Aetheria Academia

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John Goodman

Mitglied
Prolog - Aetheria Academia



In der dunklen kugelförmigen Kabine herrschte Stille, nur das leise Summen des Bordcomputers war zu hören. Einige schwebende Kleinutensilien zogen in gelegentlichen Kreisbahnen langsam an Hanna vorbei. Darunter war auch ein Buch mit abgegriffenem Einband, seine vergilbten Seiten leicht aufgefächert wogten sie in der Schwerelosigkeit. Entgegen der Anweisung ihres Flugoffiziers, persönliche Gegenstände nur in den Crewräumen zu verstauen und schon gar nichts unbefestigt liegenzulassen, war sie so in ihren Vorbereitungen vertieft, dass sie alles andere um sich herum vergaß.

»Zulassungsunterlagen, Check. Schuluniform, Check.« Das schwache Licht des Tablets beschien Hannas Gesicht und gepaart mit der gelben Farbe ihres Raumanzuges verlieh es ihren feuerroten Haaren einen goldenen Schimmer. Sie fuhr mit dem Finger über die Punktetabelle. Mit jedem Tippen sprang ein Häkchen in die Zeile. »Schulordnung, Check. Cockpit-Vorschriften, Check.« Ein Lächeln umspielte ihre Lippen. All die aufreibenden Monate, der erbarmungslose Lehrstoff, den sie nächtelang durchgekaut hatte. Sie hatte vermutlich das gesamte Spektrum menschlicher Emotionen erfahren. Von tiefster Verzweiflung und Verlustangst, nachdem sie erneut bei einem Test durchgefallen war und die Prüfer sie unentwegt an ihr Unvermögen erinnert hatten. Bis hin zu hemmungslosen Glücksgefühlen, als sie endlich die Abschlussprüfung bestand. Sie konnte es noch immer kaum glauben. Es war ein Privileg hier zu sein und das wusste sie.

Plipp-Plopp Plipp-Plopp. Das Geräusch einzelner Wassertropfen lenkte ihren Blick von dem Tablet auf den dunklen Bereich zu ihrer linken. Wo sich jetzt eine holografische Animation aus vielen bläulichen Dreiecken formte, die sich zu den Seiten der Kabine in Wellen auflösten. Der Klang war Hanna vertraut. Sie war mit Einheit 10-7 S aufgewachsen, aber diese Bezeichnung hatte sie nie gemocht. Für Hanna war sie mehr als nur eine Maschine. Sie war ein eigenes Individuum, mit richtigem Namen, Gefühlen und Gedanken. Auch wenn die Leute das nicht verstanden. Sie gehörte zu ihrer Familie. So hatte Hanna gelernt darauf zu achten, wenn sie was auf dem Herzen trug oder sie etwas beunruhigte. »Keine Sorge Ava, ich habe schon ein Gesuch deinetwegen eingereicht.«

Im selben Augenblick meldete sich aus der Com eine Stimme. »Wir erreichen in Kürze die technische Bildungsanstalt Aetheria Academia im zweiundachtzigsten Bezirk«, die Com verstummte, dann fuhr der Sprecher der Kommandobrücke fort. »Warteposition für den Andockvorgang wird eingenommen.«

Mit einer Hand drückte sich Hanna von ihrem Sitz ab und neigte ihren schwebenden Körper nach vorne, um an der glatten, dunklen Oberfläche ihre Vorwärtsbewegung mit den Fingerspitzen abzupassen. Rote Haarsträhnen tänzelten schwerelos an ihrem Gesicht entlang. Die Akademie hatte sie bisher nur in Form von Fotos und Aufnahmen im Datenstream gesehen. Dass es sich um ein gewaltiges Konstrukt handelte und selbst den Mond ihres Heimatplaneten winzig erscheinen ließ, war ihr ebenfalls bekannt. Aber die Aetheria mit eigenen Augen zu sehen, war dann doch ein ganz anderes Erlebnis. Ungeduldig tippte sie ihren Sicherheitscode für die Bildfreigabe ins Tablet und löste im Bordcomputer eine leise, melodische Klangabfolge aus. Die dunkle Kabine erhellte sich langsam. Ihr Abbild spiegelte sich fast unsichtbar auf der virtuellen Fläche, die sie wie eine gläserne Kugel umschloss. Als sich ihr die freie Sicht auf den ehrfurchtgebietenden Pferdekopfnebel eröffnete, klappte ihr die Kinnlade auf. Majestätisch ragte sein schwarzes Haupt aus den rot glühenden Wasserstoffwolken empor. Er schien Hannas Ankunft regelrecht zu begrüßen.

Inmitten dieses galaktischen Ozeans glich die Raumakademie einem strahlenden Juwel. Ihr Atem stockte. »Das ist also ... die Schule ..., ich habe es endlich geschafft. Mom!« Gigantische ringförmige Strukturen erstreckten sich weit im All, die das Sonnenlicht in bunten Farben reflektierten. Nach unten hin zog sich das Konstrukt wie ein Kegel in immer kleiner werdenden Ringen zusammen. Angetrieben durch einen inneren Kern, der sich in steter Rotation um die eigene Achse befand, wurde daraus eine nahezu unerschöpfliche Energiequelle gewonnen und ein stabiles Magnetfeld erzeugt. Sie vermochte das Ausmaß dieser Akademie nur erahnen. Dagegen war ihr Transportfrachter, der sie nach Aetheria flog, wie ein einsames Staubkorn.

