Jammerossis Gegenwart

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Eben erinnert mich doch mein Kumpel Radio an einen Hammer, der mich vor etwa vierzig Jahren traf: SOLOMONS LIED von der wunderbaren Toni Morrison. Ich denke, mit dem Buch begann meine nicht endende Liebe zur feministischen afro-amerikanischen Literatur. Ich versuchte dann, keins der Bücher von Miss Morrison oder Alice Walker mehr zu verpassen, die den Weg hinter die Betonmauer geschafft haben. Viel mehr gab es leider nicht zu entdecken, allerdings war ich später doch immer mal überrascht, was für Bücher wenigstens in einmaligen Kleinauflagen erschienen sind. Man hätte eben einen guten Draht in eine Buchhandlung gebraucht, um alles mitzubekommen - wenigstens informell.
Nun sitze ich auf meinem Sofa, Solomons Lied auf dem Schoß, und rieche das alte holzhaltige Papier und schaue ihm beim Vergilben zu.
Ja, und ausgiebig reinlesen werde ich natürlich auch in dieses Jahrhundertwerk voll unverfälschtem Rassismus.
 



 
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