Der einsame König

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molly

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Der einsame König

1.Wie alles begann
2. Der Besuch
3. Vier Briefe (1+2+3)
4.
So ein schöner Tag

Wie alles begann
In einem großen Land regierte der kleine König Lorbas. Sein Schloss lag hoch im Norden. Wenn er spazieren ging, pfiff ihm stets ein kalter Wind um die Ohren. Das gefiel ihm nicht. Aber er mochte auch nicht in den heißen Süden ziehen. Darum befahl er seinen Leuten, mitten im Land ein neues Schloss zu bauen. In der Mitte des Landes wohnte der Zauberer Max. Er sollten seine Zauberburg dem König überlassen und sich einen anderen Platz suchen.
„Nein“, sagte der Zauberer.
Der König rief: „Das ist mein Land. Ich mache, was ich will."
In der Nacht träumte der König, der Zauberer hätte ihn in einen Hasen verwandelt und er müsste über ein Stoppelfeld hoppeln. Lorbas wachte auf, sein Herz klopfte heftig. Sogleich befahl er, den Zauberer aus dem Land zu jagen. Die Menschen zogen die Köpfe ein. Keiner wagte, dem König zu widersprechen, bis eines Tages der Riese Ratzepu kam. Er schob die Schlosswache zu Seite und riss die Türe auf. Der König duckte sich hinter den Schreibtisch.
Der Riese rief: „Der Zauberer ist mein Freund, hol ihn zurück!"
Der König antwortete: „Das ist mein Land, ich mache, was ich will." In der Nacht träumte er, der Riese hätte ihn auf einen hohen Baum gesetzt. Lorbas konnte sich nicht festhalten und stürzte zu Boden. In dem Moment wachte der König auf und schrie. Noch am selben Tag befahl er seinen Soldaten, den Riesen zu vertreiben.
Nachdem Ratzepu das Land verlassen hatten, fühlten sich die Zwerge nicht mehr sicher und flohen. Der Musiker Miro packte seine Geige ein und verschwand.

Zuerst reklamierten die Bauern. Sie jammerten, dass ohne Riese und Zwerge die Arbeit zu anstrengend und ohne Zauberer Max im Land nicht mehr gelacht wurde. Miro, der Musiker, fehlte ihnen, ohne sein Geigenspiel gab es keine Musik und keinen Tanz. König Lorbas aber schlug mit der Hand auf den Tisch: „Das ist mein Land.“
Bei einem Rundgang durch das Schloss ging Lorbas in die Küche. Er schnupperte und verzog das Gesicht. Der Koch hielt gerade eine Schüssel Gemüse in den Händen. Der König nahm sie ihm ab, warf sie auf den Boden und schrie: „Ich mag keinen Rosenkohl.“ Der Koch löschte das Feuer im Ofen, warf die Schürze auf den Boden und verließ das Schloss. Lorbas meinte, sie sollten sich alle zum Kuckuck scheren. In derselben Nacht verschwanden seine Diener und die Soldaten.
Von nun an ging der König allein durch sein Land. Sahen ihn die Menschen, schlossen sie sich in ihrem Haus ein, und die Kinder spielten nicht mehr draußen.
Im großen Land des kleinen König Lorbas überzog Unkraut die Felder, die Schornsteine rauchten schlecht, weil der Riese sie nicht mehr putzte.Lorbas musste nun selbst kochen, waschen und aufräumen. Abends sank er müde ins Bett, aber er konnte nicht einschlafen. Irgendetwas fehlte ihm. Vermisste er Miros Musik?
„Quatsch“, sagte er laut, stand wieder auf und wanderte ruhelos durch den Raum. Es wurde still um den kleinen König. Nur der Nordwind heulte schauerlich um die Mauern und begleitete ihn durch den Palast.

Der Besuch
Eines Abends gelang es dem König Lorbas wieder einmal nicht einzuschlafen. Er stand auf und ging in die Küche, um sich eine Tasse Milch heiß zu machen. Auf einmal hörte er seltsame Geräusche im Schlosskeller. Lorbas stieg leise die Treppe hinab. Da saß das Schlossgespenst auf einer Kiste und rasselte mit den Ketten. Der König lachte laut und sagte: „Du weißt doch, dass ich mich nicht vor dir fürchte, warum machst du so einen Lärm?“
Das Gespenst murmelte: „Ich dachte, die Gespenstermusik würde dir beim Einschlafen helfen!“
„Nein, gewiss nicht, hör auf damit“, sagte der König.
„Bestimmt fehlen dir die Zauberkünste von Max!“, meinte das Gespenst.
Der König schüttelte nur den Kopf. Er wünschte ihm eine gute Nacht und ging wieder in die Küche.

