Zunge und Zeit. Kräuselungen

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Scal

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T und T des Todes

Es nicht zu schaffen

Nicht mehr sagen zu können
Leib, ich bin nicht mehr dein
Leib, du bist nicht mehr mein

T oder T oder beides

Wer könnte es wissen?
 

Scal

Mitglied
Paradies

Sich in einer Liebesgemeinschaft mit Geschehniswesen zu befinden und zu bewegen, ohne jemals bewusst zu wissen, also niemals es erkennend zu erschauen, dass es sich so verhält?
Wünschenswert?
Das ist >hier< die entscheidende Frage.
 

wirena

Mitglied
"hier = Symbiose Erde-Mensch, weitzeitig"

das ist eine schöne Begriffsdefinition. Verstehe ich richtig, dass "hier" , die Symbiose Erde-Mensch unter Berücksichtigung der Weitzeitigkeit, weitzeitig zu verstehen ist?

weitzeitig
(warum gibt es das Wort weiträumig, weitzeitig aber nicht?)
nimm "weitzeitig" doch einfach, wenn passend, in deinen täglichen Sprachgebrauch auf - so kann sich dieser Begriff in unsere Sprachkultur integrieren.
 

Scal

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Eine Frage, die mich umrankt, die sich gewissermaßen ins sinnerlauschende Ohr hineinräkelt:
Ergibt es Sinn, meine immer wieder kopfschüttelnde Betroffenheit über politisch-gesellschaftliche Tendenzen und Verhältnisse literarisch zu bekunden? Handelt es sich nicht um Bereiche, die signalisieren, dass sie einen Stoff bereithalten, der einer Endlosschleife entspricht, einen Stoff, mit der ich mich bis an mein Lebensende umwickeln könnte. Will ich das? Hätte das irgendeine reale Relevanz?

Ist es nicht sinnhafter, den kleinen weißen Wurm im aufgeschnittenen Apfel zu würdigen, oder die Mutter, die drei kleine Kinder wie ein Fürsorgeengel über einen Zebrastreifen führt, oder anzudeuten, welche Erfahrungen ich mit dem Vorsatz machte, "schön" Autofahren zu wollen, dieses "Schön" zu erforschen und zu üben.

Bin ich noch beim Thema "Kräuselungen", dem ursprünglich Intendierten?
 

wirena

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Zur Begriffsdefintion "hier": schön, denke ich muss mal ein "quantastisches Lexikon" eröffnen - mal sehen wie und ob dies möglich ist. Ein persönliches Lexikon habe ich zwar - braucht die Leselupe ebenfalls eines? wäre das sinnvoll?
 

wirena

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Eine Frage, die mich umrankt, die sich gewissermaßen ins sinnerlauschende Ohr hineinräkelt:
Hallo Scal, auf deine Fragen kann und möchte ich spontan, in Form eines Gesprächs antworten:

Du schreibst: Zitat:
Ergibt es Sinn, meine immer wieder kopfschüttelnde Betroffenheit über politisch-gesellschaftliche Tendenzen und Verhältnisse literarisch zu bekunden?

Meine Antwort:
ja, Sein, das Leben ist auch Information und entwickelt sich weiter durch Information und deren Austausch.

Handelt es sich nicht um Bereiche, die signalisieren, dass sie einen Stoff bereithalten, der einer Endlosschleife entspricht, einen Stoff, mit der ich mich bis an mein Lebensende umwickeln könnte. Will ich das?

Ob du das willst, kannst nur du entscheiden – ich persönlich, will gewisses Erleben nicht mehr weiter analysieren, hinterfragen sondern nur beim Erleben verweilen –

Hätte das irgendeine reale Relevanz?

Ja – siehe Information ermöglicht neue Fragestellungen und neue Beantwortung - Evolution

Ist es nicht sinnhafter, den kleinen weißen Wurm im aufgeschnittenen Apfel zu würdigen, oder die Mutter, die drei kleine Kinder wie ein Fürsorgeengel über einen Zebrastreifen führt, oder anzudeuten, welche Erfahrungen ich mit dem Vorsatz machte, "schön" Autofahren zu wollen, dieses "Schön" zu erforschen und zu üben.

Würdigung, Wertschätzung sind meiner Meinung nach wichtige Erfahrungen des persönlichen Erlebens, die es durchaus verdient haben, würdig sind, einer breiteren, dafür geeigneter Öffentlichkeit mitzuteilen, diese auf diese Erfahrungsmöglichkeit hinzuweisen, darauf aufmerksam zu machen.

