Rufen Sie die Polizei (gelöscht)

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Metino

Gast
Die Story gefällt mir. Leider gibt es in der Realität nur wenig Wehrhaftigkeit in dieser Form, jedoch es gibt so was.
 

onivido

Mitglied
Hallo Metino,
danke fuers Lesen und den Kommentar. Wenn man den Berichten aus der Presse Glauben schenkt ( und warum sollte man nicht ??? ) hilft niemand, wenn jemand in der Oeffentlichkeit misshandelt wird. Ich glaube das kommt davon, weil die junge Generation schon im Kindergarten dazu dressiert wird, sich nicht zu balgen, sondern bei der Kindergaertnerin zu petzen, damit diese mit guten Worten und viel Psychologie die Angelegenheit regelt. Das ist eine nicht artgerechte VErziehung, die sich dann bei jungen Maennern bemerkbar macht. Sie handeln nicht selber, sondern rufen besten Falls die Polizei (Kindergaertnerin), oder filmen, damit die Taeter spaeter zu laecherlichen Freiheitsstrafen verurteilt werden koennen, wenn das Opfer schon totgeschlagen ist. Deshalb ist der Akteur in der Geschichte ein aelterer Mann. Er faehrt auch nicht zu spaeter Stunde in der S-Bahn, ohne auf solche Vorkommnisse vorbereitet zu sein. Die Eisenstange hat er immer im Aermel.
Ich wuensche einen schoenen Sonntag
Onivido
 
M

Metino

Gast
Hallo Onivido, ich glaube, mit der Meinung liegst Du nicht ganz richtig, zumindestens nicht ganz. Aus eigener Erfahrung weiß ich, wie es ist, wenn man mit einem "Freund" durch die Stadt geht, stolpert, den Arm zu ihm ausstreckt um sich evebtuell stützen zu können aber dieser xxx einen Schritt zur Seite macht und sich entfernt. Die Menschheit ist hochgradig asozial, jeder ist sich selbst der Nächste.
Respekt?
Mir scheint, die Menschen züchten Kampfhunde in Windeln.
Dir auch einen angenehmen Sonntag!
Gruß
Me
 
G

Gelöschtes Mitglied 17359

Gast
Hallo onivido!

Du schilderst hier sehr anschaulich und überzeugend eine Szene, wie sie sich tatsächlich abspielen könnte. Die Geschichte entlässt den Leser mit dem guten Gefühl, dass es den drei Rowdys recht geschieht.
Leider ist das Ende jedoch völlig absurd, denn kein alter Mann fährt nachts alleine mit einer Eisenstange unter der Zeitung in der U-Bahn, um rechtzeitig zur Stelle zu sein, wenn irgendwelche Rüpel eine junge Frau belästigen. Deshalb hat das Happy end einen unangenehmen Beigeschmack.

Deine Geschichte stellt die Frage, wie es in unserer Gesellschaft um die Zivilcourage bestellt ist.

Vier Verhaltensmuster stellst du vor: Die Täter, die hier typisiert als betrunkene, gewaltbereite Schläger auftreten (ihre Moivation wird nicht näher hinterfragt),
der junge Mann, der sich schützend vor seine Freundin stellt und sofort niedergeschlagen wird,
Alexander, der sich nicht traut, einzugreifen, obwohl er es könnte (sportlich, jung), weil er gegen die Übermacht der drei Schläger keine Chance für sich sieht,
und der alte Mann mit der Eisenstange, der die Randalierer zusammenschlägt.
Nur Letzerer findet den natürlichen Beifall des Lesers.

Sollte also jeder mit einer Waffe herumlaufen, um sich gegebenenfalls verteidigen zu können? Wenn man diesen Gedanken weiter denkt, sind wir bald bei Verhältnissen wie in Amerika. Wollen wir das? Wenn nicht, welche anderen Möglichkeiten gibt es?

Du siehst, dein Text wirft viele Fragen auf, deren Beantwortung du dem Leser überlässt.

