Jürgen hörte, wie Jana sich im Badezimmer die Haare föhnte. Sie hatte gerade geduscht. Er sog den Geruch ihres Shampoos ein.
Sie kämmte sich ihre schwarzen Haare. Jürgen trat zu ihr und küsste ihr auf den Nacken.
Sie wich aus. "Ich muss schnell machen, ich bin echt spät dran."
Seine Frau war Lehrerin für Englisch und Erdkunde und würde heute mit ihren Schülern ein Bergwerk besichtigen.
"Du glaubst immer, du kommst zu spät, aber dann bist du pünktlich."
Jana legte sich etwas Lippenstift auf.
"Viel Spaß, Schatz. Vielleicht wird es ja richtig toll werden und dich beeindrucken."
Jana rollte die Augen "Ja sicher, ich werd bestimmt als völlig anderer Mensch zurückkommen."
Fünf Minuten später knallte sie eilig die Haustür hinter sich zu.
Um 21 Uhr war sie noch nicht zurück. Sie hatte eigentlich um 19 Uhr spätestens wieder zu Hause sein wollen. Jürgen las in seinem Buch, aber er war etwas nervös.
Gegen halb zehn klingelte es an der Tür.
Es war Jana.
"Sorry, ich hab meinen Schlüssel irgendwo in einer dieser Höhlen verloren."
"Ist ja nicht schlimm. Aber warum kommst du erst jetzt?"
Sie stöhnte. "Es war furchtbar! Erst hat sich der Führer total verspätet, und dann mussten wir noch eine Ewigkeit auf die Bahn warten."
"Aber jetzt bist du ja wieder da", sagte Jürgen und gab ihr einen Kuss auf die Stirn.
Dann schauten sie sich noch gemeinsam "Vertigo" an. Als der Film vorbei war, runzelte Jana die Stirn. "Okay. Und sowas nennt man dann quasi einen Filmklassiker".
Jürgen lachte. "Ich hab noch nie gehört, dass du das Wort "quasi" benutzt."
Ihre Antwort kam erst zwei Sekunden später. "Dann hab ich wohl mein Vokabular vergrößert"
Am nächsten Morgen saß Jürgen auf dem Sofa und las in seinem Buch. Aber er konnte sich nicht so richtig darauf konzentrieren. Da war irgendwas, das ihn irritierte, aber er konnte nicht sagen, was es war.
Er hatte gerade das Buch auf den Tisch gelegt, da hörte er Schritte, die Treppe hinunterkommen.
Er zuckte zusammen.
Er konnte nicht sagen, wer da die Treppe herunterkam. Normalerweise konnte er das immer sofort erkennen.
"Guten Morgen", gähnte Jana.
"Morgen", antwortete Jürgen knapp.
Sie ging in die Küche und setzte sich einen Kaffee auf.
Am Abend saß er mit Jana und seiner fünfjährigen Tochter Sophie am Wohnzimmertisch. Sie aßen Lasagne.
Jana erzählte von einer ihrer Schülerinnen. "Clara hat sich total in Levin verguckt, aber der interessiert sich so gar nicht für sie. Schon blöd sowas."
Jürgen lachte. "Ja, kann passieren. Ist mir leider selbst schon oft genug passiert. Oder denk nur an dich und Norbert."
"Ja!" rief Jana. "Ich war total besessen von ihm und er fand mich wohl einfach nur nervig."
Jürgen runzelte die Stirn.
"Nein, es war doch andersrum! Er war in dich verliebt, aber du konntest nichts mit ihm anfangen."
Jana schüttelte heftig den Kopf. "Nein, da bringst du was durcheinander."
Jürgen antwortete nicht.
Er war sich absolut sicher.
Vor dem Schlafengehen schaute er nochmal in Janas Zimmer vorbei.
Sie las.
Als sie ihn sah, legte sie das dünne Buch schnell beiseite.
"Was liest du denn da?"
"Ach, nicht wichtig."
"Es interessiert mich aber."
