Da ist sie, liebe
@Ubertas, plötzlich da. Ebenso unvermittelt ihre Bewegung wie meine Wahrnehmung ihrer Präsenz, wie der Einstieg in dein wunderbares Gedicht. Ihr blinzel-blitzeschnelles, so schwer (wenn überhaupt) zu erfassendes Umherirren, das doch eben dieses überhaupt nicht ist. Was macht dies mit mir? Welcher Teil meiner Wirklichkeit wird hier berührt? Was nehme ich denn überhaupt wahr? Viel zu schnell ist sie in ihrer Orientierung, und mein Impuls, dieses in jenem Augen-Blick zu verstehen, ist möglicherweise chancenlos. Ja, die Holzbank, in der eine Dynamik zum Stillstand gekommen ist, die sich zugleich über mir austobt. Ihre statische Sicherheit, in die ich mich füge, zu der ich vielleicht selbst in gewisser Weise geworden bin als Umkehrung des flüchtigen, vielleicht sogar waghalsigen Spiels über mir. Und dann, plötzlich eine Entladung – ein Funke. Eine Idee? Doch ein Blinzeln, und schon wieder ist’s vorbei. Ein Gedanke? Ein Traum … was nicht greifbar, nicht erinnerbar, ist nicht geschehen, war nicht. Oder? Und sie? Auch sie ist (vielleicht) nur Geschichte.
Ein Bild, das eine Vergänglichkeit ebenso einfängt wie ein Streben nach Halt, vielleicht nach Erkenntnis – und auch mein Unvermögen, etwas zu be-greifen, das mir doch immer fremd bleiben muss. Danke für dieses Gedicht
Liebe Grüße
Dimpfelmoser