Herbststunden

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HerbertH

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Herbststunden

Wie endlos zieht das Tal sich durch die Hügel,
Es schmiegt an Auen seine Flanken dicht
Und reckt die Erlenäste hoch ins Licht.
Noch höher trügen himmelzu nur Flügel.

Ein Falter taumelt trunken zwischen Blüten,
Berauscht von Nektar und Verpuppungsträumen.
Er spiegelt sein Zitronengelb den Bäumen,
Die sich von Stille nähren und von Mythen.

Versonnen streift ihr Blick die Wonnenlandschaft,
Erinnert sie an seine Lichtgestalt,
Vertraut seit erster, flüchtiger Bekanntschaft.

Betört erlag sie seiner Wortgewalt.
Sie fühlt noch immer mehr als nur Verwandschaft -
Als er verschwand, kam ihre Zeit zum Halt.
 

HerbertH

Mitglied
Lieber Walther,

das freut mich natürlich zu hören. Schließlich bin ich ja bei Dir in die sonette Schule gegangen ;)

Danke und liebe Grüße

Herbert
 
Hallo Herbert,
auch diese Zeilen kann ich nur bewundernd lesen. Im Moment fehlt mir leider für den ganzen Zyklus die Zeit. Zunächst muss ich mich aber mit den Herbststunden noch eingehender befassen, da sie für mich noch einige Geheimnisse bergen. Falls ich danach noch Fragen habe, werde ich sie dir per Mail stellen. Ich hoffe, dass sie dann nicht zu naiv sind.
Gruß Paul.
 

HerbertH

Mitglied
Lieber Paul,

vielen Dank für die positive Einschätzung dieses Gedichtes! Das freut mich zu hören. Ich bin derzeit viel unterwegs und habe nicht immer Zugriff auf Email. Eine PN ist eventuell besser, falls Du möchtest.

Liebe Grüße

Herbert
 

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