Sie errötete leicht. "Ach, ich lese nur ein bisschen in meinem alten Tagebuch."
Jürgen lachte. "Ich hab noch nie gesehen, dass du das gemacht hast"
"Ich bin halt grade ein bisschen nostalgisch"
Er betrachtete sie noch kurz aufmerksam, dann sagte er "Okay, Schatz. Dann stör ich dich nicht mehr. Schlaf gut"
"Gute Nacht", antwortete sie lächelnd.
Er schloss die Schlafzimmertür.
Am nächsten Tag war ein Samstag und Jürgen spielte mit seiner Tochter im Sandkasten.
Sie war heute sehr schweigsam.
"Alles okay bei dir, Schätzchen?"
Sophie stocherte lustlos mit ihrer Schaufel durch den Sand.
"Ja", sagte sie dann.
Sie bohrte ihre Schaufel so tief es ging in den Sand.
"Ganz sicher, Kleines?"
Sophie atmete schwer, dann sagte sie: "Eigentlich nicht"
Jürgen beugte sich zu ihr hinunter. "Was ist denn los, mein Liebling?"
Sophie blickte zu Boden.
"Mama ist weg"
Jürgen zuckte zusammen.
"Aber Mama ist doch da, gleich oben in ihrem Zimmer"
Sie schüttelte den Kopf.
"Die sieht nur so aus wie sie"
Jürgen schwieg.
Dann sagte er: "Du hast echt eine ausgeprägte Fantasie, Schätzchen."
Sie blieben noch eine Weile schweigend zusammen im Sandkasten sitzen.
"Kinder leben wirklich in ihrer ganz eigenen Welt", dachte Jürgen.
Ihm war auf einmal kalt.
Jürgen blickte sich im Zimmer um.
Er wusste selbst nicht genau, was er hier drinnen suchte. Jana hatte es nicht gern, wenn jemand ihr Zimmer betrat. Sie hatte fast seit Beginn ihrer Ehe einen eigenen Raum zum Schlafen, da Jürgen schnarchte. Ihr Bett war ordentlich gemacht. Auf der Kommode neben dem Bett lag ein aufgeschlagenes Buch und ein halbvolles Glas Orangensaft.
Er öffnete die Kommodenschublade: Bücher, zwei Packungen Taschentücher, ein Rosenkranz. Und Janas Tagebuch.
Sie war einkaufen gegangen.
Er nahm es heraus und hielt es eine Weile unschlüssig zwischen den Fingern. Er blickte zur Zimmertür. Im Haus war kein Geräusch zu hören.
Dann öffnete er das Tagebuch. In der Mitte, an einer zufälligen Stelle.
Die Seiten waren dicht mit Janas kleiner, ordentlicher Schrift gefüllt.
"Es wäre nicht fair von mir, darin zu lesen", dachte er entschlossen.
Er wollte das Buch gerade wieder zuklappen und zurück in die Schublade legen, da erstarrte er mitten in der Bewegung.
Einige Stellen des Textes waren mit Textmarker unterstrichen oder eingekreist.
Er blätterte hektisch und mit zitternden Fingern durch die übrigen Seiten.
Das Gleiche. Überall Markierungen.
Jana hatte Namen, Orte und Daten angestrichen. Als wollte sie sie auswendig lernen.
Er hörte von unten einen Schlüssel im Haustürschloss.
Er schloss das Tagebuch und legte es hastig zurück, genau dahin, von wo er es genommen hatte.
Es war früher Abend. Sophie übernachtete heute bei Janas Schwester. Jürgen und sie waren im obersten Stockwerk des Hauses. Die Klappfenster an beiden Seiten des großen Zimmers standen geöffnet und sorgten so für einen angenehm frischen Durchzug. Der Tag war sehr heiß gewesen.
Jana erzählte seit über zehn Minuten von ihrer Schwester. Jürgen schwieg und beobachtete sie genau.
