Gelbe vom Ei, aber nun waren sie schon seit sieben Jahre zusammen.
>Und was macht er da?
>Braucht Ruhe.<
So war das immer. Dieser Timo schien immer Ruhe zu brauchen. Und so reiste er ständing durch die Gegend – ohne Helga. Seltsame Beziehung.
>Wollen wir irgendwo hinfahren?<, fragte sie, >Wir könnten eine kleine Reise machen … in den Süden oder so … Der Wagen steht ja schon bereit …<
Ich grinste: >Nach Portugal?<
>Ach Quatsch! Sag, wo du hinwillst! Nach Sevilla? Nach Madrid? Wollen wir einfach mal nach Paris fahren?<
Ich dachte darüber nach, legte zwei Eier in das kochende Wasser und plötzlich fiel mir was ein.
>Ja. Wir könnten wohin fahren!<.
>Sach!<
>Saintes-Maries-de-la-Mer <
>Watt?<
>Das ist ein kleiner Ort im Süden Frankreichs, nicht weit von der spanischen Grenze<.

Ich nahm Platz, schenkte uns Kaffee ein und erzählte ihr von diesem Argentinier namens Diego, den ich zwei Monate zuvor im Dorf kennengelernt hatte. An jenem Morgen trank ich einen Kaffee in einer Bar und las ein Buch, und er saß einen Tisch weiter. Und ja, es war nicht so, dass ich ihn nicht längst bemerkt hätte. Ich beobachtete ihn aus den Augenwinkeln und überlegte aus welcher Ecke er wohl herkam; (Kein Semikolon, dafür Komma)da ich ihn noch nie zuvor gesehen hatte. Alter Schwede, wie der aussah: Braungebrannt, längere dunkle gepflegte Haare, irre Augen, schöne Hände, tolle Figur. Und eine Aura, die nur so um sich sprühte! Er sah ein paarmal zu mir rüber, und plötzlich fragte er mich, was für ein Buch ich läse. Ich sagte es ihm, versuchte aber, dabei cool zu bleiben. Denn wenn Männer einem perfekten Ideal gleichen, ist das ein schlechtes Omen. Aber für mich waren die Männer zu der Zeit sowieso ein schlechtes Omen, denn ich fand gar keinen. Umso überraschter war ich, als er plötzlich an meinem Tisch saß und über Hemingway redete (Das Buch, das ich las, war: “49 Stories”) Verblüfft stellte ich fest, dass er fast alles von ihm kannte. Wie dem auch sei, wir unterhielten uns über alles Mögliche: Das Wetter, das spanische Essen, die unterschiedlichen Mentalitäten, (kein Komma) und so weiter. Als ich ihn fragte, ob er als Tourist unterwegs sei, erklärte er, er habe Freunde im Dorf, in dessen (deren) Wohnung er eine Woche lang Urlaub machte (mache). Und dass er am nächsten Tag jedoch zurück nach Saintes-Maries-de-la-Mer müsse, da er dort am Hafen arbeite und Segelboote betreue. Wir tranken zwei Kaffees und dann fragte er mich, ob ich nicht Lust hätte, ihm ein wenig das Dorf zu zeigen. Ja, hatte ich. Wir liefen an den (zum) Hafen, dann auf der anderen Seite wieder rauf ins Dorf, wo ich ihm ein paar Aussichts-terrassen zeigte, von denen aus man das Meer und die Umgebung sehen konnte. Dann landeten wir wieder in einer Bar, und mir kam es so vor, als wollten wir uns gar nicht mehr trennen. Es herrschte eine knisternde Energie zwischen uns. So, als würden wir uns ein Leben lang kennen. Ich war bereits verknallt, ließ mir aber nichts anmerken. Seine Blicke durchdrangen mich wie Pfeile. Und wenn er lachte, zeigte er eine ganze Reihe schneeweißer Zähne. Um es kurz zumachen: Ich fiel in so eine Art Romantic Flash. Auf jeden Fall verabschiedeten wir uns an dem Tag vor dem Café, in dem wir uns kennengelernt hatten und das Letzte, was er sagte, war, ich solle doch mal nach Saintes-Maries-de-la-Mer kommen und ihn besuchen. Es sei eine wunderschöne Gegend.

