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Rat an alle heiratsfähigen Männer

3,40 Stern(e) 8 Bewertungen

Talarmar

Mitglied
Rat an alle heiratsfähigen Männer​


Beim Weiblichen in der Natur
ist nie von Schönheit eine Spur.
Es fängt schon an beim Federvieh,
der Hahn mit lautem Kikeriki.
Wie prachtvoll erst ist sein Gefieder,
die Hühner gackern grau und bieder.
Wunderschön schmückt sich der Pfau,
ganz schmucklos braun ist seine Frau.

Der Elefant zeigt stolz die Zähne,
der Löwe ebenso die Mähne.
Selbst beim Fisch, im tiefsten Meer,
gibt das Männchen meist mehr her.
Der Männlichkeiten Farbenpracht,
hat immer schon was her gemacht.
Sieht man Tiere, schmucklos trist,
es meist dann unser Weibchen ist.

Schimpft ein Weib sich erstmal Dame,
hat auch die Regel, die Ausnahme.
So sieht man es beim Menschenweib,
es streicht sich Farbe auf den Leib.
Es wird gepinselt und getuscht,
man der Natur ins Handwerk pfuscht.
Was die Natur ihr nicht gegeben,
sie kauft es sich und macht es eben.

Wo vorher herrschte nacktes Grauen,
kann man nicht seinen Augen trauen.
Wisst, diese ganze Prozedur,
dient einzig ihrer Paarung nur.
Durch Ehe, so beim Mensch die Paarung,
ist ausgesorgt für Heim und Nahrung.
Wenn somit ist erreicht das Ziel,
schon oft die schöne Larve fiel.

Nun endlich fällt es auf, dem Herrn,
wenn er erkennt des Pudels Kern.
Und wie es so im Leben geht,
es ist wie oft, dann viel zu spät.
Drum prüfe wer sich ewig bindet,
was unter der Farbe sich befindet.
Denn besser erst am Lack gekratzt,
als bis zur Insolvenz gelatzt.

©RT​
 
B

Bruno Bansen

Gast
Warnung

jaja, so isses oder scheint zu sein. Wunderbar! Gilt für's Thema und die Ausarbeitung, aber, was um Himmels Willen ist in der letzten Zeile "gelatzt"???

Grüße von
Bruno
 

Talarmar

Mitglied
Hallo C.Carlin

Danke für Lob und Bewertung,
freut mich, dass ich Dich mit einem kleinen Naturgesetz amüsieren konnte.

Talarmar
 

Talarmar

Mitglied
Latzen

Hallo Bruno,

Latzen = Blechen = Zahlen
es ist im Rheinland umgangssprachlich für Bezahlen üblich.
Auch Dir danke fürs Lob

Talarmar
 

Schakim

Mitglied
Hallo, Talamar!

Der Mann zeigt gerne, was er hat,
schwingt stolz den Autoschlüssel -
Der Elefant den Rüssel.

Die Natur ist einfach programmiert,
das so etwas ganz schlicht passiert.
Mit Muskeln ist der Mann bestückt,
da wird das Weib schon ganz verrückt.

Hat man die Ehe dann geschlossen,
ist plötzlich alles weggeflossen.
Muskelschwund und Lethargie -
Langeweile wie noch nie ...

usw.


Morgengruss!
Schakim
 

Talarmar

Mitglied
Hallo Schakim

Erst wedelt er mit dem Autoschlüssel,
Rasanter Schlitten mit viel PS.
Jetzt hat er die Satellitenschüssel
Und nur noch mit dem zappen Stress.

Sei's mit Schönheit oder Schwänzen,
Man sieht, die Natur sie kann ergänzen.

Der Tag soll Dir gehören

Talarmar
 

Talarmar

Mitglied
Textklinik

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"Hier ist die Nachricht:

Nach schlechten Bewertungen habe ich Deinen Text in die Textklinik verschoben."
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Hallo Freunde,

jetzt war wieder ein anonymer Werter das Zünglein an der Waage und mein "Rat an alle heiratsfähigen Männer" ist in der Textklinik gelandet. Das Bewertungssystem ist schlichtweg .......!!!!!!

Talarmar
 

Schakim

Mitglied
Hi, Talarmar!

In die Klinik abgeschoben,
obwohl doch viele gern Dich loben?
Da bring' ich gleich den Blumenstrauss,
sonst geht Dir bald die Luft noch aus!
Oh Graus!

Wer gibt den Laufpass für das "Schlechte"?
Wer hat die Pfoten für die "Rechte"?
Wer sagt, das ist nicht mehr "normal"?
Abgeschoben - welche Qual!
Auf's Mal.

Jetzt wünsch' ich Dir Genesung,
damit hier Deine "Lesung"
weiterhin viel "Freunde" bringt
und Deine Lyrik fröhlich springt!
So soll es sein!

Spazier' hinaus und in den Sonnenschein!


