Traumflüsterer

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revilo

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Das ist leider typisches Lyriklametta und zudem noch handwerklich schlecht gemacht...sorry, ich bin nur ehrlich....Lg revilo
 

Mondnein

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Ich sehe es eher so, graue Wolfsfrau,

daß es einen klaren, vielleicht etwas abstrakt nüchternen Gedanken formuliert, gewiss aber nichts, was einem Gedicht anhängt wie das Lametta am Weihnachtsbaum. Es ist weder weihe- oder weihnachtsvoll, noch von außen als Schmuck übergeworfen, sondern einfach nur der Gedanke selbst, bzw, die beiden Gedanken, in die sich die Strophentreppe gliedert.

Und weiter: das Jenseits, Anderland, Fremdwelt, in dem die Traumflüsterer die Erinnerungen neu ordnen, sei es zur gesundenden Bewältigung, sei es einfach nur als Spiel des Innenfilms, wird wohl jeder dies hier lesende Dichter, also alle, die hier reinschauen, als Metapher für die Sprache verstehen, die in der Imagination der Leser, der Dichter, sich hervorträumt. Eine Selbstbeschreibung des Dichtens.

Gesundende Bewältigung, Spiel des Innenfilms, Umwuchtung der Zeit vom Vergangenheits-Gefangensein zur offenen Freiheit der Prophetensprüche, das ist Dichtung, metaphorisch Anderland, Traumwelt.

Trifft mitten ins Hegeljahr: die dreifache Bedeutung von "aufheben".
Die Traumflüsterer (Traumponiesflüsterer) heben sich mit der Zukunft ein Stück Vergangenheit auf, oder wenn sie Appetit haben, das Ganze der neu geordneten Erinnerung, oder sie heben die Vergangenheit mittels der Zukunft in himmelblaue Höhen, oder heben sie schlicht vom Boden der Tatsachen auf, oder wägen die beiden Imaginations-Seiten der Zeit, das Vor-dem-Jetzt mit dem Nach-dem-Jetzt, so mit der Waage ab, daß Zukunft alle Vergangenheit links und rechts von der Gleichung aufhebt. Umwuchtet. In die Zukunft hineinwirft, hinüberschlägt, in die Anderwelt.

grusz, hansz
 
Zuletzt bearbeitet:

wolfsfrau

Mitglied
Hallo dunkler Mondnein,

danke für deine Antwort.
Wollte zum Ausdruck bringen, die Umformung der Realität in die Jetztzeit.
Eine Transformation des alten Ichs in eine neue Form des wahren Lebendigsein.

Hallo Revilo,

danke für deine Antwort. Aber mit Lametta hab ich nix zu tun ist ja auch umweltschädlich.

Viele liebe Grüße die Wolfsfrau
 

Franke

Foren-Redakteur
Teammitglied
Hallo wolfsfrau,

Genau das ist mein Problem mit deinem Gedicht. Das wirkt so abstrakt, abgehoben und irgendwie kontruiert. Das mag nicht so recht mit der Sprache des restlichen Gedichtes passen.
Als Überschrift allerdings könnte ich mir "Anderswelt" gut vorstellen.

Und das Gedicht dann beginnen mit:

wo die Traumflüsterer
Dann wäre es ein lyrischer Gedanke, zwar nicht wirklich neu, aber stimmig.

Liebe Grüße
Manfred
 

wolfsfrau

Mitglied
Hallo Manfred,

danke für deine Antwort.
Genau jetzt sehs ich auch soviel Konstruktion und wenig Poesie. Aber Altes zu bearbeiten fällt mir schwer, aber ich bleibe dran.

vlg die Wolfsfrau
 

revilo

Mitglied
Hallo dunkler Mondnein,

danke für deine Antwort.
Wollte zum Ausdruck bringen, die Umformung der Realität in die Jetztzeit.
Eine Transformation des alten Ichs in eine neue Form des wahren Lebendigsein.

Hallo Revilo,

danke für deine Antwort. Aber mit Lametta hab ich nix zu tun ist ja auch umweltschädlich.

Viele liebe Grüße die Wolfsfrau
:)
 

Mondnein

Mitglied
Wollte zum Ausdruck bringen, die Umformung der Realität in die Jetztzeit.
Eine Transformation des alten Ichs in eine neue Form des wahren Lebendigsein.
Das wolltest Du wirklich zum Ausdruck bringen?
Da bin ich aber froh, daß es Dir nicht gelungen ist. Sonst wäre es völlig in an und unter Abstraktheit gestorben.

Dehydriert.

Wasser des Lebens schmeckt anders.

grusz, hansz
 

wolfsfrau

Mitglied
Hallo Hansz,

Fehlschläge gibts immer so ist das Leben.
Bin halt noch auf der Suche nach der Quelle.
Aber wenn ich sie gefunden habe wird Alles leicht.

vlg die Wolfsfrau
 

Mondnein

Mitglied
Aber wir Leser finden die poetische Quelle doch in diesem Gedicht: Die Traumflüsterer (Musen) im Anderland (Jenseits, Phantasiereich). Und das Jetzt, in dem der Vergangenheitsbann zu Zukunftsoffenheit umschlägt, immer.
 

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