Arno Abendschön
Mitglied
Gar nicht so schlecht, deine Ausbeute, liebe Petra. Ich vermute sogar, dass dir die großen Romane von Dos Passos - und die sind alle übersetzt worden - noch mehr bringen könnten als dieses spezielle Buch von Isherwood. "Manhattan Transfer" ist natürlich als quasi expressionistisches Stadtporträt und seinerzeit kühnes Stilexperiment ein Klassiker schlechthin. Die USA-Trilogie dagegen ist ganz anders, nicht nur viel länger, sondern auch epischer, indem die rasante Entwicklung der amerikanischen Gesellschaft im frühen 20. Jahrhundert sich in ausführlich dargestellten Einzelschicksalen über Jahrzehnte spiegelt. Das reicht von den sozialen Kämpfen der Vorweltkriegszeit über die Präsenz auf den Kriegsschauplätzen in Europa bis hin zu der ungesund boomenden Wirtschaft der Zwanzigerjahre - ein großartiger Mahlstrom, homerisch. Da wir hier keine einschlägige Rubrik zum Veröffentlichen mehr haben, erlaube ich mir ausnahmsweise mal einen Link zu einer Untersuchung aus meiner Feder:
Liebe Grüße
Arno
Aufstieg oder Untergang - Soziale Mobilität bei Dos Passos - Literaturforum.de
In seiner USA-Trilogie - die Einzelbände erschienen 1930, 1932 und 1936 - unternahm John Dos Passos den Versuch, die enorme gesellschaftliche Dynamik zu gestalten, die sein Land zwischen der Jahrhundertwende und der Großen Depression erlebte. Das Gesamtwerk kann man, musikalisch gesprochen, als...
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Liebe Grüße
Arno