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Traum zum 13.Oktober 2026
Wir waren als Familie in Thüringen. Urlaub. Plötzlich bin ich mit der Tochter allein. Die anderen beiden sind abgereist. Aber ohne Konflikt. Es war wohl so geplant. Ich mache mit der Kleinen einen Ausflug. Unser Fahrzeug ist eine Art 45er Hybrid – Elektrisch und – ich kann es auch durch Treten bewegen. Geil! Das Kind ist etwa fünf Jahre alt. Es gibt viele lustige neunmalkluge Bemerkungen von sich.
Wir machen also einen Ausflug. Sie sitzt neben mir, klar, es ist ein Zweisitzer. Aufenthalt in einer kleinen bergigen Stadt. Holperpflaster. Enge Straßen. Gassen. In einer ist alles vollgeparkt. Kein Durchkommen. Wir parken uns also dazu, schauen, wohin alle gegangen sind. Ah, eine Art Heimatmuseum, ein Umweltzentrum oder so. Mit kleiner Gastronomie. Wir gehen also auch dort rein, schauen uns an, worüber informiert wird. Mir fällt eine Frage meiner Frau ein, etwas, das ich mal herausfinden solle. Es geht um Wanderziele, die passende Route. Ich stelle dem Mitarbeiter die Frage. Es gibt doch da und da ein Kloster, dann in der Nähe eine Burg – wie können wir das auf einer Tour erwandern? Er winkt uns, wir sollen ihm weiter hinter in den Raum folgen. Dort erzählt er uns das Passende. Danach verlassen wir die Einrichtung, es ist einfach zu voll, zu viel Palaver der Leute. Draußen ist die Situation auf der Straße nicht besser geworden. Wir können nicht einfach starten – und, weg! Nur, wenn es mir gelänge, das Fahrzeug zu drehen, könnten wir in die Richtung, aus der wir kamen, zurücksetzen, die vollgeparkte Gasse vielleicht umfahren. Plötzlich kommt aus der Richtung, in die wir eigentlich wollten, ein weiteres Fahrzeug gefahren, das rücksichtslos alles beiseite schubst und schiebt, das stört. Ohne alle Bedenken, dass die gestoßenen Fahrzeuge Schäden nehmen könnten. Gewaltsam, Ruck für Ruck, kommt uns das Auto näher. Mit großer Anstrengung ziehe, schiebe, stoße ich unser Fahrzeug auf den Fußweg, der gerade breit genug ist, um uns für den Moment der Not Schutz zu geben. So ist es dann. Die Fahrerin des sich ruppig durchkämpfenden Autos lächelt mir milde zu, als sie uns passiert. Es wirkt natürlich nicht wirklich freundlich, sondern ironisch, mit der Selbstsicherheit der Siegerin.
Danach können auch wir uns aus der engen Gasse befreien. Zufrieden sinke ich in eine weitere Tiefschlafphase.
Traum zum 15. Oktober
Ich bin in Dessau-Nord unterwegs. Nicht zum ersten Mal komme ich an dieser Bäckerei vorbei, die hier neu ist, aber innen wie außen wirkt, als gäbe es sie seit über hundert Jahren. Sie ist klein, hat eine typische dunkle Holzmöblierung, eine ältere Verkäuferin in Kittel – wer kennt die Bäckerei nicht? Im Vorübergehen umduftet einen der frische Brotgeruch, gehst du hinein, umfängt dich ein Mixduft von Brot, den verschiedenen Brötchen und natürlich einiger Sorten Bäckerkuchen. Das ist himmlisch irdisch.
Ich gehe natürlich hinein, und genieße die brummige Alte, die keine verkaufsfördernden Smalltalk-Formeln zu kennen scheint. Sie macht ihren Job freudlos, zeigt nie, ob sie einen der Kunden wiedererkennt, verkauft einfach Backwaren. Umständlich gibt sie Wechselgeld raus, hat bei jedem Probleme, es passend auf den Wechselgeldteller zu legen. Ich zähle nie nach, möchte mich nicht kleinlich erleben. Wieder draußen, möchte ich in das eben gekaufte Kuchenstück beißen, da werde ich wach. Irgendwer hat den Dimmer plötzlich auf taghell geschoben.
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