>Oha …<, sagte Helga und zog die Augenbrauen hoch, >Und bei dir hat's ordentlich geknallt, was?<
>Kann man wohl sagen<, antwortete ich und köpfte sehr konzentriert das Ei.
>Na dann, nix wie los!<
Unsere Entscheidung war also rasch getroffen. Es machte nichts, wenn ich drei, vier Tage verschwand. Zu dem Zeitpunkt kümmerte ich mich um vier Wohnungen, die ich für einen Amerikaner verwaltete, und dort war alles in Ordnung. Die Mieten waren kassiert, die Reparaturen in den Wohnungen erledigt. Der Amerikaner war auf Reisen, und ich hatte Zeit.
Am darauffolgenden Tag warf ich meine Tasche mit ein paar Kleidungsstücken, einem Bikini und ein paar CDs auf den Rücksitz des Mercedes, und wir fuhren los. Bis nach Valencia hörten wir Supertramp. Irgendwann kam die Sonne raus. Ein roter Ball über dem Meer. Helga fuhr sehr konzentriert. Hier und da machte sie Bemerkungen über den Mercedes, wie gut er doch führe und wie geil er aussehe. Sie war überrascht, wie wenig Benzin er brauchte, und erklärte mir den Preis pro Liter und Kilometer. Ich nickte und sah aus dem Fenster. Die Sonne hatte sich über dem Meer erhoben und tauchte Dörfer und Täler in orangerotes Licht. Ich dachte an Diego, und in manchen Augenblicken war ich so abwesend, dass ich nicht mal mehr hörte, was Helga erzählte.
Die Vorstellung, vor seinem Boot aufzutauchen und ihn zu überraschen, jagte mir ein Kribbeln durch den Körper. Ich malte mir die Szene so intensiv wie möglich aus; sein überraschter Blick, sein Lächeln. Tja, wenn der Prophet nicht zum Berg kommt …
>Was arbeitet dieser Typ eigentlich?<
>Irgendwas mit Booten.<, sagte ich >Er lebt da am Hafen und erledigt Jobs.<
>Und wie sieht er aus?<
>Göttlich!<
>Mh … Du bist verknallt! Das merke ich dir doch an! Du bist über beide Ohren verknallt! Fährst neunhundert Kilometer zu einem Typen, dem du an einem Tag begegnet bist.<

Das stimmte. Als wir uns damals verabschiedeten, lag eine Art Vertrautheit, etwas wie ein geheimes Einverständnis in unseren Blicken, so als ob es zwischen uns noch etwas Unerledigtes gäbe, irgendetwas, das irgendwann noch kommen musste. Nun. Mit jedem Kilometer, den wir Richtung Frankreich fuhren, war ich ihm näher.
>Nicht, dass ich dann da das fünfte Rad am Wagen bin?<, sagte Helga und lachte.

Daran hatte auch ich gedacht. Denn diesmal würden Diego und ich Zeit haben. Wir könnten so lange spazierengehen und uns Dinge erzählen, wie es uns Spaß machte. Wir würden guten Wein trinken, vielleicht in seiner Bootsküche irgendetwas kochen, einen selbst geangelten Fisch braten. War es nicht das, was man auf Booten so machte? Und irgendwann würden wir uns in Diegos Koje zurückziehen…So stellte ich es mir vor. Gedanklich sah ich das kleine Liebesgemach bereits vor mir: ein Regal mit ein Paar Büchern über Segelboote, drei, vier herumfliegende Kleidungstücke und ein Bett mit einem angegrauten, zerknitterten Laken, auf dem wir unsere wildesten Träume ausleben würden. Und was würde Helga währenddessen machen? In einer Chauffeurjacke am Tisch sitzen und warten? Darüber wollte ich mir jetzt nicht den Kopf zerbrechen. Es würde sich schon regeln.

