Der lange Abschied von uns selbst, oder wie wir wurden, was wir sind - Teil 20

Klappentext mit Inhaltsverzeichnis
Zurück zu Teil 1
Zurück zu Teil 19

Als es um die Trainingsinhalte und den Trainingsplan ging, brachten die Neuen die gleichen Argumente vor, die auch innerhalb der Ur-Gruppe aufgekommen waren. Alle bis auf Sarah verdeutlichten, dass sie keine Soldaten seien und auch nicht zu welchen werden wollen. Kämpfen können sie nicht da sie zu alt oder, im Fall der Teenager, zu jung sind.
Vanessa vertrat den Standpunkt, dass sie jetzt in der Lage ist, eine Schusswaffe zu bedienen, das würde reichen.
Da die Argumente alle schon mal da waren, wiederholte ich meine Antwort darauf. Jeder bzw. jede muss dazu beitragen, damit die Gruppe insgesamt sicher ist, bzw. wird. Was mich wundert, ist, dass ich es nicht schaffte jemanden von den Neuen zu überzeugen.
Die Leute waren Gefangene, die Frauen wurden missbraucht, Menschen sind getötet worden und sie glauben allen Ernstes, dass sie eine Wahl haben? Über den Realitätsbezug meiner Mitmenschen habe ich mich schon vor dem Zusammenbruch oft gewundert. Insgesamt scheint sich das nach der Apokalypse nicht gebessert zu haben.
Isabell, Max und ich haben den Neuen keine Wahl gelassen. Wir ordneten an, dass das Programm weiterläuft, eine Änderung wird es nicht geben. Störrisch fügten sich die Neuzugänge, ich bin gespannt, wie lange das gut geht. Ich beobachtete Isabell, als wir uns darauf einigten. Es war, als ob ein Sturm über ihr Gesicht zog.
Heute ist Samstag, wir werden uns den Tag morgen frei nehmen und dann ab Montag mit dem Training weitermachen.


