Die Bürger von Dummbach

Hallo Rote Socke, nicht vordrängen!!!
Ich hatte mir gerade den Bauch freigemacht für Chrissies Bussi - und dann kommst Du mir zuvor. Na ja, schieben wir die Freude halt auf.
Apropos Freude: Ihr erinnert euch vielleicht an die Kurzgeschichte „Die neuen Schuhe“. Vorhin brachte der Postbote den Bescheid, dass der Text in einer Anthologie veröffentlicht wird.
Dank eurer Mithilfe gelingt es sicher, auch diesen Text druckreif zu gestalten.
Bin unendlich froh, Freunde wie euch zu haben.

Ganz, ganz liebe Grüße
Willi
 
J

Jasmin

Gast
Anthologie

Lieber Willi!

Ich gratuliere dir zur Veroeffentlichung!! Freue mich sehr fuer dich! Wo und wann erscheint denn diese Anthologie?

Alles Liebe
Gruss an Chrissie & RS
 
R

Rote Socke

Gast
Prima Willi. Glückwunsch!

Ich werde nochmal in "Die roten Schuhe" entschuldige, natürlich "Die neuen Schuhe" reinschauen.

Tja willi, bei schönen Frauen bin ich nicht zu bremsen. Kein Wunder also, dass ich schneller war als Du.

Gruss
RBB (Roter Bussi Bauch)
 
Liebe Jasmin,
ein herzliches Dankschön für deinen Glückwunsch.
Die Anthologie erscheint demnächst im Geest-Verlag (übrigens eine gute Adresse für uns Hobbyautoren). Obwohl das Dutzend nun überschritten ist, freut man sich immer noch über jede neue Veröffentlichung in Buchform. Es lohnt also, stets am Ball zu bleiben.

Beste Grüße
Willi
 
Lieber Rote Socke,

Deine Ideen sind einfach köstlich. RBB, Roter Bussi Bauch.
Auch Dir ein herzliches Dankeschön
sagt
Willi

PS. Das Du bei schönen Frauen nicht zu bremsen bist, läßt ja tief blicken, Du Schlimmling.
 
R

Rote Socke

Gast
Wo???

Willi, ich finde "Die neuen Schuhe" nicht mehr.
Wo hast Du die Story abgelegt?
 

Chrissie

Mitglied
Da, Du rot angelaufener Bussi-Bauch:
http://www.leselupe.de/lw/showthread.php?threadid=11260

Wenn ich gewusst hätte, was meine so dahin geschriebenen Sprüche alles auslösen... Bussi auf's Bauchi, das sagen wir sogar im Unternehmen, wenn jemand etwas freiwillig für einen tut. Aber na ja, ich nehm's einfach als Kompliment, dass da so ein Gedrängel entstanden ist.

Willi, wie wird denn der Titel der Anthologie lauten? Damit ich mir's gleich mal vormerken kann.

(Übrigens mag ich den Begriff Hobby-Autor nicht gern, das klingt so nach nicht Fleisch, nicht Fisch. Ich bin Autor, der noch nicht in Print veröffentlicht ist. Meine Bestrebungen gehen dahin, mein Können immer weiter zu verbessern, immer komplizierter strukturierte Plots zu entwickeln und mein großes Ziel ist es, einen Roman zu schreiben. Der Weg dorthin ist noch weit und wohl auch manchmal schmerzhaft, aber als Hobby möchte ich es nicht bezeichnen, dazu ist es mir zu wichtig. Wichtiger manchmal als meine Arbeit. Und vielleicht, eines Tages, bekomme ich sogar Geld dafür. Das hat mir jedenfalls einer meiner Deutschlehrer mal prophezeit.)

Liebe Grüße
Chrissie
 
An Rote Socke,
in Kurzgeschichten Seite 3, vielleicht auch 4.
Aber poste sie um Himmelswillen nicht mehr hoch. Es genügt, wenn eine Sache des Autors auf der ersten Seite steht.
Man will doch niemandem den knapp bemessenen Platz streitig machen.

Liebe Grüße
Willi
 
R

Rote Socke

Gast
Es geht doch nicht...

