Astlöcher, Holzschiefer und Feensplitter

4,90 Stern(e) 13 Bewertungen

fee_reloaded

Mitglied
Manche Menschen sind offensichtlich erstaunlich gut darin - und vermutlich geübt -, sich den Hass (oder den Kampf), den sie überall da draußen in der harten Welt verorten, selbst zu erschaffen.

Beispiel:

ich hatte gestern einen harten Vormittag.
Ein anstrengender Arzttermin, der mir naheging und meine Nerven blanklegte.
Ich beschloss, mich mit einem neuen Buch (vielleicht auch mehreren) zu trösten und mich in einem meiner Lieblingskaffeehäuser auf andere - bessere - Gedanken zu bringen. Das gelang ganz gut - nicht zuletzt der äußerst leckeren Kürbiscremesuppe wegen, die ich zu dem kleinen, wundervollen Gedichtbändchen genoss, das ich mir davor im Buchgeschäft meines Vertrauens gegönnt hatte.

Ich las, aß, schmeckte, atmete, ließ mich in das beruhigende Stimmenwirrwarr der anderen Kaffeehausbesucher sinken und fühlte mich schließlich so weit bei mir angekommen, dass ich entspannt, wenn auch in Gedanken versunken, den Heimweg antrat.

Das war um die spätere Mittagszeit und die U-Bahn war dementsprechend überfüllt. Ich musste ein wenig kämpfen, um im Gedränge endlich einen brauchbaren Stehplatz zu finden - direkt neben einem Zweiersitz, auf dem ein älteres Ehepaar - beide deutlich fülliger als ich selbst - sich niedergelassen hatte. Der Mann saß auf dem Sitz am Gang bzw. ragte in denselben hinein aufgrund seines Leibesumfangs und ich war wegen der vielen Fahrgäste im Abteil gezwungen, näher an ihm zu stehen als mir angenehm war.

Es war viel zu heiß, ich war erschöpft und immer noch in Gedanken mit den Nachwehen des Arztbesuchs beschäftigt. So ruckelte ich gemeinsam mit all den anderen Fahrgästen mühsam meinem Ziel Station für Station näher. Hinter mir wurde ein- und ausgestiegen. Manchmal wurde ich dabei angestuppst oder leicht -gerempelt. Ich registrierte das - wenn überhaupt - nur am Rande. Nichts Ungewöhnliches um diese Uhrzeit in den Wiener Öffis.

Als wir uns endlich meiner Haltestelle näherten, kam auch in das Paar auf der Sitzbank Bewegung und ich kam nicht umhin zu hören, wie er zu seiner Gattin in erbost aufgebrachtemTonfall meinte "Die hat mich jetzt die ganze Fahrt über angerempelt mit ihrer Tasche. So eine Frechheit. Dabei hab ich eh vorhin extra noch mit dem Arm gegen ihre Tasche gestoßen. Aber die hat das einfach ignoriert! Die ist sicher grantig, weil sie den Sitzplatz nicht bekommen hat." Das riss mich dann endgültig aus meinen Gedanken und als ich Blickkontakt aufnahm, stand er schon vor mir und meinte ziemlich unfreundlich "Ja, genau! Sie meine ich! Haben Sie nicht gemerkt, dass sie mich dauernd mit der Tasche angestoßen haben? Die ganze Fahrt lang! Einfach unmöglich, sowas!"

An einem andren Tag hätte ich wohl auch eher unfreundlich versucht, mich zu verteidigen, doch an diesem war ich irgendwie nicht Willens (oder aber es fehlte mir die Kraft), mich zu streiten. Noch dazu wegen etwas so Unsinnigem und Unnötigem.
Ich meinte also - aufrichtig überrascht - "Oh, das tut mir leid. Ich habe das wirklich nicht bemerkt." Er setzte an, mir ins Wort zu fallen, um weiter seinen Unmut an mir abzureagieren. Doch da hatte ich schon gefragt "Warum haben Sie denn nichts gesagt?" Er darauf (schon etwas weniger aggressiv): "Ich hab ja eh mit meinem Arm absichtlich gegen Ihre Tasche gestoßen. Das müssen Sie doch bemerkt haben!"

