Unser Omma bringt sich beim Gedichteschreiben um

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G

Gelöschtes Mitglied 21114

Gast
Unser Omma bringt sich beim Gedichteschreiben um
Eine Schauerballade

Unser Omma steht am Fenster, und sie lächelt
Hoch zum Mond, der heute Abend Heinrich heißt,
Dieser Heinrich seinerseits guckt auf die Omma,
Die versonnen lächelnd Fingernägel beißt.

Unser Omma sucht nach einer runden Zeile,
Die sie reimend zum Gedicht verlängern will,
Einen Kuss schickt Heinrich wie bestellt vom Himmel,
Um die Omma wirds gedankenschwer und still.

Unser Omma sieht die Welt umarmt von Heinrich,
Schwarze Wörter fliegen in dem Bild herum,
Aus den Wörtern werden Träume,
Um die Omma wachsen Räume,
Schwarze Wörter flattern um
Immer um die Omma rum,
Runde Zeilenschnörkel schwofen
Über totgeweihten Strophen,
Die Gedankenbrühe köchelt,
Hilfe! Unser Omma röchelt,
Ob die Omma schließlich hoch zum Mond entschwebt …?
Wenn, dann hat sie ihren Traum nicht überlebt.
 

molly

Mitglied
:( Tatsächlich eine Schauerballade,

ich habe das Gedicht jetzt zweimal gelesen und gehofft, wenigstens einmal kichern zu können, leider nein.
 
G

Gelöschtes Mitglied 21114

Gast
Hi Molly,
das siehst du verblüffend richtig: Es heißt "Schauerballade". Niemand erwartet von dir, dass du beim Lesen der Geschichte ins Kichern verfällst.
Gruß JF
 
G

Gelöschtes Mitglied 21114

Gast
"pucklig" sollte von "Buckel" kommen. Wortverwandtschaft ist nicht jedermanns Sache. Allerdings passt die gewählte Schreibweise "pucklig" zum "Schreiben nach Gehör", das in den Schulen noch in der Erprobungsphase ist.
JF
 

hein

Mitglied
Hallo Joe,

ich finde die Geschichte eher traurig.

Tot durch (wegen) Dichtung. Gab es das hier schon mal?

LG
hein
 


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