Fragmente

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wirena

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Die Sprache die Brücke
vom Ich zum Du

Mein, Dein, Unser

Schlüsselworte
für Krieg und Frieden

************************

Gefühle, Erleben
der Boden
für Denken?

für Worte
die gesucht
neugeschaffen
werden müssen?
 

wirena

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Eigene Gedanken angeregt durch Lesen „kleine Weltgeschichte der Philosophie“ von Hans Joachim Störig

1. Kapitel: die Philosophie des alten Indien


Wie fliessende Ströme ins Meer verschwinden, Meer werden, ihren Namen, ihre Form verlieren, so verliert das Ich seinen Namen, seine Form, wenn es ins Leben stirbt. Dies kann die Selbsterkenntnis sein, dass das Ich Leben ist und nicht Leben hat oder Todeserfahrung.


Kontinuum der Vergänglichkeit
Das Ich erstirbt in jedem Augenblick
und wird neu geboren.


Verantwortung
Das Leben ist Verwandlung.
Der Mensch ist Leben, ist Verwandlung.

Das Individuum hat davon Erkenntnismöglichkeit
verwandelt durch Wirken sein Dasein, seine Verwandlung
und dadurch das Leben.


Erinnerung alt Bekanntes – geschrieben 17.07.2025
das Leben selbst
sich sucht
im Tod

im Nichts
es fusst
als nur in sich
das Selbst


Reinkarnation

Der Mensch, das einzelne Ich ist Leben, das sich im Ich erkennt und im Tod das Ich verliert und nur Leben ist. Das Leben ist und alles ist aus ihm. Ein immerwährendes Stirb und Werde – Leben ist Verwandlung –
 

wirena

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Zitate und eigene Gedanken angeregt durch Lesen „kleine Weltgeschichte der Philosophie“ von Hans Joachim Störig

2. Kapitel: Die altchinesische Philosophie

Das Tao und die Welt – Tao als Prinzip: Zitat: Lao Tse:
«das ewige Tao hat keinen Namen; Tao ist verborgen namenlos; Ich weiss seinen Namen nicht, nenne es aber Tao.» Zitatende


Ich nenne das Wortlose = «allumfassendes Leben» respektive einfach Leben aus dem alles ist – siehe

LE Essay: Ich-Selbst-Lebensweg vom 23.01.2026
Das allumfassende Leben ist der Anfang allen Beginns und all das was es vorher war oder nicht war, und all das was im Sein zu finden ist. Es ist in allem, und alles ist durch dieses allumfassende Leben. Es ist einfach Leben, das alles durchdringt und alles ist aus ihm.


Zitat:
"2. Der Buddhismus in China: Die Hinneigung des Chinesen zur goldenen Mitte, das Bestreben, das Gegensätzliche und Auseinanderstrebende in einer höheren Einheit auszugleichen, sind uns aus der Geschichte der altchinesischen Philosophie bekannt. Sie ist das Leitmotiv des Konfuzianismus; wir begegnen ihr bei Lao Tse (für den «Tao» «das Seiende und zugleich Nicht-Seiende ist); die Yin-Yang Schule lehrt die Vereinigung und das Zusammenwirken von Gegensätzen; und die mittelalterliche Philosophie als Ganzes ist nicht anderes als der Versuch einer Synthese der widerstrebenden Richtungen.» Zitatende

Synthese der wiederstrebenden Richtung
– dies möchte ich mir merken und nach einer höheren Einheit, nicht nur im Wortlosen suchen und finden, sondern adäquat, sprachlich auch für Schreiben suchen und finden…. Lao Tse = Idee des Einklangs von Mensch und All…

Bin gespannt, was dazu europäischen Philosophen schreiben – Geduld – bin erst auf Seite 99 von 540 am Lesen und Verdauen und dies mit kleingeschriebenen, gedruckten Buchstaben…


Zitat, Fettschrift und Formatierung von mir:
"3. Das Zeitalter des Neu-Konfuzianismus: «Tschu Hsi, 1130-1200», er kann mit «Schankara» in Indien und mit «Thomas von Aquin» im Abendlande verglichen werden:

«Die beiden Grundbegriffe seiner Philosophie sind Li, eine umfassende Weltvernunft, und die Materie Ki, die jener gegenübergestellt wird. Dieser Gegensatz fällt für ihn mit dem Yin und Yang zusammen. Beide werden in untrennbarer Bezogenheit aufeinander gedacht.

