Herbert Tamban Kopflos auf dem Deister - Recherche in den Tod - Teil 2

ahorn

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Entblößt


Abgetaucht

Es stinkt im Dezernat

Andrea spurtete die Treppe hinauf, eilte den Gang entlang und just als er die Tür zu Neumanns Büro erreichte, schwang diese bereits auf. Ein untersetzter Mann, dessen Wampe nicht allein seine Vorliebe zum Gerstensaft aufzeigte, sondern dieser gleichfalls eine Wolke hinter sich herzog, die Andreas Vermutung unterstrich, drängelte sich an ihm vorbei und steuerte auf die Aufzüge zu.
Andrea wies ihm zuerst hinterher, dann sprach er Neumann an: „Wer war das? Hat der Penner sich verlaufen?“
„Komm rein, ich muss erst einmal lüften.“
Neumann trat ans Fenster, öffnetet es, streckte sodann seinen Kopf heraus und atmete tief durch. „Schmidt“, gurgelte er der frischen Brise entgegen, die in sein Büro wehte.
„Schmidt?“
Neumann wandte sich Andrea zu. „Der Riemer ist raus aus der Nummer.“
„Könntest du mich mal aufklären?“
„Aber nicht hier.“ Er schnüffelte. „Der Typ hat nie etwas von Körperhygiene gehört. Lass uns in die Teeküche gehen.“
Kaum hatte er es ausgesprochen, marschierte er an Andrea vorbei, der ihm sofort folgte.

Jenny verließ gerade die Teeküche, als die beiden ankamen.
„Jennifer, komm gleich dazu, dann brauche ich nicht alles dreimal zu erklären.“
Sie wandte sich Andrea zu, der bloß mit seinen Schultern zuckte, während Neumann eintrat, sich umwandte und „Jenny, koch mal ein Kaffee“ befahl.
„Wieso ich?“
„Weil ich dein Chef bin und es dir sage“, antwortete Neumann lapidar, lehnte sich an die Küchenzeile und verschränkte seine Arme.
„Der Riemer ist raus aus der Nummer?“, fing Andrea das Gespräch auf und schnappte sich die Kaffeekanne der Maschine.
Neumann verdrehte seine Augen. „Weil er nicht blöd ist.“
Wasser einlassend, grummelte Andrea: „Glaubst du ihm diese Stasigeschichte?“
„Stasigeschichte?“, hakte Jenny nach.
„Andrea, gebe ihr nachher die Aufzeichnung, dann kann sie sich selbst ein Bild machen.“
Den Filter befüllend, wandte sich Andrea zu Neumann um. „Stark?“
„Sehr stark.“

Jenny setzte sich auf einen Stuhl, überschlug ihre Beine, lehnte sich über den Küchentisch und blätterte in einer Illustrierten. Andrea erkannt sofort, in welcher sie blätterte. Er war die Bärbel. Er dachte an Sandra, dabei verkrampfte sich sein Magen und ein Brechreiz stieg ihn ihm herauf.
„Der Riemer ist kein Vollidiot“, hörte er Neumann, als käme dessen Stimme von sehr weit.
„Aha Vollidiot“, murmelte Jenny, „Danach sah er mir gar nicht aus.“
„Könntest du diese Zeitschrift beiseitelegen“, fuhr sie Neumann an, während Andrea die Kaffeemaschine anstellte.
„Welch klar denkender Mensch wirft eine Leiche in eine Baugrube für ein Fundament, das er selbst geplant hat“, schnarrte Neumann.
„Woher weißt du das?“
„Andrea, vom Fischer, während du scheißen warst und der Pussy hinterhergelaufen bist.“
Jenny zog ihre Augenbrauen zusammen.
„Jungen Dame“, korrigierte sich Neumann.
„Amelie“, warf ihm Andrea entgegen.
„Blöder Name“, kommentierte Jenny, die Bärbel beiseite schiebend.
„Sie ist die Enkeltochter der Isenberg“, stellte Andrea klar.
„Ist sie hübsch?“, wollte Jenny wissen.
Neumann ballte eine Faust. „Das spielt keine Rolle.“
„Zumindest wusste Riemer von der Baugrube“, stellte Andrea lapidar fest.
„Genau das ist es.“ Neumann wandte sich Andrea zu. „Er hat die Statik berechnet und die war falsch.“
Andrea runzelte seine Stirn. „Wie falsch?“
„Falsch berechnet eben. Zuwenig Stahl oder Bewehrung, wie der Schmidt es mir sagte.“
Andrea wies zur Tür. „Der Schmidt, dieser Penner?“
„Dem Schmidt gehört Schmidt HochTief, die haben die Arbeiten ausgeführt.“
Jenny kicherte „Pfusch am Bau, wie bei meiner Tante Elfi, die …“
„Könntest du deine Tante bitte zu Hause lassen“, harschte sie Neumann an. „Was macht der Kaffee?“
Andrea wandte sich der Maschine zu. „Läuft!“
Neumann hob einen Arm. „Jetzt kommt es. Der Schmidt hat mir gesagt, dass er den Fehler sofort gesehen hatte. Jeder, wie er sagte, Student im dritten Semester dieses sehe.“
„Und“, hakte Andrea nach.
„Wenn ich auf die absurde Idee käme, eine Leiche in einer Baugrube … du weißt schon, dann würde ich die Statik dreimal kontrollieren.“
„Was hat der Schmidt dann gemacht?“, fragte Jenny.
„Bei Isenberg-Bau angerufen, woraufhin die Isenberg kurz darauf bei ihm aufschlug und ihm gesagt hat, er solle genau nach diesen Bewehrungsplänen betonieren.“
Andrea zog die Kaffeekanne heraus. „Damit das Fundament einstürzt?“
Neumann schüttelte den Kopf. „Nee, wegen der Kosten, wie er sagte. Mehr Eisen, höhere Kosten, aber die Isenberg wollte nicht mehr blechen.“
„Sage ich doch. Auf dem Bau sind alles Ganoven, wie bei meiner Tante…“
„Jenny, das ist nicht unser Ding.“
„Jawohl, Chef. Trotzdem kann es der Riemer gewesen sein. Er murkst ihn irgendwo ab, will die Leiche entsorgen, da fällt ihm die Baugrube ein, er entsorgt ihn.“ Sie tippte an ihre Brust. „Ich würde mir da keine Gedanken über die Statik machen.“
„Mensch, Jennifer, hast du die Akte nicht gelesen?“
Sie zuckte mit ihren Achseln. „Dirk, ich kam bis jetzt nicht dazu.“
„Was machst du den ganzen Tag?“
Sie verzog ihr Gesicht zu einer Grimasse. „Kaffee kochen?“
Neumann stieß Andrea in die Seite. „Kläre unser Küken auf.“
„Der Fundort war der Tatort, oder zumindest in der Nähe.“
Jenny strich über ihre Schulter, als fegte sie Staub hinweg. „Woher?“
„Die Erde an des Toten Schuhe ist dieselbe wie am Fundort und es ist unwahrscheinlich, dass er als Leiche zur Baugrube spaziert ist.“
„Logisch“, gab sie in einer Stimmlage zu verstehen, welche eher ihr Unverständnis ausdrückte.
Andrea entnahm aus dem Küchenschrank eine Tasse, goss den Kaffee ein, stellte diese neben Neumann ab. „Dirk, ich folge deiner Logik, das heißt, der Mörder hatte nichts mit Isenberg-Bau zu schaffen, fand mehr aus Zufall die Grube, oder ...“
Neumann ergriff die Tasse. „Genau oder?“
„Dann lass uns zu Isenberg-Bau fahren und alle in Schwitzkasten nehmen“, warf Jenny in die Runde.
„Zu aufwendig, Jennifer.“ Neumann nahm einen Schluck und spie diesen, sein Gesicht zu einer Fratze verzerrt, aus. „Was ist das?“
Jenny verzog ihren Mund. „Viel Arbeit.“
Neumann starrte in seine Tasse. „Nee, das Zeug?“
„Kaffee“, antwortete Andrea.
„Sieht eher aus wie Tee und schmeckt wie Abwaschwasser.“ Neumann presste die Tasse an Andreas Bauch, der ihm diese abnahm.
„Die Isenberg und diesen Fischer sollten wir uns nochmals vornehmen, der kam mir von vornherein sonderbar vor“, konstatierte Andrea und stellte die Tasse auf der Küchenzeile ab.
„Die Isenberg überlassen wir anderen und der Fischer ...“, Neumann zupfte sich am Kinn, „tut nur schlau. Andrea, zücke deinen Block.“
Er zerrte den Block aus seiner Gesäßtasche. „Und?“
„Welche Namen hat der Fischer uns genannt?“
Andrea blätterte in seinen Block, strich mit einem Finger über eine Seite und las: „Frederick Friedson, Beatrix William.“ Er schlug sich an die Stirn. „Die William genau, die hat doch mit dem Riemer zusammengearbeitet. Sie wusste bestimmt etwas von der Baugrube.“
„Möglicherweise, spekulativ, nicht bestimmt“, konterte Jenny, stand auf und ging auf Andrea zu.
Neumann schwang seinen Kopf. „Wir sollten sie nicht außer Acht lassen, jedoch gilt für sie dasselbe, wie für den Riemer.“
„Dirk, worauf willst du hinaus?“
Andrea zur Seite schiebend, öffnete Jenny den Deckel der Kaffeemaschine, stierte hinein und murmelte: „Männer! Immer laut herumposaunen, wie toll sie sind, dabei könnt ihr nicht einmal Kaffee kochen.“
„Bitte!“
„Andy, der Kaffeefilter hat sich zusammengefaltet.“
„Der Friedson“, gab Neumann unbeeindruckt von sich.
„Der Friedson?“, wiederholte Andrea. „Aber der hat, so weit wir von dem Fischer erfahren haben, nichts mit Jsenberg-Bau zu schaffen.“
„Nichts?“ Neumann zog seine Augenbrauen herauf. „Vitamine B.“
„Schaut, jetzt steht er“, schnaufte Jenny. „Erneut Wasser auffüllen, dann gibt es frischen Kaffee.“
Andrea schürzte seine Lippen. „Als Bekannter könnte der sicher herausbekommen haben, wo Isenberg baut.“
„Nicht nur das, Sherlock Holms. Der Riemer kennt ihn gleichfalls, nannte ihn einen Kumpel.“
„Woher …?“
„Nachdem du zur Technik warst, habe ich mit ihm noch ein bisschen geplaudert. Der Klopfer ist jedoch ein anderer.“
„Dirk, welcher?“
„Der Riemer hat mir gesteckt, dass er den Friedson im Studium kennengelernt hat.“
Jenny wandte sich um. „Wo ist da ein Klopfer?“
„Andrea, teile unserer Jungdetektivin mit, wo der Riemer aufgewachsen ist.“
„In der DDR.“
„Da gab es auch Unis“, stellte sie fest. Allerdings den schnippischen Unterton, den sie dabei anschlug, reizte, trieb Andrea in Wut, die er nicht ihr, sondern Neumann entgegenwarf.
„Dirk, ich verstehe dich auch nicht.“
Neumann verschränkte seine Arme und grinste.
Andrea stieß ihn an. „Los, raus mit der Sprache.“
„Also, wenn es der Frederick Friedson ist, den ich vermute, dann stammt dieser von Norderney.“
„Den du vermutest?“
Neumann hob seinen Kopf, als betrachtete er die Deckenleuchte. „Nicht allein schlechte Journalisten haben ihre Quellen.“