Irgendwann machten wir halt, um in einer Raststätte etwas zu essen. Wir bestellten Tapas und ein Glas Wein. Ab Narbonne war es dann nicht mehr weit. In früheren Jahren war ich hier oft entlanggefahren. Erinnerte mich plötzlich auch ganz vage an den Namen Saintes-Maries-de-la-Mer. Aber als ich ihn diesmal las, bekam ich Herzklopfen. Und als wir den Ort erreichten und in Richtung des Hafens fuhren, dachte ich plötzlich, dass das Ganze völlig absurd war. Was, wenn wir ihn gar nicht finden würden? Was, wenn er wieder verreist war?

Wir suchten das Hafenbüro auf und parkten direkt vor dem Eingang. Außer einer freundlich aussehenden Dame mit kurzem, burschikosem Haarschnitt war niemand zu sehen. Ich fragte nach einem Argentinier namens Diego, der Boote reparierte und hier irgendwo einen Liegeplatz hatte. Zu meiner Überraschung wusste sie sofort, wen ich meinte.
>Diego? Na klar, Diego Quina! Sein Boot liegt gleich hier fünfzig Meter weiter. Sie müssen nur nach links gehen, und wenn Sie auf der Höhe des Cafés sind, stehen Sie direkt davor. Sein Boot heißt Soledad.<
>Wissen Sie, ob er da ist?<, fragte ich so cool wie möglich, und spürte das Schlottern meiner Beine.
Sie kniff die Augen zu, und überlegte: >Also, vor zwei Tagen habe ich ihn noch gesehen. Da war er mit einem Herrn hier im Büro.<
Er war da! Nur wenige Meter von uns entfernt! Das Ganze hatte sich doch gelohnt. Meine Intuition hatte mich nicht getäuscht. Wir bedankten uns und gingen hinaus.
>Nervös?<, (kein Komma) Helga grinste.
Ja. Ich war nervös. Und ich war verdammt verliebt. Als wir am Kai vor dem Café standen, entdeckte ich es als Erste. Ein kleines Segelboot mit weißem und türkisfarbenem Anstrich und seitlich einer kleinen, schrägen Aufschrift: ›Soledad‹. Auf dem Boot war niemand zu sehen. Aber ich bemerkte eine kleine, gespannte Hängeleiter. Falls er also nicht an Bord war, so war er zumindest in der Nähe. Wir standen unschlüssig da und blickten auf das Boot, das sanft auf dem Wasser schaukelte.
>Soledad …<, sagte ich beeindruckt. >Das bedeutet Einsamkeit. Was für ein suggestiver, poetischer Name …<
>Mh…<, machte Helga, >Und nu?<
Ich zuckte mit den Schultern und nahm all meinen Mut zusammen. Dann rief ich laut seinen Namen. Zuerst etwas zögernd, doch dann entschlossener. >Dieeegooo?<

Eine Weile passierte nichts, aber dann hörten wir etwas. Eine Luke wurde aufgeschoben, und ein dunkler Haarschopf tauchte auf. Ich erkannte ihn sofort. Diego. Sein Gesicht, seine Augen, sein Lächeln.
>Das gibt’s doch nicht!<, (kein Komma, dafür Punkt. und anschließen groß weiter) er lachte und zeigte seine weißen, göttlichen Zähne.
Und ich stellte sofort fest, dass er genauso gut aussah wie zwei Monate zuvor. Nein, jetzt sah er noch viel besser aus. >Wir wollten dir einen kleinen Besuch abstatten<, sagte ich und lachte.
>Ich kann’s nicht fassen!<, rief er, trat zur Hängeleiter und hielt uns die Hand entgegen. >Kommt rüber! Seid ihr von Alicante bis hierher gefahren? Habt ihr wirklich hierhergefunden? Kommt rein! Kommt rein!<
>Na, schwer war’s nicht<, sagte Helga. >Immer geradeaus und dann rechts.<
Er reichte uns die Hand und half uns über den Steg. Und als ich seine Hand hielt, spürte ich eine Elektrizität, die wie ein Blitz durch meinen Körper fuhr.