Inmitten des Himmels und der Erde gibt es Vernunft, gibt es Materie. Was die Vernunft anlangt, so ist sie hinsichtlich der Erscheinungen oberste Norm, die Wurzel, aus welcher die Dinge hervorgehen.

Was die Materie anlangt, so ist sie hinsichtlich der Erscheinungen unterste Anlage, der Stoff, aus dem die Dinge hervorgehen. –

Die Vernunft ist nie von der Materie getrennt gewesen. Immerhin ist die Vernunft hinsichtlich der Erscheinungen das Untere.


Es ist zulässig zu sagen, Vernunft und Materie hätten ursprünglich kein Früher und Später; will man jedoch durchaus ihrem Ursprung auf den Grund gehen, so wird man sagen müssen, dass die Vernunft das Frühere sei. Doch bildet sie auch wiederum nicht ein gesondert für sich bestehendes Wesen, vielmehr ist sie in der Materie enthalten. Gäbe es keine Materie, so fände auch die Vernunft keinen Anhaltspunkt. – Existiert diese Vernunft, so existieren auch Himmel und Erde, gleichwie ohne die Vernunft weder Himmel noch Erde, noch Menschen, noch Dinge existieren. – Gibt es Vernunft, so gibt es auch Materie, welche alle Dinge zur Erscheinung bringt und erhält. – Spricht man von Himmel und Erde, so ist im Himmel und Erde das Urprinzip enthalten; spricht man von allen Dingen, so ist in allen Dingen und zwar in jedem einzelnen, das Urprinzip enthalten." Zitatende


Ein chinesisches Sprichwort sagt: Zitat: «Drei Lehren, eine Familie». Gemeint sind Konfuzianismus, Taoismus und Buddhismus» Zitatende.

Das ist m.E. wahr gelebte Toleranz, wahr gelebter Respekt – nicht Entweder-Oder, sondern Sowohl-Als-auch…Der Mensch steht im Mittelpunkt –

Lao Tse = Mensch und Natur, Achtung ihrer Gesetze
Konfuzius = Mensch entfaltet, entwickelt sich selbst

und das Gemeinsame, beider Richtungen wird betont.

Masshalten = Seelenfrieden = menschliches Glück.

Die chinesische Philosophie als Anleitung zum richtigen Verhalten und Handeln = Ethik, sowie Politik und Sozialphilosophie scheint mir eine gute Grundlage für eine Demokratie zu sein.
 

Shallow

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Hallo @wirena,

ich habe das gelesen, und siehe: Ich bin wirklich erschrocken. Ich sage das aus meiner goldenen Mitte heraus. Noch mehr hinsichtlich der Erscheinungen, in denen Vernunft das Untere ist. Zumindest das scheint vernünftig. So finster die Nacht. In der Hoffnung auf Licht grüßt

Shallow
 

wirena

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Hallo Shallow, ich habe nicht ganz verstanden, was dich so erschrocken hat - ist es der Bezug zur Vernunft, die Wurzel aller Dinge?

Siehe Zitat:
"Inmitten des Himmels und der Erde gibt es Vernunft, gibt es Materie. Was die Vernunft anlangt, so ist sie hinsichtlich der Erscheinungen oberste Norm, die Wurzel, aus welcher die Dinge hervorgehen."

das kann ich gut verstehen. Ich weiss noch nicht was Vernunft philosophisch ist. Doch mit dem Hinweis

"3. Das Zeitalter des Neu-Konfuzianismus: «Tschu Hsi, 1130-1200», er kann mit «Schankara» in Indien und mit «Thomas von Aquin» im Abendlande verglichen werden:
auf Thomas von Aquin, habe ich es beim Lesen Vernunft als "Logos" gespürt und so verstanden und gelesen - ich denke nicht, dass das chinesische mittelalterliche Verständnis der Vernunft mit der heutigen Vernunft (böse geschrieben mit dem heutigen Irrsinn) gleichzusetzen ist. Bin auch gespannt, wohin mich die Fortsetzung dieser kleinen Weltgeschichte führt...