Beatrix

Fred warf den größten Teil seiner Annahmen über Bord. Karola war zerrissen. Der Riss ging durch ihr Herz.
Einerseits faszinierte ihr Beatrix Lebenswandel, anderseits schmachtete sie nach Geborgenheit. Wenn er es könnte, wüsste, wer diese Beatrix war, er würde ihr seinen Zorn entgegenwerfen. Nicht anders als eine Prostituierte war sie, welche sich mit dem Versprechen der Ehe an fremde Männer hing. Danach warf sie ihre Verehrer auf den Müll, wenn sie genug von ihnen hatte.
Er war blöd, hatte Karola erlaubt, den gleichen Weg einzuschlagen. Beatrix bekam, außer Geschenken, keinen Heller von den Herren, das Portal bezahlte bei guten Bewertungen ihre Dienste.
War das Portal ein verkapptes Bordell? Nein! Die überwiegende Zahl der Mitglieder war auf der Suche nach dem Partner fürs Leben. Dennoch tolerierten die Betreiber jene Frauen, welche immerwährend neue Bekanntschaften suchten. Sie waren der Unterbau, der das Rad am Laufen hielt. Die Topseller, deren Erfahrungen neue Mitglieder lockte, in ihren Bann schlug.
Es waren Halsabschneider, welche die Not unbescholtener Menschen ausnutzten, um damit ihren Profit zu steigern. Auf der anderen Seite gaben sie Autorinnen die Chance, ihr Schaffen einem breiten Publikum zu unterbreiten. Keine Leistung ohne Gegenleistung, so war die Welt. Karola verweilte in der Mitte.

Das war nicht sein Problem. Er hatte nichts dagegen einzuwenden, wenn sie sich Fremden hingab. Kurzweilige Abenteuern nachging, aber dieser Steven musste weg. Aus ihrem Leben getrieben werden. Seine einzige Chance lag darin, dass dieser sich in eine andere verknallt und Karola wegwarf, obwohl ihm bei dem Gedanken das Herz zerriss.
Sich als Steven auszugeben, Kontakte knüpfen, war für ihn abwegig, denn sogar so ein Casanova – er schätze ihn dermaßen ein – wäre verwundert darüber, dass ihn eine Frau nötigte, den Akt durchzuführen. Diese Tatsache verlangte, dass die Aktivität von der Frau ausging. Das Eheportal, in dem sich seine Karola herumtrieb, war dafür sicher geeignet. Allerdings die Hürden, die diese Betreiber dem Aspiranten zur Aufnahme in den Weg legten, zu hoch. Jedenfalls dann, wenn er sich zum Schein als Steven ausgab.
Im Endeffekt benötigte er bloß eine willige Frau. Willige Frau? Klar, weshalb war er nicht sofort darauf gekommen: Beatrix.

Er kratzte den Rest Haferschleim aus seiner Schüssel, als das Festnetztelefon klingelte. Nachdem er den Löffel abgelegt hatte, eilte er ins Wohnzimmer und war enttäuscht darüber, dass er nicht Karolas, sondern die Stimme der Verkäuferin des Brautmodengeschäfts vernahm. Die Frau entschuldigte sich bei ihm, dass es Verzögerungen gegeben hätte, dafür die Brautkleider nun zum Abholen bereitlägen. Auf einmal fiel es ihm wieder ein. Hatte er es verdrängt? Nachdem Karola ihm gebeichtet hatte, dass sie sich verlobt hätte, erwarben sie ein Brautkleid. Nein, zwei. Welch eine Frau kauft sich zwei Brautkleider? Außer, wenn sie verrückt war. Wollte seine Karola nicht mit Steven nach Florida? Oder hatte er es sich bloß eingebildet. Wie viel Zeit war seitdem vergangen? Es kam ihm wie eine Ewigkeit vor, musste sogar eine sein, da sie zwischenzeitlich geschieden waren. Aber welche Änderungsschneiderin benötigte über ein Jahr, um ein Kleid auf Maß zu bringen. Er machte sich auf den Weg.