Wir stiegen hinab durch die Luke in einen kleinen, abgedunkelten Wohnraum. Diego knipste ein Lämpchen an. Ich blinzelte, sah dann einen Tisch mit Stühlen, dahinter eine Holzbank, auf der ein Mädchen saß. Sie trug ein knöchellanges Seidenkleid in (pastellrosa)Pastellrosa, hatte hüftlange, hellblonde Locken und sah sehr nordisch aus. Sie schien überrascht, lächelte aber freundlich.
>Silvie!<, rief er. >Ich habe Besuch aus Spanien, ist das nicht irre?< Er bedeutete uns, auf den Stühlen Platz zu nehmen, (kein Komma)und setzte sich neben das Mädchen auf die Bank.
Ich sah mich um, weil ich nicht wusste, was ich sagen sollte, und weil ich plötzlich eine eisige Wand spürte, die in mir hochkroch und ein befremdliches Gefühl auslöste. Auf dem Tisch standen eine ausgetrunkene Flasche Wein und zwei Gläser. Eine leere, zusammengedrückte Schachtel Gauloises. Ein halb voller Aschenbecher. Landkarten …
Was ist mit dir los?, fragte meine innerliche (innerliche?? Wohl eher die innere) Stimme. Gehst du jetzt unter, nur weil ein Mädchen da sitzt? Wahrscheinlich ist sie seine Cousine aus Argentinien oder die Schwester seines besten Freundes. Oder sie ist die Besitzerin des Nachbarbootes und einfach nur mit ihm befreundet.
>Wann haben wir uns damals getroffen?<, fragte er mich, als ob er mit einer alten Bekannten spräche. >Wann war das? Vor drei Monaten? Vor vier?<
>Vor zwei<, antwortete ich sehr sachlich. Ein rascher Blick auf das Mädchen machte mir bewusst, wie unheimlich schön sie war. So schön, dass es fast schmerzte. Der Schnitt ihres Gesichts mit den hohen Wangenknochen – wie gemeißelt. Die hellblonden Naturlocken, die ihr von den Schultern bis zu den Hüften fielen. Das pastellrosa Kleid ließ sie wie ein Engel aussehen. Ja, wahrhaftig, das Mädchen sah aus wie ein Engel. Es fehlten ihr nur die Flügel.
>Um wieviel Uhr seit ihr denn abgefahren?<, fragte er und legte den Arm um sie. >Wie lange habt ihr denn gebraucht?<
Ich gab keine Antwort, sondern starrte auf irgendeinen Fleck an der Holzwand. Ich spürte eine Art Lähmung, etwas sehr Seltsames, das mein Sprachzentrum traf.
>Um sechs Uhr heute Morgen<, antwortete Helga, >War ’ne geile Fahrt, nicht viel Verkehr. Hab’n an einer Raststätte noch was gegessen.<

Das Mädchen legte nun ebenfalls ihren Arm um Diegos Schultern und sah uns aufmerksam an. Dann kraulte sie mit ihren Fingern zwischen seinen Locken. >Wo seid ihr den ursprünglich her?<, wollte sie wissen.
>Ich komme aus Berlin<, hörte ich Helga sagen. Ihre Stimme klang plötzlich ganz weit weg. >Und sie<, sie reckte das Kinn in meine Richtung, >lebt schon seit vielen Jahren in Spanien.<
Silvie warf mir einen nachdenklichen Blick zu. >Interessant<, sagte sie. >In Spanien … Wow! Ist ja echt interessant.<
Diego lachte. >Unglaublich!<, sagte er und legte seinen Kopf in ihre Halsgrube. >Da haben wir Besuch aus Spanien!< Er hob seinen Kopf, lächelte Silvie an und küsste sie auf die Wange.
Für einen kurzen Augenblick sahen sie sich stumm in die Augen, und dann verschmolzen ihre Lippen miteinander. Zuerst zaghaft, sanft, dann entschlossener. Und schließlich so heiß und innig, dass Helga und ich schnelle Blicke austauschten. Ich wusste nicht, wo ich hinschauen sollte, wusste nicht, ob ich lachen oder heulen sollte, war völlig überfordert.
Sie waren so bei der Sache, dass es ihnen völlig egal war, wer da gerade vor ihnen saß. Diese Liebe musste noch ganz frisch sein. Wahrscheinlich hatten sie sich gerade erst kennengelernt. Er, gut gebaut, braungebrannt, mit einem Dreitagebart, der ihn so abgefuckt gut aussehen ließ, dass es einen umhaute, und sie wie eine vom Himmel hinabgestiegene Fee. Der liebe Gott hatte sie wohl zusammengebracht, weil sie sich finden sollten. Karma. Ja, weil sie zusammengehörten. Sie waren so vertieft, so in ihrem Rausch, wie es nur zwei sind, die sich nach langer Suche gefunden haben.
Helga grinste und warf mir immer wieder rasche Blicke zu. Und ich wusste nicht, was dieses dämliche Dauergrinsen zu bedeuten hatte. Die beiden hingen eng umschlungen da, während ihre Lippen über die Wangen, die Stirn und die Augen des anderen wanderten. Und wären Helga und ich in dem Moment nicht dagewesen, hätten wir nicht da vor ihnen am Tisch gesessen, hätten sie dort Liebe gemacht. Sie hätten sich wie in Trance ihrer Kleidung entledigt und es da auf der Holzbank getrieben. Ich starrte auf den vollen Aschenbecher und versuchte, mich zu sammeln. Zweifellos waren wir zur falschen Zeit am falschen Ort. Irgendetwas war hier völlig schief gelaufen.