In weiter Ferne entdeckte sie etwas, das sich zwischen ihr und die Aussicht schob. Vermutlich ein Wartungsbot, der sich im Reparatureinsatz befand. Sie tippte auf ihr Tablet und öffnete auf der Bildfläche vor sich ein Fenster, mit dem sie den kleinen grauen Fleck stufenweise vergrößerte, bis sie seine Form deutlich erkannte. »Das ist aber ..., jemand in einem Raumanzug?« Sie betrachtete ihn eine Weile kritisch und bemerkte dann erst, dass er regungslos umhertrieb. Als Hanna begriff, was sie dort sah, fing ihr Herz panisch an zu rasen.
»Nein, nein, nein, das darf nicht sein.« War er bewusstlos? Hatte er Sauerstoffmangel? Konnte sie überhaupt noch helfen? Verzweifelt tippte sie mehrfach auf den Kommunikationskanal ihres Tablets, als ginge der Verbindungsaufbau dadurch schneller.
»Hier spricht die Brücke«, meldete sich nach einigen Sekunden der Bordoffizier.
»Der ... der machts nicht mehr lang.« Sie schrie ungewollt in die Com, ihre Stimme bebte und überschlug sich dabei.
»Was?«
»D-D-Da ... da ist«, sie sendete der Brücke ihren Videofeed. »Der überlebt nicht mehr lange!«
Für einen Moment war es am anderen Ende der Leitung unerträglich still, als ein plötzliches Warnsignal ertönte. »Rettungsteam benachrichtigen und für externen Einsatz vorbereiten«, drang es aus der Com. »Person in Not entdeckt.«

Ihr Tablet steckte sie in die Ladestation. In einer fließenden Bewegung pickte sie die Kleinutensilien und das Buch aus der Luft, verstaute diese in ihrer Brusttasche und schwang sie sich zurück auf ihren Sitz. Sie glitt erst in den einen Handschuh und dann in den anderen, die sich links und rechts an ihrer Steuerkonsole befanden. Deren beiden Enden verbunden sich über einen mechanischen Verschluss automatisch mit ihrem Raumanzug. Dann schnappte sie nach ihrem Helm, der über ihr schwebte und setzte ihn sich auf. Über den Druckring an ihrem Hals rastete er klickend ein und versiegelte sie luftdicht. Die Magnethalterung an der Rückenlehne zog ihren Körper sanft in optimale Sitzposition, die sie zusätzlich sicherte. Im Hintergrund hörte sie die Einsatzbesprechung zwischen der Brücke und der medizinischen Versorgungsstation.
»Wie ist die aktuelle Lage des in Not geratenen?«
»Wahrscheinlich kritisch.«
»Gibt es Anzeichen einer Kollision mit Wrackteilen oder Ähnlichem?«
»Unbekannt.«

Das musste alles sehr viel schneller gehen! Bis sie das ausdiskutiert hätten, wäre das Einsatzteam nicht rechtzeitig vor Ort. Zu beiden Seiten ihres Sitzes fuhren Steuerknüppel nach oben, die sie mit ihren Händen ergriff. Vor ihr öffneten sich leuchtende Fenster, in denen komplexe Berechnungen durchliefen. Nacheinander reihten sie sich dann in einem Halbkreis auf und bildeten ein Nutzerinterface. Nachdem die Ladesequenz beendet war und die Bordsysteme erwacht waren, erschien auf der holografischen Bildfläche ein transparentes Fadenkreuz.
»Wer voranschreitet, gewinnt zweifach«, murmelte sie mehr zu sich selbst, in Erinnerung an die Worte ihrer Mutter.
»Wie bitte?«
»I-I-Ich rette ihn!«
Ihren Entschluss hatte sie bereits gefasst. Auch wenn sie am ganzen Körper zitterte und ihr Herz aus der Brust zu springen drohte. Sie deaktivierte die Verankerung.
»Hey! Was soll das werden?!«, schlug ihr die strenge Stimme des Bordoffiziers aus der Com entgegen. »Wir kümmern uns um den Rettungseinsatz!«

Ein lautes Vibrieren erfüllte die Frachthalle, das von weit oben über den Köpfen der Lagerarbeiter zu kommen schien. Die waren gerade damit beschäftigt, Kisten auf den Schwebetransporter zu verladen. Allesamt hielten sie inne und schauten überrascht hinauf zu dem stählernen Riesen, der völlig unvermittelt aus seinem Schlaf erwachte. Als das Ungetüm seine Augen aufschlug, die in einem unheilvollen Rot zu leuchten begannen, lösten sich von seinem gepanzerten Rücken mehrere Versorgungsschläuche. Weißer Dampf zischte, hüllte ihn ein und ließ ihn wie einen zornigen Kriegsgott erscheinen, bereit herabzusteigen, um sie wie Insekten unter sich zu begraben. Bei diesem Anblick stoben die Arbeiter wie aufgeschrecktes Getier in alle Richtungen auseinander und verkrochen sich in jede freie Nische, die sie finden konnten.