„Ihre Freundin ist nicht mitgekommen?“
„Meine Freundin?“
Die Verkäuferin lächelte. „Dass sie nicht Ihre Tochter ist, ist wohl eindeutig.“
„Das geht Ihnen bestimmt nichts an und weshalb sollte meine Frau mitkommen?“ Etwas Besseres fiel ihm nicht ein. Die für ihn junge Frau direkt darauf anzusprechen, wann er mit seiner Karola da gewesen war, war ihm peinlich. Nicht, dass sie annahm, er hätte Demenz.
Die Frau schritt an einen Kleiderständer, erfasste einen Bügel und hielt ihm ein Brautkleid entgegen. „Um es noch einmal anzuprobieren?“ Sie zuckte mit den Achseln. „Gehen Sie schon einmal nach hinten durch. Ich bringe Ihnen dann Ihr Kleid.“
Hatte er sich verhört oder machte sie ihn lächerlich. „Bitte?“
„Wenn Sie da sind … nicht, dass Sie sich später beschweren.“
Was dachte sie von ihm? Klar. Eindeutig. Zwei Brautkleider, ein Ehemann, der sich als Vater der Braut ausgibt. „Ersatzkleid“, schnarrte er, ohne sich darüber Gedanken zu machen, was für einen Blödsinn er sabbelte.
„Wie bitte?“
„Das zweite Kleid ist ein Ersatzkleid. Packen Sie einfach ein und gut.“
Sie zuckte erneut mit ihren Schultern. „Warum haben Sie … ist ja Ihre Sache.“

Nachdem er wieder daheim angekommen war, hing er die Kleider in den Kleiderschrank des Gästezimmers. Er wollte sie erst einmal vor ihr verbergen, nicht, dass sie in Hochzeitseuphorie verfiel. Was für ein Blödsinn, dachte er? Welche Frau erwarb ein Brautkleid, ohne dass der Termin der Hochzeit bereits feststand? Waren das seine Aussetzer? Gaukelte Karola ihm vor, dass dermaßen viel Zeit vergangen war? Dieses war die einzige plausible Lösung. Er hatte ihr nicht die Einwilligung zur Scheidung gegeben. Sie waren längst geschieden, obwohl er sich nicht daran erinnerte. Egal, ob, oder ob nicht, er musste dem Spuk ein Ende bereiten, notfalls mit Gewalt.



Legal, illegal, scheißegal

Andrea wusste nicht, ob er Dirk bewundern, oder dessen an der Illegalität tangierenden Plan missbilligen sollte. Vermutlich war es für ihn der berühmte Strohhalm, an dem er sich hielt, dachte Andrea. Nichts hatten sie. Der einzige Tatverdächtige schwamm ihnen von dannen und das Opfer mutierte zum Mysterium.
Dass jedoch Dirk Jenny nicht gebremst hatte, war für ihn alles andere als akzeptabel. Sicher, er hatte sich selbst angeboten, es zu tun, allerdings erst am folgenden Wochenende. Inwieweit er den Einwand, sie könne nicht allein nach Norderney fahren, ernst gemeint hatte, konnte Andrea nicht herausbekommen, denn kaum hatte er ihn ausgesprochen, stürmte Tim in die Teeküche. Der Tim.

Tim war in der Inspektion Hannover das berühmte Mädchen für alles. Er versorgte alle, die danach verlangten, nicht nur mit Akten, die diese benötigen, sondern gleichfalls mit den Dingen, die den Diensttag angenehmer gestalteten. Vom Rang war er Polizeiobermeister und wie Andrea erfahren hatte, vor Kurzem dazu befördert wurden. Er trug mit Stolz seine Uniform und zeigte jedem, ob er es sehen wollte oder nicht, seine Schulterabzeichen. Weshalb Tim überhaupt in Uniform seinen Dienst versah, war für Andrea schleierhaft, denn auf Streife ging er nie.
Polizeiobermeister Tim überragte ihn fast um einen Kopf, dabei war Andrea eher einer, der auf andere herabsah. Tim war, dafür brauchte er keine Ausbildung zum Ermittler, nicht die hellste Kerze auf dem Weihnachtsbaum. Jedoch eilte ihm der Ruf nach, nicht nur dem weiblichen Geschlecht zugetan, sondern ein Frauenschwarm zu sein. Ein Umstand, den Andrea nicht verstand. Vielleicht, dieses vermutete er, hatte Tim andere als geistige Qualitäten.
Dabei war Tim offiziell gar nicht für sie zuständig, eher ein Fremdkörper, wie ihn Dirk gern titulierte. Denn sie arbeiteten, gleichfalls ein Spruch von ihm, im Exil. Ein Exil, das Dirk, derart nahm es Andrea wahr, zu genießen schien. Denn sein Boss saß in Garbsen.
Ein Wasserschaden, wie Dirk es gern berichtete, hatte ein Geschoss in der Inspektion Garbsen beschädigt. Daraufhin die Führung dazu veranlasst, die dort arbeitenden Kollegen, mit Ausnahme von Dirks Team, auf andere Dienststellen in der Inspektion zu verteilen. Die Ausnahme bestand darin, dass Dirks Truppe Unterschlupf am Welfenplatz fand, und dieser war wahrlich nicht im Gebiet der Polizeiinspektion Garbsen. Andrea kam es gelegen, denn ein Chef, welcher selten seinen Chef sah, war ein angenehmer Zeitgenosse, und dass Dirk den Rückzug galant herauszögerte, sicher nicht seiner Fürsorgepflicht gezollt, sondern eher seinem Eigennutz.