Vor meinem geistigen Augen sah ich den Hafen von Saintes-Maries-de-la-Mer. Ich sah den blauen Himmel und die kleinen, in der Sonne glitzernden Boote; das graue Bürogebäude und die darüber kreisenden Möwen. Und dann kam mir der Mercedes in den Sinn, der in seiner ganzen Hässlichkeit dort einsam vor dem Hafenbüro stand. Groß und unübersehbar. Hellblau. Deutsches Nummernschild. Weit weg von zu Hause, fremd in dieser Gegend. Was hatte einen hellblauen Mercedes aus Berlin nach Saintes-Maries-de-la-Mer verschlagen? Und unversehens sah ich diesen Mercedes als unsere einzige Rettung. Bald würden wir uns verabschieden. Wir würden irgendeine Ausrede finden. Sagen, dass wir eigentlich noch weiterwollten. Nach Saint Tropez, um an den Strand zu gehen. Oder nach Cannes, um uns die Lavendelfelder anzusehen, oder weiß der Geier was.
Wir würden stumm zurück zum Hafengebäude trotten und in den Mercedes steigen. Und dieser dämliche, hellblaue Mercedes würde uns die neunhundert Kilometer zurück nach Hause fahren.

So Ji,

auf deinen Wunsch bin ich den Text mal auf Kommafehler durchgegangen. Einige Rechtschreibfehler, die mir aufgefallen sind, habe ich gleich mit korrigiert. Du hast im großen und ganze eine sehr korrekte Kommasetzung, weißt eigentlich auch, wo sie hingehören, bist aber nicht konsequent. Aufzählungen wie "dämliche, hellblaue" Mercedes werden durch Komma getrennt. Zwei Hauptsätze, die durch und oder oder verbunden sind, werden durch Komma getrennt. Zumindest nach nach der Kommasetzung von vor 1996. Mal hast du's gemacht, mal nicht. Also entweder konsequent oder inkonsequent, aber nicht dieses hin und her :cool:

Du bist die Autorin, aber ich als Leser sage dir, dass gewisse Streichungen die Geschichte in ihrem Erzählstrang flüssiger machen. Es gibt Strecken, da liest sie sich rund wie eine Drehtür. Dann kommt ein Satz, da stockt man, wird aus dem Lesefluss gerissen als ob jemand einen Keil in die Drehtür schiebt. Wie auch immer. Auf jeden Fall hast du Talent.
 

Ji Rina

Mitglied
Hallochen Ben,

Oh! Welch eine Arbeit du da gemacht hast! Den ganzen Text nochmal durch!
Ich bin dir sehr dankbar und denke ich schulde dir ein vinito con unas tapitas de jamón.
Nun muss ich schauen, wie ich es korrigieren kann. Ich denke man geht auf History. Das werde ich versuchen (ist alles neu).
Was ich an dieser Stelle noch kurz erwähnen wollte:

BEN SCHRIEB:

Mal hast du's gemacht, mal nicht. Also entweder konsequent oder inkonsequent, aber nicht dieses hin und her.