4.16 Der Tag des Herren 21.07.2019

Heute herrschte Ruhe in der Homezone, zumindest überwiegend. Nur Tom, Michaela und ich arbeiteten während des Tages produktiv. Die Stimmung ist extrem lausig.
Die Neuen sehen keine Notwendigkeit, sich unserem Programm anzuschließen. Sie halten das, womit wir uns beschäftigen für übertrieben bzw. weigern sich, ihre moralischen Bedenken zu überwinden. Was nervt, ist, dass sie jede Gelegenheit nutzen, ihre Ansichten zu kommunizieren.
Isabell ist schlecht gelaunt und feuerte einiges an Spitzen in meine Richtung ab.
Was genau sie stört, kann ich nicht sagen, ist aber auch egal, ändern kann ich es anscheinend nicht. Giulia verbrachte heute viel Zeit mit Lewin und den Teenagern, die einzige Konstellation, in der bessere Laune herrschte.
Sogar Max wirkte in sich gekehrt und zurückgezogen.
Michaela, Tom und ich kümmerten uns um die Kommunikation, damit wenigstens etwas Positives von diesem Tag bleibt. Bei dem Einsatz in Schönfeld bestand keine Verbindung zwischen der Homezone und uns, das ist, bestenfalls, suboptimal. Zumindest solange wir in der näheren Umgebung unterwegs sind, sollten wir Kontakt zu unserer Zuflucht halten.
Mit den fünf Routern, die ich besorgte, schaffen wir eine gute Abdeckung. Eines der Geräte hängt hier auf dem Dach, die Standorte der übrigen legten wir heute fest. Michaela schlug vor, zwei mobil einzusetzen, um so zwischen der Homezone und den Außenteams eine dauerhafte Verbindung sicherzustellen. Tom sieht Schwierigkeiten bei der Stromversorgung, die Michaela eingestand.
Allerdings gehen beide davon aus, dass man die Herausforderung in den Griff bekommt. Klingt erstmal gut. Grundsätzlich kommunizieren wir über den Postillion, bei Außeneinsätzen spannen wir ein W-LAN auf, wo immer möglich. Schaffen wir es nicht, ein stabiles Netz einzurichten, nutzen wir Funk, allerdings deutlich eingeschränkter als den Postillion. Wir legten ein Zeitschema fest, in welchen Zeitfenstern wir die Funkanlagen anschalten, der Normalzustand der Funkgeräte ist „aus“, damit wir nicht aufzuspüren sind.
Das W-LAN-Netz ist zwar grundsätzlich ebenfalls zu orten, man kann es allerdings ebenso für ein Überbleibsel der Zivilisation halten. Um den Postillion sozusagen vom Kutschbock zu schubsen bräuchte es schon eine ELOKA-Einheit, die NSA oder einen genialen Hacker. Der gemeine Feld-Wald und Wiesen-Überlebende wird dazu im Regelfall nicht in der Lage sein.
Wir registrierten die MAC-Adressen unserer Telefone und Tablets bzw. Notebooks, damit besteht die Möglichkeit, ein Gerät auszusperren, falls wir es verlieren. Die Ergänzung kam von Michaela, die sich recht intensiv mit dem Routersystem beschäftigte. Sie bestand auch darauf, dass jedes Mobiltelefon von ihr oder Tom eingetragen und freigegeben werden muss.
Den Router vom Dach verlegen wir auf die Kirchturmspitze sobald als möglich, damit decken wir den gesamten Ort und einen beachtlichen Teil der umliegenden Gegend ab.
Tom nimmt an, dass man an der Peripherie andere Router aktivieren kann und wir so in die Lage versetzt werden, ein Netz aus Videokameras, um die Homezone herum zu weben. Die Stromversorgung sichern wir über Solarmodule und Batterien, da reichen Autobatterien, die es momentan noch haufenweise in exzellenter Qualität gibt. Teilweise nehmen wir dafür die Inselanlagen die ich im April besorgte.
Michaela stellte klar, dass wir uns darum kümmern müssen, weitere solche Anlagen zu bekommen oder selbst welche zusammenstellen sollten.
Unsere IT-Spezialisten sind sich einig, dass da eine Menge Arbeit drin steckt. Lohnenswert ist sie auf jeden Fall. Der Aufbau wird sukzessive stattfinden. Wann immer wir draußen sind, wird ein weiterer Knoten in das Netz geknüpft. Klingt vielversprechend, bin gespannt, wie lange es dauert.
Vielleicht war der freie Tag heute keine so glänzende Idee. Jetzt ist er auf jeden Fall vorbei und ich bin froh, dass wir morgen wieder mit dem Training anfangen. Planungen für den nächsten Außeneinsatz stehen ebenfalls an.