Gruß, Hyazinthe
 

onivido

Mitglied
Hallo Hyazinthe,
vielen Dank, dafuer dass du dich mit dem Text beschaeftigt hast.
Dazu eine kleine Anmerkung. Der alte Mann faehrt eigentlich nicht zur naechtlichen Stunde mit einer Eisenstange durch die Gegend, um eventuell eine junge Dame zu retten, sondern er muss um diese Zeit fahren und hat deshalb eine Eisenstange bei sich, um etwaigen Unannehmlichkeiten entsprechend gegenzuwirken. Ellenlang ist sie, das heisst sie kann bequem zwischen dem Ellenbogen und dem Handgelenk befoerdert werden.
Amerikanische Zustaende? Wollen wir das? Es geht nicht darum, ob wir das wollen, sondern darum uns so gut wie moeglich zu schuetzen, in einem Land in dem es Polizisten nicht wagen gegen Randalierer einzuschreiten, weil sie ihre Dienstwaffe in solchen Faellen nicht gebrauchen duerfen. Waere ihnen das erlaubt, dann haetten wir amerikanische Zustaende mit X Polizeimorden, glaube ich. Natuerlich, der Staat hat das Gewaltmonopol, aber wenn der Staat nicht gegenwaertig ist, muss man sich selbst helfen so gut es geht.
Nochmals danke und gute Nacht
Onivido
 

Blumenberg

Mitglied
Lieber onivido,

du lieferst uns hier einen Text a la Bad Ass über einen alten Mann, der im Moment von Gefahr zu großer Form aufläuft. Das ein alter Mann vorsorglich mit einer Eisenstange in der U-Bahn herumläuft, halte ich allerdings für etwas unglaubwürdig, hier hätte ich eine Art Spontanbewaffnung mit einem in diesem Moment greifbaren Gegenstand glaubwürdiger gefunden.

Beste Grüße

Blumenberg
 

onivido

Mitglied
Lieber Blumenberg,
danke fürs Lesen und den Kommentar. Der alte Mann, der mit einer Eisenstange herumläuft, hatte ursprünglich eine Nunchaku dabei. Sie kann auch relative leicht verborgen getragen werden. Das hätte gezeigt, dass er kein Laie ist in japanischen martial arts. Wenn man die Handhabung dieser versatilen Waffe nicht beherrscht, ist sie gefährlicher für seinen Anwender, als für den Opponenten, aber dann hätte ich im Text zuerst einmal erklären müssen, was eine Nunchaku ist. Darum die Eisenstange. Warum der Alte mit der Eisenstange so gut umgehen kann, überlasse ich der Phantasie des Lesers. Vielleicht kommt der eine oder andere darauf, dass der gute Mann ein Kobudo Experte ist.
Ich selbst fahre nur alle 2 Jahre in der S-Bahn, bin auch noch nicht ganz so alt, muss aber gestehen, dass ich immer eine switchblade dabei habe. Die Wahrscheinlichkeit, dass ich sie je gebrauchen muss ist äusserst gering, aber man spielt ja auch Eurojackpot und da ist ein Treffer doch deutlich niedriger.
Wenn man eine Geschichte erklären muss, ist sie misslungen. Ich lasse sie deshalb nur noch heute stehen, um vielleicht noch andere Hinweise bezüglich der Form zu bekommen und lösche sie dann. Ich bedanke mich nochmals für die wertvollen Anregungen.
Beste Grüsse///Onivido
 

Blumenberg

Mitglied
Lieber onivido,

ich würde nicht so weit gehen deine Geschichte als misslungen zu bezeichnen und auch eine Löschung scheint mir verfrüht bzw. übertrieben. Mein Eindruck ist vielmehr, vielleicht kam das in meinem vorigen Kommentar nicht so rüber, dass hier durch ein bisschen Nachjustierung eine gute Geschichte entstehen könnte. Ein spannendes und kontroverses Thema liefert deine Geschichte nämlich allemal.

Beste Grüße

Blumenberg
 
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