Kirschlorbeer — Cherry laurel — Лавровишня

Bernd

Foren-Redakteur
Teammitglied
Der Kirschlorbeer ist grün und dicht
und nimmt Passanten jede Sicht,
sie können nicht entdecken:
Was ist hinter den Hecken?
So denkt der Gärtner Gröher
und macht die Hecke höher.

The cherry laurel, green and dense
blocks any view behind the fence;
The cherry laurel, very kind:
it hides all things that are behind.
What lies behind the hedges hidden?
The hedge says: Looking is forbidden.

Вишнёвый лавр зелён и густ,
прохожим заслоняет куст;
никто не видит, что за ним,
что скрыто за кустом густым.
Так мыслит садовод Горыше:
«Пусть станет изгородь ещё выше».

Die Übersetzung in Russisch war in mehreren Varianten, mit Hilfe von ChatGPT bei den Reimen.
The translation into Russian was done in several versions, with ChatGPT helping out with the rhymes.
Перевод на русский язык был выполнен в нескольких вариантах с использованием ChatGPT для рифм.


Kirschlorbeer

Kirschlorbeer ist Teil der „grünen Wüste“.
Er dient als Sichtschutz oder als Schmuck; ökologisch ist er fast wertlos.
Zugleich verdrängt er blühende Sträucher und artenreiche Hecken, die Insekten, Vögeln und anderen Tieren Nahrung und Lebensraum bieten.

The cherry laurel

The cherry laurel is part of the ‘green desert’.
It serves as a privacy screen or ornamental plant; ecologically, it is virtually worthless.
At the same time, it crowds out flowering shrubs and species-rich hedges that provide food and habitat for insects, birds and other animals.

Вишневый лавр

Вишневый лавр является частью «зеленой пустыни».
Он служит в качестве защиты от посторонних взглядов или декоративного растения; с экологической точки зрения он практически бесполезен.
В то же время он вытесняет цветущие кустарники и многовидовые живые изгороди, которые служат источником пищи и средой обитания для насекомых, птиц и других животных.
 

Anders Tell

Mitglied
Hallo Bernd,
Kirschlorbeer und Thuja schaffen geradezu lebensfeindliche Räume. Ich frage mich zudem schon lange, wann diese Entwicklung begann, dass sich die Menschen hinter dem Haus grün einmauern. Diese übermannshohen Sichtschutzwände sind auch ein Symptom extremer Abgrenzung gegen die Nachbarn. Die kniehohen Staketenzäune vergangener Tage waren weit kommunikativer. Man könnte sich Blumen, Salat und Werkzeuge einfach über den Zaun reichen.
Die Vorgärten gaukeln oft eine Offenheit vor, die hinter dem Haus ihr Ende findet. In Holland z. B. begegnen einem diese verschlossenen Gärten selten. Darauf kann sich jeder selbst einen Reim machen.
Auf jeden Fall eine Katastrophe für Mensch und Fauna. Die Heckenbrüter finden kaum noch Nistplätze, weil auch die Einfassung der Äcker mit geeigneten Gehölzen fast überall gerodet wurde.
Man könnte noch sehr viel darüber schreiben, aber sooft ich davon anfing, bin ich auf taube Ohren getroffen.
Anders
 

Bernd

Foren-Redakteur
Teammitglied
Hallo, Anders, bei mir stößt Du nicht auf taube Ohren. Nur auf machtlose Hände. Aber ich habe wenigstens versucht, darüber zu schreiben. Danke für die Nachricht. Das Dritte im Verein ist Forsythia, von der ich als Kind immer glaubte: Bienenfutter. Völlig falsch. Gelbe und grüne Wüste. Aber morgen ist auch ein Tag.
 

Anders Tell

Mitglied
Forsythien sind fast unbesiegbar. Nichts kann sie davon abhalten, immer wieder auszutreiben. Ich habe einmal eine gerodet. Das war Schwerstarbeit. Da kam ein Wurzelwerk zutage, das wir nur zu zweit auf einen Anhänger hieven könnten. Im Boden blieb ein Krater.
An erster Stelle steht bei mir der englische Zierrasen. Das ist ein Habitat, in dem außer drei verhungerten Regenwürmern nichts mehr lebt. Mit Akribie werden die Löwenzähne ausgestochen. Es wird vertikutiert, ständig gemäht, gedüngt und vor allem gesprengt. Das haben sie hier selbst bei extremer Trockenheit und sinkendem Grundwasserspiegel gemacht. So sieht radikale Grünversiegelung aus. Wenn der eine oder andere jetzt doch zur Blumenwiese übergeht, ist diese Entscheidung nicht immer ökologische Einsicht. Man folgt halt dem Trend.
Anders
 

Bernd

Foren-Redakteur
Teammitglied
... Wenn der eine oder andere jetzt doch zur Blumenwiese übergeht, ist diese Entscheidung nicht immer ökologische Einsicht. Man folgt halt dem Trend.
Anders
Das stimmt sogar. Man sieht es besonders an der Art der Blumenwiese. Folgt sie dem Forsythien-Prinzip? Oder ökologischen?

Schulgärten wurden ja weitgehend abgeschafft.
 



 
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