LG wirena
 

wirena

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Angeregt durch die Zuschrift von Shallow habe ich im Internet den Begriff Vernunft recherchiert. Resultat: viel zu viel, zu unklar – doch ich verstehe nun Shallow gut. Siehe Grafik «Francisco de Goya, Der Schlaf der Vernunft gebiert Ungeheuer.»


Ich denke, mein Gefühl/Verständnis «logos» hat mich nicht getäuscht und lese, mache demnach einfach so weiter wie bis anhin.

Schön, dass es zu einem Gedankenaustausch gekommen ist…. Hätte die Grafik von Goya sonst zurzeit nicht entdeckt –

Doch hier einkopiert zum Begriff Vernunft, was ich heute im Internet gefunden habe:



Vernunft

Übersicht mit KI


Vernunft ist das höhere geistige Vermögen des Menschen, Zusammenhänge zu erkennen, kritisch zu urteilen und sich besonnen sowie zweckmäßig zu verhalten. Sie unterscheidet sich vom reinen Verstand durch ihre Funktion als ethisch-moralische Instanz, die Einsicht, Urteilskraft und Handlungsnormen (wie Kants kategorischen Imperativ) umfasst.

Kernaspekte der Vernunft:

  • Philosophische Bedeutung: Laut Aristoteles ist sie die Fähigkeit zum "rechten Maß", während sie in der Aufklärung als das zentrale Werkzeug für autonomes Denken und Handeln verstanden wurde.
  • Funktionen: Sie dient der Organisation von Bezügen zur Realität, der Bildung von Urteilen und dem Einhalten von Normen. Sie strukturiert Handlungen, oft auch im Sinne instrumenteller Vernunft (Mittel zum Zweck) oder praktischer Vernunft (moralisches Handeln).
  • Abgrenzung: Oft wird sie vom bloßen Verstand (reine Verstandesleistung) abgehoben, da die Vernunft Zusammenhänge reflektiert, bewertet und Schranken setzt.
  • Etymologie: Der Begriff stammt vom Althochdeutschen firnunft und bedeutet "Tätigkeit des Vernehmens, Hörens, Begreifens", also ein aktives Erfassen.
  • Synonyme & Umgangssprache: Ratio, Verstand, Einsicht, Urteilskraft, gesunder Menschenverstand, Besonnenheit.
Im Gegensatz zur Impulsivität erlaubt die Vernunft ein überlegtes, vernünftiges Handeln.
Aus Internet kopiert 25.03.2026/win



Vernunft Wikipedia (Farben nicht durch mich = Kopierautomatik. Leider ohne Foto Grafik Goya)

Dieser Artikel behandelt den philosophischen Begriff – zu weiteren Bedeutungen siehe Vernunft (Begriffsklärung).

Der Schlaf der Vernunft gebiert Ungeheuer – Grafik von Francisco de Goya (1799)

Vernunft bezeichnet in der modernen Verwendung ein durch Denken bestimmtes geistiges menschliches Vermögen zur Erkenntnis.

In Anlehnung an die terminologische Verwendung bei Christian Wolff wird sie vom Verstand abgegrenzt, der durch Beobachtung und Erfahrung Sachverhalte erfasst und so der Vernunft die Fähigkeit verleiht, allgemein gültige Zusammenhänge durch Schlussfolgerungen zu erschließen, ihre Bedeutung zu erkennen und Regeln sowie Prinzipien aufzustellen. Sofern diese das Handeln, Wertbestimmungen oder Fragen der Moral betreffen, spricht man von praktischer Vernunft. Unter diesem Begriff tritt zum Vermögen der Prinzipien auch die Fähigkeit, den eigenen Willen zu bestimmen, hinzu.

Den auf Erkenntnis und Wissenschaften bezogenen Gebrauch bezeichnet man als theoretische Vernunft. Rationalität ist wiederum ein Begriff der „Vernünftigkeit“, der an der Steigerung der Effizienz, sowohl im Sinne von Wirtschaftlichkeit nach ökonomischen Prinzipien als auch im Sinne der Gerechtigkeitstheorie oder der Diskursethik, orientiert sein kann. Die Vernunft als Grundbegriff der klassischen bürgerlichen Philosophie von Francis Bacon und René Descartes bis zu Friedrich Hegel und Ludwig Feuerbach stand im Zentrum der neuen im Kampf gegen die Ideologie des Feudalismus und seiner Institutionen sich herausbildenden und festigenden bürgerlichen Weltanschauung.[1]