Auf einmal schlug der Wind das Fenster auf. Ein wunderschönes Mädchen sprang herein.
Es sagte: „Ich bin Husch- Husch, die kleine Fee und bleibe eine Weile bei dir."
Der König antwortete: „Du kommst gerade recht. Zaubere mir eine heiße Milch her." Die Fee meinte, das sei eine gute Idee, aber der König müsse sie darum bitten.
Der König bekam einen roten Kopf und schrie: „Das ist mein Land, ich bitte nicht, ich befehle!" Da schwebte die Fee zum Küchenfenster zurück.
Lorbas rief: „Bitte, verlass mich nicht, ich bin so einsam und habe Hunger." Die kleine Fee setzte sich wieder zum König. Sie schnalzte mit den Fingern und alles, was er mochte, stand auf dem Tisch.
Beim Essen bat der König, die Fee möge auch seine Diener herbeizaubern. Da lachte die Fee und sagte: „Das kann ich nicht, ich bin nur eine kleine Fee. Sie schlug ihm vor Briefe zu schreiben, einen für den Koch, für seine Diener und Bauern. Er solle sie bitten, am Sonntag zum Schloss zu kommen. Er hätte ihnen etwas Wichtiges zu sagen.
Lorbas fragte: „Was habe ich Wichtiges zu sagen?“
„Bitte deine Diener und alle, die dir fehlen, zurückzukommen.“
Damit war der König einverstanden. Sie tranken zusammen noch eine heiße Milch und aßen ein Honigbrot. Später setzte er sich an seinen Schreibtisch und schrieb viele Briefe. Danach packte die kleine Fee den König am Arm und führte ihn an die frische Luft. Unterwegs warf er die Briefe bei den Bauern, dem Koch und den Dienern in den Briefkasten.
Vier Briefe blieben übrig, die Fee nahm sie an sich und sagte: „Die erledige ich für dich und mache mich gleich auf den Weg.“
Der König bedankte sich und wartete, bis Husch-Husch das Schloss verlassen hatte. Dann legte er sich ins Bett, drehte sich auf die Seite und schlief sofort ein.
*
Wisst ihr, wem Husch-Husch die vier Briefe bringt?
*

Monika Rieger(c)

Vier Briefe
Erster Brief
Husch-Husch verließ das Schloss und eilte mit dem Wind zu Zwerg Adrian, dem Töpfermeister. Er wohnte nicht weit vom Land des Königs entfernt. Es war noch dunkel, als sie an seine Türe klopfte. Adrian hörte das, schaute kurz auf die Uhr und drehte sich auf die andere Seite. Ihn mitten in der Nacht zu stören, fand er frech und unhöflich. Aber das Klopfen hörte nicht auf und so zog er brummend seine Latschen an und schlurfte zur Tür.
Er rief: „Wer stört?“
„Ich bin es, Husch-Husch.“
Jetzt öffnete Adrian die Tür. „Was suchst du denn hier, jetzt um diese Uhrzeit?“
Husch-Husch streckte ihm den Brief entgegen. „Ich bringe dir einen Brief von König Lorbas.“
Adrian riss den Umschlag auf und las. Dann schaute er die Fee an und sagte:
„Er vermisst mich und lädt mich ein, am Sonntag bei ihm zu sein.“ Adrian warf den Brief achtlos auf den Boden. „Ich bleibe hier, für immer und den König vermisse ich nicht.“
„Überlege dir das in aller Ruhe“, antwortete Husch-Husch. Sie umarmte Adrian und zwickte ihn dabei leicht in sein linkes Ohrläppchen. Adrian ging in sein Haus zurück und überlegte sich, weshalb sein Ohrläppchen kitzelte und sogleich dachte er an den Brief des Königs. Schnell legte er sich in sein Bett und schlief weiter.