Andrea schloss die Tür zu Neumanns Büro. „Dirk, was soll das, dass du Jenny …“
Neumann ließ sich auf seinen Schreibtischstuhl fallen. „Warum? Sie hat sich doch selbst angeboten.“
Er trat auf ihn zu. „Das meine ich nicht.“
„Oh, höre ich Eifersucht aus deinen Worten.“
Die Stirn gerunzelt, stützte er sich auf Neumanns Schreibtisch ab. „Eifersucht?“
Sein Gesicht ihm zugewandt, blinzelte Neumann zuerst, bevor er grinste. „Jennifer allein mit Tim in einem Hotelzimmer, wer da nicht auf abwegige Gedanken kommt?“
Andrea winkte ab.
„Glaubst du, ich bin blind, seit Jennifer bei uns ist, schäkerst du mit ihr.“
„Jennifer ist eine Liebe.“ Neumann hielt sich die Hände vor seiner Brust. „Und hat Titten zum Versinken.“
„Du wieder.“ Andrea lächelte. „Du bist wohl selbst scharf auf sie?“
„Ist mir zu Grün hinter den Ohren. Ich stehe eher auf reife Frauen, da weiß man, was man bekommt.“
„Was ich meine, ist die ganze Aktion für sich. Was bringt es uns? Angenommen! Nur mal angenommen, Jenny kann überhaupt Proben finden, oder gar nehmen. Was bringt uns das?“
„Wir wissen, dass unser Kopfloser Frederick Friedson ist.“
„Wenn deine Quelle, die du mir nicht preisgibst, kein Dünnschiss erzählt hat.“
„Glaubst du an Zufall?“
„Das ist keine Glaubensfrage. Es ist illegal.“
„Ich würde es am Rande titulieren.“
„Dann gehst du zu den Eltern und erzählst ihnen, dass wir ihren Sohn kopflos auf dem Deister gefunden haben.“
Neumann tippte sich an die Schläfe. „Bin ich behämmert. Außerdem weiß dann der Täter, dass wir ihm näherkommen. Wir benötigen Zeit. Warum fährst du nicht?“
„Ich habe etwas vor.“
Neumann schob seinen Stuhl zurück und klopfte auf seine Oberschenkel. „Trotzdem bringst du mich erst einmal nach Hause.“
„Wieso? Ist deine Karre verreckt und der Bus hat keinen Sprit?“
„Fast richtig! Mein Wagen muss in die Inspektion.“
„Am Wochenende?“
Neumann grinste. „Na ja, ich kenne da jemanden, der macht es unter der Hand.“
Andrea wies zum Fenster, das weiterhin offenstand. „Aber das ist genau die entgegengesetzte Richtung.“
Neumann zog seine Augenbrauen zusammen. „Wieso, du hast doch eine Wohnung in Langenhagen?“
„Nicht mehr, ich wohne wieder bei meinen Eltern.“
Neumann lehnte den Kopf zur Seite. „Du fährst jeden Tag …“
Andrea zuckte mit seinen Schultern. „Nee, manchmal penne ich bei einem Kumpel auf‘m Sofa.“
„Deine Sache.“ Neumann stand auf. „Apropos, hat Norbert dir Grüße bestellt.“
„Wer ist Norbert?“
„Der Typ aus der Technik, dem du die Speichelprobe vom Riemer gegeben hast.“
Andrea kratzte sich an der Nase. „Nee, aber vom Tamban.“
„Woher kennst du Herbert?“
„Herbert heißt er?“
„Was macht der alte Zausel bei Norbert? Bestimmt wieder abhängen.“
„Getrunken hat er mit ihm.“
„Mit wem?“
„Mit dem aus der Technik, mir gesagt, ich soll dich an die Bolzen erinnern.“
Neumann schwang sein Bein. „Bolzen, nicht Bolzen!“
Andrea sah ihn fragend an.
„Bolzen, kicken, Fußball spielen“, grummelte Neumann.
„Wenn es Spaß macht?“
„Haben sie noch etwas gesagt?“
„Bist du neugierig?“
„Informiert sollte man sein.“
Andrea kratzte sich erneut an der Nase. „Die suchen irgendeine Monika. Handyortung und so. Bestimmt ein Fall von diesem Tamban.“
Neumann zuckte zurück. „Sagten sie wirklich Monika?“
„Ich bin nicht taub, kennst …“
„Jetzt bringst du mich erst einmal nach Hause“, fuhr Neumann ihm ins Wort.
„Wolltest du nicht deine Karre in die Werkstatt …“
Neumann schlug sich an die Stirn. „Stimmt. Du holst mich dann ab.“
Ohne Andrea eines weiteren Blickes zu würdigen, eilte Neumann zur Bürotür.
„Warte“, rief ihm Andrea hinterher, worauf er sich umwandte.
„Was gibt’s?“
„Wo ist deine Werkstatt?“
„Industrieweg“, rief Neumann und eilte heraus.
Andrea hatte zwar keinen Bock, seinen Chef nach Celle zu chauffieren, nahm jedoch den Umweg zum Anlass, einen alten Kumpel zu treffen.



Luxus

Fred schob den Ausschnitt des Pullovers über die rechte Schulter bis an seinen Hals.
Seine Karola zerrte den Ausschnitt zurück. „Lass das. Dein Gehirn möchte ich haben. Einen Carmen-Ausschnitt trägt man schulterfrei oder hast du es vergessen.“ Sie wandte ihr Gesicht der Windschutzscheibe zu und pullte an ihren Zehen, welche oberhalb des Handschuhfaches die Sonne genossen.
Er mochte es nicht, wenn sie ihre Beine heraufhob. Es bestand die Gefahr, bei einem Auffahrunfall unter den Gurt zu rutschen. „Schulterfrei“, brummelte er.
„Ich habe dir nicht gesagt, dass du dein Sportdress anbehalten sollst. Deine Meinung?“
„Du hast mich getrieben.“
„Gebeten?“
„Gut, damit du zufrieden bist. Ich fahre am nächsten Rastplatz ab und ziehe die Sportkleidung aus.“
„Warum?“
„Darum.“
„Dann bist du nackt.“
„Stimmt.“
Er trat das Gaspedal nieder. „Was macht er beruflich?“
„Wer?“
„Dieser Steven?“
„Sprich nicht so abfällig von ihm, außerdem weißt du es.“
Er hatte zwar keinerlei Ahnung, dennoch tat er, als wüsste er es. „Wollte es eben noch einmal wissen.“
„Selfmade-Millionär, denn für sein Erbe kann er nichts.“
„Erbe? Dann sind seine Eltern verstorben.“
„Nein. Seine Mutter lebt.“
„Du weißt nicht, was er jeden Tag macht, aber wie viel Geld er auf dem Konto hat.“
„Weiß ich nicht. Nur, dass er Firmenanteile und Immobilien besitzt.“
„Damit hat er geprahlt.“
„Das würde er nie machen. Hat mir …“

Das Klingeln von Karolas Smartphone unterbrach das Gespräch.
Nach einer schmachtenden Begrüßung von ihr erkannte er durch den Satz, dass sie auf dem Weg sei, wer an der anderen Seite des Gespräches war. Karola wandte ihm ihr Gesicht zu und grinste. „Den Zug habe ich nicht mehr erreicht, eine Freundin bringt mich.“
Fred kam die Galle hoch.
„Eine Busenfreundin.“ – „Natürlich stell ich sie dir vor.“ – „Da würde sie sich drüber freuen.“
Der Rest des Gespräches war für Fred belanglos. Sie kicherte, schmachtete und küsste ihr Telefon.
Bis Hamburg hauchte sie ihre Liebeserkundungen ihrem Purzel, wie sie ihn titulierte, entgegen.
„Bei welchem Hotel soll ich dich rauslassen?“, fragte er sie, nachdem sie endlich das Telefonat beendet hatte.
„Vier Jahreszeiten.“
„Nobel der Herr.“
„Seinem Stand angemessen.“

Fred deutete von rechts nach links. „Wo soll ich hier halten?“
„Vor dem Hotel natürlich.“
„Da war kein Parkplatz frei.“
„In zweiter Reihe.“
„Das ist verboten.“
„Mach! Ich laufe nicht durch die halbe Stadt.“
Fred fuhr ein weiteres Mal um den Block, bevor er vor dem Eingangsportal hielt. Er hatte gerade seinen Warnblinker angestellt, da eilte ein Herr, er trug Frack und Zylinder, auf seinen Wagen zu. Dieser nahm seine Kopfbedeckung ab, klemmte sie unter seine linke Achsel, öffnete die Beifahrertür und reichte seiner Karola den Arm. Ein zweiter Herr ohne Zylinder trat an die Fahrertür und streckte Fred seinen Arm entgegen, er wehrte ab und stieg ohne fremde Hilfe aus. Dafür räusperte sich der Herr und schielte ins Innere von seinen Wagen. „Der Autoschlüssel“, harschte ihn Karola über das Verdeck an.
„Ich gebe niemanden meinen Schlüssel.“
„Der Schlüssel“, zischte sie, dabei zeigte sie ihm ihre Zähne.
Fred beugte sich ins Innere, zog den Autoschlüssel ab und übergab diesen dem Herrn, welcher die Beute einem dritten Herrn ohne Frack, dafür im schwarzen Anzug überreichte. Der Herr mit Zylinder winkte einen Pagen herbei, der den Kofferraum öffnete und Karolas Koffer ans Tageslicht beförderte.
Der Anzugträger setzte sich in Freds Wagen und fuhr ab.

