TraumZeit

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Traum

Im Traum sagen die Spiegel aus bloßer Gewohnheit/
was wahr ist, aber ihr Gedächtnis
weißt weiter zurück als am Tag und du, ein Mensch,
träumst von Eden. Einem Labyrinth
in dessen Dunkel am Ende ein Licht wartet und
ein langer Schatten, der
in der Luft zu fließen scheint, wie ein Kind
vertieft in ein Spiel, das
du von früher her kennst. Und dann fragt er
nach deinen Gedanken.


Zeit

Die Zukunft
ist zur Droge verkommen, für alle, die auf sie warten.
Die zerbrochenen Hände des Jahrhunderts
greifen nach dir und etwas, das viel war, verschwindet.
Was bleibt, ist die Sprache, - ein Rückzugsgefecht
gegen die vorrückende Zeit.
 
Zuletzt bearbeitet:
G

Gelöschtes Mitglied 21296

Gast
ich hab letztens eine alte frau schnurren statt schnorren lassen ;).
 

Tissop

Mitglied
Ein abgefahrenes Gedicht, in dem das Surreale völlig plastisch und greifbar erscheint. Da ist viel rauszuholen und einiges zu interpretieren, doch, vergebt mir, dazu bin ich um 4:51 Uhr zu müde.

Nichtsdestotrotz bin und bleibe ich angetan von diesem Text.
 
Danke dir, Tissop :)



Hallo Farbenmund

Wenn ich kann schreibe ich täglich, ja. Oft aber auch Wochenlang nichts, weil mir nichts einfällt.

L.G euch beiden
Patrick
 

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