Vorn wie hinten (Limerick)

G

Gelöschtes Mitglied 14278

Gast
Es ist ein Fingerzeig, dass es um Sprache geht.
Und um Gleichwertigkeit.
Das klingt doch einmal mehr nach Parteiprogramm.

Leider hat Bernd meine Fragen in einem anderen Thread, wem diese Sprachverhunzung nütze, nicht beantwortet.
 

Bernd

Foren-Redakteur
Teammitglied
Aha. Ich habe keinen "gebildeten" Limerick geschrieben. Auch keinen restringierten.

Es erinnert mich an Weimar, wo ein Herr Kauffmann als Chef der Kulturhauptstadt den Thüringern das Bratwurstessen verbieten wollte. Stattdessen sollten Shrimps serviert werden. Es gab dann Demonstrationen. Und in Erinnerung blieb der gebildete Herr Kauffmann nicht mehr durch die Kulturhauptstadttätigkeiten sondern durch das Bratwurstverbot. (Das ist passiert, ich hätte es mir nicht vorstellen können. Aber hier dient es mir als Metapher.)
Er war sehr von sich und seiner Bildung sehr überzeugt. Quellennachweis: https://www.weimar-lese.de/gastliches/spezialitaeten/die-thueringer-bratwurst/

Mein Limerick ist leider bildlich gesprochen noch keine Bratwurst. Ich wäre froh, wenn ich das hinbekäme.

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Standardsprache der Umgangssprache überzuordnen zeugt nicht von Gebildetheit.

Beide Register haben ihren Zweck. Keins ist besser. Für manche Zwecke ist ein besser oder eine Mischung.

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Die Verse 3 und 4 deuten an, dass es um Sprache geht.

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Es ist das Problem bei Limericks. Richtig gut werden sie, wenn sie einfach sind. Dazu sind manchmal 10 Jahre und mehr erforderlich - mit der richtigen Idee.
 

Bernd

Foren-Redakteur
Teammitglied
Das klingt doch einmal mehr nach Parteiprogramm.

Leider hat Bernd meine Fragen in einem anderen Thread, wem diese Sprachverhunzung nütze, nicht beantwortet.
Ich bin nicht dazu aufgelegt, bei Unterstellung von Verhunzung zu reagieren. Ich antworte hier nur wegen der sehr direkten Nachfrage: Die Frage erübrigt sich, denn es ist keine Sprachverhunzung. Also kann sie aus rein logischen Gründen niemandem nützen, weil sie nicht vorhanden ist.
Es gibt seit es Sprache gibt Sprachwandel.
 
G

Gelöschtes Mitglied 14278

Gast
Unterstellung von Verhunzung
Tja, Bernd, auch da sind wir wohl unterschiedlicher Meinung.

Im anderen Thread ging es um den Gebrauch von brung statt brachte - das ist für mich ein Verhunzen (also absichtliches oder für den Beobachter scheinbar absichtliches Verunstalten) eines Verbs. Unter dem dort von Dir gesetzten Link erfährt man dann Näheres über die "Sendung" dieser Gesellschaft. Nicht ernst zu nehmen, gewiss - aber auch keine Vorlage für ein ernst zu nehmendes Literaturforum. Mit Sprachwandel hat dies meines Erachtens überhaupt nichts zu tun.
 

Bernd

Foren-Redakteur
Teammitglied
Das Gedicht hat etwas mit Sprachspiel und Analogie zu tun. Die Gesellschaft will gar nicht ernst genommen werden. Es ist eine Satire-Gesellschaft, ebenfalls mit Sprachspiel. Das ist aber sehr leicht erkennbar.

Ohne Vehunzung:

Zu meinem aktiven Wortschatz gehören "es schnie" und "der Hund boll". Beide gehörten zur Standardsprache, sind aber heute veraltet.

Limericks können Sprachspiele nutzen.

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Eine andere Frage ist, ob es immer gelungene Limericks sind.

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James Blond

Mitglied
Ich habe keinen "gebildeten" Limerick geschrieben. Auch keinen restringierten.
Eben. Darin bestand meine Kritik - es geht hier nicht um Bratwurst oder Shrimps, sondern um das Menü: Es ist weder noch, eine Mixtur, die leider keine schmackhafte Mischung ergibt: Rekursivität, Palindrom und Umgangssprache ist ein bisschen (zuviel) von allem.
Es ist das Problem bei Limericks. Richtig gut werden sie, wenn sie einfach sind.
Sehe ich auch so.
 

Bernd

Foren-Redakteur
Teammitglied
Eben. Darin bestand meine Kritik - es geht hier nicht um Bratwurst oder Shrimps, sondern um das Menü: Es ist weder noch, eine Mixtur, die leider keine schmackhafte Mischung ergibt: Rekursivität, Palindrom und Umgangssprache ist ein bisschen (zuviel) von allem.
Eine Art Schnippelsuppe.
 

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