Der Portier marschierte voran, Fred folgte seiner Karola und ein Page trottete, den Koffer hinter sich herziehend, hinterher. Zumindest sah er dieses, als er an einer mit Spiegeln verhängten Wand vorbeiging.
Er konnte sich kaum von der Pracht des Hotels lossagen, hätte es gern erkundet, trotzdem schritt er zusammen mit Karola zur Rezeption.
Der Herr am Empfang nickte. „Bitte.“
„Herr Steinert hat mich avisiert“, verkündete Karola.
„Gewiss Gnädigste. Ingrid Bergmann Suite.“ Fred musterte den Herrn, beobachtete, wie dessen Pupillen schwankten, und vernahm: „Die Dame?“
Nie wäre er auf den Gedanken gekommen, seine Karola als Dame zu bezeichnen, aber, er wandte sich erneut um, betrachtete das Interieur, sicher in diesem Hotel nicht außergewöhnlich. Während er sich auf eine Frau konzentrierte, die gekleidet in einem bordeauxroten Kostüm, einem glatzköpfigen, bierbäuchigen Knacker eine Zeitung reichte, hörte er „begleitet mich“ sowie „gewiss Gnädigste“, worauf er sich erneut dem Rezeptionisten zuwandte.
Der Page übernahm den Zimmerschlüssel und schritt voran.



Blutsbruder

Während Nick mit seiner Halskette spielte, starrte Andrea ihm in die Augen.
„Du bist verrückt.“
„Andy. Warum bin ich verrückt? Es ist meine letzte Chance, da herauszukommen.“
„Zuerst erzählst du mir, dass du eine Perle im Internet aufgerissen hast und dann …“
„Ich habe keine andere Wahl, außerdem kann man es rückgängig machen.“
Er kannte Nick, wie man sagte, bereits aus dem Sandkasten. Sie waren Rabauken und da schloss er Sandra mit ein. Keinen Schabernack ließen sie aus. Bloß dass sich Nick andauernd mit den großen Jungs anlegte, dann Sandra sich vor ihn stellte, ihre Fäuste präsentierte und ihn aus der Bredouille holte, wurmte ihn. Sie war zwar nicht stark, jedoch furchtlos. Außerdem gab es einen Ehrenkodex: Kein Junge vergriff sich an Mädchen. Sandra verzog. Er und Nick mussten zu den Pfadfindern. Nicks Eltern waren der Ansicht, dass er dort Anstand lernen würde: Alte Damen über den Zebrastreifen führen und so ein Kram. Seine Eltern schlossen sich der Auffassung an, obwohl ihre Hintergedanken eher in eine andere Richtung zielten.
Er war ein Schisser. Ohne angeschaltete Nachtlampe schlief er nie ein. Es war eine unbeschwerte Zeit. Er verlor seine Ängste, widmete sich der Ertüchtigung seines Körpers, während Nick der Gewieftere war. Egal, ob es das Entzünden eines Feuers oder der nächtliche Rückweg zum Lager war. Zu Blutsbrüdern wurden sie. Es gab nichts, was sie nicht gemeinsam unternahmen. Sogar ihre erste Freundin hatten sie gemeinsam. Er erinnerte sich genau an Melanie. Sie war eine Freundin einer Fliegerkameradin.
Auch so eine Idee von Nick. Er hatte ihn überredet, mit dem Segelfliegen zu beginnen. Ein Schisser war er zwar nicht mehr, dennoch hatte er Angst. Allerdings verflog diese buchstäblich nach seinem ersten Flug. Richtig heiß war er auf Melanie. Dabei war sie fünf Jahre älter, erfahren. Nick baggerte sie an. Er tanzte mit ihr, küsste sie, während er bloß zusah. Dann fuhren sie zu ihr nach Hause. Besser gesagt, er fuhr, er hatte gerade den Führerschein erworben, während die beiden sich auf dem Rücksitz vergnügten.
Eigentlich wollte er nicht mit hinauf in ihre Wohnung. Was sollte er dort? Zuschauen? Bereits im Flur rissen sie sich die Kleider vom Leib, eilten ins Schlafzimmer, warfen sich auf ihr Bett. Nick küsste ihre Brüste, beglückte sie mit seinen Fingern und er starrte sie an. Bis, bis sie ihre Beine spreizte, ihn ansah und „komm“ rief. Es war sein erstes Mal. Nicht einmal an ein Kondom hatte er gedacht. Nachdem er fertig war – es war bestimmt für sie kein Vergnügen –, kuschelte die beiden wieder und er beobachtete, wie Nick sie mit den Fingern, der Zunge, zum Höhepunkt trieb.
Lange trieben sie es nicht zusammen, vielleicht ein halbes Jahr, aber gelernt hatten sie von ihr. Sie sagte immer, beide zusammen wären sie der perfekte Liebhaber. Jedenfalls gelang es ihm, seinen Erguss so weit herauszuzögern, dass zumindest sie ihren Spaß hatte.
Nachdem sie beide ihr Abitur gebaut hatten, war die Frage für ihn, was nun. Für Nick stellte sich die Frage nicht. Er wollte zur Kripo. Daher meldeten sie sich bei der Aufnahmeprüfung an. Alle Hürden meisterten sie gemeinsam, bloß die Sportprüfung war für Nick ein Problem. Er schaffte nicht die nötigen Ergebnisse, außerdem behauptete einer der Prüfer, er wäre sowieso zu klein. Jedoch den größten Schlag bekam Nick, dadurch, dass man ihm, Andrea empfahl, sich beim Landeskriminalamt zu bewerben, denn dort suchte man andauernd durchtrainierte Beamte. Nick versuchte es auf dem Beschwerdeweg, denn zwei Mädels hatten sie Aufnahmeprüfung bestanden, obwohl ihre Leistungen kaum besser waren als die von Nick und ihre Körperlänge unter der seinen war. Gleichberechtigung nannte er es. Ohne Erfolg. Er probierte es beim Bundeskriminalamt, die nahmen ihn auf. Nach all den Jahren trennten sich ihre Wege.

„Warum willst du raus? Ich dachte immer, es macht dir Spaß?“
Nick griff in sein gewelltes, weit über seine Schulter fallendes Haar. „Wie gefällt dir meine neue Frisur?“
„Rot steht dir nicht und lenke nicht ab.“
„Das ist Kupfer.“
„Nick!“
„Stehst du eher auf Blond?“
„Nick!“, donnerte er ihm entgegen. „Außerdem weißt du das.“
„Spaß. Was ist Spaß? Du weißt genau, dass das Abenteuer mich getrieben hat.“

Oh ja, dieses wusste er. Er erinnert sich genau an den Tag, als er es ihm erzählt hatte.
Eine Freundin von ihm hatte Geburtstag. Für ihn war Nathalie mehr als eine Freundin, er war scharf auf sie. Es war nicht das erste Mal, dass sie zusammen kochten, jedoch wollte er bei diesem Diner, seine Liebe gestehen. Candle-Light-Dinner. Er war gerade dabei den Pizzateig zu kneten, da rief Nick ihn an. Er müsse unbedingt mit ihm sprechen. Kurze Zeit später - er hatte ihm Nathalies Adresse gegeben – erschien er. Ganz aufgelöst war er, kaum wiederzuerkennen.
Nachdem er Nathalie gebeten hatte, die Pizza zu belegen, den Tisch zu decken, zog er sich mit Nick in ihr Schlafzimmer zurück. Sie setzten sich auf ihr Bett und er erzählte ihm, berichtete ihm, dass sie ihn auserkoren hätten, als verdeckter Ermittler zu arbeiten. Dabei hatte er nicht einmal seine Ausbildung vollständig abgeschlossen. Er sprach von Abenteuer, Aufstiegschancen, dass man nicht ein zweites Mal diese Chance bekäme. Allerdings nicht euphorisch, sondern eher melancholisch stellte er es dar. Ihm war sofort klar, weswegen Nick seinen Rat verlangte. Verdeckter Ermittler hieß, alle Brücken zum alten Leben einzureißen.