Der Inhalt des Begriffs der Vernunft wird unterschiedlich bestimmt. In seinem Verhältnis mit dem Begriff des Verstandes hat er im Verlauf der Geschichte von der griechischen Philosophie – Nous und Logos gegenüber dianoia – über das Mittelalter – intellectus versus ratio – bis in die Neuzeit einen Wandel erfahren. In der Neuzeit entwickelte sich, angestoßen von Meister Eckart und Martin Luther, ein Begriffsinhalt, wie er von Immanuel Kant in der Kritik der reinen Vernunft formuliert wurde und so in der Moderne noch weitgehend üblich ist. Danach ist die Vernunft das oberste Erkenntnisvermögen. Dieses kontrolliert den Verstand, mit dem die Wahrnehmung strukturiert wird, erkennt dessen Beschränkungen und kann ihm Grenzen setzen. Damit ist die Vernunft das wesentliche Mittel der geistigen Reflexion und das wichtigste Werkzeug der Philosophie. Dieses Verständnis wurde aber auch kritisiert, so etwa von Arthur Schopenhauer, wo die Vernunft das Organ leerer Spekulation sein kann, was er als Anschluss an Kants Kritik verstanden wissen will, welche in der transzendentalen Dialektik jenes Thema behandelt.

Neben dieser Vernunft als subjektives Vermögen eines Menschen oder „endlichen Vernunftwesens“ (animal rationale) – nahmen einige Philosophen die Existenz einer objektiven Vernunft an: ein die Welt durchwaltendes und ordnendes Prinzip als metaphysische oder kosmologische Vernunft – Weltvernunft, Weltgeist, Logos, Gott. Zu diesen Philosophen gehören z. B. Heraklit, Plotin und Hegel. Die Debatten um die Existenz oder Nichtexistenz einer solchen Weltvernunft und ihre eventuelle Beschaffenheit sind ein bedeutender Teil der Philosophiegeschichte. Kant verwendet dafür in seiner Kritik der praktischen Vernunft den Begriff der göttlichen Vernunft (intellectus archetypus) der im Gegensatz steht zur menschlichen Vernunft (intellectus ectypus).

In Abgrenzung zum Begriff der Vernunft wird der Begriff des Verstandes heute gebraucht für Fälle, in denen Phänomene gesondert betrachtet werden, abgelöst vom größeren umfassenden Zusammenhang. In der Umgangssprache werden die beiden Begriffe allerdings nicht streng voneinander unterschieden.

Bedeutung

Dieser Artikel oder nachfolgende Abschnitt ist nicht hinreichend mit Belegen (beispielsweise Einzelnachweisen) ausgestattet. Angaben ohne ausreichenden Beleg könnten demnächst entfernt werden. Bitte hilf Wikipedia, indem du die Angaben recherchierst und gute Belege einfügst.

Sowohl umgangssprachlich als auch in der Geschichte der Philosophie hat die Bezeichnung „Vernunft“ mehrere Bedeutungen, die sich aber überschneiden. etc….

Aus Internet kopiert 25.03.2026/win
 

wirena

Mitglied
Fortsetzung Zitate und eigene Gedanken angeregt durch Lesen „kleine Weltgeschichte der Philosophie“ von Hans Joachim Störig

Zweiter Teil – die Griechische Philosophie
Allgemeines: Hauptperioden
  • Die Begründer der griechischen Philosophie sind zugleich die Stammväter unserer eigenen.
  • Die Griechen hatten zu keiner Zeit, weder später noch in der Frühzeit, einen Priesterstand, der Früher oder Später an gesellschaftlicher Macht oder geistigem Einfluss mit dem indischen oder ägyptischen zu vergleichen wäre.
  • Um das Jahr 550 v.Chr. versuchte der griechische Geist unter allmählicher Loslösung von der überlieferten Religion, teilweise unter lebhaftiger Kritik an deren Vorstellungswelt, mittels selbständigen, vernunftmässigen Denkens, die Welt aus der natürlichen Ursache zu erklären. Lao Tse/China wirkte um ca. 609-517 v.Chr., Konfuzius folgte unmittelbar darauf, Indien/ Buddha ca. 563-483. In diese Zeitspanne fällt auch jüdisches Prophetentum, Hesekiel/Babylon und möglicherweise Zarathustra/Perser. Dies ist allerdings sehr umstritten.