Die massive Verankerung hob sich zögerlich von Avas breiten Schultern, als sich das an der Bordwand befestigte Zahnradgewinde kreischend verkantete und ihr den Weg versperrte.
»Will sie mit dem Ding wirklich starten?«, hörte Hanna den Bordoffizier aus der Com seinen Kollegen skeptisch fragen. Hanna bemerkte ihren Fehler zu spät. Ein einziger Vorwärtsschub reichte. Die Steuerdüsen an Avas hydraulischen Armen und Beinen heulten auf und sie krachte mit ihrem eisernen Schädel gegen einen der Ankerhaken. Das klemmende Zahnradgetriebe knackte und ächzte unter dem harten Aufprall, bevor es schlagartig nachgab und die Verankerung rücklings gegen die Bordwand donnerte.
»Verflucht nochmal ... Pilotin der mobilen Einheit!«
»T-T-Tu ... Tut mir leid.«
Dem Bordoffizier war bereits klar, dass es keinen Sinn hatte, Hanna von ihrem Vorhaben abzubringen. Zumal er im Dienst ihrer Familie stand und nicht umgekehrt. So betrachtet war sie seine Vorgesetzte. Im Laufe der Jahre lernte er sich anzupassen und ihr ein Stück weit zu vertrauen, auch wenn ihm das immer noch schwerfiel. Immerhin war er auch dafür verantwortlich, sie sicher nach Aetheria zu geleiten, was ihm seine Entscheidung nicht leichter machte. Die Com verstummte flüchtig, dann meldete er sich resigniert zurück. »Wir öffnen die Außenluke. Halte dich so lange im Zaum.«




Fortsetzung folgt.
 
