Ja, das ist schwer; jeder Versuch es zu tun ist letztlich keine Erfahrung. Mir ging es um Verständnis.Gut eingefangen.
Schwer vorstellbar, vielleicht einmal selbst so verwirrt zu sein. Nicht schön.
Ja, das war der Versuch, eine demente Person nicht von außen zu zeigen, sondern von innen.Die Idee ist originell, Demenz aus der Perspektive der betroffenen Person darzustellen. Sprachlich ist es dir gut gelungen, die Rastlosigkeit und geringe Halbwertszeit der Gedanken darzustellen, indem die meisten Sätze kurz sind, und die auf einen begrenzten Wahrnehmungsausschnitt beschränkte Welt, in der die Person fast nur noch sich selbst sieht, stellst du z.B. dar, indem sehr viele Sätze mit "ich" beginnen. Ich war ziemlich atemlos dabei beim Lesen.
Ja, war es. Vorher war es 'Dolmetscher'; dann kam mir in den Sinn, möglicherweise (er)kennt er das Wort nicht mehr, ist das aber gewöhnt. Phonetisch kommt es ihm bekannt vor.Ist Doletscher Absicht?
Sehr überzeugend!
Béla
Ja. Zuerst stand da 'nun', also die zeitliche Dimension. 'Jetzt' wollte ich als Titel nicht verwenden, da es mit dem Tolle-Buch nichts zu tun hat (oder doch?). Die örtliche Dimension 'hier' stellt jedoch gleichermaßen den Großteil des Bewusstseins dar.Ich finde den Titel beklemmend: Hier.
Das ist so 'konkret', nicht theoretisch oder gar fiktional, sondern im Hier und Jetzt. So sieht das aus, wenn jemand nicht mehr weiß, was er tun wollte, getan hat, nicht mehr begreift, dass er etwas tut geschweige denn, welche Konsequenzen das hat. Und wie schwer das für Angehörige ist - und nicht zu stemmen.
Eine Katastrophe, die weitere nach sich ziehen wird. Hier!
Ich hab schon einen Hinweis, so funktioniert das: Über Profil - finden - Thema; kann aber jeder für sich auf eigenem Profil abstellen, wenn ich das richtig verstanden habe, dann sieht das niemand.Das funktioniert glaube ich nur, indem man unter einem Text einer Person auf diesen Button klickt: Dieses Werk hat Ihnen gefallen? Dann lesen Sie andere Werke von Tonmaler
Wie wäre es übrigens mit "Domletscher"?
Deine andere Geschichte hab ich übrigens auch gelesen und war fasziniert. Habe das sehr gesellschaftskritisch verstanden. wie die Menschen mit weit offenen Augen wegschauen.
Genau da werden sich die Geister scheiden, wir wissen nicht, wie es im Innern einer dementen Person aussieht, sind es natürlich aber gewohnt von äußeren Verhaltensmustern auf innere Vorgänge zu schließen. Das klappt auch ganz gut, solange eine Person sich im Spektrum des "Normalen" bewegt, aber Demenz ist ein Extremzustand. Also können wir höchstens vermuten, was im Innern einer solchen Person vorgeht - und das hast du mE. sehr gut gemacht. Hier gehen auch Stil und Verwirrung des Protagonisten in eines über - der abgehackte Stil, die kurzen Säze, die ständig von neuen Ideen durchbrochen werden, geben das gut wieder. Mir hats gefallen!Ja, das war der Versuch, eine demente Person nicht von außen zu zeigen, sondern von innen.
Die Fragmentierung des Erlebens in beständiges Erwachen und wieder weg sein.
Danke dir!
Ja. Deshalb nenne ich es Versuch. Beobachtungen, Vermutungen. Letztlich geht es mir allerdings darum, zu zeigen, dass es etwas zu verstehen gibt.wir wissen nicht, wie es im Innern einer dementen Person aussieht
So ist es. Und was folgt, ist das Pflegeheim. Ich frage mich, wie das sein mag für den dementen Menschen; die Unerklärlichkeit, dass eine andere Umgebung, andere Menschen, gar nichts Vertrautes mehr - mit einem Mal - um ihn herum ist.Lange wird die Familie das nicht aushalten.
Danke! Das Problem mit der Perspektive ist gewesen, dass ich nicht allzu subjektiv Gedanken präsentieren konnte, das war mir zu spekulativ, siehe unten. Daher ist die Kamera sehr reflexiv und beschreibend, wenig interpretierend.Hmmm…das ist tatsächlich gut geschrieben. Man weiß hier, wer etwas sagt und denkt. Die Wörtliche Rede ist gut. Die grosse Schrift mache das Lesen einfach.
Gewissermaßen könnte der Erzähler auch ein unzuverlässiger Erzähler sein………………
Ja, wir wissen es nicht. Daher ist meine Sicht auch fokussiert auf das Phänomen des Verlusts der unmittelbaren Vergangenheit; das ist vorstellbar, und so erlebe ich es von außen und erfahre es von Beteiligten. Manchen war der Text anderorten zu brav und wenig konfus; aber wie gesagt, ich wollte nicht weit weg von dem, was relativ -- betone: relativ -- gut nachvollziehbar erscheint....hmmm, was in einem dementen Menschen vorgeht wissen wir wirklich nicht. Doch als ich als Schwesterhilfe in einer Geriatrie arbeitete, hörte ich von einer Patienten, die einen Hochschulabschluss hatte, in einem klaren Augenblick, folgende Aussage: „Wissen sie Schwester, ich muss nun alles vergessen, was ich gelernt habe, um Platz dafür zu haben, was ich nun erlebe.“ ja, wir wissen es wirklich nicht...
LG wirena
Ich frage mich, ob dies sie, in: frage ich sie zurück, nicht nur unnötig ist und für meine Ohren ungelenk daherkommt, oder sogar falsch ist? Man kann zurückfragen. Aber geht auch sie zurückfragen?Aus welchem Grund sollte ich die hinauswerfen, frage ich sie zurück.
Ich danke dir! Dank deiner Nachricht habe ich es überhaupt gemerkt ...Gratuliere zur – meiner Meinung nach: verdienten – Empfehlung.
Ja, das geht; in meinem Ohr klingt es auch richtig. Danke für die Nachfrage, manche Fehler schleichen sich ja ein und befinden sich im toten Winkel.Ich frage mich, ob dies sie, in: frage ich sie zurück, nicht nur unnötig ist und für meine Ohren ungelenk daherkommt, oder sogar falsch ist? Man kann zurückfragen. Aber geht auch sie zurückfragen?