Nathalie erschien im Schlafzimmer, sagte, dass das Essen fertig sei. Sie hatte sich umgezogen. In einem extrem kurzen Mini, einem bauchfreien Top stöckelte sie auf High Heels hinein. Einem Top, unter dem er nicht nur ihre prallen Brüste erahnen, sondern, wäre er vor ihr auf die Knie gefallen, mit Sicherheit, ihre üppige Pracht, die bar jeglichem Halt eines Büstenhalters stand, bewundert hätte. Sie stand vor Nick, lud ihn ein, mit an den Tisch zu kommen. Sie kamen ihrer Bitte nach, setzten sich vis-à-vis an ihren Esstisch, während Nathalie am Kopfende Platz nahm. Nick lobte ihre Kochkünste. Ansonsten sprach sie nicht viel, fast gar nicht. Allerdings die Blicke, die sie sich schmachtend, lechzten, überreichten, den Blick, den Nick ihm zuwarf, registrierte er. Dann strich Nick über ihren Arm.
„Du gefällst mir“, vernahm er seine Worte, woraufhin sie „du mir auch“ antwortete. Sie küssten sich.
Andrea wusste nicht mehr, ob Nathalie ihm verbal an den Kopf geworfen hatte zu verschwinden oder ihre Mimik für sich gesprochen hatte. Er ging.
Ein, zwei Tage später traf er Nathalie. Sie schwärmte von dieser Nacht, als wäre er ihre beste Freundin. Sie versuchte, ihn auszuquetschen, an welchem Ort sich Nick befände. Er wusste es nicht. Und wenn, dann hätte er es ihr nicht gesagt.

Nick und er benötigten keine Worte, um sich zu verstehen. Er las in seinen Gedanken wie in einem offenen Buch.
„Andy, hineingelegt haben sie mich.“
„Wie?“
„Ich bin für die bloß ein Strohmann. Ein für sie dummer Strohmann, der nach ihrer Pfeife tanz.“ Nick ballte eine Faust. „Aber nicht mehr mit mir.“
„Aber ich dachte …“
„Lebendiger Briefkasten“, unterbrach er ihn. „Pah. Alles nur ein Fake. Ablenkungsmanöver, nicht mehr, nicht weniger. Ich habe dir doch von der Prostituierten erzählt, die mir im Bordell in Uelzen aufgefallen war.“
Andrea wusste nicht, wen er meinte. Bei den seltenen Treffen berichte Nick oft das eine oder andere ohne Namen zu nennen, oder ihm die Hintergründe zu erzählen. Nick benötigte schlicht jemanden zum Quatschen und da war der beste Freund, der Blutsbruder, die beste Adresse.
„Ja“, log er. „Und?“
„Na ja, viel gemacht hat sie nicht. Wenn es hochkam, einen Freier pro Nacht. In diesem Bordell hatten die Frauen, mit muss, vier bis fünf. Wenn es weniger waren, gab es Prügel. Ein widerlicher Typ war das. Oder er schickte sie auf die Straße. Wie oft hatte ich Lust, dem Typen eine reinzuhauen. Dabei steckte er mit ihnen unter eine Decke.“
„Mit ihnen?“
Nick lehnte sich vor. „Mit meinen, unseren Kollegen. Ich bin lange genug im Milieu, dass ich einen Bullen vom weitem rieche.“
Instinktiv schnüffelte Andrea an seinem Oberarm. Trotzdem wusste er nicht, worauf er hinaus wollte.
„Andy, die Schlampe, tanzt auf zwei Hochzeiten. Entweder gehört sie nur der Szene an, ist wirklich eine Hure oder beim Syndikat.“
„Syndikat?“
„Hör auf! Ich darf dir nichts sagen. Nicht einmal das wenige, was ich weiß. Sie ist ein Maulwurf oder …“
„Ein Briefkasten?“
„Verstehst mich jetzt? Ich bin bloß ein Ablenkungsmanöver. Alles, was ich weitergegeben, alles, was ich gesehen habe, nur ein Fake.“
Angst keimte in auf. Konnte es sein, dass der Dienstherr Nick preisgab? Er kannte es bloß aus Filmen. Einen jungen Beamten zu opfern, die Ganoven in die Irre leiten, damit erfahrende Kollegen in Ruhe arbeiten konnten.
„Beruhige dich.“ Nick schnellte seinen Arm nach vorn, als führe er einen Karateschlag aus. „Ich weiß mich zu verteidigen.“
„Du?“
„Du denkst nur an körperliche Gewalt.“ Er tippte an seine Schläfe. „Ich arbeite mit meinem Kopf“ Er kicherte.
„Was ist daran witzig?“
„Nichts. Ich musste nur daran denken, wie ich einen dieser Bullen so richtig aufs Korn genommen habe. Dessen Gesicht war ein Bild für die Götter.“
„Erzähl’s!“
„Vergiss es.“
Andrea ahnte, wohin die Reise ging.
„Deshalb willst du … eine neue Existenz.“
Nick winkte ab. „Quatsch! Ich habe dir gerade verklickert, dass ich selbst das Ruder übernehme.“
Langsam begann er, an ihm zu verzweifeln.
„Rede Klartext und nicht wie ein Waschweib.“
„Danke für das Kompliment!“
„Bitte!“
„Richtig dahinter bin ich erst vor ein paar Tagen gekommen. Ich machte gerade Kasse …“
„Kasse? Ich dachte, du stehst hinter der Bar?“
„Normal schon, aber wenn zu wenige im Service sind, muss ich schon mal die Frühschicht übernehmen.“
Andrea stellte sich vor, wie Nick von Tisch zu Tisch tänzelte. Diese abwischte, um dann, dabei sein Block gezückt, an den nächsten trat und die Gäste, was darf ich ihnen bringen, in einer nasalen Stimmlage, säuselnd fragte.
„Du kannst ja gern vorbeikommen, wenn ich Frühschicht habe. Echt ein Knochenjob.“
Diesmal winkte er ab und lachte lauthals. „Danke. Vor Lachen mache ich mir bestimmt in die Hose.“
Nick grinste. „Damit ich dich trockenlege.“
Als wäre das Wort „Trocken“ ein Kommando für den Kellner, trat dieser an sie heran. „Darf ich ihnen noch etwas bringen?“
„Ein Cosmopolitan“, antwortete ihm Nick, woraufhin Andrea sich ein zweites Alkoholfreies bestellte.
„Du bist ganz schön heruntergekommen? Erst ein Aperol-Spritz und jetzt ein Cosmopolitan. Nick, früher standest du auf härteres.“
„Man gewöhnt sich an alles. Aber der Cosmopolitan ist hier echt in Ordnung. Nicht so gut wie meiner, aber ... außerdem muss ich heut noch arbeiten.“
„Eis an den Mann bringen?“
„Nee Spätschicht. Service. Da kann ich schlecht mit einer Fahne an die Tische.“
„Komm zu Potte, du hast Kasse gemacht …“
„Später!“
„Wie?“
„Die wollten mich schon länger nach Hamburg verschicken.“
„Auf der Reeperbahn nachts um halb eins“, sang Andrea vor sich hin.
„Du bist heute eine richtige Ulknudel. In ein piekfeines Restaurant.“
„Mit einer Bar?“
„Auch, aber nur als Vertretung.“
„Service“, nuschelte Andrea, ohne darüber nachzudenken.
„Wenn ich an meine Füße denke. Als Aushilfe gern, aber den ganzen Tag.“
„Wegen deiner Füße hast du abgelehnt.“
„Warum? Dafür gibt es Fußbäder, kann ich dir empfehlen, wenn du …“
„Nick!“
„Nein. Erst haben sie es gesagt, dann es herausgezögert. Das stank mir von Anfang an. Jedenfalls machte ich Kasse und da kam sie.“
„Wer?“
„Die Nute, wenn es eine ist.“
„Du hast sie gefragt, für wie viel sie es macht?“
„Sehr witzig. Außerdem habe ich nie … sie unterhält sich belanglos mit meinem Kollegen, bis er hereinkam, sich gleich an sie schmiegte.“
„Wer?“
„Ein Bulle. Ich wittere die. Außerdem hat sie ihm gleich gesagt, wie viel sie will und ihn aufgefordert, sie zum Essen einzuladen.“
„Und?“
„Gut, die eine oder andere Freischaffende hängt bei uns an der Bar ab, aber nicht am Nachmittag und verhandeln, habe ich sie nie gehört. Ich dachte mir zuerst, vielleicht ist sie wirklich eine Nute, hat ihr Gewerbe von Uelzen nach Celle verlegt, kennt hier nicht die Gepflogenheiten oder so. Dann steckte sie die Knete in ihre Handtasche, kramte darin herum und holte ihre Puderdose hervor, dabei …“
„Eine Nute Puder sich ihre Nase wie verwerflich?“
Er sollte sich mal wieder richtig besaufen, irgendwie schien ihm der Aperol bereits in den Kopf zu steigen, dachte sich Andrea, während er weiter zuhörte.
„Sie sind dann raus. Er rechts und sie links lang, aber vorher hat sie ihm etwas in die Hosentasche gesteckt.“
„Das Wechselgeld!“
„Was wohl? Bestimmt einen USB-Stick.“
„Mit ihren schönsten Fotos.“
„Dem nicht genug, als sie ihre Puderdose … du weißt schon, glitt ihr eine Visitenkarte aus der Tasche. Was stand darauf?“
„Ihre Telefonnummer.“
„Es war die Visitenkarten von dem Restaurant, in dem ich arbeiten soll. Klickerst?“
Wenn er mit ihm nicht befreundet gewesen wäre, hätte er ihn für verrückt gehalten. Nein! Wäre der Kellner nicht an ihren Tisch gekommen, hätte er es ihm gesagt.
„Könnte ich gleich abkassieren. Schichtwechsel.“
Andrea blickte Nick an. „Ich bezahle, immerhin weiß ich, was sich gehört.“
„Danke. Die wollen mich kaltstellen, mich nicht dabeihaben.“
Andrea schaute den Kellner an, während er bezahlte. „Stimmt.“
„Danke und noch einen schönen Nachmittag, die Herrschaften.“
„Bei meinem nächsten Treffen mit meinem Kontaktbullen, obwohl nach einem Bullen riecht er nicht, ehre Anwalt oder so, habe ich in gleich auf den Pott gesetzt.“
Andrea reizte die Anspielung. „Kam was heraus?“
„Auf mein Risiko.“