...um das hochposten. Solch eine Taktik ist mir eh fern.
Nein die Story will ich nochmal lesen, weil sie kurz vor der Veröffnetlichung steht. Wenn sie dadurch hochgepostet wird, umso besser, doch denke ich nicht ans hochposten, ich hab diese Technik nicht erfunden.
Liebe Grüße

@chrissie

Interessante Einstellung zum Thema Hobby-Autor. Ich werd mal versuchen mein Selbstbewusstsein wieder zu stärken und mich nur noch Schriftsteller nennen.

Nun werte das mit dem Bussi nicht so ab, hab mich schon so gut gefühlt dabei. Kannst ruhig öfters machen. ;)
 
Hilfe, ich komme mit dem antworten nicht mit

Liebe Chrissie,
das Buch trägt vorerst den Arbeitstitel Weihnachten. Vielleicht erscheint der Text aber auch in einer anderen Anthologie des gleichen Verlages, bin jedenfalls mit 5 Geschichten in den für dieses Jahr geplanten Büchern vertreten. Wenn du interessiert bist, teile ich dir aber gerne mit, wo du schon jetzt Sachen von mir finden kannst. Aber dann über Privatmail, weil ich die LL nicht für Reklamezwecke missbrauchen möchte.
Dich stört der Ausdruck Hobbyautor. Ich arbeite täglich mehrere Stunden an diesem ‘Hobby‘, kann auch ein paar kleine Erfolge verbuchen, dennoch sind die Einnahmen verschwindend gering.
Nur ein Beispiel: 2 Weihnachtsgeschichten brachten bei Rowohlt ganze tausend Mark, mehr nicht. Und das bei 5 Auflagen. Damit will ich sagen, dass Schreiben als Broterwerb ein Verlustgeschäft wäre. Ein ‘richtiger‘ Autor sollte Geld damit verdienen, denke ich. Vielleicht hast du ja mehr Glück. Ich wünsche es dir von Herzen.
Lieb grüßt dich
Willi
 

Ralph Ronneberger

Foren-Redakteur
Teammitglied
Ein Hallo
all den hier versammelten lieblichen Damen und den mit knutschfleckverzierten Waschbrettbäuchen kokettierenden Herren.
Da ich einige Wochen lang nahezu LL-abstinent war, habe ich sicherlich einige von Willis Schnurren verpaßt. (Mal sehen, was sich noch nachholen läßt). So stieß ich zunächst auf die Geschichte von den Dummbacher Bürgern. Sie hat mich nicht nur amüsiert, sie hat mir auch einen tiefen Einblick in die Geheimnisse deutscher Kommunalpolitik gewährt. Vor allem die Tatsache, daß die in einem Misthaufen verloren gegangene Geldbörse des Bürgermeisters diesen veranlaßt, endlich für eine ausreichende Straßenbeleuchtung zu sorgen, hat meinen Blick für das oft recht ungewöhnlich erscheinende Verhalten vieler Stadtväter geschärft - und plötzlich fand ich Parallelen und Parallelen und Par...
Daß so ganz nebenbei der mir vor langer Zeit eingebleuten Theorie über die Mondphasen entgültig der Todesstoß versetzt wurde, sei wirklich nur am Rande bemerkt.
Ähnlichkeiten mit Schilda? Mag sein, oder auch nicht sein. (Neons hatten die aber auf gar keinen Fall) Und außerdem: Die Schildbürger sind ungemein fruchtbar und längst überall auf der guten alten Erde präsent. Es lohnt sich also, hin und wieder diese Spezies zu Helden einer Geschichte zu machen. Und wenn Willi das in seinem gewohnt locker, leichten, schmunzeligen und obendrein gekonnt sicherem Stil tut, dann.... ja dann.... Ach, wenn ich jetzt noch mehr lobe, dann fängt der gute Willi glatt an, sich auf seinen Loorbeeren auszuruhen und schreibt nichts mehr. Damit würde ich mir (und anderen) sicherlich einen Bärendienst erweisen.