Zweiter
Brief
Husch-Husch seufzte, Miro, der Musiker war an der Reihe. Was, wenn er so barsch reagierte wie Adrian? Finsternis lag auf Miros Hütte. Sie klopft und rief gleich hinterher: „Ich bin es, Husch-Husch.“
Sofort sprang Miro aus dem Bett, öffnete die Tür und zog Husch-Husch in das Haus.
Er sprang in die Luft und klatschte in die Hände. „Dass Du mich besuchst!“ rief Miro aus. „Ich siede uns einen Tee und dann erzählst du, was dich zu mir führt.“
Husch-Husch setzte sich auf den einzigen Stuhl. Miro stellte den Wasserkessel auf den Herd und zog dann seine Klamotten an. Bald darauf brachte er Husch-Husch eine Tasse Tee, stellte sein Honigglas daneben und bat: „Nimm vom Honig, da wird dein Tee süß.“
Husch-Husch fragte: „Trinkst du nicht mit?“
Miro schaute zu Seite, räusperte sich und antwortete: „Ich habe nur eine Tasse.“
Huschebein nickte und gab ihm den Brief. Ungeduldig riss er ihn auf. Dann machte er wieder einen Luftsprung und rief: „Hurra!“ Dabei schwenkte er den Brief wie eine Fahne in die Luft.
„Stell dir vor, Husch-Husch, der König vermisst meine Musik und er wünscht sich, dass ich ihn am Sonntag besuche.“ Doch dann schlug er die Hände vors Gesicht und murmelte: „Nein, leider nein, ich kann nicht kommen.“ Huschebein nahm ihm die Hände vom Gesicht und wollte wissen, weshalb er plötzlich traurig sei.
Miro sagte: „In dem Brief steht auch, ich möge mein schönstes Gewand anziehen. Ich habe aber nichts schönes mehr.“
Husch-Husch stand auf. „Miro, ich muss weiter, sorge dich nicht, ziehe an, was du hast.“
Sie umarmte den Freund und strich ihm dabei vorsichtig über den Rücken. „Danke für den feinen Tee“, sagte sie. Miro wartete, bis Husch-Husch mit dem Wind davon schwebte und ging in seine Hütte zurück. Zuerst wollte er seine Kleider waschen, dann den Rucksack packen und zum König wandern. Wie staunte er, als er seine Kleider auszog! Seine alten Sachen sahen wie neu aus, Hemd, Jacke und Hose aus feinstem Stoff und die alten Schuhe glänzten. Er brauchte nichts zu waschen!
Miro vollführte seinen Luftsprung und rief: „Danke, Husch-Husch.“ Um die Mittagszeit streifte er den Rucksack über die Schultern, nahm seinen Geigenkasten in die Hand und verließ die Hütte.

*
Dritter Brief
Husch-Husch lächelte, sie hatte den Freudenschrei von Miro noch gehört und reiste nun zu Ratzepu, dem Riesen. Taghell stand die Hütte des Riesen auf dem Hügel. Husch-Husch klopfte, der Riese schien nichts zu hören. Sie kletterte auf seine Bank und schaute in den Raum. Ratzepu stand am Herd und richtete sein Frühstück, er summte ein Lied und schlug sich Eier in die Pfanne. Husch-Husch schnipste mit den Fingern und dass Ei, das eben in der Pfanne lag, sprang in die Schale zurück.

Ratzepu grinste, das schafft nur die Fee. Er legte das Ei in die Pfanne zurück, wusch sich die Hände und ging zu Husch-Husch. Voll Freude wirbelte er sie in die Luft. Er setzte sich neben sie auf die Bank und fragte: „Was führt Dich zu mir?“
Die Fee gab ihm den Brief, den der Riese gleich öffnete: „So, so, der König lädt mich ein.“ Er strich sich ein paar Mal über den langen Bart, dann räusperte er sich: „Husch-Husch, ich überlege mir gründlich, ob ich die Einladung des Königs annehme.“
„Einverstanden“, antwortete die Fee. Doch nun muss ich weiter, zu Max, dem Zauberer.
Der Riese sagte: „Ich begleite dich, der Weg führt durch das Hexental und du kennst die wilden Damen. Doch lass mich erst noch frühstücken.“ Er holte die Pfanne mit den Eiern vom Herd, gab eines davon Husch-Husch. Während sie ihres langsam aß, schaufelte sich der Riese sechs Eier in den Mund. Danach trank er die Kaffeekanne leer und war endlich satt.

Nun holte er aus seiner Werkstatt einen großen Korb mit einem Deckel und zwei Trageriemen. Er setzte Husch-Husch hinein, hängte sich den Korb über die Schultern und marschierte los. Husch-Husch hatte den Deckel des Korbes geöffnet und schaute dem Riesen über die Schultern. Manchmal strich sie ihm ganz leicht über die Haare. Was für ein Tag, was für ein schöner Tag, mit dem Freund beschützt zu wandern.
Fortsetzung folgt!