"Wissen Sie; ich war so in Gedanken. Ich habe das wirklich einfach nicht bemerkt" war meine spontane und ehrlich gemeinte Antwort darauf. Denn so war es ja auch gewesen. Nicht nötig, mich da irgendwie zu verteidigen oder rauszureden. Und mit dem abschließenden Satz "Und es war sicher keine böse Absicht" hatte ich ihm dann endgültig den Wind aus den Segeln genommen. Sein Zorn wich einem etwas hilflosen Lächeln und er meinte abwehrend "Das haben wir auch nicht angenommen".
Da schob uns der Pulk schon aus dem Zug und damit war der Dialog beendet.

Erst im Weitergehen überlegte ich, was da eben passiert war.
Dass er natürlich genau das angenommen hatte und dass meine offensichtlich unerwartete (weil freundliche) Reaktion ihm vielleicht die Unsinnigkeit einer solchen Annahme vor Augen geführt hatte. Etwas, das mir an diesem Tag vermutlich nur gelungen war, weil ich nicht ganz "da" gewesen war und ein Teil von mir einfach keine Energie für das dumme Ellenbogenspiel gehabt hatte oder aufwenden hatte wollen.

Oder ich war an diesem Tag ganz im Gegenteil besonders "da" gewesen.
Ja. Eigentlich möchte ich lieber glauben, dass es das war. Ich war ganz bei mir gewesen.

Schön eigentlich.
 
Zuletzt bearbeitet:

fee_reloaded

Mitglied
Sehr schön sogar. Und ansteckend. Ich lege mich morgen mit niemandem an. Versprochen. Okay, vielleicht doch. Aber ich werde danach ein schlechtes Gewissen haben. ^^
Entschuldige bitte die arg späte Antwort, Loki!

Ich danke dir herzlichst fürs Reinlesen und Mitgehen! Ja, so entwaffnend wäre ich selbst gerne öfter. War ein schräger Tag irgendwie. Vielleicht ist schräg ja gut. ;)

Liebe Grüße!

PS: bloß kein schlechtes Gewissen! Keiner muss hier ein perfekter Übermensch sein oder werden. Sowas gelingt oder eben nicht. Und offensichtlich spielen da mehrere Faktoren mit, derer man sich gar nicht so bewusst ist. :cool:
 

fee_reloaded

Mitglied
großmutter



so gerne fall ich
in dein butterblumenlächeln
betracht ich deine altersweisen
hände um zu wissen: suchte
ich ein wenig tiefer noch ich
fände dort die wurzel deiner
stets bescheidnen wärme - wünschte:
sie zu fächeln sie einzuatmen so
als lauen sommerwind unter
dem zelt der sterne brächte
mich dir zurück als jenes
enkelkind und jene nächte
in denen wir zu zweit
dem dunkel trotzten jene
tage als wir einander
mehr warn als genug uns
singend in den wäldern
neu erfanden. es zersanden

jedoch die erinnerungen
das wovon wir so durchdrungen
dass wir damals tanzten
dort wo andere bloß
standen ach, wir fanden
wunder unter jedem toten blatt

nun such ich es - jahrzehnte
später - auf dem bild von dir
schwarzweiß und matt
 
Zuletzt bearbeitet:

fee_reloaded

Mitglied
hildegard war überzeugt
dass sie engel sah wenn
im blitzlichtgewitter das
sichtfeld sich verschob
verengte in teile zerfiel
doch das funkeln was für
ein funkeln und gleißen
was für ein flimmern wie
von güldnen aureolen oder
zu viel glanz auf flinken flügeln
wenn wahre engel zu sehen
bedeutete es mit schmerzen
zu bezahlen dann war das
doch ein kleiner preis





Anmerkung d. Autorin:

Hildegard von Bingen, weiß man heute, war Migränikerin. Sie hat genaue Aufzeichnungen hinterlassen. Unter anderem auch Zeichnungen von den Visionen, die sie oft in Zusammenhang mit ihren heftigen Kopfschmerzen hatte. Heutige Migräneforscher erkennen in diesen Zeichnungen typische Muster von Migräne-Auren. Hildegard von Bingen sah darin Engel, die ihr erschienen.
 

petrasmiles

Mitglied
Ich denke, dass Hildegard von Bingen glücklicher damit war als Heutige, die darin lediglich eine Fehlfunktion erkennen können.
Danke für diese Erkenntnis!