"Sie hat bestimmt fünf Mal erwähnt, wie beschäftigt sie gerade ist, und dass es eigentlich überhaupt nicht reinpasst, aber dass ihre Nichte natürlich absolute Priorität hat." Jana lachte etwas gehässig "Kannst du mir sagen, was genau sie eigentlich den ganzen Tag zu tun hat?"
Jürgen schwieg. Dann merkte er, dass sie offenbar auf eine Antwort von ihm wartete und sagte langsam "Naja, du weißt ja, wie sie ist."
Jana erzählte weiter.
Jürgen schwieg.
Irgendwann unterbrach er sie mitten im Satz.
"Ich fände es so schön, wenn du mir mal wieder etwas auf dem Klavier vorspielen würdest."
Im Zimmer stand ein alter Flügel, den sie von Janas Eltern als Geschenk bekommen hatten. Sie hatte in ihrer Kindheit viele Jahre Unterricht bekommen und auch als Erwachsene hobbymäßig weitergespielt. Sie war sehr gut.
Jana schien nervös zu sein.
"Ich spiele nicht so gerne vor anderen. Das ist mir peinlich".
Er antwortete schnell: "Früher hat es dir nichts ausgemacht. Du hast immer für mich gespielt".
Sie fuhr sich mit der rechten Hand durch ihre Haare.
"Aber ich will es gerade einfach nicht machen, okay?"
Jürgen fixierte sie ununterbrochen mit den Augen. "Und warum bitte nicht?"
Er hatte die letzten Worte ziemlich laut gesagt. Jana schaute ihm ins Gesicht und sagte leise aber eindringlich "Mir ist einfach gerade nicht danach, kapiert?"
Jürgen stieg die Hitze ins Gesicht. Er stand auf, ballte die Hände zu Fäusten und rief "Ach, das ist also der Grund?"
Jana war zusammengezuckt.
Sie stand nun ebenfalls auf und rief mit wütender Stimme: "Du bist manchmal so ein Arschloch, wirklich!"
Sie ging aus dem Zimmer, knallte die Tür hinter sich zu und lief eilig ins Erdgeschoss.
Jürgen hörte durch die Tür ihre Schritte auf den Treppenstufen.
Schritte, die er nicht erkannte.
Sie kämmte sich ihre schwarzen Haare. Jürgen trat zu ihr und küsste ihr auf den Nacken.
Sie wich aus. "Ich muss schnell machen, ich bin echt spät dran."
Seine Frau war Lehrerin für Englisch und Erdkunde und würde heute mit ihren Schülern ein Bergwerk besichtigen.
"Du glaubst immer, du kommst zu spät, aber dann bist du pünktlich."
Jana legte sich etwas Lippenstift auf.
"Viel Spaß, Schatz. Vielleicht wird es ja richtig toll werden und dich beeindrucken."
Jana rollte die Augen "Ja sicher, ich werd bestimmt als völlig anderer Mensch zurückkommen."
Fünf Minuten später knallte sie eilig die Haustür hinter sich zu.
Um 21 Uhr war sie noch nicht zurück. Sie hatte eigentlich um 19 Uhr spätestens wieder zu Hause sein wollen. Jürgen las in seinem Buch, aber er war etwas nervös.
Gegen halb zehn klingelte es an der Tür.
Es war Jana.
"Sorry, ich hab meinen Schlüssel irgendwo in einer dieser Höhlen verloren."
"Ist ja nicht schlimm. Aber warum kommst du erst jetzt?"
Sie stöhnte. "Es war furchtbar! Erst hat sich der Führer total verspätet, und dann mussten wir noch eine Ewigkeit auf die Bahn warten."
"Aber jetzt bist du ja wieder da", sagte Jürgen und gab ihr einen Kuss auf die Stirn.
Dann schauten sie sich noch gemeinsam "Vertigo" an. Als der Film vorbei war, runzelte Jana die Stirn. "Okay. Und sowas nennt man dann quasi einen Filmklassiker".
Jürgen lachte. "Ich hab noch nie gehört, dass du das Wort "quasi" benutzt."