LG
Schakim
 

Talarmar

Mitglied
Hallo Schakim

Dein Blumenstrauß der gibt mir Mut,
Er zügelt etwas meine Wut.
Ich werde nicht länger drüber Maulen,
Doch sollten diese Daumen faulen
Die anonymen Drückern angehören.
Feiges Gesocks, möcht ich hier schwören.

Von den Betreibern der Lupe, wird diesen
feigen ........ auch noch der Steigbügel gehalten.

Da kann ich nur sagen

Pfui Teufel!!!!!!
 
K

kaffeehausintellektuelle

Gast
ich finde das gedicht auch nicht gut, aber das hat nur mit dem inhalt, nicht mit der form zu tun.
ich habe schon unmengen schlechtere gedichte in der lupe gelesen, die holperten und stolperten und nichts aussagten oder sehr banal waren. die dann nicht in der klinik gelandet sind, weil jemand anderer meinte, ach, ich fühle so sehr mit dir.

dieses gedicht ist sprachlich sauber, wenn auch wie gesagt inhaltlich nicht auf meiner linie.

ich werde es daher mit geht so bewerten, weil lust auf mehr machen mir gedichte, in denen frauen abgewertet werden auch nicht.

die k.
 

Talarmar

Mitglied
Hallo KHI

Danke für Dein geht so, es hat mich immerhin wieder in den grünen Bereich geschossen. Ich finde so ein wenig Ironie sollte schon gestattet sein und es hat nichts mit Frauenabwertung zu tun, eher mit Kosmetikabwertung.

Liebe Grüsse und schönes Wochenende

Talarmar
 

lapismont

Foren-Redakteur
Teammitglied
Hallo Talarmar,

hab den Text nun auch noch bewertet und meine, wenn Du den Text etwas lustiger und weniger frauenfeindlich gestaltest, könnte aus ihm noch etwas werden.

Also rann an die Buletten!

cu
lap

Und das Bewertungssystem ist nur so gut wie die Bewerter.
 

Talarmar

Mitglied
Hallo Lapismont

Wie ich der kaffeehausintellektuellen schon erklärte kann ich an meinem Text, so wie er da steht, nichts Frauenfeindliches erkennen. Er ist, wie schon gesagt kosmetikfeindlich. Auch empfinde ich den Text nicht als humorlos. Wie stellst Du Dir denn, gerade in diesen zwei Punkten die Du ansprichst eine Verbesserung vor? Es würde mich interressieren. Papierkorb?

Talarmar
 

Schakim

Mitglied
Zum Thema

Guten Morgen, Talarmar und Antwortgeber!


Ich denke, Du hast hier ganz treffend die holde Weiblichkeit geschildert! In der Natur, dh. im Tierreich sind in den meisten Fällen die Männchen die schöner gefärbten, attraktiveren Gesellen. Bei den Menschen gibt es meiner Meinung nach bei beiden Geschlechtern schöne und hässliche Gestalten. Aber und deshalb denke ich, warum Du das so schön bebildert hast, die Frauen verhelfen sich durch viel Schminke und schöne Kleider zu einem attraktiveren Aussehen, was bei den Männern nicht so ins Gewicht fällt.

Zu meist ist die jugendliche Gefallsucht daran schuld, d.h. Frauen wollen Aufmerksamkeit bei den Männern erzielen, durch nettes Aussehen primär - erst sekundär dann durch ihre Charaktereigenschaften. Instinktmässig sitzt dahinter der Vermehrungsdrang. Hat man dann den Partner, der möglicherweise zu einem passt, gefunden, dann wird die Farbe nicht mehr so wichtig, die Kleider verlieren auch an Gewicht und der Alltag zeigt einem, was anderes, was vielleicht wichtiger ist.

Als Beispiel führe ich Italienerfrauen an, ohne sie angreifen zu wollen. Wenn jemand schon in Italien war, dann könnte er davon ein Liedlein singen. Sie sind als junge Frauen sehr attraktiv und hübsch. Sobald sie sich ins Familienleben gestürzt haben, verlieren sie diese Eigenschaften, kleiden sich oft in Schwarz und gehen auf wie ein Ofenküchlein. Die Schminke wird schon längst weggelassen und die Alltagssorgen furchen sich langsam durch das Gesicht.
Türkinnen - auch gegen sie habe ich nichts, verhüllen sich mit den schwarzen Umhängen (religionsgebunden) und darunter tragen sie oft was Nettes, doch auch sie - die meisten jedenfalls, gehen in die Rolle des Ofenküchleins über.

Das wären nur Beispiele gewesen. Ich habe nicht das Gefühl, dass man sich als Frau angegriffen fühlen muss, wenn man den Text liest von Dir, Talarmar. Im Gegenteil, ich finde es grossartig, wie Du den Vergleich zur Tierwelt hergestellt hast!