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ahorn

Foren-Redakteur
Teammitglied
Moin John Goodman,

Die Raumakademie in all seinen Farben strahlte stolz sein Licht hinaus in die Galaxie. In seiner Pracht und Vielfalt entfaltete es sich als ein Ort voller unendlicher Möglichkeiten und bot für all jene nicht nur ein Zuhause, eine Heimat, sondern auch eine bessere Zukunft. (Schnulzalarm: die Raumakademie in all seiner Vielfalt hatte eine Strahlkraft KOMMA die alle in der Galaxie begeisterte. Sie war ein Ort voller unendlicher Möglichkeiten und bot für all jene nicht nur ein Zuhause, eine Heimat, sondern auch eine bessere Zukunft.
Es gab eine Zeit, da hatte sie daran geglaubt (Wer glaubt?). Inzwischen empfand sie nichts als Verachtung (Wer erachtet? ). Denn ebenso war es wie ein schwarzer Schlund, der sie langsam von innen heraus verschlang. (Der Satz klingt schön, aber wer ist es und wie soll ein Schlund von innen …? )
Emilia (Ist sie er, sie es?) betrachtete durch das Visier ihres Raumanzuges die weit entfernten Sterne (Die näheren nicht? ) und zählte die einzelnen Lichtpunkte (Neben den Sternen gibt es also Lichtpunkt, die sie zählt. Was sind das für Punkte? die sie zählte ), wie sie es als Kind getan hatte. Wenn die erdrückende Last der Gedanken ihr die Luft zum Atmen raubte (Drückten die auf ihre Lunge?). Einsam trieb sie in der endlosen (Leer ist leer ;) Leere und wartete auf ihre Abholung. (Oder meinst du den interstellaren oder gar intergalaktischen Bereich? Was macht sie dort? Dort ist es verdammt einsam und dann bloß in einem Raumanzug, bis dort sie jemand abholt, kann wirklich dauern.)Bis auf den gelegentlichen Signalton ihres Ortungssystems (Was gibt es in der Leere – unendlichen – zu orten?) war die selbstauferlegte Stille (Das glaube ich nicht, derart dumm kann sie nicht sein? Im Vakuum gibt es keine Geräusche.) wie ein schützender Mantel und doch bohrte sich ein Stachel tief in ihr Herz. Wenn es die richtige Entscheidung gewesen war, alles hinter sich zu lassen, warum schmerzte es dann so sehr? (Jetzt verstehe ich sie wartet im interstellaren Bereich auf den Tod, dafür braucht sie aber nicht so weit zu fliegen. Das Vakuum ist überall gleich tödlich.) Weil ... weil sie schwach war. Weil sie den Schmerz verdiente.
»Ich bin deine Eskapaden leid. Du wirst dieser Heirat einwilligen. Ich spreche hier nicht mehr in der Rolle deines Vaters.« Sein graubraun meliertes Haar war nach hinten gekämmt, der Bart glattrasiert. (Damm ist er weg. das Gesicht glattrasiert »Das ist ein Befehl, anderweitig wirst du so lange unter Hausarrest gestellt, bis du zur Besinnung kommst.« Er schloss die Akte auf der leuchtenden Bildfläche (Spielt das eine Rolle, ob dort oder einen halben Meter daneben?), die in den steinernen Tisch eingelassen war. Das kohlegraue anthrazitfarbige, quaderförmige Gestein in Form eines Quaders belagerte (Angetreten :) dominierte nahezu den halben Raum.
Wenn Emilia an den verwöhnten Bengel dachte und an sein gehässiges Grinsen, wie er sie mit seinen schmierigen Händen betatschte, kam ihr der Ekel hoch (Ein Schritt weiter komm dann die Kotze und die gerne einmal hoch, obwohl hinauf korrekter ist). War sie für ihn wirklich nur Handelsware eine Ware (Besagt bereits der Name, dass man sie – auch das einen oder andere Mal gegen Geld – eintaucht.), die er nach Belieben eintauschen konnte?
»Und sie Kadettin Ranger«, sein Blick verfinsterte sich, »werden für ihr Vergehen von der Akademie suspendiert. Was darüber hinaus mit ihnen geschieht, wird dann ein Gericht (Erbsensuppe?) entscheiden.« (Floskeln werden nicht dadurch besser, wenn man sie wiederholt. ;) wird jemand anderes Entscheiden)
»Ich ... aber, meine Eltern werden ...«
»Ihrerseits gibt es hierzu nichts zu sagen.«
Die Kadettin unterdrückte ein Schluchzen, hob die Hand zu ihrer Brust, vergriff sich in den blauen Stoff der Uniform und ließ sie wieder fallen.
»Sie haben in dem Wissen, dass ihre Annäherungsversuche zu ihrer Vorgesetzten, einen klaren Regelverstoß darstellen, weiterhin den Kontakt unternommen.« Er sah drohend zu seiner Tochter. »Obwohl persönliche Liebschaften innerhalb des Militärpersonals nicht geduldet werden.« ich bin verwirrt, wie viele Personen sind dort? Ich dachte, Emilie und der Typ am Tisch? Irre ich mich: Emilie, die Kadettin, die Tochter?
Das war falsch. KEIN ZEILENUMBRUCH
Nicht sie war es. KEIN ZEILENUMBRUCH
Das war lediglich eine bescheuerte Richtlinie, an die sich kaum einer hielt. KEIN ZEILENUMBRUCH
Sie war furchtbar naiv zu glauben, er würde bei ihr eine Ausnahme machen. KEIN ZEILENUMBRUCH
Sie zu akzeptieren, wie sie war. KEIN ZEILENUMBRUCH
Ihr gesamtes Wesen widerstrebte sich der Vorstellung, die Frau dieses reichen Jünglings zu werden. Wenn sie zumindest den Rauswurf abwenden konnte, wäre sie bereit KOMMA diesen Weg zu beschreiten. Aber war sie das wirklich? Hatte sie je eine Wahl. Zumal sie nicht mehr anzubieten hatte, als sich freiwillig (Freiwillig unter Zwang ;) O) seinen Befehlen zu beugen. Vielleicht würde er darüber hinwegsehen.
Sie zögerte und fasste sich dann, hielt jedoch ihren Blick gesenkt.
»Wenn ... wenn sie auf der Schule bleiben darf, werde ich alles tun, was du verlangst.« I(Wer soll auf der Schule bleiben dürfen? Emilie, die Kadettin, die Tochter?)
»Schweig!«
Sie erschrak. (Weshalb?) KEIN ZEILENUMBRUCH
Genauso gut hätte er ihr mit dem Handrücken eine verpassen können. KEIN ZEILENUMBRUCH
Was vermutlich erträglicher wäre.
»Damit du endlich begreifst, entferne ich jeglichen Fremdkörper (Was? Wie? Wo kommt der her, wer ist das?), der dich von deinen Verpflichtungen ablenkt.«
Wie ein Schmiedehammer, der Funken aus dem Amboss schlug (Das zeige mir), pochten die Worte unter Emilias Schädeldecke (Wie passen Funken mit Pochen zusammen?). Wenn es eine Schuldige gab, dann war sie es. Aber es waren weniger die Worte, die den Stachel bildeten, viel mehr dieser kalte Ausdruck in seinem Gesicht. Eine Mischung aus Gleichgültigkeit und Abscheu KOMMA die er der Kadettin entgegenwarf und sie davon abhielt KOMMA noch einmal in ihre grünen Augen zu blicken. (Wer hielt wen, wovon ab? Ross, Reiter) wie sie es das erste Mal tat getan undsie sich darin verlor verloren hatte. Stattdessen starrte sie auf ihre enge Jeans hinunter (Ich trage meine immer als Kopfschmuck), auf ihre Stöckelschuhe, auf den Boden, auf irgendwas. Nur bloß nicht zu ihr. Um zu sehen, dass sie das Leben dieses Mädchens zerstörte.


Die Kadettin taumelte zur Seite, ihre Schultern berührten sich (Man ist die gelenkig. :) ). Sie hörte ihre aufgeregte Atmung (Wie? Kapusta? Sie hörte ihre Aufregung anhand / durch / an ihrer Atmung , erahnte ihre Wärme (Es sei denn, sie ist kaltblütig ;).) und ihren Duft (Wer hat keinen?). Sie rief sich ihr (Wessen?) Lächeln in Erinnerung und die vielen kleinen Details (Welche?), die auf ihrer sonst grauen (Sind die nicht weiß?) Leinwand bunte Farbtupfer hinterließen. Es wäre so leicht KOMMA sie (Wen?) zu umarmen, den Kopf in ihre Halsbeuge (Ihre was?) zu legen, nochmals (Wann hat sie sie zuvor gespürt?) ihre weichen Lippen zu spüren und ihr zu sagen, dass alles gut wird.

So, hier mache ich erst einmal Schluss. Zu viel Verschleierung baut keine Spannung auf, sondern verwirrt den Leser. Was ist daran verwerflich, wenn eine Frau mit einer Kommilitonin schläft, obwohl ihr Vater sie versprochen hat. Es sei denn, wir befinden uns in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Nenne Ross und Reiter, sonst versteht das niemand.

