Wann Manuskript versenden? (gelöscht)

Michael Schmidt

Administrator
Teammitglied
Meine Stimmung sagt, das die Verlagshäuser arbeit scheuen, da genügend auf ihrem Tisch liegt und sie dazu nicht auf einen warten, daher vielleicht doch das fertige Manuskript einsenden.
 

Nina H.

Mitglied
Ich denke, daß Verlage sicherlich mit "Romananfängen" und dergleichen überschüttet werden, aber sicherlich keine sonderliche Freude daran haben. Denn: Extrem viele Leute haben einen angefangenen Roman in ihrer Schublade liegen, die wenigsten schreiben diesen auch zu Ende.
Ich würde eine Bewerbung nur mit fertigem Manuskript machen, wobei man aber durchaus nicht alles schicken muß. (Ich höre immer wieder Empfehlungen, daß es besser ist, ein Expose einzureichen und ein paar aussagekräftige Textstellen als Beispeile enzufügen als den ganzen Wälzer einzuschicken.)
Ausnahmen stellen eventuell Bücher innerhalb von bereits laufenden Romanserien dar, da da einerseits vom Verlag her noch am ehesten Bedarf nach Autoren besteht, andererseits auch mehr geplant werden muß als bei einem eigenständigen Roman.

Das gilt allerdings alles für unbekannte Autoren. Klar, bekannte Autoren werden wohl auch schon öfters mal um einen Entwurf gebeten, aber ich denke nicht, daß das auf allzu viele User hier zutrifft.
 

Gabriele

Mitglied
Auf jeden Fall...

...würde ich mein Werk nur dann einem Verlag vorstellen, wenn es fertiggeschrieben ist (wobei natürlich durchaus jederzeit noch Änderungen und Verbesserungen möglich sind).
Bei meinem ersten Buch, das ich gerade einem Verlag vorstelle, habe ich folgendes eingesandt (wurde vom Verlag und in einem Ratgeber für Erstautoren so empfohlen):
- Anschreiben
- Exposé
- Kapitelübersicht
- Probekapitel
Liebe Grüße
Gabriele
 
S

Sandra

Gast
Hallo Mirko,

bin gerade hier auf den Thread gestoßen und hoffe, dass das Thema noch einigermaßen aktuell für dich ist. Ich durfte einmal im Rahmen eines Stipendiums mit einem Lektor von Rowohlt zusammenarbeiten. Dieser erzählte dann, dass er ungefähr 400 unangeforderte Manuskripte pro Jahr auf den Tisch kriegen würde. Davon würde es dann gerade mal eins zum Druck schaffen. Hierzu sei gesagt, dass bevor der Lektor das Manuskript auf den Tisch bekommt, ein Praktikant die Texte vorselektiert. Also immer gut mit den Praktikanten stellen ;)
Halbfertige oder unausgegorene Ideen haben keine Chance, aus den Gründen die Michael Schmidt auch bereits erwähnte. Wenn man als Autor der Meinung ist, dass ein Manuskript fertig ist (mein Problem ist eher, dass ich das Gefühl habe, es wird niemals so sein ;) ) gibt es von Seiten des Verlages mit Sicherheit immer noch einiges zu ändern.
Ein Lektor, Dirk R. Meynecke, der sich mit seiner Buchplanung selbstständig gemacht hat, bietet allerdings auf seiner Homepage an, dass Manuskript vom Rohentwurf bis zur endgültigen Fertigstellung zu begleiten. Solche gibt es also auch. Im Zweifel immer auf der jeweiligen Homepage des Verlages nachschauen.

LG
Sandra
 

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