Und an einer anderen Stelle, in einem anderen Thread sagtest du:

Dazu gehört für mich ein makelloser Rahmen bestehend aus möglichst tadelloser Rechtschreibung, korrekter Grammatik und stimmiger Orthografie.

Ich bin sehr pingelig mit meinen Geschichten, lese alles X mal durch, tausche hier ein Wort gegen ein anderes aus, tausche es womöglich am nächsten Tag nochmal aus. Wenn ich also irgendwo Fehler habe, dann ist es, weil ich es nicht besser konnte/ wusste – oder es wirklich übersehen habe (passiert ja vielen).

Aber abgesehen davon, hoffe ich, dass du nicht mit falschen Illusionen auf diesem Lit Forum gelandet bist. Dies ist kein Forum, wo man perfekt abgeschlossene Geschichten präsentiert. Ich glaube, da gibt es andere Foren im Netz, die das fordern. Hier präsentieren wir unsere Texte, so gut wir es können und arbeiten dann daran, um sie evtl. zu verbessern. Ich kann also auch für meinem nächsten Text nicht garantieren, dass er perfekt und völlig makellos erscheint.

Was bietet die Leselupe?

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BEN SCHRIEB:

Du bist die Autorin, aber ich als Leser sage dir, dass gewisse Streichungen die Geschichte in ihrem Erzählstrang flüssiger machen. Es gibt Strecken, da liest sie sich rund wie eine Drehtür. Dann kommt ein Satz, da stockt man, wird aus dem Lesefluss gerissen als ob jemand einen Keil in die Drehtür schiebt. Wie auch immer. Auf jeden Fall hast du Talent.

Ich werde den Mercedes jetzt erstmal eine Weile in der Garage stehen lassen und ihn mir dann nochmal in Ruhe durchlesen.
Okay?
Hab Dank für deine Ratschläge und Korrekturen.

Mit Gruss, Ji
 

Kaetzchen

Mitglied
Hi Ji,
ich habe mir vorgenommen, auch mal die längeren Sachen zu lesen und so stieß ich auf deine Geschichte. Sie hat mich gefesselt und ich las sie in einem Rutsch. Ich habe noch nie so eine lange Erzählung geschrieben, kann mir gar nicht vorstellen so viel Geduld aufzubringen. Dafür hast du schon mal meine Achtung. Ansonsten fand ich den Höhepunkt gut heraus gearbeitet, ich ahnte zwar das Ende, aber hoffte doch noch irgendwie. Das dann das häßliche Auto zum Rettungsanker wird, war ein bisschen Trost.
Ich hoffe, du verzeihst mir die späte Reaktion.
Gern gelesen
und viele Grüße
Kaetzchen
 

Ji Rina

Mitglied
Hi Ji,
ich habe mir vorgenommen, auch mal die längeren Sachen zu lesen und so stieß ich auf deine Geschichte. Sie hat mich gefesselt und ich las sie in einem Rutsch. Ich habe noch nie so eine lange Erzählung geschrieben, kann mir gar nicht vorstellen so viel Geduld aufzubringen. Dafür hast du schon mal meine Achtung. Ansonsten fand ich den Höhepunkt gut heraus gearbeitet, ich ahnte zwar das Ende, aber hoffte doch noch irgendwie. Das dann das häßliche Auto zum Rettungsanker wird, war ein bisschen Trost.
Ich hoffe, du verzeihst mir die späte Reaktion.
Gern gelesen
und viele Grüße
Kaetzchen
Hallo Kätzchen,
Du ahntest das Ende?
Ich nicht...:p Und dies ist eigentlich eine kurze Erzählung.
Meine Achtung hast du für deine Kurzprosas und deine Gedichte (ich kann das net).

Ich bedanke mich fürs Lesen und die Bewertung!
Mit Gruss, Ji
 

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