…und Zebrastreifen finde ich immer gut, sind zum Schutz Aller, nicht nur für Kinder sinnvoll


Schönes erforschen und zu üben? – hmm ja, um es dann ins Leben zu übertragen, damit dieses schöner wird . Sicher ja, aber auch für sich selber, zur eigener Weiterentwicklung seiner Fähigkeiten. Es ist aber eine Definitionsfrage, was Schön ist. Ich persönlich, verweile und versinke oft lieber in mein «Schönheitserleben» – geniesse dieses einfach. Doch für die Weiterentwicklung einer Fähigkeit, ist üben unbedingt notwendig –

Bin ich noch beim Thema "Kräuselungen", dem ursprünglich Intendierten?

Die Antwort darauf, kannst nur Du, Dir selber geben – ein Vorsatz, ein ursprünglicher Plan, kann sich ja auch weiterentwickeln.

Persönliche Anmerkung dazu: Kräuselungen sind laut Bernado Kastrup, analytischer Idealist, frei zitiert:


  • Erfahrungen sind bestimmte Erregungsmuster der zugrunde liegenden Subjektivität. Man kann es sich auch als Wellen auf einem See vorstellen. Ein See kann auf viele verschiedene Arten angezeigt werden. Wellen können sich auch gegenseitig stören, was zu noch mehr Interferenzmustern führt, und doch gibt es nur den einen See. Keine der Kräuselungen ist ein Ding. Sie sind Muster des Tuns. Es gibt eine Vielfalt von Wellen und so entsteht eine Vielfalt aus einer Singularität, einer Einheit. Es gibt immer nur einen See und nichts als einen See.

LG wirena
 

Scal

Mitglied
Danke für das sorgsame und hinfühlende Bedenken, Wirena !
Dass Information, reflektierende Teilhabe am Zeitgeschehen und das diesbezügliche Kommunizieren auch Entwicklungsaspekte mit beinhaltet, ist einsichtig. Mein Nachsinnen bezog sich nur darauf, ob ich mich lyrisch oder kurzprosaisch - in die Zukunft hineingedacht - über derlei äußern oder es besser beiseite (vernachlässigen) lassen sollte. "Stoff" = Ideen, Notizen, gäbe es genug.
Die diversen Beispiele für "Alternativen" ließen sich um mancherlei andere erweitern, sie zeigten nur - wie wachsende Schneckenfühler - die Tastrichtungen an, die aktuell vorhanden gewesen sind.
Der Zebrastreifen samt seiner wertvollen Ideen-Historie, beispielsweise, ist sekundär interessant. Die Mutter, ihr Gesicht, ihre Haltung, ihre Bewegungen, die Kinder - es sind die jeweiligen Momente, die eine Art Gedicht oder eine Ezählung" beherbergen. Zunächst bin ich freilich noch Gast, und schaue auf die Herberge der von Außen hin.
"Schönes Autofahren". Klingt seltsam. Ich setze mich einfach hinein, fahre los und beobachte, ob sich was zeigt, was ich letztendlich unter diesem Begriff für mich subsumieren ließe. Die Begriffsergründung interessiert mich dabei zunächst gar nicht. Ich stoße aber auf so manch andere: Umsicht, Rücksicht, Vorsicht, sich einfügen in den Flow, entspannte Achtsamkeit, Kurvengefühl, Blick- und Blinkkommunikation, Rollen, soziale Freundlichkeit.

Danke für das interessante Zitat von Katrup!
Ich glaube, dass die Leser den Titel "Kräuselungen" in meinem Tagebuch ganz unmittelbar so auffassen, wie er von mir gemeint ist. Sie haben ein Bild und empfinden sogleich seine "Stimmigkeit", vermute ich.

Lieben Gruß
 

wirena

Mitglied
Ich glaube, dass die Leser den Titel "Kräuselungen" in meinem Tagebuch ganz unmittelbar so auffassen, wie er von mir gemeint ist. Sie haben ein Bild und empfinden sogleich seine "Stimmigkeit", vermute ich.
...ich denke, dass Deine Vermutung richtig ist - ich jedenfalls kann das Kräuseln sehr gut als ein, im Schweizerdeutsch "chrüsele" auf der Zunge erleben. Es brennt nicht, aber es krippelt - LG wirena
 



 
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