Zitat: „Die Tatsache, dass an verschiedenen Stellen des Erdballs, in zahlreichen gegeneinander so gut wie abgeschlossenen Kulturkreisen, zur gleichen Zeit der Menschengeist einen gewaltigen Schritt vorwärts tat, und in den genannten Persönlichkeiten gleichsam zu sich selbst kam, ist für uns so erstaunlich wie unerklärlich. Es sträubt sich etwas in uns dagegen, angesichts dieser einzigartigen Häufung von blossem Zufall zu sprechen…..Möglicherweise wird es auf immer ein Geheimnis bleiben.“ Zitatende


Nun, meiner Meinung nach, ist es möglicherweise einfach so, dass das Leben lebt und sich verwandelt, den Menschen verwandelt. …Alles ist mit Allem verbunden, und wenn das Klima stimmt, blühen verschiedene Sträucher, Bäume gleichzeitig… So denke ich und muss mit dem bis anhin Gelesenen vorerst nichts korrigieren; nur, dass es für mich kein Geheimnis ist, sondern irgendwie erklärbare Tatsache.

Die Geschichte der griechischen und deren Abkömmling, der römischen Philosophie fällt in den Zeitraum eines runden Jahrtausend. 6. Jahrhundert v.Chr. – 6. Jahrhundert n.Chr.


Vorsokratiker, 600 v.Chr. – Beginn 4. Jahrhundert:

Die älteste Periode suchte unter Befreiung von theologischen Vorstellungen, nach einem Urstoff = älteste Naturphilosophie.

Auf sie folgen einerseits Pythagoras, dessen Denken eine mystische, am Begriff der Zahl orientierte Richtung einschlägt = jüngere Schule der Naturphilosophie.

Allen ist als Ziel gemeinsam, dass sie auf Erklärung der natürlichen Welt ausgehen und Naturphilosophen sind.

Methode ist dogmatisch
, da mit „naiver“, d.h. noch nicht durch kritische Besinnung hindurch gegangener Spekulation gearbeitet wird.


Sophisten, Mitte 5. Jahrhundert bis zu Tode des Aristoteles 322 v.Chr.

  • Decken Widersprüche im bisherigen philosophischen Denken auf. Siehe Sokrates, Platon, Aristoteles.
  • Logik, Metaphysik, Ethik, Natur- und Gesellschaftsphilosophie, Ästhetik, Pädagogik werden ausgebildet und zu umfassenden Systembauten vereinigt.
Die längste Periode, nach Aristoteles Tod bis zur allmählichen und endlichen Auflösung in den nachchristlichen Jahrhunderten, ist dadurch gekennzeichnet, dass der Sinn für Naturforschung im Rückgang begriffen ist. Die diesen Abschnitt zunächst beherrschenden Schulen der Stoiker und Epikureer richten ihr Hauptinteresse auf den Menschen und auf die Ethik. Dito Skeptiker.

Aus der Vermischung der Systeme entstand der sogenannt Eklektizismus.

Zitat Internet KI: "Eklektizismus (von griech. eklektós = „ausgewählt“) bezeichnet eine Methode, die das Beste aus verschiedenen Systemen, Stilen oder Epochen auswählt und neu kombiniert" Zitatende

In nachchristlicher Zeit wurden platonische Gedanken mit Elementen orientalischer Religiosität vermischt im Neu-Platonismus.


Zitat Internet KI:
"Der Neuplatonismus ist eine einflussreiche philosophische Strömung der Spätantike (ab 3. Jh. n. Chr.), die auf Platon aufbaut, aber dessen Metaphysik mit mystischen und religiösen Elementen verbindet. Im Zentrum steht das „Eine“ als höchster, unerkennbarer Ursprung, von dem alles Sein stufenweise durch Emanation (Ausfluss) abstammt. Hauptvertreter ist Plotin, gefolgt von Proklos und Augustinus..."Zitatende


Mit dem 6. Jahrhundert n. Chr. Verschwand die griechische Philosophie als selbständige Erscheinung. Wurde aber zum Grundpfeiler der abendländischen Kultur.