4.17 Abschied 24.07.2019

Heute haben uns Lewin und die anderen Neuzugänge verlassen. Sie sind mit einem VW-Bus in Richtung Ostsee gefahren, um dort zu versuchen, als Fischer über den Winter zu kommen, neu anzufangen. Wie das gehen soll? Keine Ahnung, aber es ist auch nicht mein Problem.
Zwei Tage haben die Neuen mit uns trainiert, dann zogen sie einen Schlussstrich. Vanessa kam gestern nach dem Training zu Isabell und mir und teilte uns mit, dass sie gesprochen hatten und nicht bei uns bleiben. Zu starre Regeln, zu viel Druck. Sie meinte, dass sie nicht die Apokalypse überlebt hatte, um jetzt den Marines beizutreten.
Ihr Statement überraschte mich nicht. Sie demonstrierten keine Bereitschaft, das Leben, welches wir führen, anzunehmen.
Lewin kam dazu, erklärte, dass er nach der Befreiung durch uns kurzzeitig überlegt hatte, seine pazifistische Grundüberzeugung zu überdenken. Er versuchte, nicht mehr an das Gute im Menschen zu glauben. Schnell wurde ihm klar, dass er das nicht konnte, bzw. nicht wollte. Das was wir lehren, sind Kenntnisse, welches er sich weigert, zu lernen. Er, und auch die anderen, sind überzeugt, dass normale Leute so etwas nicht wissen sollten. Sein Pazifismus hat ihn über so viele Jahre geprägt, jetzt, im letzten Drittel seines Daseins will er nicht mit dem brechen, was ihn geformt und zu dem gemacht hatte, der heute ist.
Es mag vielleicht böse sein, die Frage zu stellen, was er ist. Ein älterer Mann mit einem Koffer voller Werkzeug, der uns wirklich hätte weiterhelfen können, ebenso wie Benedikt. Beide entscheiden sich dafür, zu gehen, nicht zu bleiben und den womöglich wichtigsten Kampf ihres Lebens nicht zu führen.
Sie baten uns um Hilfe bei ihrer Reise, viel haben wir nicht gegeben. Nach meiner Meinung, und die meisten der Gruppe haben sich dieser Sicht angeschlossen, wäre es Verschwendung gewesen. Wir glauben alle nicht, dass sie weit kommen. Verabschiedet habe ich mich nicht von ihnen. Den Leuten, die uns im Stich lassen noch einmal die Hand zu schütteln empfand ich als unnötig. Einzige die Angst, dass sich jemand aus unserer Gruppe anschließen könnte, bewegte mich. Vor allem Giulia betrachtete ich diesbezüglich ein wenig mit Argwohn.
Ich saß auf der Dachterrasse eines Nachbarhauses und beobachte den Aufbruch aus dem Schatten. In letzter Zeit sitze ich oft dort. Das Haus ist nicht bewohnt, es ist nicht am Solar-Grid angeschlossen, von daher nur eingeschränkt nutzbar. Während ich auf der Terrasse saß und die Szene unter mir beobachtete, hörte ich Schritte nach oben kommen. Giulia kam zu mir, ließ sich in den Stuhl neben mir fallen.
Ich fragte, ob sie hier sei, um sich zu verabschieden. Die Frage schien sie zu überraschen und, vielleicht, auch etwas zu verletzen.
Mit der Antwort ließ sie sich Zeit. Schließlich legte sie ihre Hand auf meinen Arm und meinte, dass sie hier von mir, von uns niemals freiwillig weggehen würde.
Ich drehte den Arm so, dass wir uns an den Händen halten konnten.
Sie lehnte ihren Kopf an die Hauswand, blickte mich lange an. Schließlich antwortete sie, dass sie sich bei dem Gedanken ertappte. Sie verwarf ihn jedoch in der Sekunde, in der sie ihn realisierte. Die Welt in der sie mit uns lebt, ängstigt sie. Das Töten in Schönfeld verfolgt sie bis heute. In ihren Gesprächen mit Lewin fand sie sich eher wieder als in dem, wie wir leben. Glücklicherweise ist sie erwachsen genug, um zu wissen, dass die Lebenswelt von ihm nicht realistisch ist.
Es ist jetzt anders als vor dem Zusammenbruch. Die Welt der Lebenskünstler konnte immer nur bestehen, solange es Menschen gab, die für den Mindestlohn arbeiten gingen. Seine Art zu leben setzt voraus, dass es Soldaten gibt, Polizisten und Richter. Das wiesen die Vertreter der hedonistischen Lebensart stets vehement zurück, richteten sich gleichwohl unter dem aufgespannten Schutzschirm warm und kuschlig ein. Jetzt wo das alles nicht länger existiert, werden auch die Lebenskünstler bald verschwinden. Das zumindest denkt Giulia. Eine Meinung, die sich mit meiner Einschätzung der Lage fast komplett deckt.
