Konserve

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Hi Manfred,

dieses Werk passt für mich wunderbar in diese Zeit der Raunächte, in denen die Grenze zwischen den Welten so dünn wird. In meiner Lesart verweht hier der Schleier und du machst mit großer Kunstfertigkeit die Synchronizität sichtbar, die dem ein oder anderen vielleicht als eine Art Anflug von Schicksal, oder dem Gefühl "vom Pech verfolgt zu sein" erscheint ("immer ich!") . Hier wird es besonders deutlich: Es sind doch die Dinge von besonderer Brisanz und Macht, die NICHT ausgesprochen worden sind,, die fast danach flehen gesehen, ausgesprochen, eingestanden zu werden, Das Lesen der Zeilen löst dann auch tatsächlich etwas, hat etwas verwandelndes, nämlich die Erkenntnis des LI über die Wichtigkeit der Beziehung.

der "Saft" kann ein Symbol sein für Lebenskraft, für Liebe, für Sinnfindung und Angenommensein. Die Inkompetenz, die Verzweiflung, die Scham vor der Konserve und die Einsamkeit mit ihr hat etwas, was jeder nachempfinden kann, der sich einmal wirklich im "tiefsten Wald verirrt hat", ohne es sich eingestehen zu können oder zu wollen. Aber auch hier naht Hilfe schon in der Einsamkeit.

Ein sehr fesselndes Werk.

mes compliments

Dio
 

Franke

Foren-Redakteur
Teammitglied
Hallo Dio,

dieses Werk passt für mich wunderbar in diese Zeit der Raunächte, in denen die Grenze zwischen den Welten so dünn wird.
Ja, die Grenzen verschwimmen zusehends. Wenn die Jahre, die noch kommen, viel weniger sind, als die vergangenen, geht der Blick immer öfter in die Vergangenheit. Da ist noch Platz, da ist noch Zeit. Plötzlich bekommen die kleinen Dinge Bedeutung.
Ich danke dir herzlich für deine Gedanken.

Liebe Grüße
Manfred
 

revilo

Verboten
Bin heute Morgen aufgewacht und dachte : Boaaah, das wird ein sch… Tag. Dann las ich dieses Gedicht und war ergriffen. Die Magie der Worte. Jetzt trinke ich Kaffe und fühl mich gut ! Danke !
 

Franke

Foren-Redakteur
Teammitglied
@revilo

Ich danke dir! Dieses Jahr ist mein Vorsatz wieder mehr zu schreiben. Wenn mir das mit diesem Gedicht gelungen ist, wieder einen Einstieg zu schaffen, dann freut mich das sehr.

Liebe Grüße
Manfred
 

Agnete

Mitglied
schon beinahe tragisch, das Leben- erst muss man teilen, dann nicht mehr und geht ganz leer aus. Hat schwarzen Humor, Franke. lG von Agnete
 

Franke

Foren-Redakteur
Teammitglied
Danke Agnete,

das Gedicht bedeutet mir persönlich sehr viel.
Vielleicht ist es gerade der schwarze Humor, der einen manche Dinge ertragen lässt.

Liebe Grüße
Manfred
 

Ubertas

Mitglied
Lieber Manfred,
ich lese dein Gedicht gerade zum ersten Mal. Es ist gut, eine Konserve mit sich zu tragen. Sie läßt unsere Erinnerungen zu. Was von außen gesehen so leicht erscheint, es stampft uns in den Boden. Keiner bemerkt ein Lächeln, das Verzweiflung überspielt. Selbst eine gut gemeinte Bemerkung gibt keine Antwort . So wie das, was wir nicht mehr öffnen können.
Doch es bleibt bei uns, weil wir lieben.
Lieben Gruß ubertas
 

Ubertas

Mitglied
Lieber Manfred,
ich möchte mich als erstes bei dir bedanken. Du hast gerade eine große musikalische Bildungslücke meinerseits geschlossen. Ich kannte das Lied nicht und habe es mir vorhin angehört. Ein wunderschönes, tiefsinniges und sehr trauriges Lied.
Ich kenne diesen Punkt sehr gut. Selbst wenn man versuchen würde, ein Wort dafür zu finden - es gibt keines, das ausdrücken könnte, wie es sich anfühlt.
Es gibt weder Sinnfragen in diesem Gefühl noch helfen Worte von außen dabei.
Lieben Gruß zurück ubertas
 



 
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