Gruß
Ahorn
 

John Goodman

Mitglied
Moin Ahorn,

vielen Dank für die Anmerkungen.
Dass ich den Text überarbeiten muss, war mir schon irgendwie bewusst. Nur hast du dem Ganzen, Form und Struktur verliehen und mir damit eine klare Zielvorgabe gegeben. Frei nach dem Motto, der herausstehende Nagel wird eingeschlagen.



Gruß

JG
 

jon

Mitglied
Hallo John,


als ich den Text zu lesen begann, dachte ich: Oh, schön! Jemand, der sich um die Sprache bemüht und nicht seine Geschichte schnell runterschrubbt. Ich dachte, dass ich unter dieser Voraussetzung wohl an die Feinheiten gehen kann. Und dann fing ich an …

… und stellte fest, dass alles zwar im ersten Moment schön klingt, es aber deutliche Schwachstellen gibt. Darum merke ich nur gelegentlich Feinheiten an und verzichte auf Hinweise zu Rechtschreibung und Zeichensetzung.




In der dunklen Kabine herrschte Stille, nur das leise Summen des Bordcomputers war zu hören. Entgegen der Anweisung, nichts unbefestigt liegenzulassen, schwebten einige Kleinutensilien umher, begleitet von einem Buch mit abgegriffenem Einband, dessen Seiten sanft in der Schwerelosigkeit wogen.
  • Feinheit: Das „Entgegen der Anweisung“ bezieht sich formal auf das Subjekt „einige Kleinutensilien“. Allerdings hatten die Utensilien sicher nicht wie Anweisung erhalten, nichts unbefestigt liegen zu lassen.


»Zulassungsunterlagen, Check. Schuluniform, Check.« Das schwache Licht ihres Tablets beschien ihr Gesicht und gepaart mit der gelben Farbe ihres Raumanzuges, verlieh es ihren feuerroten Haaren einen goldenen Schimmer. Ihre flinken Finger flogen über das Display. »Schulordnung, Check. Cockpit-Vorschriften, Check.« Ein Lächeln umspielte ihre Lippen. Doch ihre Vorfreude versuchte sie zu unterdrücken. All die schlaflosen Nächte, der erbarmungslose Lehrstoff, den sie immer und immer wieder durchgekaut hatte.
  • „flinke Finger flogen“ – der Stabreim wirkt (vermutlich unbeabsichtigt) komisch/übertrieben.
  • Was ich gar nicht verstehe, ist das „doch“. Das heißt ja, dass ihr Lächeln nichts mit ihrer Vorfreude zu tun hat. Wieso lächelt sie dann?
  • Was ich auch gar nicht verstehe: Wieso besteht die Vorfreude aus schlaflosen Nächten und erbarmungslosem Lehrstoff?



Sie hatte vermutlich das gesamte Spektrum menschlicher Emotionen erfahren. Von tiefster Verzweiflung, wenn sie erneut bei einem Test durchgefallen war und die Prüfer sie unentwegt an ihr Unvermögen erinnerten. Bis hin zu hemmungslosen Glücksgefühlen, als sie endlich die Abschlussprüfung bestand. Es war ein Privileg hier zu sein und das wusste sie.
  • Sie hatte vermutlich nicht das gesamte Spektrum menschlicher Emotionen erfahren. Selbst „tiefste Verzweiflung“ über einen vergeigten Test ist nichts im Vergleich mit Todesangst und „hemmungslose Glücksgefühle“ nichts im Vergleich mit Extase, von gesundheitsgefährdender Verwirrung und anderen Sachen mal ganz zu schweigen. Was ich sagen will: Farbig zu erzählen ist okay, aber Vorsicht mit Übertreibungen und Superlativen.



Ein seichtes Plätschern, wie das einzelner Wassertropfen, lenkte ihren Blick von dem Tablet auf den dunklen Bereich neben ihr. Wo sich jetzt eine Animation aus vielen bläulichen Dreiecken abspielte, die sich zu den Seiten in Wellen wieder auflösten. Der Klang war ihr vertraut. Sie war mit ihr aufgewachsen und sie hatte gelernt darauf zu achten, wenn sie was auf dem Herzen trug oder sie etwas beunruhigte. Sie gehörte zu ihrer Familie. Auch wenn die Leute das nicht verstanden. »Keine Sorge Ava, ich habe schon ein Gesuch deinetwegen eingereicht.«
  • Ein einzelner Wassertropf plätschert nicht. Was „seichtes Plätschern“ sein soll, weiß ich auch nicht – unter „leisem Plätschern“ kann ich mir was vorstellen.
  • Konstrukte wie hier „… neben ihr. Wo …“ sollte man nur dann verwenden, wenn etwas betont werden soll. Ich erkenne nicht, was hier betont werden soll.
  • Eine Animation ist etwas, was jemand in Bewegung gesetzt hat. Wer diese Dreiecke animiert?
  • Welcher Klang war ihr vertraut? Sie war mit ihm (dem Klang) aufgewachsen.
  • Ich verstehe nicht, was der Klang (oder die „Animation“) damit zu tun hat, dass sie (also die Protagonisten der Szene) auf ihre Emotionen achtet.
  • Wer gehörte zur Familie?
  • „Sie gehörte zu ihrer Familie. Auch wenn die Leute das nicht verstanden.“ Hier passt diese Konstruktion des (ich nenne es mal) „abgekoppelten Nebensatzes“. Der eigentliche Nebensatz bekommt so mehr Gewicht, das heißt, dass es hier offenbar ein deutliches Konfliktpotential gibt.