Erstes Kapitel:
Die vorsokratische Philosophie bis zum Auftreten der Sophisten

Thales:
Erster milesische Naturphilosoph ca. 640 v.Chr. Er war weitgereist, weltgewandt, Kaufmann, Staatsmann, Naturforscher. Er bereiste Ägypten und hatte vermutlich daher astronomische Kenntnisse. Er beschäftigte sich auch mit Magnetismus.

Seine Fähigkeiten:
Vorhersage der Sonnenfinsternis
Berechnung der Höhe der ägyptischen Pyramiden = Schattenmessungen
Fand eine Anzahl grundlegender mathematische Lehrsätze


Mir ist nur der Thaleskreis bekannt. Siehe

Internet KI: Zitat:" Der Thaleskreis ist ein Halbkreis über der Seite AB eines Dreiecks, dessen Mittelpunkt genau auf der Mitte dieser Strecke liegt. Sein entscheidendes Merkmal ist: Liegt ein dritter Punkt C auf diesem Kreisbogen, bildet das Dreieck ABC bei C stets einen rechten Winkel (90°) Er ist ein wichtiges Werkzeug zur Konstruktion rechtwinkliger Dreiecke." Zitatende


Thales war Philosoph und galt, bis vor kurzem, als Stammvater der antiken und modernen Philosophie.
Er war der erste Grieche, der das orientalische Wissen auf den Gebieten der Mathematik und Astronomie aufnahm und selbständig weiterverarbeitete.

Aussagen von ihm:
Was ist das schwerste von allen Dingen? = sich selbst erkennen
Was ist am Leichtesten? = Anderen Rat geben
Was braucht es für ein vollkommenes, tugendhaftes Leben? = Niemals das tun, was wir an anderen verurteilen.

Unbekannt ist, inwieweit Thales zu allgemeinen philosophischen Schlussfolgerungen gekommen ist. Eine philosophische Schrift von ihm ist nicht bekannt. Und ob sein naturphilosophischer Grundgedanke, dass das Wasser der Urstoff sei, aus dem alles hervorgegangen ist – wird bezweifelt.


Anaximandros
war Zeitgenosse des Thales. 611-549 v.Chr.

Zitat mit Formatierung von mir:» In ihm müssen wir nachdem der Ruhm des Thales schwankt, den eigentlichen Begründer der Philosophie als selbständiger Wissenschaft erblicken. Seine Ansichten legte er in einer – nicht erhaltenen – Schrift nieder, die wahrscheinlich dem später vielfach verwendeten Titel «Über die Natur» führte.

Urprinzip der Welt und Ursache allen Seins ist ihm ein Unbestimmtes und Grenzenloses (griech. Apeiron) aus dem sich Kaltes und Warmes, Trockenes und Feuchtes sonderten.

Mit dem Gedanken, dass die Erde – die er frei im Raum schwebend denkt – zuerst in flüssigem Zustand gewesen sei und bei ihrer allmählichen Austrocknung die Lebewesen hervorgebracht habe, wobei diese zunächst im Wasser lebten und später auf das Land überwechselten, hat er ein Stück der modernen Entwicklungslehre vorweggenommen.

Mit seiner Lehre, dass ein ursprünglich die Erde umgebender Feuerkreis nach seinem Zerspringen, Feuer ausströmend, um die Erde rotiere, macht er den ersten Versuch, die Bewegung der Gestirne auf physikalische Weise zu deuten.

Nach ewigem Gesetz gehen aus dem Unbestimmt-Grenzenlosen immer neue Welten hervor und kehren wieder in dasselbe zurück, «einander Strafe und Busse gebend für die Ungerechtigkeit nach der Ordnung der Zeit» wie die Schlussworte des einzigen wörtlich erhaltenen Fragments lauten, die dunkle Tiefe seiner Lehre wenigstens erahnen lassen.» Zitatende


….tja, «aus dem Unbestimmt-Grenzenlosen gehen immer neue Welten hervor» dieser Gedanke ist heute in der Quantenphysik, die an Paralleluniversen resp. Multiversum (Stringtheorie) in der heutigen Gegenwart zu finden. Seriöse Wissenschaftler, weltweit, befassen sich mit solchen Theorien, suchen Erklärungen/Beweise dafür – bisher allerdings erfolglos.
 



 
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