Liebe Grüße
Petra
 

John Wein

Mitglied
Werte Fee,
Vieleicht fühlte Hlidegard sich als Dienerin, eine Lebenshaltung, die heute auf dem Markt der Gleichmacherei als reaktionär verschrien ist. Ich denke, ähnlich Petra, dass sie dem Glück nicht ständig und vergeblich hinterher lief, sondern ihre Erfüllungin in dem Auftrag als Dienst an den Menschen empfand. Heute muss sie leider für jeden Tee und jede Faltencrem ihre Haut zu Merkte tragen.
Auf alle Fälle finde ich Deinen lyrischen Wort- und Begriffsstil wohltuend.
Gruß, J.W.
 

fee_reloaded

Mitglied
Mensch Claudia, warum hast du dieses Gedicht nicht unter "Ungereimtes" geschrieben? Das ist das Schönste, was ich seit langem gelesen habe und im Tagebuch geht es leider verloren mit der Zeit.

Ach, lieber Manfred,

lieben Dank für dieses wunderschöne Lob!
Kann ich es noch als eigenes Gedicht ins Forum stellen? Hier ist ja quasi nur ein "Kommentar".
Gerne übernehme ich dann auch deinen Vorschlag, das "zersanden" in "versanden" zu ändern.

Herzliche Grüße,
Claudia
 

fee_reloaded

Mitglied
Ich denke, dass Hildegard von Bingen glücklicher damit war als Heutige, die darin lediglich eine Fehlfunktion erkennen können.
Danke für diese Erkenntnis!
Das denke ich auch, liebe Petra.
Sorry, dass ich deinen Beitrag hier erst jetzt entdeckt habe.

Ich denke, ähnlich Petra, dass sie dem Glück nicht ständig und vergeblich hinterher lief, sondern ihre Erfüllungin in dem Auftrag als Dienst an den Menschen empfand. Heute muss sie leider für jeden Tee und jede Faltencrem ihre Haut zu Merkte tragen.
Auf alle Fälle finde ich Deinen lyrischen Wort- und Begriffsstil wohltuend.
Für dieses schöne Lob, lieber John Wein,
meinen allerherzlichsten Dank!

Dass ihr Name heute so marktschreierisch zum Einsatz kommt, würde ihr definitiv nicht gefallen. Sie war eine sehr bescheidene und - wie du sagst - demütige Person. Und im Dienst an den Menschen hat sie sicherlich Erfüllung gefunden. Das beste Glück von allen.

Euch beiden liebe Grüße und entschuldigt bitte die späte Reaktion auf eure Kommentare. Ich war eine Weile "out of order".

fee
 

fee_reloaded

Mitglied
auf facebook massenhaft
videos von orcas
die bei fischern hilfe suchen
bei seepockenbefall - da wird
geschrubbt, vertausendfachen
pocken sich beim abwärtsrieseln
entlang aufpolierter hochglanzleiber

matrosen unterliegen keinen uns
bekannten regeln der physik
schweben mit schrubbern trudeln
retten raubtiere ohne furcht
zum schluss ein kuss von tier
zu mensch als dankeschön

nase an nase mit scheinbar sanften
giganten auch plötzlich zahme
eisbären werden von seepocken
befreit ihr fell gekrault
kuscheln mit papa bär andernorts
behüten hochglanzeuleneltern
bis zu zehn jungvögel im flug
mit ihren schwingen vor regen
und allem übel

makelloses federkleid
kein schmützchen oder moos
kein krümelchen erde an fängen
kolibris wohnen in tulpenblüten
noch nie waren sich mensch
und tier so nah

videos millionenfach geliket
tausendfach geteilt
der account nennt sich
"nature lovers"
 
Zuletzt bearbeitet:

fee_reloaded

Mitglied
ad "nature lovers":


selten hat mich etwas so gegruselt wie diese Entwicklung - die Allgemeinheit, die ungkennzeichnend KI nutzt, um (ohne notwendige Kenntnisse von Fakten oder technischem Handwerk) plötzlich zu Naturfilmmachern oder Experten für jegliche Lebensbereiche ihrer Wahl zu werden und professionell aufzutreten...