Im selben Augenblick meldete sich aus dem Com eine blecherne Stimme. »Wir erreichen in Kürze die technische Bildungsanstalt Aetheria Academia im zweiundachtzigsten Bezirk«, die Com Einheit verstummte kurz in einem Rauschen, dann fuhr der Sprecher der Kommandobrücke fort. »Warteposition für den Andockvorgang wird eingenommen.«
  • Mal zur Zeichensetzung: »Wir erreichen in Kürze die technische Bildungsanstalt Aetheria Academia im zweiundachtzigsten Bezirk.« Die Com Einheit verstummte kurz in einem Rauschen, dann fuhr der Sprecher der Kommandobrücke fort: »Warteposition für den Andockvorgang wird eingenommen.«

Sie hatte Bilder und Aufnahmen dieser Universität bisher nur im Datenstream gesehen. Dass es sich um ein gewaltiges Konstrukt handelte und selbst den Mond winzig erscheinen ließ, war ihr ebenfalls bekannt. Aber es mit eigenen Augen zu sehen, war dann doch ein ganz anderes Erlebnis. Schnell tippte sie ihren Sicherheitscode für die Bildfreigabe ins Tablet und löste im Bordcomputer eine leise, melodische Klangabfolge aus. Die dunklen Bereiche öffneten sich schlagartig und gaben ihr ein Panorama frei auf das weite All und abertausende Lichtpunkte darin. Ihr Gesicht spiegelte sich kaum merklich auf der virtuellen Bildkuppel, die sie wie eine gläserne Kugel umschloss.
  • Die dunklen Bereiche wovon? Ich habe ؘ– ausgehend von oben – bei dieser Formulierung einen unbeleuchteten Teil des Zimmers vor Augen. Wie kann sich sowas öffnen?
  • Ein Panorama kann nicht freigegeben werden. Der Blick auf eines schon. / „Panorama auf etwas“ ist ebenfalls semantisch falsch.
  • Bildkuppel? Eine Kuppel ist eine Kuppel, keine Kugel. Auch nicht wie eine Kugel.
  • Die Bildkuppel ist virtuell – also gibt es da nichts, worauf sich etwas spiegeln könnte.

Inmitten dieses galaktischen Ozeans glich die Raumakademie einem strahlenden Juwel. Ihr Atem stockte.

»Das ist also ... die Schule ..., ich habe es endlich geschafft. Mom!«
Gigantische ringförmige Strukturen erstreckten sich vor ihr, umgeben von Metallstreben, die das Sonnenlicht reflektierten. Nach unten hin zog sich das Konstrukt wie ein Trichter in immer kleiner werdenden Ringen zusammen. Angetrieben durch einen inneren Kern in steter Rotation um die eigene Achse, wurde daraus eine nahezu unerschöpfliche Energiequelle gewonnen und ein stabiles Magnetfeld erzeugt. Sie vermochte das Ausmaß nur erahnen. Ihr Transportfrachter war dagegen wie ein einsames Staubkorn.
  • Wieso ruft sie „Mom!“? Will sie sie anrufen? Ist Mom unerwartet aufgetaucht?
  • „Angetrieben durch einen inneren Kern in steter Rotation um die eigene Achse, wurde daraus [aus dem Konstrukt von Ringen. jon] eine nahezu unerschöpfliche Energiequelle gewonnen und ein stabiles Magnetfeld erzeugt“ Der Satz ergibt keinen Sinn. Da rotiert offenbar ein Kern (über den irrtierenderweise nichts zur Optik gesagt wird). Was wird angetrieben? Energiequellen kann man zwar gewinnen (also z. B. irgendwo abbauen), aber das passt hier nicht. Man kann ein Magnetfeld mit etwas erzeugen, aber nicht aus etwas.
  • Wie: „Sie vermochte das Ausmaß nur erahnen“? Eben stand da, dass die Schule wie ein Juwel im All schwebt, was heißt, die Prota konnte sie im Ganzen sehen.

In weiter Ferne sah sie etwas schweben. Vermutlich ein Wartungsbot, der sich im Reparatureinsatz befand. Sie tippte in ihr Tablet und öffnete auf der Bildfläche vor sich ein Fenster, mit dem sie den kleinen grauen Fleck stufenweise vergrößerte, bis sie deutlich seine Form erkannte. »Das ist aber ..., jemand in einem Raumanzug?« Sie betrachtete ihn eine Weile und bemerkte dann erst, dass er regungslos umhertrieb.
  • Sie tippt IN das Tablet? Sie vergrößert den Fleck MIT dem Fenster?
  • Was meinst du mit „umhertreiben“? Das suggeriert wiederholte Richtungswechsel. Wie sollte das möglich sein, wenn die Person reglos ist?

Als sie begriff, was sie dort sah, schlug ihr ruhiges Herz in Panik über.
  • Das ist semantisch falsch.

»Nein, nein, nein, das darf nicht sein.« War er bewusstlos? Hatte er Sauerstoffmangel? Konnte sie überhaupt noch helfen? Verzweifelt tippte sie mehrfach auf den Kommunikationskanal ihres Tablets, als ginge der Verbindungsaufbau dadurch schneller. Was dauerte denn da so.
  • Was soll der hier letzte Satz sagen?

