Morgens

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Agnete

Mitglied
Und wenn ich morgens in die Küche geh,

dann schaue ich mich um – es ist wie immer.

Am Tisch verspielt ein sanfter Sonnenschimmer.

Ich setze Wasser auf für meinen Tee.



So gern warst ab und zu du unterwegs.

Ich streich die Feuchte von der Fensterscheibe.

Kamst wieder - ein Moment nur, den ich bleibe

in dem Gefühl, das mich so sehr bewegt.



Ja, manchmal ist es so. Ein stilles Glück.

Dann fühle ich, als kämst du gleich zurück.

Als bögest du gleich um die hohe Hecke



mit Brötchen in der Hand und frischen Wecken.

Doch bleibt der Stuhl da neben mir stets leer.

Und Hundi springt ihn an. Du kommst nicht mehr.
 

anbas

Mitglied
Moin Agnete,

ein melancholisches Sonett, dass mich anspricht.

Es gibt zwar ein paar Kleinigkeiten, über die ich gestolpert bin:
So gern warst ab und zu du unterwegs.
Kleine Inversion - hab aber auch keinen Lösungsvorschlag.

Dann der Reim Hecke/Wecken. - Auch hier kann ich keine Alternative vorschlagen.

Und dann gleich am Anfang:
Und wenn ich morgens in die Küche geh,
Hier finde ich es etwas unglücklich, das Sonett mit "Und" zu beginnen. Und hier habe ich sogar eine Alternative:
Wenn ich des morgens in die Küche geh,
Insgesamt aber gerne gelesen.

Liebe Grüße

Andreas
 

Agnete

Mitglied
danke, Anbas, dass du ndich meines Sonettes erbarmt hast. ;)Deine kleinen Kritikpunkte sind berechtigt.
Das Und am Anfang eines Gedichtes ist ungewöhnlich, ich mache es aber gerne. irgendwie ist es dann so, als habe der Leser schon über das Thema nachgedacht und würde im Gedicht eine Fortführung finden.
Hier geht das nicht, denn ich habe lange Pause gemacht von LL. Mein Mann ist gestorben und ich hatte keine Kraft zu schreiben.
Danke dir und lG von Agnete
 



 
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