Ihre Antwort kam erst zwei Sekunden später. "Dann hab ich wohl mein Vokabular vergrößert"
Am nächsten Morgen saß Jürgen auf dem Sofa und las in seinem Buch. Aber er konnte sich nicht so richtig darauf konzentrieren. Da war irgendwas, das ihn irritierte, aber er konnte nicht sagen, was es war.
Er hatte gerade das Buch auf den Tisch gelegt, da hörte er Schritte, die Treppe hinunterkommen.
Er zuckte zusammen.
Er konnte nicht sagen, wer da die Treppe herunterkam. Normalerweise konnte er das immer sofort erkennen.
"Guten Morgen", gähnte Jana.
"Morgen", antwortete Jürgen knapp.
Sie ging in die Küche und setzte sich einen Kaffee auf.
Am Abend saß er mit Jana und seiner fünfjährigen Tochter Sophie am Wohnzimmertisch. Sie aßen Lasagne.
Jana erzählte von einer ihrer Schülerinnen. "Clara hat sich total in Levin verguckt, aber der interessiert sich so gar nicht für sie. Schon blöd sowas."
Jürgen lachte. "Ja, kann passieren. Ist mir leider selbst schon oft genug passiert. Oder denk nur an dich und Norbert."
"Ja!" rief Jana. "Ich war total besessen von ihm und er fand mich wohl einfach nur nervig."
Jürgen runzelte die Stirn.
"Nein, es war doch andersrum! Er war in dich verliebt, aber du konntest nichts mit ihm anfangen."
Jana schüttelte heftig den Kopf. "Nein, da bringst du was durcheinander."
Jürgen antwortete nicht.
Er war sich absolut sicher.
Vor dem Schlafengehen schaute er nochmal in Janas Zimmer vorbei.
Sie las.
Als sie ihn sah, legte sie das dünne Buch schnell beiseite.
"Was liest du denn da?"
"Ach, nicht wichtig."
"Es interessiert mich aber."
Sie errötete leicht. "Ach, ich lese nur ein bisschen in meinem alten Tagebuch."
Jürgen lachte. "Ich hab noch nie gesehen, dass du das gemacht hast"
"Ich bin halt grade ein bisschen nostalgisch"
Er betrachtete sie noch kurz aufmerksam, dann sagte er "Okay, Schatz. Dann stör ich dich nicht mehr. Schlaf gut"
"Gute Nacht", antwortete sie lächelnd.
Er schloss die Schlafzimmertür.
Am nächsten Tag war ein Samstag und Jürgen spielte mit seiner Tochter im Sandkasten.
Sie war heute sehr schweigsam.
"Alles okay bei dir, Schätzchen?"
Sophie stocherte lustlos mit ihrer Schaufel durch den Sand.
"Ja", sagte sie dann.
Sie bohrte ihre Schaufel so tief es ging in den Sand.
"Ganz sicher, Kleines?"
Sophie atmete schwer, dann sagte sie: "Eigentlich nicht"
Jürgen beugte sich zu ihr hinunter. "Was ist denn los, mein Liebling?"
Sophie blickte zu Boden.
"Mama ist weg"
Jürgen zuckte zusammen.
"Aber Mama ist doch da, gleich oben in ihrem Zimmer"
Sie schüttelte den Kopf.
"Die sieht nur so aus wie sie"
Jürgen schwieg.
Dann sagte er: "Du hast echt eine ausgeprägte Fantasie, Schätzchen."
Sie blieben noch eine Weile schweigend zusammen im Sandkasten sitzen.
"Kinder leben wirklich in ihrer ganz eigenen Welt", dachte Jürgen.
Ihm war auf einmal kalt.
Jürgen blickte sich im Zimmer um.
Er wusste selbst nicht genau, was er hier drinnen suchte. Jana hatte es nicht gern, wenn jemand ihr Zimmer betrat. Sie hatte fast seit Beginn ihrer Ehe einen eigenen Raum zum Schlafen, da Jürgen schnarchte. Ihr Bett war ordentlich gemacht. Auf der Kommode neben dem Bett lag ein aufgeschlagenes Buch und ein halbvolles Glas Orangensaft.