»Hier spricht die Brücke«, meldete sich nach einigen Sekunden der Bordoffizier.
»Der ... der machts nicht mehr lang.« Sie schrie ungewollt in den Com, ihre Stimme bebte und überschlug sich dabei.
»Was?«
»D-D-Da ... da ist«, sie sendete der Brücke ihren Videofeed. »Der überlebt nicht mehr lange!«

Für einen Moment durchbrach das Interferenzrauschen die unerträgliche Stille, das ein plötzliches Warnsignal ablöste. »Rettungsteam benachrichtigen und für externen Einsatz vorbereiten«, drang es aus der offenen Leitung. »Person in Not entdeckt.«
  • Interferenzrauschen? Es herrschte Stille? Sie schrie – das ist nicht still.
  • Was löst was ab?


Sie steckte ihr Tablet in die Ladestation und schwang sich in einer fließenden Bewegung zurück auf ihren Sitz. Dann schnappte sie nach ihrem frei schwebenden Helm und setzte ihn sich auf, der klickend einrastete. Sie glitt zuerst in den einen und dann in den anderen Handschuh, deren Enden sich in einer schraubenförmigen Drehung automatisch mit ihrem Raumanzug verbunden. Über eine Magnethalterung an der Rückenlehne wurde ihre Sitzposition gesichert. Die Kleinutensilien, wie auch das Buch, pickte sie aus der Luft und verstaute sie in ihrer Brusttasche.
  • Doch mal was zur Grammatik: Der attributive Nebensatz steht hinter dem Wort, auf das er sich bezieht. Es sei denn, es würde nur ein Wort folgen. „und setzte ihn sich auf“ ist nicht nur ein Wort.
  • Wie: Sie steckt die Hände in die Handschuhe und DANN drehen sich die Handschuhe am Anzug fest?
  • Sie fixiert sich erst am Stuhl und pickt dann die Utensilien aus der Luft? Auch die weiter weg und die hinter ihr?
  • Sie steckt das Buch in die Brusttasche?


Im Hintergrund hörte sie die Einsatzbesprechung zwischen der Brücke und der medizinischen Versorgungsstation.

»Wie ist die aktuelle Lage des in Not geratenen?«
»Wahrscheinlich kritisch.«
»Gibt es Anzeichen einer Kollision mit Wrackteilen oder Ähnlichem?«
»Unbekannt.«

Das musste alles sehr viel schneller gehen. Unter diesen Umständen wäre das Einsatzteam nicht rechtzeitig vor Ort. Zu beiden Seiten fuhren Bedienhebel aus ihrem Sitz nach oben, die sie mit den Händen ergriff. Vor ihr öffneten sich einzelne Fenster, in denen komplexe Berechnungen durchliefen, um dann nacheinander in einem Halbkreis ein Nutzerinterface zu bilden. Als die Ladesequenz beendet war und die Bordsysteme erwachten, erschien auf der virtuellen Bildkuppel ein Fadenkreuz.
  • Ich verstehe nicht: Woher um Himmels willen weiß die Prota, wie „schnell alles geht“? Unter welchen Umständen?


»Wer voranschreitet ... zweifach«, murmelte sie mehr zu sich selbst, in Erinnerung an die Worte ihrer Mutter.

»Wie bitte?«
»I-I-Ich rette ihn!«
Ihren Entschluss hatte sie bereits gefasst. Auch wenn sie am ganzen Körper zitterte und ihr Herz aus der Brust zu springen drohte. Sie deaktivierte die Verankerung.
»Hey! Was soll das werden?!«, schlug ihr die strenge Stimme des Bordoffiziers aus dem Com entgegen. »Wir kümmern uns um den Rettungseinsatz!«

Ein lautes Zischen erfüllte die Frachthalle. Eine Gruppe von Lagerarbeitern, die Kisten auf den Schwebetransporter verluden, während andere dabei waren das Netzelement einer Steuerungskonsole zu wechseln, sahen allesamt überrascht hinauf. Einem der Deckshelfer entglitt vor Schreck sein Werkzeug aus der Hand, das in den schwerelosen Raum davontrieb.
Die massiven Stahlträger hoben sich nur langsam von den breiten Schultern ihrer mobilen Einheit, als sich einer der Träger verkantete.
»Will die damit wirklich starten?«, hörte sie den Bordoffizier seinen Kollegen skeptisch fragen.
  • Wieso sieht und hört die Prota, was in der Frachthalle passiert? Was hat die Frachthalle überhaupt mit all dem zu tun?
  • Es gibt keinen schwerlosen Raum.
  • Was für Träger, was für eine mobile Einheit?


Mit einem Vorwärtsschub, welcher die Steuerdüsen an den hydraulischen Armen und Beinen ihrer Maschine aufheulen ließ, hätte sie beinahe die gesamte Tragstütze aus der Fassung gerissen. Doch sie schaffte sich noch zu lösen und der Stahlträger donnerte rücklings gegen die Wand.
»Verflucht nochmal ... Pilotin der mobilen Einheit!«
»T-T-Tu ... Tut mir leid.«

Geradewegs steuerte sie auf den Ausgang zu, der die Frachthalle von der Schleuse trennte, und überflog die Besatzung, die wie aufgeschrecktes Getier in alle Richtungen auseinanderstoben.
Er erkannte, dass es keinen Sinn hatte, sie von ihrem Vorhaben abzubringen. Der Com verstummte flüchtig, dann meldete er sich resigniert zurück. »Wir öffnen die Außenluke. Halte dich so lange im Zaum.«
  • Wer erkannte das?
  • Wie: Die müssen erst noch die Außenluke öffnen? Was hatte die Prota vor? Durchzubrechen?