Den eigenen Augen nicht mehr trauen zu dürfen bzw. nicht ohne den zeitlichen Mehraufwand genauerer Betrachtung oder Überprüfung einfach nur "Information" konsumieren zu können, das hat schon eine Anmutung eines düsteren Science-Fiction-Settings. Bloß, dass es keine finstere Zukunftsvision mehr ist - es ist hier und jetzt. Mitten unter uns. An allen Ecken und Enden im Social Media Bereich.
Für mich persönlich (neben jüngsten politinteressensgesteuerten Entwicklungen solcher Plattformen) ein weiterer Anlass, mich noch weiter aus fb, Insta und Co. zurückzuziehen.

Ich warte auf erste Schlagzeilen realer "Begegnungen" mit Orcas, wo leichtgläubige Menschen das "Nasen-Bussi mit Orca" für ihre nächste Insta-Story "life" versuchen. Oder beim Eisbärenfellkraulannäherungsversuch Papa Bär das als ganz andere "Einladung" interpretiert.

Warum müssen Wunder der Natur erfunden werden, die es nicht gibt und die nichts Anderes als widerwärtigsten Kitsch darstellen? Und wenn man die millionenfachen Likes darunter sieht, dreht es mir den Magen um angesichts der Sichtbarmachung der oberflächlichen Dummheit social-media-konsumierender Massen.

Meine Hoffnung: dass genau diese Verzerrung und der weitgreifende Verlust der Kontrolle über die Wahrhaftigkeit elektronisch dargereichter Inhalte zu einer Rückbesinnung auf das real life und dessen Qualitäten führt. Echte Freundschaften von Angesicht zu Angesicht pflegen, der Wegfall all des übertriebenen Perfektionsdrucks, wenn es um das eigene Aussehen und Leben geht. Echtes wieder mehr wert ist als Hochglanzfake und -Retouche. Wir in Würde altern können. Werke darstellender Kunst sich durch Authentizität von KI-gefertigter Kitsch-Massenware nicht nur abheben, sondern deren Wert sich besonders durch das Prädikat "von Menschenhand gemacht, von Menschenhirn erdacht" definiert und erhöht.

Ich möchte daran glauben, dass wir sehr bald von einer derart schier unermesslichen Masse an KI-Kitsch und -Fake überschwemmt werden, dass nach einen kurzen Hype rasch eine Übersättigung stattfindet. Und KI-Generiertes uninteressant wird (weil's letztlich jeder tut und kann).
Dann kann KI in den richtigen Händen ein unglaublich starker Wegbereiter für noch rascheren Fortschritt und wissenschaftliche Weiterentwicklung werden (was sie ja bereits ist - nur noch nicht auf breiter Ebene als solches wahrgenommen).

Ohne dass der Großteil der Menschheit in Dummheit und Fake-Wahn versinkt und so den niederen Instinkten folgt und Vorrang gibt.
Ich will glauben, dass es noch Hoffnung gibt. Wir befinden uns an einem kulturgeschichtlichen Wendepunkt und die Geschichte zeigt, dass vor jeder "Besinnung" auf wesentliche Werte stets erst eine Phase der Übertreibung, des Manierierten, des "Was-geht-noch-alles?! folgt" Da müssen wir wohl jetzt durch.

Inzwischen müssen wir dagegenhalten und in unserem Schaffen und Tun die wesentlichen Werte, die Bestand haben, hochhalten und weitertragen. An unsere Kinder, die Jugend und die, die, weil sie nicht genug wissen, alles glauben müssen. In verdaulichen Dosen. Unablässig. Nicht belehren, sondern vorleben. Das ist zumindest, was mir persönlich dazu einfällt. Dagegen anschreiben, -malen, -erziehen, -kommunizieren. Mag naiv klingen, ich weiß....
 