Eine schöne Woche allen und weiterhin originelle Ideen!

Schakim
 
K

kaffeehausintellektuelle

Gast
liebe schakim,

richtig schlecht wird mir bei deinem kommentar. so viele vorurteile und klischees, das ist ja kaum zu fassen.

ich zitiere dich mal einfach.


..... Bei den Menschen gibt es meiner Meinung nach bei beiden Geschlechtern schöne und hässliche Gestalten.

..... zu einem attraktiveren Aussehen, was bei den Männern nicht so ins Gewicht fällt.

.... die jugendliche Gefallsucht daran schuld, d.h. Frauen wollen Aufmerksamkeit bei den Männern erzielen, durch nettes Aussehen primär - erst sekundär dann durch ihre Charaktereigenschaften.

Instinktmässig sitzt dahinter der Vermehrungsdrang.

ich bin jetzt ein bisschen über 40 und meine jugendliche gefallsucht hat nicht nachgelassen. du meinst, ich verberge hinter roten lippen nur charakterliche schwächen? du meinst, ich kann männer nicht mit meinem verstand, meinem humor und meiner art beeindrucken und drum hab ich es notwendig, unter meinen augen einen strich zu ziehen?

jo. und mein vermehrungsdrang, der ist eigentlich abgeschlossen. meine zwei kinder sind geworfen und schon halbwegs groß. noch immer liebe ich es aber, mich schön zu kleiden, nicht um mir einen mann zu fangen, sondern um mich wohlzufühlen in meinem körper. wenn frauen das nicht tun, dann hab ich kein problem damit.

mit deinem kommentar hab ich allerdings ein problem.

es grüßt
feministisch und bunt
die k.
 

blaustrumpf

Mitglied
Hallo, Schakim

Jaja, zwei Sachen kann ich nicht ab: Vorurteile und Ausländer, die sich im Park breit machen...

Oder um es mal anders auszudrücken:

Deutschenfrauen, die sind so klasse vor der Heirat. Danach nerven sie in der U-Bahn und im Bus und beim Anstehen bei der Post.

Deutschenfrauen, die ziehen vor der Heirat nie schwarz an. Und auch nachher lieben sie die Farben, rennen im buntgeblümten Hauskittel und farbigen Lockenwicklern durchs Viertel.

Deutschenfrauen haben natürlich sowieso einen unschätzbaren Vorteil, auch nach der Hochzeit: Sie werden nicht dick, weil sie natürlich nie so arm sind, dass sie sich nur billige Nahrungsmittel mit vielen leeren Kalorien leisten können.

Deutschenfrauen sind überhaupt toll, weil sie auch nicht ständig reflektieren, was die Männer eigentlich sagen, wenn sie den Klassenclown der 7b spielen, sondern nachsichtig lächeln, dass er das alles ja so gar nicht meint.

Deutschenfrauen haben nur einen Nachteil: Wenn sie den Mund aufmachen oder wenn sie schreiben, merkt man manchmal, dass sie sich gar nicht so sehr von Ausländerfrauen unterscheiden.

Dummheit, Unbedachtheit und Unreflektiertheit usind nämlich trotz aller Vorurteile nicht an nationale Grenzen gebunden. Zum Glück sind es die positiven Eigenschaften wie Intelligenz, die Fähigkeit Nachzudenken oder wenigstens ein sonniges Gemüt auch nicht.

Grüße von blaustrumpf
 

george

Mitglied
Hallo Schakim, KHI, blaustrumpf,

könnt Ihr Eure Diskussion in die Plausderecke verlegen? Ich verstehe ja, dass sich eine Diskussion entzündet. Aber bei diesem Text? Inzwischen ist es eine Diskussion unter den Kommentatorinnen geworden, es geht nicht mehr um den Text.
 

Schakim

Mitglied
Hallo, verehrte Schreiber/innen!


Ich habe nur Beispiele genannt und darauf hingewiesen, dass ich nicht ausländerfeindlich bin - im Gegenteil, viele sind meine Freunde. Es sind Momentaufnahmen, die ich reflektiere, denn wenn man ins Ausland verreist, wird einem genau dieser Unterschied bewusster!

Dass nach dem sogenannten "Jugenddrang" das Leben genauso bunt und schillernd weitergehen kann mit und ohne Schminke, negiere ich nicht. Es ist aber vermehrt diese Situation anzutreffen, wie sie Talarmar beschreibt - ob mit oder ohne Kinder, spielt vermutlich keine Rolle. Alles in allem ist es sicherlich auch eine Charaktereigenschaft, denn sowohl Männer als Frauen neigen dazu, sich gehen zu lassen (Genauso viele haben sich auch im Griff - wie vielleicht Du KHI). Ich verweise einmal auf die schönen Bierbäuchlein und die Hawaiihemden, die sie verbergen sollen ...

Seid mir gegrüsst!
Schakim
 

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