Maskenbildner (Tanaga)

Mondnein

Mitglied
Maskottchen

Ein "Visier" vor dem Gesicht hat (außerhalb der Redensart "etwas ins Visier nehmen") selbst viel von einer Maske.
Das "Urwelttier" hat eine liebenswerte Motivation mit seiner "Neubegier", sofern das eine archaisch-redundante Erweiterung von "Neugier" ist, und ist zugleich ein wildes Viech, wenns zur "neuen Begierde" changiert. "Ur-" widerspricht diesem "Neu-" wie Alter dem Kindlichen. Aber es ist ja nur ein maskiertes Tier aus der Urwelt (Urwald?), hinter der Maske vielleicht jung.
"dann ..." kann hypothetisch sein, eine Art Verdacht oder Angst des Maskenbildners. Oder (ganz anders): ein Vorwurf von der Art "Und dann tust du sowas!".
 

Bernd

Foren-Redakteur
Teammitglied
Danke.
Es steckt mehr drin, als ich anfangs dachte.
Ich bin noch nicht ganz mit allen Wörtern zufrieden. Einfach sein soll es.

Der Maskenbildner beschäftigt mich schon lange als Figur.
In der Gemäldegalerie gab es ein Bild: "Reißt ihnen die falschen Masken ab."

Die Maske steht für vieles. Verkleidung, Schauspiel, Fasching, -- vielleicht auch Erziehung -- vieles.

Aus dem Russischen gibt es viele Werke, darunter eine Antiutopie.


Mein Gedicht soll es aufs Einfachste reduzieren im Gegensatz zu früheren, Surrealen http://www.leselupe.de/lw/titel-als-der-maskenbildner-die-neuesten-masken-schnitt-12661.htm
 

James Blond

Mitglied
Vielleicht lässt sich verallgemeinernd feststellen, dass jede Maske eine besondere Rolle zur Verfügung stellt und den Träger daran bindet.

Durch die Kreation einer Urwelt-Tiermaske führt der Maskenbildner hier wissentlich seinen eigenen Untergang herbei.

Allerdings lassen sich mittels Masken keine beliebigen Rollen auf den Leib schneidern; es besteht bereits ein Repertoire schlummernder Möglichkeiten, die mittels einer Maske zum Leben erweckt werden. Insofern beruht die Kunst des Maskenbildners vor allem auf seiner Kenntnis der menschlichen Psyche.

Es bleibt dann zu fragen, mit welchen Mitteln so eine Maske geformt wird: Unter Umständen reicht dazu eine entsprechende Erwartungshaltung. Indem er sich selbst zum Opfer stilisiert, wird der Maskenbildner selbst zum Träger einer Maske, durch die er andere manipuliert.
 

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