Monika Rieger
 
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molly

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Hallo Manuel,

danke für Dein Echo, aber es ist eine Kindergeschichte. Einige davon wurden vom Bayr. Rundfunk als Betthupferl gesendet z. B. "Der kleine König und der Zauberer." Ich schreibe Märchen, an Deine genannten "Herren" habe ich nicht dabei gedacht.

Liebe Grüße
molly

 
Zuletzt bearbeitet:

Ruedipferd

Mitglied
Das hatte ich mir auch gedacht. Ich kenne sie allerdings nicht. Kinder sehen Inhalte natürlich ganz anders als wir. Es ist im Übrigen eine wunderhübsche Geschichte und du schreibst alles verständlich und flüssig. Also, bitte nicht böse sein. Lg Manuel
 

molly

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Hallo Manuel,

ich bin nicht böse. Eine Freundin fand es sogar toll, was Du aus der Geschichte heraus gelesen hast.
Liebe Grüße und einen schönen Sonntag
molly
 

ChipoZuriZola

Mitglied
Hi Molly,
Mir gefällt dein Schreibstil sehr! Auch inhaltlich toll. Man spürt das hier kein Anfänger am Werk war! Möchte dir zum Abschnitt "wie alles begann" mein Feedback dalassen. Nur diesen habe ich bisher gelesen.

Es sind tolle Namen die du in deiner Geschichte nutzt. Einzig der Zauberer Max klingt etwas simpel im Vergleich.

Hier stellst du uns den Zauberer zuerst ohne seinen Namen Max vor

Der Riese rief: „Der Zauberer ist mein Freund, hol ihn zurück!"
Und hier mit Namen, das hat mich überrascht. Ich bräuchte seinen Namen nicht zwingend im Text zu diesem zeitpunkt

Zuerst reklamierten die Bauern. Sie jammerten, dass ohne Riese und Zwerge die Arbeit zu anstrengend und ohne Zauberer Max im Land nicht mehr gelacht wurde
Der König verrennt sich immer mehr bis er allein da steht. Und das könnte man noch mehr betonen. Mein Vorschlag unten in fett.

Der Koch löschte das Feuer im Ofen, warf die Schürze auf den Boden und verließ das Schloss. Lorbas meinte, sie sollten sich alle zum Kuckuck scheren. Sogleich verschwanden seine Diener und die Soldaten.
Von nun an ging der König allein durch sein Land. Sahen ihn die Menschen, schlossen sie sich in ihrem Haus ein, und die Kinder spielten nicht mehr draußen
. ...
SG
Stephan
 

molly

Mitglied
Hallo Stephan,
vielen Dank für Dein freundliches und hilfreiches Echo. Du hast Recht, Max ist zu einfach. Ich werdein meinem büchlein nach einem besseren Namen forschen.
Deinen "fettgedruckten" Satz finde ich sehr gut und werde ihn übernehmen. Am Wochenende habe ich Zeit für Dein Nashorn.

Viele Grüße
molly
 

ChipoZuriZola

Mitglied
Hi Molly,

welches Buch benutzt du für die Namensfindung? Bin gespannt wie du dich entscheidest. Gestern kam ich noch auf Fidibus.
Über deine Verbesserungsvorschläge zu meinen Kurzgeschichten würde ich mich freuen, aber bitte fühle dich nicht gezwungen! :)



Kurzfeedback zum Abschnitt "Der Besuch"
Dein erster Text gefällt mir sehr gut. Der zweite hat mich dagegen irritiert. Habe den Bezug zum ersten Text etwas vermisst und finde auch sprachlich den ersten schöner. Im ersten Text gefällt mir, wie der König immer wieder sagt, dass es sei Land sei und er mache was er will. Man merkt gut wie er sich verrennt. Mir gefielen auch Ausdrücke wie "der kleine König..."
Ich hatte erwartet, dass du nun beschreibst wie der König jetzt beginnt zu verstehen, dass er allein nicht glücklich ist und das sein Schloss viel zu groß für ihn alleine ist. Am besten stilistisch ähnlich wie im ersten Text. Sinngemäß sowas wie: Fast hätte er gesagt, die Fee solle sich zum Kuckuck scheren, doch dann dacht der kleine König einen Augenblick lang nach und war dann einverstanden. Daraufhin passiert etwas, das dem König gefällt und er versteht langsam, das er nicht alles entscheiden kann und auch nicht alles selbst machen kann.

