zu dir

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anbas

Mitglied
Hallo Franke,

das gefällt mir (habe übrigens auch mal ein Gedicht mit gleichem Titel geschrieben und dachte zunächst, jemand hätte es aus der Versenkung geholt :D).

Die letzten beiden Zeilen würde ich aber streichen. Die "Spielereien" mit "...-los" sind schon recht abgegriffen und für mich machen sie dieses Gedicht fast schon kaputt - es wird in meinen Augen plötzlich platt und abgedroschen.

Liebe Grüße

Andreas
 

Franke

Mitglied
Hallo Andreas,

danke für deinen Kommentar.
Bei den letzten Zeilen schwanke ich noch, denn es ist ein sehr persönliches Gedicht und die Doppeldeutigkeit von "hoffnungslos" ist mir hier sehr wichtig.
Mal sehen was die anderen dazu sagen.

Liebe Grüße
Manfred
 

lapismont

Foren-Redakteur
Teammitglied
Vielleicht die Lotterie entfernen?

Ich komme jetzt nur auf getragene Verse, aber man könnte das Ziehn der erste Strophe wiederaufnehmen:

und lass ihn wehn
und lass ihn ziehn
ein hoffnungslos
 

Franke

Mitglied
morgen werde ich nicht mehr
mit den staren ziehn
mein eigener november
muss mir nun genügen

schreibe blatt um blatt
zurück an unseren baum
und deinen namen zitternd
in den ersten schnee

in händen längst zerknüllt
ein hoffnungslos
 
B

Beba

Gast
Lieber Franke,

gefaellt mir gut, besonders

schreibe blatt um blatt
zurück an unseren baum
und deinen namen zitternd
in den ersten schnee
Sorry, dass meine Wertung die Gesamtwertung herunterzieht, aber so ist es nun mal in der LL. :)

Gruss aus Suedostasien, daher auch ohne Umlaute. ;)

LG
Beba
 
A

AchterZwerg

Gast
Lieber Manfred,
irgendwie ist mir dieses vortreffliche Gedicht durch die Lappen gegangen. Liegt wahrscheinlich daran, dass ich seltener hier bin als früher.
Meine favorisierten Verse lauten:
in händen längst zerknüllt
ein hoffnungslos
Die sind wirklich traumhaft schön.
Weiter oben könntest du das "nun" streichen, weil es sich aus dem Inhalt ergibt. Aber vielleicht hast du gar keine Lust, wegen einer solchen Kleinigkeit, eine weitere Änderung zu starten? ;)
Herzlich-anerkennende Grüße
Heidrun
 
G

gitano

Gast
Hallo Manfred!
tolles Blatt Lyrik!
&
ich schließe mich Heidruns Anstoß an: "nun" in Z4 streichen...wirkt etwas direkter :)
Der Text ist einer der wenigen Perlen die ich in letzter Zeit hier las...
gern mehr davon!
Liebe Grüße
gitano
 

Franke

Mitglied
Hallo Ihr!

Danke für die anerkennenden Worte.
Dies ist ein sehr persönliches Gedicht und deshalb möchte ich auch das "nun" nicht streichen. Es hat eine ganz bestimmte Bedeutung. Auch hakt dann m.E. die Sprachmelodie etwas.

Liebe Grüße
Manfred
 

Ralf Langer

Mitglied
halo franke,

ein schwermütiges stück, das die "trag-weite/schwere"
einer lebenssituation formschön aufdeckt.

auch von mir ein vorschlag zum "nun"
-das auch m.e. den lesefluss stört;
statt:

morgen werde ich nicht mehr
mit den staren ziehn
mein eigener november
muss mir nun genügen

umstellen:

muß mir genügen nun

gerne gelesen
ralf
 
M

mirami

Gast
sehr gelungen....

vor allem das:

"schreibe blatt um blatt
zurück an unseren baum"


lg
mirami
 

Franke

Mitglied
Hallo Ralf,
hallo mirami,

danke für euren freundlichen Worte und das Lob.
Ich werde das "nun" so belassen, alle Versuche es irgendwie umzustellen haben mich letztendlich nicht befriedigt.

Liebe Grüße
Manfred
 
B

Beba

Gast
Lb. Franke,

ich empfinde es ähnlich wie Herbert. Die letzten beiden Zeilen sind in meinen Augen sogar entbehrlich. Meine ich als Leser, doch der Autor bist du und vielleicht habe ich etwas übersehen. ;)

LG
Beba
 

 
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