petrasmiles

Mitglied
Nein, liebe Claudia, das ist nicht naiv, sondern der einzige Weg.
Da ich mich in diesen Sphären gar nicht bewege, habe ich von dieser Verzerrung der Realität noch gar nichts mitbekommen. Das ist wirklich gruselig. Ich finde ja 'Influencer' schon abartig. Nichts anderes ist übrigens Taylor Swift - in eigener Sache. Ich habe mal eine Doku gesehen - da blieb mir doch der Mund offen stehen, als ich sah, dass sie das generalstabsmäßig aufzieht: mit Massenevents, zu denen dann nur 'besondere' Fans zugelassen werden, jede Menge Merchandising ... ich frage mich, wer braucht so viel Geld? Ich mag manche ihrer Lieder sogar, aber diesen Personenkult ausnutzen? Dazu passt dann doch, dass manche deutsche Politiker sich als Fans outen und diese Armbändchen tragen.
Das ist reinster Kapitalismus, den auch die Politik benutzt. Und alles driftet ins Unechte ab, ins Gewollte, in kürzeste Aufmerksamkeitsspannen, alles Konsum.

Sehr gut, dass Du dem Gedicht noch einen erläuternden Text beigegeben hast, denn aus dem Gedicht selbst war mir die Tatsache des Fakens nicht so ersichtlich - als normaler Mensch kommt niemand auf die Idee, dass das jemand täte ...

Liebe Grüße
Petra
 

fee_reloaded

Mitglied
als normaler Mensch kommt niemand auf die Idee, dass das jemand täte ...
Unser "normal" stirbt langsam aus, fürchte ich, liebe Petra.

Ich käme auch nicht auf diese Ideen, aber fast noch mehr schockiert mich das gigantische positive Echo und Nicht-Hinterfragen.

Ich käme auch nicht auf die Idee, mich als naturliebend zu bezeichnen, wenn ich die Natur, die von Haus aus ja genug an Schönheit und Magie in sich birgt.
Aber - und da liegt m.E. der Knackpunkt - man muss sich eben die Zeit nehmen, bei sich und geerdet sein, um die natürliche Schönheit/Magie beim achtsamen Hinsehen erkennen zu können. Im Zeitalter von Tick Tock aka Wisch und Weg aber darf ja nichts länger als einen Augenblick dauern, um meine Aufmerksamkeit zu fesseln. Dazu muss es aber eben eine Sensation bzw. Kitsch höchster Dichte sein und genau das wird gesehen und dann wischt man sich schon zum nächsten Highlight.

Das "Normale" oder "Natürliche", das oft schon schön genug wäre, sähe man denn genauer hin, hat da gar keine Chance mehr. Und "Sich-Zeit-Nehmen" ist kein Konzept mehr, will mir scheinen. Tiefe hat da nicht nur keine Chance, sondern nichts zu suchen, weil dafür viel zu viel Zeit aufgewandt werden müsste. Und das hieße ja, man gäbe sich Mühe. Sich-Mühen, weil man weiß, es lohnt sich, haben wir wohl den jüngeren Generationen erfolgreich aberzogen....

Neueste Sensation auf facebook heute: Fischer auf einem kleinen Kutter auf See, die eine Art Meerjungfrau mit vier Armen und ohne Schuppen an Bord haben...unglaublicher Schwachsinn, weil es so tut, als wären die Aufnahmen zufällig entstanden und nicht gestellt. Man mag gar nicht mehr auf social media reinschauen, weil man von Dummheit und dem Für-Dumm-Verkaufen an allen Ecken und Enden überschwemmt wird. Wenn du weißt, du kannst nicht mehr glauben, was du siehst, willst du dir nichts mehr anschauen. Dadurch gehen aber auch echte "Natur-Überraschungen" und gelungene Schnappschüsse mit unter.

Nicht gut!
 

petrasmiles

Mitglied
Oh je, Deine Bestandsaufnahme kann einen schon mutlos machen.
Was machen wir ohne die Normalos, wenn es keine mehr gibt? Die sind noch das Salz der Erde!
Und wieder einmal fühle ich mich aus der Zeit gefallen ... hat schon seine Richtigkeit, dass man irgendwann raus ist aus dem Spiel. (Soll kein Pessimismus sein - nur Vorfreude auf die Rente :D)
Ich werde mich also weiterhin aus dem Zirkus raushalten!

Liebe Grüße
Petra
 



 
Oben Unten