Übrigens:
Jasmins Worte:
"Es ist vielleicht einfacher, problematische Texte zu schreiben, ist doch die Welt, das Leben voller Probleme. .... es ist eben eine Kunst die heitere, unbeschwerte Seite der Dinge zu sehen und darzustellen."
haben mir gut gefallen. Zum Glück gibt es Willi und etliche andere, die dies bereits zu ihrer Maxime gemacht haben. Freuen wir uns auf Weiteres aus möglichst vielen Federn.

Oh, verdammt. Da habe ich doch glatt gegen eine der Grundregeln des Schreibens (sinngemäß: "Das Wichtigste am Schreiben ist das Kürzen") völig verstoßen. Ich gelobe Besserung und winke in die Runde
Ralph
 
Lieber Ralph,
ach, wie hab ich dich vermisst in der LL.
Deine - und auch Fredys - Kommentare sind unübertroffen, sind oft schöner, als die besten Geschichten.
Jedenfalls recht schönen Dank für die weisen Worte, mit denen du uns in die Geheimnisse der deutschen Kommunalpolitik eingeweiht hast.
Dass du immer noch an die alte Mondphasentheorie geglaubt hast, ist deine eigene Schuld. Hättest mich halt fragen sollen.

Es grüßt dich ganz lieb
ein vor Freude ganz verlegener
Willi
 
E

ElsaLaska

Gast
bleibt mir nur noch, dich zu beglückwünschen

lieber willi, bei den kompetenten vorrednern ist schon alles gesagt worden.
ich kann nur noch hinzufügen, dass ich mich persönlich besonders über deine geschichte amüsiert habe, weil ich derzeit (freiwillig) in einer 5ooo seelen-gemeinde residiere und grosse ähnlichkeiten entdecken konnte.
während der winzig kleine und völlig unberühmte jüdische friedhof geschändet worden ist und irgendwelche deppen mit rattengift die evakuierung eines kompletten altersheim verursacht haben, befasst sich unser stadtrat mit der hundekot-verordnung der landesregierung. deine geschichte ist natürlich witziger, aber die verhältnisse haben mich irgendwie an konkrete situationen erinnert:)
danke für diese schöne geschichte, und schaffe fleissig weiter, lieber willi!
die besten grüsse
elsa
 
Liebe Elsa,
deine Schilderung liefert fast schon Stoff genug für eine Erzählung oder Satire. Mache doch etwas daraus. Kannst die Handlung ja woanders spielen lassen.
Ich selbst wohne in einem noch kleineren Dorf, nahe einem Schloss, in dessen Innenhof nachweislich die letzte Hexenverbrennung in NRW stattgefunden hat. Wenn ich einmal mehr Zeit habe, muss ich mal die Archive durchforsten, vielleicht kommt etwas brauchbares dabei heraus.

Ich bedanke mich lieb bei dir.
Herzliche Grüße
Willi
 
R

Rote Socke

Gast
Hey Elsa,

das ist der Stoff der mich interessiert. Schreib doch davon, wie Willi schon sagte. Würde sich als ernste Lektüre gut machen, dieser Stoff. Los mach mal.
 
E

ElsaLaska

Gast
hallo rs,hallo willi,

als ernste lektüre kann ich das schon gar nicht beschreiben! allenfalls als satire, aber selbst da hätte ich problem, weil ich zu sehr emotional eingebunden wäre. ich denke, eine gute satire funktioniert nur, wenn man total abgehoben und mit einem breiten grinsen im gesicht über sachverhalte schreiben kann, die eigentlich unsäglich sind- der leser will ja keine hasstiraden hören. und ich könnte diese gemeinde derartig abhassen, das ist schon psychotisch. bei aller landschaftlichen schönheit und aller liebe zum landleben....
nun gut, mein fernziel ist sowieso italien, wo ich dereinst auf meinen doc-weingut sitzen und vielleicht retrospektiv die passenden worte finden werde.