Es war zwar weder abartig noch – jedenfalls in Nicks Fall - normal, was er vorhatte, allerdings, sah Andrea auf den ersten Blick nicht das Risiko, abgesehen von irgendwelcher kurzzeitigen Nebenwirkung. Daher vermutete er es eher in der Tätigkeit, die er ausüben sollte, wenngleich Kellnern eher zu den risikoarmen Berufen gehörte. Zumindest, wenn er davon absah, dass ein ungehaltener Gast mit seinem Essen warf.
„Ich habe eine Idee, wie wir herausbekommen, ob sie dich foppen.“
„Welche?“
„Ganz einfach. Wir sind zurzeit an einem Mord dran“, er blinzelte Nick zu, „haben Verdächtige. Wenn ich dir die Namen stecke und in ein paar Tagen schlägt bei uns das Landes- oder das Bundeskriminalamt auf, dann …“
„Macht Sinn.“
Andrea zückte seinen Kugelschreiber, seinen Block, klappte diesen auf, setzte den Schreiber an.
„Andy, bist du behämmert?“
„Wieso?“
„Das weiß sogar ein Kindergartenkind. Wenn, dann schreib auf ein hinters Blatt oder“, Nick neigte seinen Kopf zur Seite, „schnappe dir den Bon meines Einkaufs.“
„Bekommst du öfter Hinweise auf Kassenbons?“
„Kam schon mal vor.“
Andrea lehnte sich vor, ergriff Nicks Weidenkorb, zog diesen an sich heran. „Bist du auf Diät gesetzt.“
„Ersten ist Gemüse gesund und zweiten“, Nick strich über seine Taille, „muss ich auf meine Linie achten.“

Nachdem Andrea die Namen in Druckbuchstaben auf dem Zettel verewigt hatte, legte er ihn zurück. „Wann geht es los?“
„Meine Tasche habe ich bereits gepackt. Viel benötige ich nicht. Morgen.“
Ein Schreck zuckte durch Andreas Körper. „Morgen?“
„Meine letzte Schicht heute.“
„Warum erzählst du es mir erst heute? Ich dachte, wir sind beste Kumpel, dann …“
„Hör mal, wenn, dann kann ich mich beschweren. Wer hat dir vor mehr als vierzehn Tagen auf die Mailbox gequatscht?“
Andrea schluckte und versuchte, seine Schuld zu verbergen. „Auf dem Flugplatz wolltest du mich treffen. Ich dachte, du wolltest eine Runde drehen, hatte keine Zeit, außerdem war das Wetter scheiße.“
„Weshalb sollte ich mit dir eine Runde drehen, bin am Fliegen.“
Andrea kam aus dem Staunen nicht heraus, nicht einmal das hatte er ihm gesteckt. „Wie?“
„Meine Papiere sind echt.“
„Aber ohne Lappen?“
„Bist du so doof oder tust du bloß so?“
Diesmal konnte er sich ein Lachen nicht verkneifen. „Etwa als Flugschüler?“
„Kam man so bezeichnet, obwohl …“
„Hör auf, sonst pisse ich mir wirklich in die Hose. Aber wie machst du das?“
Nick neigte den Kopf vor und runzelte die Stirn. „Andy, wie lange kennen wir uns“, er zupfte an seiner Kette, „aber was macht man nicht alles für die Kunst.“
„Hab ich vergessen!“
„Arschloch!“
„Danke! Was zupfte andauernd an dieser dämlichen Kette herum?“
„Dämlich? Hey, das ist ein Geschenk?“
Andrea nickte bedächtig, presste die Lippen und verkniff sich diesmal ein Lachen. „Oh, so weit ist es schon?“
„Bist du behämmert! Von ihr.“
„Ich dachte, du hast bloß mit ihr gechattet?“
„Habe ich, nein, wir schreiben uns weiterhin. Wie es soeben ist, kam es zum Date. Ich bin aber nicht hin, habe ihr, in der Zeit, in der wir uns treffen wollten, gesteckt, dass ich an Bord muss. Dabei saß ich zwei Tische weiter. Du weißt, die Kunst der Verkleidung beherrsche ich. Eigentlich wollte ich sie nur Live sehen, dennoch konnte ich nicht an mich halten und habe sie angesprochen. Seitdem weiß ich, sie ist es.“
„Bord?“
„Was soll ich ihr den verklickern, wo ich bin? Ein wenig lügen, ist nicht verboten. Ich arbeite an der Bar eines Kreuzfahrtschiffs.“
Seinen Mut bewunderte er – sowie seine Dreistigkeit.
„Du kannst es nicht lassen. Da hat sie dir die Kette geschenkt.“
„Quatsch! Wer schenkt einem fremden Freak eine Kette? Mit der Post kam sie“, Andrea sah Nicks schmachtenden Ausdruck, „mit einem total süßen Text dazu“, gab er ihm, in einer Tonlage, die seinem Gesichtsausdruck entgegenkam, zu verstehen, während er die Kette vollends befreite. „Zeilen, die total süß zu dem Anhänger passen.“
Andrea empfand es alles andere als süß, was er sah. Seine Sorge um Nick schlug in Angst um. Er krampfte, versuchte seine Gefühle im Zaum zu halten. Denn der Anhänger, den er erblickte, war der gleiche, den Sandra geschenkt bekommen hatte. War dieses das Risiko, was er einging? Ging es um Leben oder Tod? Mit einem fahrigen Griff steckte er den Block, den Stift ein, erhob sich. Er versuchte es zumindest. Denn seine Knie erweichten wie Butter. „Ich muss dann los“, stammelte er. „Wir bleiben in Verbindung. Du weißt, wie du mich erreichst.“
Während er sich abwandte, sah er, wie Nick mit den Fingern winkte, dabei den Anhänger anschmachte. „Wir sehen uns.“