Den ersten Brief habe ich auch gelesen. Schade, dass die Fee den Brief nicht vorließt und man gar nicht weiß was der König denkt und zu sagen hat. Das wäre spannend.

Trotz der ganzen Kritik will ich nochmal betonen, das mir deine Geschichte und die Moral gefallen!




Textbezogenes Feedback

in fett habe ich mal mein Vorschlag.

Der Besuch
Eines Abends gelang es dem König Lorbas wieder einmal nicht einzuschlafen. Er stand auf und ging in die Küche, um sich eine Tasse Milch heiß zu machen. Auf einmal hörte er seltsame Geräusche im Schlosskeller. Lorbas stieg leise die Treppe hinab. Da saß das Schlossgespenst auf einer Kiste und rasselte mit den Ketten. Der König lachte laut und sagte: „Du weißt doch, dass ich mich nicht vor dir fürchte, warum machst du so einen Lärm?“
Der Besuch
Als König Lorbas eines Nachts nicht einschlafen konnte, entschloss er sich aufzustehen, um eine Tasse heiße Milch zu trinken. Auf dem Weg in die Küche hörte er auf einmal seltsame Geräusche. Er folgte ihnen mit leisen Schritten bis in den Schlosskeller. Da saß das Schlossgespenst auf einer Kiste und rasselte mit den Ketten. Der kleine König lachte laut und sagte: „Du weißt doch, dass ich mich nicht vor dir fürchte, warum machst du so einen Lärm?“

Hier habe ich Verständinsprobleme. In wie fern könnte der Zauberer ihm hier helfen? Schüttelte der König den Kopf, weil er überzeugt war, dass er den Zauberer nicht benötigt oder wünscht er sich den Zauberer bereits zurück? Der König wirkt hier erstmals schwach weil er einfach geht ohne den Konflikt wie gewohnt damit zu lösen das er alle vertreibt. Spürt er vllt, dass er auf andere angewiesen ist und erstmals "machtlos" ist?

Das Gespenst murmelte: „Ich dachte, die Gespenstermusik würde dir beim Einschlafen helfen!“
„Nein, gewiss nicht, hör auf damit“, sagte der König.
„Bestimmt fehlen dir die Zauberkünste von Max!“, meinte das Gespenst.
Der König schüttelte nur den Kopf. Er wünschte ihm eine gute Nacht und ging wieder in die Küche.
Vorschlag in Fett

Gerade als der kleine König die Küche betrat, schlug der Wind das Fenster auf. Ein wunderschönes Mädchen flog herein und sprach: „Ich bin Husch- Husch, die kleine Fee und bleibe eine Weile bei dir."


Vorschlag in Fett
Lorbas rief: „Bitte, verlass mich nicht, ich bin so einsam und habe Hunger." Die kleine Fee flog zurück zum König. Sie schnipste mit den Fingern und alles, was er mochte, stand auf dem Tisch.
Beim Essen bat der König, die Fee möge auch seine Diene herbeizaubern. Da lachte die Fee und sagte: „Das kann ich nicht, ich bin nur eine kleine Fee (sinngemäß sowas wie: Ich kann so manches Wunder vollbringen, aber den Willen eines Menschen kann ich nicht steuern) . Sie schlug ihm vor Briefe zu schreiben, einen für den Koch, für seine Diener und Bauern. Er solle sie bitten, am Sonntag zum Schloss zu kommen. Er hätte ihnen etwas Wichtiges zu sagen.
Lorbas fragte: „Was habe ich Wichtiges zu sagen?“
„Bitte deine Diener und alle, die dir fehlen, zurückzukommen.“
(sinngemäß sowas wie) Daraufhin verzog der kleine König sein Gesicht. Fast hätte er gesagt, die Fee solle sich zum Kuckuck scheren, doch diesem mal dachte er einen Augenblick lang nach und war dann einverstanden. Zusammen tranken sie noch eine heiße Milch und aßen (ein) Honigbrot. Später setzte sich der König Lorbas an seinen Schreibtisch und schrieb einen Brief nach dem anderen. Als der König fertig war, packte die kleine Fee den König am Arm und führte ihn durchs Land. König Lorbas übergab seine Briefe den Bauern und Soldaten, seinen Dienern und dem Koch.
 

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