Hedonist zu sein ist leicht, solange jemand anderes die Zeche zahlt. Und irgendjemand zahlt immer. Die Zeit wird zeigen, ob sie und ich Recht behalten oder nicht.
Sie drückte meine Hand und meinte, dass sie, als wir uns vor einigen Wochen kennen lernten, alleine gewesen sei. Familie weg, Freund weg, keine berufliche Perspektive. Dann kam der Baron, der ihr eine Gelegenheit eröffnete. Nachdem ich meine Überraschung überwunden hatte, entwickelte sich eine Freundschaft, eine Verbindung, die ihr sehr am Herzen liegt. Die etwas abweisende Art zu Beginn unseres Treffens bemerkte sie ohne, dass sie mir das Verhalten übel nahm. Nachdem sie meine Geschichte gehört hatte, war es ihr möglich, diese Reaktion nachzuvollziehen.
Mit der Ankunft der anderen, den gemeinsamen Essen, die Gespräche, sie fühlte sich von allen angenommen (was sie auch ist). Sogar jetzt, nach der Sache in Schönfeld, als sie fast einen Totalausfall hatte und nicht wirklich eine große Hilfe darstellte, gab es von den übrigen kein böses Wort. Niemand schnitt sie oder ist sie anderweitig angegangen.
Die Unsicherheit über ihren Platz in unserer Mitte spürte ich die ganze Zeit, die das Gespräch dauerte. Sie vertraute mir an, dass sie sich nicht sicher ist, ob sie gedanklich und in ihrem Handeln zu uns aufzuschließen in der Lage ist.
In diesen Punkten konnte ich sie beruhigen, die Gruppe ist nicht der monolithische Block, den man vielleicht im ersten Moment wahrnimmt. Außerdem teile ich keineswegs ihre pessimistische Einstellung zu ihrer Performance in Schönfeld.
Freundlich erinnerte ich sie daran, dass sie dabei war als wir die Wandler mit der ersten Leiche ansnackten. Sie durchtrennte den Strick, mit dem der Tote am Wagen hing, niemand sonst. Hätte sie das nicht gemacht, wer weiß, wie der Tag weitergegangen wäre.
Ich vertraute ihr an, dass auch wir, insbesondere ich, Zweifel an dem hegen, was wir machen. Wir fühlen uns ebenfalls unsicher. Warum wir dennoch unter Druck so gut funktionieren? Wenn ich ehrlich sein darf, weiß ich es nicht. Eventuell ist es die Heterogenität gepaart mit der Vertrautheit langjähriger Freundschaft. Aber seien wir realistisch, keine Verbundenheit bereitet einen auf das vor, was hier gerade läuft. Die Situation ist so unwirklich, wie soll man darauf vorbereitet sein? Für mich ist es, als würde ich schlafwandeln in einer Welt, entworfen von Hyronimus Bosch.
Giulia schien froh zu sein über das, was ich ihr erzählte. Sie war dankbar, dass ich ihr zeigte, dass ich und die anderen keineswegs so stark sind, wie sie es wahrnimmt. Ich vertraute ihr an, dass auch der Rest der Gemeinschaft sie zu schätzen wusste.
Dennoch schaffte es Lewin, sie für sich zu gewinnen, brachte sie dazu, auf ihn zu hören. Hätte er mehr Zeit gehabt oder sich genommen, die Gruppe wäre möglicherweise zerbrochen. Glücklicherweise scheint er sich seiner Wirkung auf Menschen nicht vollumfänglich bewusst zu sein. Positiv ausgedrückt spürt er die Macht, die er über andere erlangt, will sie jedoch nicht ausnutzen. Noch eine Gefahr, auf die ich bzw. wir aufpassen müssen. Nicht alle Verführer sind so wie Lewin, das zumindest ist ihm zugutezuhalten.
Der kleine Analyst in meinem Kopf raufte sich die Haare, nachdem er den Ordner „auf charismatische Verführer achten“ in das endlos lange Regal mit den offenen Aufträgen eingestellt hatte.
Unten startete der Motor, die Neuen verließen uns, Giulia und ich, saßen da, hielten uns an den Händen und blickten dem davonrollenden Wagen nach, bis er aus unserem Blickfeld verschwand. Nachdem sie weg waren, liefen wir die Stufen runter, zu den anderen.
Alle gemeinsam bauten wir die Zielscheiben auf und wir übten mit Bögen und Armbrüsten, bis es dunkel wurde.
Heike und Tom haben sich die Farben und Ingredienzien aus der Lackiererei angesehen, überlegt, wie sie die Zutaten mischen um das Bundeswehr-Muster aus teerschwarz, lederbraun und moosgrün zu bekommen. Sie gehen davon aus, dass sie es hinkriegen, ob die Mischungen die Spezifikationen des BAAINBw zu 100% erfüllen, wollten die beiden aber nicht versprechen. Max meinte, 95% wären auch okay, ich nickte und nahm einen Schluck von meinem Abendkaffee.