liebe grüsse
elsa
 
Liebe Elsa,
deine Theorie ist interessant. Demnach kann man eine gute Satire nur dann schreiben, wenn man sozusagen über den Dingen steht. In der Regel stimmt das wohl, doch ich denke, es geht auch anders. Ich habe vor Jahren eifrig Leserbriefe geschrieben und immer dann die größte Wirkung erzielt (also bitterböse Anrufe bekommen), wenn der Text als bissig-ironische Satire verpackt war. In der 1. Fassung schrieb ich mir den Zorn von der Seele und konnte dann - nun über den Dingen stehend - mit dem Feinschliff beginnen.
Diese Technik lässt sich gewiss auch auf das schreiben richtiger Satiren übertragen, zumal der Zeitdruck (Tageszeitung) fehlt.
Daher behaupte ich einmal mutig: Emotionen stören nicht, sie beflügeln sogar.
Ist meine Überlegung richtig, oder steckt der Teufel im Detail?
Eine interessante Frage, finde ich.

Liebe Grüße
Willi
 
R

Rote Socke

Gast
@elsa

Lass doch einfach die Sache raus auf's Papier wie es Dir in den Sinn kommt und dann arbeite und feile daran. Der Stoff ist gut und interessant, in welcher Form er dargeboten wird ist wohl nicht so wichtig. Das kommt halt auf den Autor an, wie er das am besten, also welchen Stil, hin bekommt.

Was ist ein doc-Weingut???

Liebe Grüße
RS
 
L

leonie

Gast
hallo willi

erst mal einen herzlichen glückwunsch auch von mir.
zu den bürgern von dummbach wollt ich noch sagen, das es in der heutigen welt noch genug menschen wie die leute aus dummbach gibt. lass deine geschichte schön drin. heute wollen sie zwar nicht den mond vom himmel holen, dafür aber andere, manchmal sogar noch verrücktere sachen machen. übrigens, auch ich finde es toll, das man ohne streitereien seine meinung sagen kann, und genieße es hier mit euch. Auch wenn es etwas spät kommt, da ich im moment selten am pc bin.
ganz liebe grüße leonie
 
E

ElsaLaska

Gast
thema satire,

willi, rs, das ist wirklich gerade interessant, ich habe nochmals nachgedacht.
natürlich muss man erstmal zornig oder genervt gewesen sein, sonst hätte man wohl keinen grund, eine satire zu schreiben.
dann sollte man das aber transformieren, wie ich meine, so ähnlich wie willi das andeutet. emotionen beflügeln also auf jeden fall, sonst gäbe es wohl keinen anlass, überhaupt zu schreiben.
mit dem vorschlag von rs bin ich auch nicht allzu glücklich... das liegt aber an mir persönlich. ich schreibe die besten passagen, wenn ich einfach tief luft hole und dann einen schwung hinklatsche. wenn ich vorher bewusst denke: so, jetzt schreiben wir mal über dieses thema, schreibs einfach auf, erzähl wie es war, du kannst es ja abändern, dann bin ich meist sehr unzufrieden und habe auch keine lust mehr auf abänderungen, weil mir die ganze struktur missfällt. das ist allerdings eine persönliche eigenart, jeder ist da anders, und wahrscheinlich ist es auch nicht die ergiebigste art, zu schreiben;-)
liebe rs, ein D.O.C.- weingut ist ein weingut, auf dem wein kontrollierter herkunft angebaut wird. Z. B. ist ein Chianti ein D.O.C-Wein, weil ein chianti immer und garantiert aus dem typischen chianti-anbaugebiet in der toskana herkommt. er darf sozusagen gar nirgends anders angebaut werden.
ich will zwar nicht in das chianti-gebiet, es gibt auch andere wunderbare D.O.C.-weine, aber es eignet sich gut als beispiel. in italien gibt es sogar D.O.C. olivenöl!!!! ich mag das sehr gerne, weil dadurch die regionaltypischen eigenarten eines produktes hervorgehoben werden (und das fördert wiederum die vermarktbarkeit) und auf diese art eine region mit ihren lokalen spezialitäten aufwarten kann (und davon gibts in italien ja ganz wunderbare), eine herrliche vielfalt eben in einem zentralistischen europa.
liebe grüsse
elsa
 


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