Wind

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Tissop

Mitglied
wind bläst durch zeitalter
länder, städte, häuser, menschen
kannst du seine sprache verstehen?

windsprache ist eigen und anmutig
öffne die ohren, lausche, hör hin
grellweiße himmelstore gehen auf

jeder verstorbene erhält ein wort
sein schicksal im nächsten leben
schau dir all die ortlosen an

im jenseits kauern sie voller neugier
ihr persönliches wort erwartend
silberblauer lichtschweif funkelt

wind bläst über gesichter
silhouetten aus erinnerungen
wirst du dein letztes wort verstehen?
 
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Keram

Mitglied
Hallo Tissop,

an-sprechend, im wahrsten Sinne.
Das Ohr zwischen Innen und Außen. Der Wind kann für Engel stehen.
Deine Verse erinnern mich an den Dichter Siegfried Heinrichs.

In der letzten Strophe könntest Du den Artikel vor Wind weglassen - wie in Strophe 1.

Herzlich
Keram
 
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