Fortsetzung folgt –
 
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Hallo Ahorn,

Zuwenig Stahl oder Bewäehrung, wie der Schmidt es mir sagte.
Bei Isenberg-Bau angerufen, woraufhin die Isenberg kurz darauf bei ihm aufschlug kein Komma und ihm gesagt hat, er solle genau nach diesen Bewäehrungsplänen betonieren.
Jawohl Komma Chef.
Dirk, ich folge deiner Logik, das heißt Komma der Mörder hatte nichts mit ...
Zu aufwendig Komma Jennifer.
... spie diesen, sein Gesicht zu einer Fratze verzehrrt, aus.
Andrea zur Seite schiebend, ...
„Der Friedson?“, wiederholte Andreas.
Nicht nur das Komma Sherlock Holmes.

Liebe Grüße,
Rainer Zufall
 
Hallo Ahorn,

beim Durchscrollen stach es mir zufällig ins Auge: Deinem Sherlock Holmes fehlt noch das e ...

... anderseits schmachtete sie nach Geborgenheit.
Beatrix bekam, außer Geschenken Komma keinen Heller von ...
Die überwiegende Zahl der Mitglieder waren auf der Suche ...
Dennoch tolerierten die Betreiber kein Komma jene Frauen, welche immerwährend ...
Kurzweiligen Abenteuern nachging, aber dieser Steven musste weg.
Das geht Ihnen Sie bestimmt nichts an ...
Wenn Sie da sind … nicht, dass Sie sich später beschweren.
Packen Sie einfach ein und gut.

Liebe Grüße,
Rainer Zufall
 
Hallo Ahorn,

Das ‚Ihnen‘ passt aber besser zu ‚Fred‘. Ja, okay, es kann nicht jeder so eine Sprachbegabung haben wie wir ... :cool:

Vom Rang war er Polizeiobermeister und wie Andrea erfahren hatte (ohne fehlt hier irgendwie was, denn es besteht kein ... oh, verdammt, wie heißt denn das ... von wegen Sprachbegabung o_O Das Wort 'hatte' bezieht sich nicht auf dieselbe Aktion, dass man eine doppelte Nennung vermeiden könnte), man ihn erst vor Kurzem dazu befördert hatte. Da ich meinen Vorschlag vor dem Komma für richtig halte, würde ich den Nachsatz mit der Beförderung so formulieren: ist er erst vor Kurzem dazu befördert worden.
Denn sie arbeiteten, gleichfalls von ihm ein Spruch von ihm, im Exil.
Andrea hatte zwar keinen Bock Komma seinen Chef nach Celle zu chauffieren, nahm ...

Liebe Grüße,
Rainer Zufall
 
Hallo Ahorn,

ich gönne mir mal den Luxus ... ;) Oder ist das moderne Sklaverei? Armer Fred ...:(

„Schulterfrei“ Komma brummelte er.
... Begrüßung von ihr erkannte er, kein Komma - allerdings, wenn man diesen Einschub ganz bewusst betont liest, wäre es richtig. Ob es orthografisch allerdings richtig ist, wage ich zu bezweifeln. durch den Satz, dass sie auf dem Weg sei, wer an der anderen Seite ...
... ein Page trottete, den Koffer hinter sich herziehend, hinterher.
Fred musterte den Herrn, beobachtete, wie dessen Pupillen schwankten, und vernahm:

Liebe Grüße,
Rainer Zufall
 
Hallo Ahorn,

Winnetou und Old Shatterhand? ;)

Jedoch den größten Schlag bekam Nick kein Komma dadurch, dass man ihm, Andrea Komma empfahl, sich beim Landeskriminalamt zu bewerben, denn dort suchte man andauernd durchtrainierte Beamte. Nick versuchte es auf dem Beschwerdeweg, denn zwei Mädels hatten die Aufnahmeprüfung bestanden, obwohl ihre ...
... jedoch wollte er ihr bei diesem Dinner kein Komma seine Liebe gestehen.
Er war gerade dabei Komma den Pizzateig zu kneten, da ...
Sie hatte sich umgezogen. Wo hat sie sich denn umgezogen? Macht man das für gewöhnlich nicht im Schlafzimmer? Das war jedoch besetzt ...
Ein für sie dummer Strohmann, der nach ihrer Pfeife tanzt.
... berichte Nick oft das Eine oder Andere Komma ohne Namen zu nennen kein Komma oder ihm die Hintergründe zu erzählen.
In diesem Bordell hatten die Frauen, mit muss (was willst Du damit sagen?), vier bis fünf.
... dass ich einen Bullen von Weitem rieche.
Andy, die Schlampe kein Komma tanzt auf zwei Hochzeiten.
Angst keimte in ihm auf.
„Ich arbeite mit meinem Kopf Punkt“ Er kicherte.
Diese abwischte, um dann, dabei seinen Block gezückt, an den nächsten trat und die Gäste kein Komma was darf ich ihnen bringen, in einer nasalen Stimmlage kein Komma säuselnd fragte: "Was darf ich Ihnen bringen?"
Nick, früher standest du auf Härteres.
„Wenn ich an meine Füße denke. Als Aushilfe gern, aber den ganzen Tag Fragezeichen
„Wegen deiner Füße hast du abgelehnt Fragezeichen
„Die Nutte, wenn es eine ist.“
...und verhandeln keine Komma habe ich sie nie gehört. Ich dachte mir zuerst, vielleicht ist sie wirklich eine Nutte, hat ihr ...
„Eine Nutte pudert sich ihre Nase Fragezeichen Wie verwerflich? Ausrufezeichen"
... ehre eher Anwalt oder so, habe ich ihn gleich auf den Pott gesetzt.“
„Bist du auf Diät gesetzt Fragezeichen
„Erstens ist Gemüse gesund und zweitens“, ...
„Kann man so bezeichnen, obwohl …“
„Andy, wie lange kennen wir uns Fragezeichen
„Was soll ich ihr denn verklickern, wo ich bin? Ein wenig lügen kein Komma ist nicht verboten.

Puh! Gut, dass ich früh genug angefangen habe. Sonst wäre ich nicht komplett durch gekommen. Muss gleich zur Arbeit.

Liebe Grüße,
Rainer Zufall
 



 
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