Als der Frachtbereich hinter ihr geschlossen war und der Druckausgleich hergestellt, setzten sich mechanische Bolzen in Gang.
  • Also ist sie jetzt draußen …

Sie landete auf den schlanken Beinen, die stromlinienförmig in einen breiten Oberkörper übergingen, auf dem sich nahtlos der stählerne Schädel gliederte.
  • … und landet wo??


Die Schleuse entriegelte sich. Durch den sich öffnenden Spalt fielen erste Sonnenstrahlen auf den silbernen Brustpanzer ihrer mobilen Einheit. Woraufhin sich zu beiden Seiten riesige Metalltore aufschoben.
  • Sie ist doch schon draußen … Okay, offenbar doch nicht. Aber warum lösen die Sonnenstrahlen auf dem Brustpanzer das Öffnen der Schleusentore aus?

»Kontaktiere uns, wenn du die Person gefunden hast, damit wir umgehend Hilfe schicken können.«
  • Erstens: Sie muss die Person nicht „finden“ – sie hat gesehen, wo sie ist. Zweitens: Auch die auf der Brücke wissen, wo die Person ist – und noch niemand hat sich auf den Weg dorthin gemacht? Warum müssen die mit dem Hilfe-Schicken warten, bis die Prota den Hilflosen „gefunden“ hat?

So viel erstmal. Einiges davon hat mit unglücklichen Formulierungen zu tun, es gibt aber auch echte Logik-Brüche. Du wirst den Text nochmal nach sowas durchkämmen (lassen) müssen.


Es grüßt dich
jon
 

John Goodman

Mitglied
Ich möchte mich herzlich bei allen bedanken, die sich die Mühe gemacht haben, meinen Text zu analysieren und entsprechend zu bewerten. Leider war ich aus gesundheitlichen Gründen eine ganze Zeit lang verhindert. Doch nun geht es für mich langsam bergauf. Ich habe soeben eine korrigierte Fassung hochgeladen. Dank eurer Kritik konnte ich nochmal in mich gehen. Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen, Kommentieren und Kritisieren.


Liebe Grüße

Euer John
 

Frodomir

Mitglied
Hallo John Goodman,

wir kennen uns noch nicht, also stelle ich mich erstmal vor: Hallo, ich bin Frodomir :)

Ich habe deinen Text gelesen und wie Michael Kempa fand ich ihn ebenfalls spannend. Besonders positiv ist mir aufgefallen, wie du die Adjektive gesetzt hast. Ich finde, du hast damit nicht gespart, aber sie machen deinen Text sehr viel lebendiger. Diesbezüglich fand ich folgende Passage am stärksten umgesetzt:

Als das Ungetüm seine Augen aufschlug, die in einem unheilvollen Rot zu leuchten begannen, lösten sich von seinem gepanzerten Rücken mehrere Versorgungsschläuche. Weißer Dampf zischte, hüllte ihn ein und ließ ihn wie einen zornigen Kriegsgott erscheinen, bereit herabzusteigen, um sie wie Insekten unter sich zu begraben. Bei diesem Anblick stoben die Arbeiter wie aufgeschrecktes Getier in alle Richtungen auseinander und verkrochen sich in jede noch so freie Nische, die sie finden konnten.

Das finde ich sehr lebendig erzählt! Allein das "noch so" würde ich ändern oder streichen, denn "noch so frei" ergibt für mich nicht so viel Sinn.

Auch interessant wäre es zu wissen, ob diese Geschichte der Beginn eines größeren Textes ist oder aber ein Textausschnitt? Wäre es der Beginn, dann wären mir persönlich die Charakterzeichnungen ein bisschen zu kurz geraten und das Augenmerk zu sehr auf die Action gelegt. So wurde ich mit der Protagonistin Hanna noch nicht so richtig warm, da fehlt mir noch ein bisschen der Zugang zu ihrer Persönlichkeit. Dies hatte beim Lesen zur Folge, dass ich ihre Reaktion auf die umhertreibende andere Person nicht richtig aus ihrem Charakter ableiten konnte und daher sogar ein bisschen zu übertrieben heldenhaft fand. Aber das war nur ein kleines Problem, insgesamt fand ich deinen Text sehr gut erzählt und freue mich auf die Fortsetzung.

Viele Grüße
Frodomir
 

John Goodman

Mitglied
Moin Frodomir, vielen Dank für das Feedback.

Um nochmal auf deine Anmekrung zurückzukommen:

"So wurde ich mit der Protagonistin Hanna noch nicht so richtig warm, da fehlt mir noch ein bisschen der Zugang zu ihrer Persönlichkeit. Dies hatte beim Lesen zur Folge, dass ich ihre Reaktion auf die umhertreibende andere Person nicht richtig aus ihrem Charakter ableiten konnte und daher sogar ein bisschen zu übertrieben heldenhaft fand."


Anfangs war es geplant weitere Details einzuflechten, ich habe mich dann doch davor gescheut, weil ich Infodump vermeiden wollte und erzielte letztlich doch nur den gegenteiligen Effekt. Vielen Dank für den Hinweis. Ich werde mir hierzu einige Gedanken machen.


beste Grüße

John
 



 
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