4.18 Bewegung 25.07.2019

Wir sind wieder unterwegs gewesen, sechs gehen, drei bleiben, die Waffen teilen wir auf.
Heike führte den Gedanken an, meinte, dass es besser wäre, wenn wir hier nicht mit den normalen Schusswaffen hantieren, das ziehe nur die Aufmerksamkeit der Wandler und anderer Überlebende auf uns.
Das heißt, die beiden Walther und die MP5 mit Schalldämpfer gehören der Homeguard, die Späher nehmen die Airguns, die MP5 und die 45.er mit. Die Feuerkraft der Wächter ist nicht unüberwindlich, aber wie sagte mein Zugführer damals bei den Panzergrenadieren? „Da müssen sie schon ´ne coole Sau sein, wenn sie sich im Sperrfeuer noch bewegen.“ Okay, das mit dem Sperrfeuer ist übertrieben, wir kämpfen jedoch auch nicht gegen die Rote Armee.
Losgezogen sind wir heute Morgen kurz vor 04.00 Uhr. Max, Heike und Katharina blieben zurück, wir übrigen gingen raus, die Führung übernahm diesmal Michaela. Wir klärten den Rest der Ortschaft nochmals auf, legten fest, wo wir wann welche Sperren errichten, damit wir das ganze Dorf kontrollieren. Die Verteidigung wird in Kreisen aufgebaut, die Barrikaden gestaffelt gesetzt. Die Aufgabe ist gewaltig.
Insgesamt muss ich sagen, dass die Apokalypse, wenn man sie überlebt, durchaus positive Auswirkungen auf die Gesundheit hat. So viel an der frischen Luft, mit körperlich anspruchsvollen Tätigkeiten, habe ich mich noch nie bewegt. Bei mir hat sich der Wohlstandsbauchansatz verflüchtigt, die Beweglichkeit ist deutlich gesteigert und auch meine Sinne sind wesentlich geschärfter. Die Freunde berichten Ähnliches.
Wandler zeigten sich überraschend wenige im Dorf, wo die anderen hin sind, können wir noch Nichteinmal ahnen. Tot sind sie wohl nicht, ich habe bislang keine Wandlerleiche gesehen, die eines „natürlichen“ Todes gestorben wäre. Der ursprüngliche Gedanke, einfach abwarten, bis sie tot sind, scheint ins Leere zu laufen. Da wird wohl eine Strategieanpassung vorzunehmen sein, die aber warten muss.
Entschieden wurde, dass wir zunächst den Bereich bis zur Kirche und zum Rathaus klären, anschließend den westlichen Teil des Ortes und letztlich den Osten, da dort die meisten Häuser sind. Ein Metallbauer im Norden des Dorfes besaß einen Elektrostapler, der jetzt uns gehört, zusammen mit der Ladestation. Wir werden das Gerät morgen mit dem Grid verbinden. Wenn alles klappt, müsste der Stapler im Laufe des Tages bzw. spätestens am übernächsten Tag einsatzbereit sein.
Michaela kam auf eine coole Idee, wie wir die Wandler loswerden, die noch im Ort sind. Es steht ein Hermes-LKW am Rathaus, wir bauen eine Rampe aus Paletten, schneiden ein Loch in das Dach des Lasters und sorgen dafür, dass man das Heck des Laderaums von außen schließen kann. Michaela als Langstreckenläuferin wird die Wandler in den LKW locken und über eine Leiter nach oben fliehen. Dann fahren wir die eingesammelten Wandler irgendwo hin und schmeißen sie aus dem LKW, Problem gelöst. Der Vorschlag, wie gesagt, kam von ihr. Sie wirkte etwas blass, beim Vortrag.
Tom erdachte noch ein Sicherungssystem, um zu gewährleisten, dass Michaela über genügend Zeit verfügt, um das Dach des LKW zu erreichen. Wir spannen vor der Rampe eine Stahltrosse quer zum Weg, fixiert zwischen zwei Fahrzeugen, um die Verfolger zu verlangsamen falls nötig.
Max oder ich liegen mit der MP5 auf dem LKW, um Michaela zu sichern, sollten alle Stricke reißen (bzw. das Stahlseil).
Morgen fangen wir an.


Weiter zu Der lange Abschied - Teil 21
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:

Oben Unten