Er öffnete die Kommodenschublade: Bücher, zwei Packungen Taschentücher, ein Rosenkranz. Und Janas Tagebuch.
Sie war einkaufen gegangen.
Er nahm es heraus und hielt es eine Weile unschlüssig zwischen den Fingern. Er blickte zur Zimmertür. Im Haus war kein Geräusch zu hören.
Dann öffnete er das Tagebuch. In der Mitte, an einer zufälligen Stelle.
Die Seiten waren dicht mit Janas kleiner, ordentlicher Schrift gefüllt.
"Es wäre nicht fair von mir, darin zu lesen", dachte er entschlossen.
Er wollte das Buch gerade wieder zuklappen und zurück in die Schublade legen, da erstarrte er mitten in der Bewegung.
Einige Stellen des Textes waren mit Textmarker unterstrichen oder eingekreist.
Er blätterte hektisch und mit zitternden Fingern durch die übrigen Seiten.
Das Gleiche. Überall Markierungen.
Jana hatte Namen, Orte und Daten angestrichen. Als wollte sie sie auswendig lernen.
Er hörte von unten einen Schlüssel im Haustürschloss.
Er schloss das Tagebuch und legte es hastig zurück, genau dahin, von wo er es genommen hatte.
Es war früher Abend. Sophie übernachtete heute bei Janas Schwester. Jürgen und sie waren im obersten Stockwerk des Hauses. Die Klappfenster an beiden Seiten des großen Zimmers standen geöffnet und sorgten so für einen angenehm frischen Durchzug. Der Tag war sehr heiß gewesen.
Jana erzählte seit über zehn Minuten von ihrer Schwester. Jürgen schwieg und beobachtete sie genau.
"Sie hat bestimmt fünf Mal erwähnt, wie beschäftigt sie gerade ist, und dass es eigentlich überhaupt nicht reinpasst, aber dass ihre Nichte natürlich absolute Priorität hat." Jana lachte etwas gehässig "Kannst du mir sagen, was genau sie eigentlich den ganzen Tag zu tun hat?"
Jürgen schwieg. Dann merkte er, dass sie offenbar auf eine Antwort von ihm wartete und sagte langsam "Naja, du weißt ja, wie sie ist."
Jana erzählte weiter.
Jürgen schwieg.
Irgendwann unterbrach er sie mitten im Satz.
"Ich fände es so schön, wenn du mir mal wieder etwas auf dem Klavier vorspielen würdest."
Im Zimmer stand ein alter Flügel, den sie von Janas Eltern als Geschenk bekommen hatten. Sie hatte in ihrer Kindheit viele Jahre Unterricht bekommen und auch als Erwachsene hobbymäßig weitergespielt. Sie war sehr gut.
Jana schien nervös zu sein.
"Ich spiele nicht so gerne vor anderen. Das ist mir peinlich".
Er antwortete schnell: "Früher hat es dir nichts ausgemacht. Du hast immer für mich gespielt".
Sie fuhr sich mit der rechten Hand durch ihre Haare.
"Aber ich will es gerade einfach nicht machen, okay?"
Jürgen fixierte sie ununterbrochen mit den Augen. "Und warum bitte nicht?"
Er hatte die letzten Worte ziemlich laut gesagt. Jana schaute ihm ins Gesicht und sagte leise aber eindringlich "Mir ist einfach gerade nicht danach, kapiert?"
Jürgen stieg die Hitze ins Gesicht. Er stand auf, ballte die Hände zu Fäusten und rief "Ach, das ist also der Grund?"
Jana war zusammengezuckt.
Sie stand nun ebenfalls auf und rief mit wütender Stimme: "Du bist manchmal so ein Arschloch, wirklich!"
Sie ging aus dem Zimmer, knallte die Tür hinter sich zu und lief eilig ins Erdgeschoss.
Jürgen hörte durch die Tür ihre Schritte auf den Treppenstufen.
Schritte, die er nicht erkannte.